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Startups

Wer sind eigentlich die 6 Wunderkinder, die dank Microsoft Millionen machten?

    Wer sind eigentlich die 6 Wunderkinder, die dank Microsoft Millionen machten?
Wer sind eigentlich die 6Wunderkinder? (Foto: Zitty/Davis Oliveira

Das Berliner Vorzeige-Startup 6Wunderkinder ist an Microsoft verkauft – für bis zu 200 Millionen Dollar. Wer aber sind die sechs Wunderkinder, die dank einer schicken To-do-App in den Startup-Olymp aufgestiegen sind?

An Microsoft verkauft: 6 Freunde müsst ihr sein

Das Team von 6Wunderkinder. (Foto: 6Wunderkinder)
Das Team von 6Wunderkinder. (Foto: 6Wunderkinder)

Es war das Thema der vergangenen Woche: Das Berliner Vorzeige-Startup 6Wunderkinder hinter der beliebten To-Do-App Wunderlist geht für bis zu 200 Millionen US-Dollar an Microsoft. Die Reaktionen aus der deutschen wie internationalen Gründerszene fielen gemischt aus: Während sich Nutzer mehrheitlich besorgt über die Zukunft von Wunderlist äußerten, sehen Online-Medien wie Deutsche-Startups.de einen Paradigmenwechsel für die deutsche Gründerszene voraus. Von einem „Triple Wake up Call“ sprach der Investor Gil Dibner, und auch Frank Thelen – erster Investor bei 6Wunderkinder – fand nur lobende Worte: „Fangt an zu feiern! Seid glücklich, das ist episch!“, appellierte er.

Kaum Beachtung hingegen haben die eigentlichen Macher von 6Wunderkinder gefunden – jene sechs Gründer, die aktuell für den wohl bedeutendsten Exit der deutschen Startup-Szene verantwortlich zeichnen . Zum Abschluss stellen wir die sechs Startup-Helden im Kurzporträt vor.

Die 6Wunderkinder im Kurzporträt

1. Christian Reber: Das unaufgeregte Alphatier

6Wunderkinder-Gründer und CEO Christian Reber. (Foto: Christian Reber/Facebook)
6Wunderkinder-Gründer und CEO Christian Reber. (Foto: Christian Reber/Facebook)

Christian Reber ist der führende Kopf hinter dem Millionen-Exit. Der heute 29-Jährige gründete 6Wunderkinder im Jahr 2010, nachdem er für seine eigene Agentur „Innovatics“ Insolvenz anmelden musste. Entwickelt Software seit er zwölf ist und beherrscht sieben Programmiersprachen. Schon in seinem Kinderzimmer soll ein aus einer Computerzeitschrift herausgerissenes Poster von Apple-Gründer Steve Jobs Gründergeist versprüht haben.

Mit 20 Jahren startete er zusammen mit einem Freund den Musikdienst „Mucelli“, der innerhalb von vier Wochen auf 200.000 Nutzer wuchs, unter dem juristischen Druck von Warner Music aber schließen musste. Hat ein Computer Science Studium wegen „zu viel Theorie“ abgebrochen und schließlich Internationales Management in Essen studiert.

Journalisten beschreiben den 6Wunderkinder-Gründer als dynamisch, freundlich, selbstbewusst und auf „eine angenehme Art unaufgeregt“. Das kommt auch bei Investoren gut an. Mit Niklas Zennström spielte Reber eine Partie Tischtennis, nachdem ihm der Skype-Erfinder einen Blankoscheck über 4,2 Millionen Euro in die Hand gedrückt hatte. Der Rest ist Geschichte.

