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Usability im Online Marketing (Teil 1): Einführung und Design-Aspekte

Eine Website ist konsequent an den Bedürfnissen ihrer Besucher auszurichten – klingt logisch und einfach, ist aber eine der voraussetzungsreichsten Disziplinen im Online-Marketing. Die Bedeutung und die Ausgangsfragen von Usability sowie gestalterische Aspekte führt der folgende Text aus, ein Auszug aus „Das große Online Marketing Praxisbuch" von Data Becker.

Usability im Online Marketing (Teil 1): Einführung und Design-Aspekte

Usability – die Zentrierung auf den Benutzer

Die gesamte Internetwelt weiß mittlerweile, dass der Besucher im Mittel­punkt steht. Doch das reicht noch lange nicht aus, wichtiger ist der nächste Schritt. Die Fragen lauten hier nämlich, wer genau die Besucher sind, was sie im Allgemeinen und gerade in diesem Moment erwarten und was sie als einfach handzuhaben empfinden.

Der Fokus sollte auf folgen­de Bereiche gelegt werden:

  • bestimmte Nutzer,
  • ein bestimmter Nutzungskontext und
  • bestimmte Ziele

müssen effektiv, effizient und zufriedenstellend anvisiert und herausgear­beitet werden.

Menschen reagieren mechanistisch auf Reize und Eindrücke

Wir sind alle Opfer unserer Prägungen, und es ist klar, dass vor allem die Zusammensetzung verschiedener Hormone unser Handeln und unsere Entscheidungen bestimmen.

Unser Gehirn verbraucht rund ein Fünftel unseres gesamten Energiebe­darfs. Da es gern effizient arbeitet, wendet es sich in der Regel intuitiv Din­gen zu, bei denen es möglichst wenig Arbeit hat.

Im Fachjournal „Behaviour & Informa­tion Technology“ berichten Forscher davon, dass Menschen sich bereits in 50 Millisekunden ein erstes Bild über eine Web­seite machen. Dieses Bild ist eindeutig, wenn man die Ergebnisse der Probanden vergleicht, die diese Webseiten für einen kurzen Augen­blick zu sehen bekommen haben.

Faustregel zur ist zunächst: Schreiben Sie klar, kurz und deutlich, um was es auf der Web­site geht. Eine überfüllte Web­seite, auf der Naviga­tion, Banner, Texte etc. wild gemischt erscheinen, will keiner sehen. Eine ruhige, aufgelockerte Optik mit wenig Text ist viel anregender.

Was bedeutet Usability bzw. Benutzerfreundlichkeit?

Usability ist ein Qualitätsmerkmal, das bewertet, wie einfach Benutzer­oberflächen in der Bedienung sind. Das Wort „Usability“ bezieht sich eben­falls auf die Methoden zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit wäh­rend des Entwurfsprozesses.

Welche Usability-Merkmale gibt es?

  • Erlernbarkeit: Wie einfach ist es für Nutzer, grundlegende Aufgaben bei der ersten Begegnung mit dem durchzuführen?
  • Effizienz: Wie schnell können Nutzer die Aufgaben bewältigen, nach­dem sie das Design erlernt haben?
  • Einprägsamkeit: Wenn die Nutzer nach längerer Inaktivität wieder zum Design zurückkehren, wie schnell können sie sich wieder zurechtfin­den?
  • Fehler: Wie viele Fehler können die Nutzer machen, wie schwerwie­gend sind diese Fehler, und wie leicht ist es, diese Fehler zu beheben?
  • Zufriedenheit: Wie angenehm ist es, das Design zu nutzen?
  • Nützlichkeit: Wie ist es um die Nützlichkeit der Applika­tion/Webpage im Hinblick auf die Funktionalität des Designs bestellt?

Dazu gibt es noch weitere wichtige Qualitätsmerkmale. Die zen­trale Frage dabei lautet, ob das System das tut, was die Nutzer benötigen. Usability und Utility (Nützlichkeit) gehen Hand in Hand und sind ähnlich wichtig.

Denn es ist irrelevant, ob etwas leicht ist oder nicht, wenn man es nicht braucht. Es ist auch nicht besonders hilfreich, wenn das System theore­tisch alles kann, aber man es nicht anwenden kann, da es zu schwerfällig in der Bedienung ist.

Warum ist Usability wichtig?

