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Tool-Übersicht: Projektmanagement für Profis

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t3n Magazin Nr. 37

09/2014 - 11/2014

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Wer seine Projekte effizient zum Erfolg führen möchte, kommt an einer professionellen Projektmanagement-Software kaum vorbei. Der Cloud-Markt bietet für jedes Einsatzszenario eine Lösung, die zur eigenen Unternehmenskultur passt.

Tool-Übersicht: Projektmanagement für Profis

(Foto: Peshkova / iStock)

Vor 30 Jahren erschien die erste Projektmanagement-Software. Damals benötigte der spätere Software-Riese Microsoft eine Lösung, um die Arbeit seiner Teams besser zu koordinieren. Die Idee für Microsoft Project war geboren. 1984 kam die erste Version auf den Markt. Nach dem Siegeszug von Windows konnte sich das Tool schnell im Business etablieren. Seitdem hat sich der Markt für Projektmanagement-Lösungen kontinuierlich weiterentwickelt.

Projektmanagement-Tools: Hybrid oder reinrassig

Heute konkurrieren Projektmanagement-Tools nicht nur unter sich, sondern zunehmend auch mit Anwendungen aus den Bereichen Task-Management, Social Enterprise und sogar CRM und Invoicing. Inzwischen finden immer mehr Anwenderunternehmen in schlanken Aufgabenverwaltungs-Tools wie Asana, Todoist, Producteev oder sogar Wunderlist alles was sie benötigen, um ihre Teams, Kunden, Projekte und ihre tägliche Arbeit effizient zu verwalten. In sozialen Netzwerken für Unternehmen wie Yammer, Chatter oder Socialcast spielt das Thema Projektmanagement ebenfalls eine zentrale Rolle. Im Folgenden werden allerdings lediglich reine Projektmanagement-Lösungen vorgestellt.

Basecamp

Mit Basecamp erlebte das Projektmanagement eine Renaissance. Nach dem ersten Release im Jahr 2004 konnte sich die Software als eine der weltweit wichtigsten Projektmanagement-Lösungen positionieren. Hinter dem Produkt steht die SaaS-Company 37Signals aus Chicago, die keinen anderen als Amazon-CEO Jeff Bezos als (einzigen) Investor früh gewinnen und sich mit dieser und weiteren Business-Apps sowie mit dem Web-Framework Ruby on Rails in der Branche einen Namen machen konnte. Anfang des Jahres hat das Unternehmen mitgeteilt, dass es ab sofort unter dem Namen Basecamp firmiert und zu einem „One Trick Pony” wird. Das ganze Team soll sich in Zukunft ausschließlich auf dieses Produkt fokussieren.

„Wir haben festgestellt, dass es beim Projektmanagement nicht um Charts, Berichte und Statistiken geht, sondern um Kommunikation“, so die Kampfansage an den Platzhirsch Microsoft Project, die die Firmengründer Jason Fried und David Heinemeier Hansson in ihrem Buch „Getting Real” – für viele junge Firmengründer so was wie eine Bibel – formuliert haben. Mit Basecamp ist eine besonders flexible und leichtgewichtige Software entstanden, die stark kommunikationsorientiert ist und Projektmanagement für Firmen aus allen Branchen attraktiv gemacht hat. Treu dem Motto „weniger ist mehr” reduziert sie Projektmanagement auf ein Minimum: Aufgaben- und Terminverwaltung, Notizen, File-Sharing, Kommentare und Diskussionen. Im Laufe der Jahre wurden sogar zentrale Features (zum Beispiel Whiteboards und Zeiterfassung) aus dem System entfernt.

Basecamp ist das Produkt, an dem sich alle modernen Projektmanagement-Lösungen messen müssen. (Screenshot: basecamp.com)
Basecamp ist das Produkt, an dem sich alle modernen Projektmanagement-Lösungen messen müssen. (Screenshot: basecamp.com)

Schlanke Basecamp-Alternativen

Wer es noch schlichter und einfacher haben möchte, kann auf weitere leichtgewichtige Systeme zurückgreifen, die sich mehr oder weniger an der „Getting Things Done“-Philosophie von David Allen, kurz GTD, orientieren. Hierzu zählen beispielsweise das Web-Tool Werkstatt42, das besonders stark von Basecamp inspiriert ist, und moderne Alternativen wie Trello, Asana, Flow und Tracky, die das Thema „Social Task Management” in den Vordergrund stellen. Hinzu kommen weitere interessante Dienste wie 5pm und Apollo, bei denen Time Tracking eine zentrale Rolle spielt. Letztere ist eine moderne Web-App, die zudem ein umfangreiches Kontaktmanagement bereitstellt. So stehen bei Apollo zahlreiche Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Firmen nicht nur Projekte, Aufgaben, Termine und Dokumente gemeinsam im Team verwalten können, sondern auch Kontakte und Leads.

