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Ratgeber

Eine Woche mit React – wie gut gelingt der Einstieg?

React in einer Woche lernen. Geht das? (Bild: Thongchai Kitiyanantawong / Shutterstock)

Die Javascript-Bibliothek React boomt und ist eine der spannendsten Entwicklungen im Bereich Programmierung der letzten Jahre. Wie leicht ist React denn nun wirklich zu erlernen und was kann man in einer Woche bereits erreichen?

React ist eine der spannendsten Javascript-Bibliotheken, die ihr euch aktuell anschauen könnt. Für interaktive Websites ist React eines der Top-Tools und erfreut sich großer Beliebtheit. Und wenn man Google-Trends Glauben schenken darf, hält das Interesse auch auf jeden Fall an.

Google Trends: Anfragen zu React
Google-Trends: Anfragen zu React (Bild: t3n)

Aber wie schnell könnt ihr euch wirklich einen Überblick über React verschaffen? Wie einfach ist ein Einstieg, wie gut ist die Dokumentation und die Community? Was könnt ihr in einer Woche lernen und reicht React tatsächlich aus oder braucht ihr zusätzliches Wissen in anderen Bereichen, um das meiste aus der Bibliothek herauszuholen?

Reacts große Community erleichtert den Einstieg

Fangen wir mit dem trockenen Teil an. React besitzt eine riesige Dokumentation, in der ihr alle nötigen Infos für jede von React zur Verfügung gestellte Funktion direkt abrufen könnt. Von Prinzipien der Programmierung bis zur Umsetzung von Hello World und weiteren, kleineren Tutorials für den Einstieg findet ihr eine riesige Auswahl an Hilfen, teils auch mit Interaktion. Wenn ihr also auf eine Funktion stoßt, die euch unklar ist, müsst ihr da selten alleine mit umgehen. Immerhin sind alleine bei Stackoverflow derzeit über 56.000 Fragen zu React gestellt und beantwortet worden und auf Github gibt es über 1.000 Contributor zu React. Die Community ist also da und Hilfe sollte auch dort zu finden sein. Wenn ihr also eine Woche nur lesen wollt, was React alles tut, dürftet ihr durchaus die Konzepte der Bibliothek kennenlernen.

Aber natürlich wollt ihr nicht nur alles Erdenkliche lesen, sondern auch praktisch an die Sache herangehen, oder? Zum Glück gibt es Tutorials, die euch im Browser auf React loslassen. Hier müsst ihr euch keine Gedanken um die technischen Details machen, sondern könnt euch direkt mit React auseinandersetzen. Wirklich direkt? Nicht ganz. React baut nämlich auf JSX auf und wenn ihr mit dieser Sprache nichts anfangen könnt, nützt euch der beste React-Kurs eher wenig. JSX verbindet Javascript mit XML, was sehr sinnvoll sein kann, allerdings eine etwas abgewandelte Schreibweise erfordert, um Javascript und XML voneinander zu trennen. Insgesamt ist der Umstieg von Javascript zu JSX nicht schmerzhaft, kann aber trotzdem Zeit kosten und begeistert nicht jeden. Innerhalb einer Woche solltet ihr damit aber locker durchkommen.

Wenn ihr so weit seid, steht ersten Anwendungen von React über Online-Tutorials oder mit Seiten wie Codepen nichts im Wege. Dann wird euch schnell auffallen, dass React extrem modular aufgebaut ist und dabei unweigerlich an objektorientierte Programmiersprachen erinnert. Ihr werdet Komponenten aufbauen und diesen Funktionen geben, die dann wiederum mit anderen Komponenten interagieren können. Ein grundlegendes Beispiel dazu:

class MyComponentClass extends React.Component {
render() {
return <h1>Hello world</h1>;
}
}

Hier sind schon zwei der wichtigsten Ideen zu sehen, die React ausmachen: Die Komponenten-Klasse, die jeweils die Grundstruktur React.Component erweitert und die Render-Funktion, die angibt, was beim Rendern genau geschehen soll, also wie aus diesen Komponenten ein konkretes React-Element wird und was dieses beinhaltet.

Wer mit dem Begriff „Objektorientierung“ noch nie zu tun hatte, dürfte beim Umgang mit React ein paar neue Ideen kennenlernen. Aber keine Sorge, React ist nicht grundsätzlich objektorientiert, sondern inspiriert sich eher daran.

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Eine Woche mit React kann nur der Anfang sein

Einen soliden ersten Einblick in React dürftet ihr also innerhalb einer Woche problemlos bekommen, je nach Vorkenntnissen mit etwas mehr oder weniger Arbeit. Wenn ihr euch ganz darauf konzentriert, React kennenzulernen, werdet ihr nach einer Woche die grundlegenden Funktionen in jedem Fall verstanden haben. Ihr werdet wissen, was Komponenten sind, wie ihr sie nutzt und über state und props Informationen hin- und herschiebt und damit Komponenten verknüpft. Mit den Tutorials zum Einstieg in React ist all das interaktiv zu lernen und ihr habt so bereits erste praktische Anwendungen gesehen.

Ein erster Einstieg in React ist also auf jeden Fall möglich und die großen Konzepte der Bibliothek könnt ihr in einer Woche zumindest alle einmal in Aktion gesehen haben. Das bedeutet nicht, dass eine Woche reicht, um euch zu Profis zu machen, aber einen Eindruck und ein grundlegendes Verständnis könnt ihr euch sicher beschaffen. Für die tatsächliche Arbeit mit React ist es dann natürlich nötig, die Bibliothek zu installieren und eine Umgebung für eure Apps aufzubauen. Das kann nach der ersten Woche ein sinnvoller nächster Schritt sein, wenn euch React bis hierhin gefällt.

Arbeitet ihr mit React oder denkt darüber nach? Welche Tipps könnt ihr Neueinsteigern geben?

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2 Reaktionen
acryl putzen

Guten Morgen,
vielen Dank für den sehr ausführlichen Beitrag. Für mich als absoluten Neuling wirkt das alles noch sehr komplex. Lohnt es sich bzw. macht es aus Ihrer Sicht Sinn, sich als Einsteiger direkt damit zu befassen oder sollten man besser mit "niedrigen Ebenen" beginnen? Sehr vor lauter Bäumen den Wald gerade nicht so wirklich.

Janna Tillmann
Janna Tillmann

Hallo!
Ich würde als absoluter Einsteiger tatsächlich nicht direkt an React rangehen. Erster Schritt im Bereich Webentwicklung wäre nach meinem Dafürhalten HTML + CSS, danach Javascript. Und das ist dann eine gute Grundlage, um sich beispielsweise mit React zu beschäftigen.
React baut auf JSX auf, JSX auf Javascript. Beides bringt neue Prinzipien mit sich, die werden anhand vom Vorwissen zu Javascript erklärt bzw. abgegrenzt. Mindestens da sollte man also einen groben Überblick haben, sonst werden die meisten Artikel und Tutorials extrem schwer zu verstehen, weil man eben ständig Dinge googlen muss.

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