WSJ Tech News

wsj.de/technologie

Tech-Konzerne kämpfen um die Vorherrschaft in der Wolke

nimmt Enterprise-Markt ins Visier

Amazon stelle inzwischen fest, dass sie ihre Dienste nun den großen Unternehmen anbieten müssen, sagte Nand Mulchandano, CEO von ScaleXtreme – ein Unternehmen, das Firmen beim Einsatz von AWS unterstützt.

Währenddessen dringt mit seinem Angebot Azure in Amazons Domäne ein – die Tech-Start-ups. Satya Nadella, der bei Microsoft für die Azure-Sparte verantwortlich ist, reist regelmäßig ins Silicon Valley, um von Wagniskapitalgebern und Tech-Unternehmern zu lernen, wie sich Azure besser an ihre Anforderungen anpassen lässt. Davon können auch große Unternehmen profitieren, wenn sie ähnliche Anforderungen haben.

Vergangenen Juni hat Microsoft es für Entwickler einfacher gemacht, Programmiersprachen zu nutzen, die unter Start-ups populär sind. Der Schritt war intern umstritten, da die entsprechenden Programmiersprachen lange als Bedrohung für Microsoft gesehen wurden. Auf der Azure-Veranstaltung vergangenen Juni in San Francisco verschob Microsoft außerdem eine Präsentation des Managements von 9 Uhr morgens auf 13 Uhr, um sich dem Schlafrhythmus der Nachteulen bei Start-ups anzupassen.

„Viele dieser Start-ups werden zu sehr großen Unternehmen wachsen", sagte Bill Laing, Corporate Vice President für Server und Cloud bei Microsoft. Start-ups seien „nicht durch Altlasten behindert, sie neigen dazu zu experimentieren und neue Dinge auszuprobieren".

Knackt Amazon den Enterprise-Markt?

Microsoft-Manager und einige der Unternehmenskunden sagten, dass Amazon die Schwierigkeiten beim Verkauf von Technologie an große Unternehmen unterschätze. Große Unternehmen verlangten nicht nur angepasste Dienste und einen verlässlichen Kundendienst, sondern häufig auch schon Jahre im Voraus Informationen über Produktänderungen. „Amazon ist nicht einmal ansatzweise für einen Kampf um Enterprise-Kunden vorbreitet", sagte Bill Hilf, Produktmanager für Azure bei Microsoft.

Adam Selipsky, Vice President Marketing bei AWS, sagte, dass Amazon die Konkurrenz nicht kommentiere. Einen Seitenhieb auf Microsoft konnte er sich dennoch nicht verkneifen: „Traditionelle Technologie-Unternehmen" würden auch andere Geschäfte betreiben, die im Konflikt mit den Cloud-Diensten stehe. Solche Unternehmen könnten den Kunden keine ehrlichen Ratschläge zum Einsatz von Cloud-Diensten geben.

Mehr Technologie-News auf wsj.de

Weiterführende Links

von Shira Ovide, Greg Besninger, Amir Efrati

Ursprünglich publiziert bei wsj.de

1 3
38 Shares bis jetzt – Dankeschön!

Bewerten
VN:F [1.9.22_1171]
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Amazon
Möge die Macht mit Dir sein: Amazon stellt „Dash“ vor – das Laserschwert fürs Online-Shopping
Möge die Macht mit Dir sein: Amazon stellt „Dash“ vor – das Laserschwert fürs Online-Shopping

Einkaufen mit dem Smartphone war gestern. Geht es nach Amazon, bestellt man künftig online mit einem Laserschwert – dem Amazon Dash. » weiterlesen

PENG! KAPOW! – Amazon kauft digitalen Comic-Distributor comiXology
PENG! KAPOW! – Amazon kauft digitalen Comic-Distributor comiXology

Amazon hat mit comiXology die vermutlich bekannteste digitale Distributionsplattform für Comics übernommen. Das Unternehmen soll als Tochtergesellschaft weiter existieren. » weiterlesen

5 Cloud-Storage-Giganten im Vergleich: Das sind die Ergebnisse des Hasso-Plattner-Instituts
5 Cloud-Storage-Giganten im Vergleich: Das sind die Ergebnisse des Hasso-Plattner-Instituts

Das Hasso-Plattner-Institut hat einen Vergleich der fünf größten Cloud-Speicherdienste vorgelegt. Eine eindeutige Empfehlung sprechen die Wissenschaftler allerdings nicht aus. » weiterlesen

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n-Newsletter
Top-Themen der Woche für Web-Pioniere
Jetzt kostenlos
anmelden
Diesen Hinweis verbergen