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Vergiss „Slide to unlock“ – Diese Apple-Patente könnten die Zukunft sein

Vergiss „Slide to unlock“ – Diese Apple-Patente könnten die Zukunft sein

Es ist schon spannend, was sich die Tech-Riesen so alles patentieren lassen. In diesem Artikel zeigen wir euch einige Apple-Patente, die in den vergangenen zwei Jahre eingereicht oder erteilt worden sind.

Apple-Patent zeigt Touch ID im Display

Touch ID im Display könnte Apple neue Möglichkeiten beim Design eröffnen.
Touch ID im Display könnte Apple neue Möglichkeiten beim Design eröffnen.

Häufiger wurde in den letzten Jahren darüber spekuliert, ob den Touch ID in das Display verlagert, um so auf den klassischen Homebutton zu verzichten. Dem Unternehmen dürfte das neue Möglichkeiten beim Design und der Funktionalität des iPhone eröffnen.

Ein neues Apple-Patent zeigt jetzt, dass genau das vielleicht bald schon kommen kann. Dem Hersteller aus Cupertino wurde nun ein im März 2015 beantragtes Patent US 9342727B2 zugesprochen. Die Technologie stützt sich dabei auf Ultraschall und soll noch genauer sein als die herkömmlichen optischen oder kapazitiven Lösungen.

Besonderer Schutzmechanismus: Smartphone dreht sich von selbst in der Luft

Patent für besonderen Schutzmechanismus: Smartphone dreht sich von selbst in der Luft.
Patent für besonderen Schutzmechanismus: Smartphone dreht sich von selbst in der Luft.

Die US-Patentbehörde hat Apple im März 2013 ein Patent auf ein iPhone-Schutzsystem zugesprochen, das von alleine erkennt, ob das Smartphone zu Boden fällt. Passiert das, tritt ein Schutzmechanismus in Gang, der das Gerät gegebenenfalls in der Luft dreht und so verhindert, dass sensible Komponenten wie der Bildschirm oder die Frontkamera beschädigt werden.

Das System greift auf dabei auf Sensoren wie den Beschleunigungsmesser, das Gyroskop und GPS zurück. Das Patent wird unter dem Namen „Schutzmechanismus für ein elektronisches Gerät“ gelistet und trägt die Patentnummer 8.903.519.

Apple-Patent auf ein Augmented-Reality-Display

Apple-Patent auf ein Augmented-Reality-Display wurde im November 2014 vergeben.
Das Apple-Patent auf ein Augmented-Reality-Display wurde im November 2014 vergeben.

Auch dieses Patent hat Apple erst vor wenigen Monaten erhalten. Hinter dem Namen „Transparentes elektronisches Gerät“ versteckt sich ein Konzept für Augmented-Reality-Displays, die reelle mit virtuellen Objekten kombinieren können. Das Patent zeigt einen Bildschirm, der aus mehreren Displayschichten besteht – einem aktiven und einem passiven Display.

Der Nutzer kann über Touch-Gesten den Bildschirm steuern und eine sogenannten „Schwarze Maske“ verhindert, dass die inneren Komponenten gesehen werden. Die Einsatzszenarien sind vielfältig – so könnte beispielsweise die Frontscheibe eines Autos mit dem Display ausgestattet werden. Das zukunftsträchtige Patent mit der Nummer 8890771 wurde schon 2010 beantragt, allerdings erst im November 2014 vergeben.

Apple-Patente: Variable Benutzeroberflächen, die sich Bewegungen anpassen

Apple-Patent auf variable Benutzeroberflächen, die sich Bewegungen anpassen.
Apple-Patent auf variable Benutzeroberflächen, die sich Bewegungen anpassen.

Apple hat zudem im vegangenen Jahr ein Patent zugesprochen bekommen, das eine bewegungssensitive Benutzeroberfläche vorsieht. Das Smartphone erkennt, ob der Nutzer in Bewegung ist und reagiert beispielsweise mit vergrößerten Tasten oder einem reduzierten Funktionsumfang – das Display passt sich quasi den erschwerten Bedingungen an.

Das kommt schlussendlich Personen zu Gute, die beim Joggen eine SMS schreiben wollen oder Menschen, die im Bus sitzen und mit dem wackeligen Fahrstil des Fahrers zu kämpfen haben. Das Patent 8,631,358 wurde im November 2007 eingereicht und Mitte Januar 2014 erteilt.

Apple-Patentantrag will faltbares Display, das große Oberflächen ganz klein macht

Apple-Patentantrag will faltbares Display, das große Oberflächen ganz klein macht.
Apple-Patentantrag will faltbares Display, das große Oberflächen ganz klein macht.

Faltbare Displays haben wir schon oft gesehen – beispielsweise hat Sony im Jahr 2010 ein 4,1 Zoll großes OLED vorgestellt, dass sich auf einem Stift aufrollen lässt. Leider ist die organische Leuchtdiode bislang in keinem Gerät zum Einsatz gekommen. Apple hat jetzt einen Patentantrag gestellt, der ein ähnliches hauseigenes Display absichern soll.

In der Patentschrift wird ein mobiles Endgerät beschrieben, das in verschiedenen Winkeln aufgeklappt werden kann und mithilfe eines Scharniers faltbar ist. Um gleich weitere Anwendungsszenarien vorweg zu nehmen, hat das Unternehmen aus Cupertino angeben, dass das System auch auf Tablets und Uhren übertragen werden kann. Der Patentantrag US20130010405 wurde am 19. Dezember 2013 eingereicht.

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2 Antworten
  1. von Trackpad-Homebutton am 18.09.2015 (12:22 Uhr)

    Trackpad im Homebutton wäre eine nette idee. Android hat von sich auch einen Maus-Modus der mit diesen asiatischen Mini-Bluetooth-Gamepads sehr angenehm zu nutzen ist. Echte Bluetooth-Mäuse sind ja schlecht zu finden.

    Die IBM (heute Lenovo) Mini-Trackpads in den IBM-Notebooks waren wohl recht beliebt und wurden m.W. praktisch nicht kritisiert.
    Wenn man es richtig macht, klappt es auch. Die billigen Produzenten hingegen machen oft Mäuse usw. die schnell ruckeln und nicht dauerhaft halbwegs stabil gleiche Ergebnisse liefern. Auch bei optischen Mäusen ist mir sowas schon passiert obwohl die im Gegensatz zu mechanischen Mäusen ja keine Erosion/Verdreckung haben bzw. leicht gereinigt werden können.

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    • von Gandulo am 17.06.2016 (06:05 Uhr)

      Echte Bluetooth Mäuse gibts bei Amazon für 12€.

      Die Minitrackpads waren der Horror und nur in extrem schmutziger Umgebung und mit Handschuhen wirklich nützlich. So was will NIEMAND zurück.

      Mechanische Mäuse? Leben wir noch im Jahr 2001?
      Für Consumer sind diese Uraltmäuse absolut Sinn befreit.

      Selten hier so einen schlechten Kommentar gelesen wie den von dir.

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