Im Internet ist Usability eine notwendige Bedingung für das Überleben.

Wenn die Nutzer mit den Webseiten nichts anfangen können, das heißt, wenn die Web­seite schwer verständlich ist und der Nutzer nicht weiß, wie er sich dort zurechtfinden soll, verlässt er sie einfach, da es genügend Webseiten im Internet gibt, auf die er alternativ zugreifen kann, sobald er unzufrieden mit der Bedienung der Seite ist.

Eine eiserne Regel im E‑Commerce ist, dass, wenn der Nutzer sein Produkt nicht auf Anhieb findet, er dieses auch nicht kauft.

Ausgangsfragen der Usability

Ganz banal erscheinende Fragen müssen klar und deutlich beantwortet werden:

1.     Was ist die Zielsetzung der Web­site?

2.     Wann benutzt der User die Web­site, um was zu machen?

Der User muss also schon sehr früh erkennen können, worum es auf der Web­site über­haupt geht. Das heißt, er muss sich auf Anhieb zurechtfinden. Er darf nicht verwirrt werden, Zugangsbarrieren müssen über­wunden werden, die Optik muss entsprechend angepasst werden etc. Der Besucher muss es auf Ihrer Web­site im Vergleich zu den Mitbewerbern am komfor­tabelsten haben.

Sagen Sie es so einfach wie möglich

Die Regel, dass man Bildung am besten dadurch beweisen kann, dass man die komplexesten Dinge so einfach wie möglich erklären kann, gilt immer. Wird Usability umgesetzt und berücksichtigt, muss man auch auf das Timing achten. Das Verhalten der User ist situations- und tagesformabhän­gig. Sitzt der User im Office? Ist es Samstag oder Montag früh? Oft haben die Benutzer keine Lust, sich einzuarbeiten oder viel Zeit an Stellen zu verbringen, die sie nicht unterhalten oder ihnen einen anderen Dienst er­weisen. Dazu kommt, dass die Konkurrenz sehr groß und über einen kur­zen Klick erreichbar ist. Warum sollte der User sich also mit einem schlech­ten Angebot abgeben, wenn ein besseres winkt?

Nutzungskontexte zu erkennen ist wichtig für die Usability

Seitenanbieter müssen sich auch darüber im Klaren sein, ob der User Zeit hat und wie oft er am Tag oder in der Woche die Web­site besucht. Eine schöne und aufwendig gemachte Flash-Anima­tion, die sich immer wie­derholt und wiederkehrende Besucher nicht erkennt, ist oft eher hinder­lich. Nutzungskontexte zu erkennen und vorzubereiten, ist also ein ganz wichtiger Faktor bei der Usability-Checkliste.

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16 Antworten
  1. von Sven Rabe via facebook am 13.07.2012 (14:46Uhr)

    wie ironisch. eure nach links geklatsche webseite schreibt über usability...

  2. von Andreas am 13.07.2012 (19:01Uhr)

    Die korrekte deutsche Übersetzung lautet nicht "Benutzerfreundlichkeit" (denn mit Freundlichkeit gegenüber dem Benutzer hat das nichts zu tun), sondern Gebrauchtstauglichkeit. Wenn schon Freundlischkeit, dann bitte eher BenutzUNGSfreundlichkeit.

    Gebrauchstuaglichkeit ist auch deshalb der bessere Begriff, weil "einfache Bedienbarkeit" nur einer von mehreren Aspekten ist. Was nutzt mir beispielsweise eine einfache Bedienbarkeit der Seite, wenn sie gar nicht enthält, was ich suche und erwarte?

    Deshalb steht am Anfang immer die Frage: Wozu will der Nutzer die Webseite überhaupt gebrauchen? Was ist sein Ziel?

  3. von Andreas am 13.07.2012 (19:02Uhr)

    weitere Informationen sind übrigens der DIN EN ISO 9241 zu entnehmen.

  4. von Matthias Müller via facebook am 14.07.2012 (11:39Uhr)

    Gutgeschrieben und vielleicht kann das Buch auch was, aber es ist schlicht und ergreifend falsch Usability immer nur alleine auf Design abzustellen!Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit werden nicht nur durch das Design beeinflusst, sondern eben auch durch Ladezeiten, (nicht) funktionstüchtige Suchfunktionen, diverse konstituierende Faktoren, Erwartungskonformität (z.B. Werbemittel) und und und beeinflusst. Das kann t3n besser, oder? ;-)

  5. von Andreas am 14.07.2012 (11:56Uhr)

    fehlen da nicht ein paar Quellenangaben in diesem Text?