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10 Antworten
  1. von Georg am 09.01.2015 (14:31 Uhr)

    Leider ist es weiterhin die gängige Praxis, dass Projekte mit Excel verwaltet werden und auch Stundenzettel in Excel gepflegt werden. Aus diesem Grund habe ich für mich ein eigene kleine Webanwendung entwickelt und als Open Source zur Verfügung gestellt.

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  2. von Christian Neubauer am 09.01.2015 (18:54 Uhr)

    Ich weiß nicht, wieso Basecamp immer überall als Projektmanagementtool Empfehlung erwähnt wird? Weil es bei Google als erstes zu finden ist? Es gibt zig bessere Alternativen. Egal ob kostenlos oder kostenpflichtig. Ich habe einige Systeme getestet (sicher nicht alle). Mein Favorit war teamwork, da es sehr einfach und kostenlos bzw sehr günstig bei vielen Usern ist. Evtl gibt es noch bessere, aber definitiv ist Basecamp nicht die beste Wahl! Sorry, aber meine Meinung und ich würde vielen gerne den Ärger und Aufwand ersparen, ständig aus Unzufriedenheit zu wechseln.

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  3. von spannaus am 09.01.2015 (23:10 Uhr)

    Als Ergänzung möchte ich Podio nennen. Vielleicht hat es nicht alle Features eines Projektmanagement Tools, dafür aber einen sehr guten Vorteil: es gibt viele passende Vorlagen, die sehr individuell angepasst werden können.
    Wir nutzen Podio für fast alle Aufgaben im Unternehmen und schätzen es sehr, zwischen verschiedenen Apps hin und her zu referenzieren. Hätten wir vorher nicht schon mit Jira gearbeitet, würde unser Projektmanagement sicher auch in Podio laufen.

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  4. von ibyprivat am 10.01.2015 (14:31 Uhr)

    wie oft diese Thema bewegt wird und es fallen immer wieder die gleichen Namen. Basecamp ist eigentlich für die meisten unbrauchbar und recht teuer. Trello passt nirgendwo so richtig rein und erinnert mich an eine Memo Spiel aus Kindertagen. Für sinnvolles arbeiten ist m.E. nach nur Asana aber vor allem Wrike (das taucht bloß nirgendwo auf) die Lösung der Wahl. btw...gibt es auch auf deutsch.

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  5. von Ralf am 11.01.2015 (10:43 Uhr)

    wir sind letztes Jahr, aufgrund des Datenschutzes, von Basecamp zu Stackfield (www.stackfield.com) gewechselt und bis jetzt den Schritt nicht bereut.

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  6. von OlafRaussen am 12.01.2015 (11:14 Uhr)

    Um die Aufzählung zu vervollständigen, werfe ich mal RS TaskGroup in den Raum. Die Software nutzen wir in unserem Unternehmen und sind wirklich gut zufrieden damit. Unter https://www.raikosoft.de/projektmanagement-software/
    gibt es weitere Informationen und auch eine kostenlose Testversion.

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  7. von mTOOLs am 11.02.2015 (13:13 Uhr)

    Kennt Ihr in-STEP BLUE? Das gibt es schon seit 17 Jahren und wird von 35.000 Usern genutzt. Eine wirklich umfassende All-in-One Projektmanagement Software von microTOOL. Wirklich schade, dass wir immer übersehen werden. Man kann damit von den Anforderungen bis zu den Tests den ganzen Lebenszyklus abbilden, sicher kollaborieren und Dokumente managen. Das ist natürlich eher etwas für komplexe Projekte, bietet aber Vorlagen für unterschiedliche Prozesse: Scrum, V-Modell, PRINCE2 etc., was die Einhaltung und Einführung dieser Vorgehensmodelle sehr erleichtert. Wer es ausprobieren möchte, kann sich ein Trial herunterladen: http://www.microtool.de/in-step-blue-projektmanagement-software/
    Viele Grüße vom Hersteller!

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