2. Charlette Prevot: Die schöne Zahlenfee

Charlette Prevot ist die Zahlenfee bei 6Wunderkinder. (Foto: Charlette Prevot/Facebook)
Charlette Prevot ist die Zahlenfee bei 6Wunderkinder. (Foto: Charlette Prevot/Facebook)

Ist so etwas wie die Zahlenfee im Uhrwerk des Startups. Bei 6Wunderkinder kümmert sich der in Ost-Berlin aufgewachsene Blondschopf von Anfang an um Finanzen, Recht, Analytics und Reportings. Zuvor arbeitete sie als Projektmanager bei einer Krankenkasse und heuerte später bei Rebers Webagentur an. Ist seit 2008 mit dem 6Wunderkinder-CEO liiert und hat wie Reber Internationales Management studiert. Ihre Bachelorarbeit zum Thema „Storytelling as a Marketing-Tool“ schrieb Prevot am Beispiel von 6Wunderkinder. Liebt ihre Katzen, mag Tee und verschlingt haufenweise Bücher.

3. Jan Martin: Das verrückte Design-Mastermind

In der Schule eher unterer Durchschnitt, in der Startup-Welt erfolgreicher: Wunderlist-Designer Jan Martin. (Foto: Designmag.gr)
In der Schule eher unterer Durchschnitt, in der Startup-Welt erfolgreicher: Wunderlist-Designer Jan Martin. (Foto: Designmag.gr)

Die Schulnoten von Jan Martin sollen so bescheiden gewesen sein, dass seine Klassenlehrerin ihm empfahl, sich schon mal eine Brücke zu suchen. Ganz so schlimm ist es nicht gekommen: „Inzwischen könnte ich mir eine Brücke kaufen“, witzelte Martin zuletzt in der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Der in Brandenburg aufgewachsene Martin kennt CEO Christian Reber schon aus Schulzeiten und gründete mit ihm auch die Webagentur „Innovatics“.

Martin gilt als kreativer Kopf hinter der Marke Wunderlist. Schwört auf Stift und Papier. Seine Strategie fürs Brainstorming nennt er die „Simpsons“-Technik. Analog zur TV-Show bringt man damit verrückte Ideen zu Papier, ohne aber jemals die erste auch tatsächlich umzusetzen. „Wenn Homer auf eine Banane zuläuft, werden alle erwarten, dass er drauf ausrutscht. Die Macher der Serie aber lassen ihn Dinge tun, die kein Zuschauer erwartet“, erklärte Martin seine Technik. Auf Dribbble gehört der 29-Jährige zu den Top-Influencern im Bereich Visual Design.

4. Daniel Marschner: Der verspielte Ruby-on-Rails-Held

Der Games-vernarrte Daniel Marschner kümmert sich bei 6Wunderkinder um alles, was mit Ruby on Rails zu tun hat. (Foto: Daniel Marschner/Facebook)
Der Games-vernarrte Daniel Marschner kümmert sich bei 6Wunderkinder um alles, was mit Ruby on Rails zu tun hat. (Foto: Daniel Marschner/Facebook)

Ist bei 6Wunderkinder der richtige Mann, wenn es um Ruby on Rails geht. Gründete zusammen mit Reber und Martin die später insolvent gegangene Webagentur „Innovatics“. Zuvor absolvierte er bei Siemens eine Ausbildung zum Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung. Dort eignete er sich in unterschiedlichen Projekten mehrere Programmiersprachen an. Liebt Computerspiele. Welche Titel bei ihm ganz hoch im Kurs stehen, hat er – natürlich – in einer Wunderlist zusammengetragen.

5. Sebastian Scheerer: Der passionierte App-Lieferant

Die Wunderlist-Apps für Android, Desktop und die Weboberfläche gehen auf Sebastian Scheerer zurück. (Foto: Sebastian Scheerer/Facebook)
Die Wunderlist-Apps für Android, Desktop und die Weboberfläche gehen auf Sebastian Scheerer zurück. (Foto: Sebastian Scheerer/Facebook)

Passion ist für Scheerer – der aus einem Dorf kurz vor der schweiz-österreichischen Grenze kommt – die wichtigste Voraussetzung für den Beruf des Designers. Hatte bei 6Wunderkinder bis 2014 die Zügel in Sachen App-Entwicklung für Android, Desktop und das Web in der Hand. Schulfächer wie Mathematik oder Physik interessierten ihn nicht, Geschichte und Kunst umso mehr. Lernte das Design-Handwerk an einer Akademie für 3D-Animation, ehe er bei der Agentur von Reber anheuerte. Scheerer schwört auf Photoshop und Illustrator zur Digitalisierung seiner App-Skizzen, fürs Wireframing kommt Keynote zum Einsatz.