  6. von Top 10 Reading List – Juli 02 | Social… am 16.07.2012 (09:02Uhr)

    [...] Die Website richtig aufbauen und gestalten Usability und eine Ansprechende Optik sind das A und O für jede erfolgreiche Website. Das T3n Magazin hat nun eine Serie gestartet in der genau diese Aspekte aufgefasst werden. Die erste Episode könnt Ihr hier lesen. [...]

  7. von Johannes Haupt am 16.07.2012 (11:46Uhr)

    @Andreas Wie geschrieben, ist die Übernahme eines Buchkapitels? Was für Quellenangaben vermisst du denn, für welche Textpassagen?

    Ciao
    Johannes

  8. von Andreas am 16.07.2012 (12:01Uhr)

    Vermutlich ist das wohl wirklich beim Übernehmen für diesen Artikel verloren gegangen, wie z.b. bei der Abbildung, die mich an das Modell aus Designing for Interaction erinnert.

  9. von Antje am 16.07.2012 (12:49Uhr)

    Vielen Dank für diesen Beitrag!
    Doch Usability ist wirklich nicht nur rein auf Design-Aspekte zu reduzieren. Vielmehr geht es oft auch um die Erwartungen der Nutzer, die nicht erfüllt werden. Wo sollte der Call-To-Action Button platziert sein - bzw. wo hätte der Nutzer ihn erwartet. Wenn er sich nicht dort befindet, läuft man oft Gefahr das er übersehen wird - dies ist dann meist an einer geringen Conversion zu erkennen. Aber auch Bilder, Textformationen etc. sollten dem Nutzer entsprechend angepasst werden - schließlich ist dieser aufgrund von großen Konkurrenten wie Amazon etc. schon an eine gewisse Usability gewöhnt.
    Ganz einfach lassen sich die Usability-Probleme mit sogenannten Remote-Usability-Test schnell und preiswert herausfinden - innerhalb von 24 Stunden erhält man qualitative Ergebnisse. Wir stellen in unseren Tests immer wieder fest, das oft die gleichen Fehler gemacht werden, die aber einfach und ohne großen Aufwand mit großem Effekt behoben werden können (siehe http://rapidusertests.com/)

  10. von Jan am 16.07.2012 (21:59Uhr)

    Für die Durchführung von schnellen und unkomplizierten Tests empfehle ich einmal auf https://www.ui-check.com/ vorbeizuschauen.

  11. von Social Media und PR-Rückblick am 20.07.2012 (16:16Uhr)

    [...] Ein sehr empfehlenswerter Link von PR Daily “10 tips for success from female business owners” – Wohltätigkeit, Dankbarkeit, Selbstmarketing und Organisation sind zwar allen bekannt, man vergisst es nur zu oft und nutzt solche einfachen Gelegenheiten für das eigene Unternehmen nicht. Doch bevor ich hier Ratschläge in den Raum werfe, sollte ich vielleicht selbst etwas vorsichtiger sein ;-) Hier liest Ihr die 12 schlechtesten Ratschläge zum Bloggen. Und wenn wir schon auf diesem Trip sind, hat karrierebibel.de “Hau ab 2.0 – Wie Sie Leser und Webseitenbesucher ganz sicher wieder vertreiben (Infografik)” veröffentlicht. Einen umfangreichen Beitrag, der das Thema sehr gut abrundet, bietet T3N mit der Usability im Online Marketing (Teil 1): Einführung und Design-Aspekte. [...]

  12. von Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 29 | SE… am 20.07.2012 (18:34Uhr)

    [...] Usability im Online Marketing (Teil 1) [...]

  13. von Lernen mit Google: Kostenlose Videos und… am 30.01.2013 (15:10Uhr)

    [...] Usability im Online Marketing (Teil 1): Einführung und Design-Aspekte - t3n News [...]

  14. von Usability zahlt sich aus – Tipps für… am 19.04.2013 (19:15Uhr)

    [...] Usability im Online Marketing (Teil 1): Einführung und Design-Aspekte – t3n News [...]

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