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Super Pi Boy 64 Mega: Raspberry Pi macht alten Game Boy zur Retro-Spielemaschine

Super Pi Boy 64 Mega: Raspberry Pi macht alten Game Boy zur Retro-Spielemaschine

Ein Bastler hat einen alten, klassischen Game Boy in einen universellen Retro-Handheld verwandelt. Dank kann das Gerät jetzt neben Game-Boy- auch tausende Game-Boy-Advance-, NES-, SNES-, N64- und Sega-Titel spielen.

Super Pi Boy 64 Mega: Raspberry Pi macht alten Game Boy zur Retro-Spielemaschine

(Quelle: superpiboy.wordpress.com)

Es vergeht fast kein Tag ohne neue, beeindruckende Raspberry-Pi-Bastelprojekte. Ein besonderes spannendes Beispiel stammt von einem Bastler, der unter dem Nicknamen „microbyter“ aktiv ist. Er hat verschiedene, existierende Raspberry-Pi-Projekte kombiniert und sich damit eine beeindruckende, mobile Retro-Spielekonsole gebaut. In Anlehnung an alle Konsolensysteme die er mit seinem neuen Gerät emulieren kann, heißt seine Schöpfung „Super Pi Boy 64 Mega“.

Die Innereien des „Super Pi Boy 64 Mega“: Ein LCD-Display aus dem Auto-Bereich und ein Raspberry Pi (Modell B). (Quelle: superpiboy.wordpress.com)
Die Innereien des „Super Pi Boy 64 Mega“: Ein LCD-Display aus dem Auto-Bereich und ein Raspberry Pi (Modell B). (Quelle: superpiboy.wordpress.com)

Grundlage ist ein defekter Ur-Game-Boy

Die Grundlage des ganzen Projekts war ein alter, defekter Game Boy der ersten Generation. Dessen Innereien hat der Bastler entfernt und im Innenraum Platz gemacht für das neue Innenleben: Als Display kommt ein 3,5 Zoll großes Farbdisplay zum Einsatz, das für unter 20 Euro auf Amazon erworben werden kann. Ursprünglich diente es als Display für eine Nachrüst-Rückfahrkamera im Auto. Das Display wurde mit Dremel, Feile und Co. an das Game-Boy-Gehäuse eingepasst. Mit minimaler Lötarbeit wurde außerdem die Stromversorgung des Displays von 12-V-Bordspannung im Auto auf 5 Volt via USB-Anschluss modifiziert.

Der selbstgebaute „Super Pi Boy 64 Mega“ neben dem Ur-Game-Boy. (Quelle: superpiboy.wordpress.com)
Der selbstgebaute „Super Pi Boy 64 Mega“ neben dem Ur-Game-Boy. (Quelle: superpiboy.wordpress.com)

Herzstück ist ein Raspberry Pi, der mit den Original-Buttons verbunden ist

Herzstück der neuen Konsole ist ein herkömmlicher Raspberry Pi (Model B), der momentan für etwa 35 Euro gekauft werden kann. Das Display wurde mittels Composite-Kabel mit dem Raspberry Pi verbunden. Für die Steuerung mithilfe der originalen Game-Boy-Buttons hat sich „microbyter“ eine universelle Nachbau-Platine für den Original-Game-Boy gekauft. Diese verfügt über die gleichen Abmessungen wie das originale Bauteil, verzichtet jedoch auf alle elektrischen Komponenten, so dass die Kontakte der einzelnen Buttons sehr leicht abgegriffen und mit anderen Komponenten verbunden werden können. Die Platine kostete ihn etwa 10 Euro.

Die originalen Buttons wurden fest mit den universellen GPIO-Ports auf dem Raspberry Pi verlötet. Via Software kann den Buttons dann eine Taste auf einer virtuellen Tastatur zugewiesen werden, mit der dann die gesamte Emulations-Software bedient werden kann. Zwei zusätzliche Buttons wurden in das Batteriefach des Game Boy eingesetzt und dienen als Schulter-Buttons, die zum Beispiel für Game-Boy-Advance- und N64-Titel benötigt werden.

RetroPie: Linux-Distribution emuliert dutzende Spielekonsolen

Bei der Software können Retro-Fans zum Glück auf eine fertige, angepasste Linux-Distribution für den Raspberry Pi namens „RetroPie“ zurückgreifen. Damit lassen sich dutzende alte Spielekonsolen und Handheld-Geräte emulieren, darunter unter anderem: Game Boy, Game Boy Color, Game Boy Advance, C64, Atari, NeoGeo, NES, SNES, Playstation und N64. Damit können Nutzer Klassiker der Gaming-Geschichte wie Super Mario, Tetris, Zelda oder Street Fighter spielen. Details zu dem Projekt finden sich auf der zugehörigen Webseite.

via superpiboy.wordpress.com

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3 Antworten
  1. von Timerider am 24.07.2014 (17:55 Uhr)

    Wahnsinn! Schon seit meiner Kindheit bin ich ein absoluter Nintendo Fan. Die ganzen Spielstunden...;) Desswegen liebe ich Projekte wie diese.
    Danke für diesen tollen Artikel.

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  2. von sebush am 21.09.2014 (23:11 Uhr)

    bitte in serie produzieren... will haben

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