6. Robert Kock: Die ausgeschiedene Hype-Maschine

Der inzwischen ausgeschiedene Robert Kock war als Marketing-Guru für den Hype um Wunderlist verantwortlich. (Foto: Robert Kock/Facebook)
Der inzwischen ausgeschiedene Robert Kock war als Marketing-Guru für den Hype um Wunderlist verantwortlich. (Foto: Robert Kock/Facebook)

Ist schon länger nicht mehr bei 6Wunderkinder, als Marketing-Guru mit zahlreichen Kampagnenerfolgen trotzdem maßgeblich für den Hype um das Berliner Startup mitverantwortlich. War zuvor als schreibwütiger Kritiker bei Filmstarts.de, als Marktforscher bei einer TV-Firma und als selbstständiger IT-Berater aktiv. Für richtig gute Software rät er Startups zu zwei Dingen. Erstens: Seid ehrlich mit euch selbst. Verkauft sie nur, wenn ihr sie auch selber mit voller Überzeugung nutzt. Zweitens: Zeigt die App eurer Oma und erklärt sie ihr. Sie versteht sie nicht? Dann sind Usability und Interface nicht gut genug.

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9 Reaktionen
Dangin
Dangin

Frühes Fernsehen schadet der Karriere? Was ist mit Computern? Ich frage mich, wie die erfolgreichen Software-Ingenieure, IT-ler, die heute überdurchschnittlich viel verdienen, in der Kindheit für eine Affinität zu Computern und Programmierung hatten. Man liest des Älteren von 16-jährigen Programmierern, die Apps eigenständig entwickelt haben und schon in jungen Jahren selbstständig wurden. Wenn man sich die Anforderungen in den Stellen hier unter http://www.informatik.career/ ansieht, sind die fachlichen Anforderungen doch recht hoch mit Uniabschluss, mehrjährigen Erfahrungen etc. !

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bvrulez
bvrulez

"das ist episch." "das unaufgeregte alpha-tier" "beherrscht 7 programmiersprachen" "schon in seinem kinderzimmer ...steve jobs"

bäh..

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vmoench
vmoench

Extrem unverständlich dieser Hype. Es gibt so so viele *deutlich* bessere Apps/Progs in diesem Bereich. Aber dennoch freut es mich ebenso extrem, das spektakulär in deutsche Unternehmen investiert wird. Wobei, was passiert nun mit 6WK? Werden die Schreibtische von Berlin nun in die USA verfrachtet?

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Daniel Hüfner

Hi vmoench,

das 6W-Team soll unabhängig weiter in Berlin arbeiten.

Mehr dazu in diesem Artikel:

http://t3n.de/news/wunderlist-microsoft-zukunft-613805/

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Heiner
Heiner

Wann errichtet Ihr den Wunderkindern ein Denkmal? Ist da schon was geplant? Oder soll es weiter nur bei profanen Hurra-Artikeln in kurzem Absztand bleiben?

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teekay
teekay

Und bei der einzigen Frau im Team muss man natuerlich auf äusserliche Attribute eingehen, wie man das halt im Jahr 2015 auf einer Technikseite macht...

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Daniel.
Daniel.

SEXISMUS! #Aufschrei !

da erdreistet sich ein Macho-Redakteur offensichtlich eine _Frau_ als "Blondschopf" zu bezeichnen.
Die Welt geht unter!

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theantal
theantal

"Zeigt die App eurer Oma und erklärt sie ihr. Sie versteht sie nicht? Dann sind Usability und Interface nicht gut genug."
Das kann ich nur unterschreiben :)

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Roman
Roman

Bei mir ist es die Freundin. Wenn sie am Computer was schreiben muss verwendet sie Capslock (Buchstabe) Capslock ....
Sie ist also die perfekte App Testerin.
Meine Kinder sind da talentierter die finden eher die Hardcore Bugs die vermutlich nie auftreten werden :-)

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