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So schützt du dich beim A/B-Testing vor SEO-Problemen

    So schützt du dich beim A/B-Testing vor SEO-Problemen

A/B-Testing und SEO. (Foto: Marc Levin / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Wir zeigen euch, was ihr beim A/B-Testing beachten solltet, damit es aus SEO-Sicht nicht zu Problemen führt.

Umfangreiche A/B-Tests sind ein enorm wichtiges Instrument, um die Conversion-Rate zu steigern. Wenn ihr nicht mit Bedacht vorgeht, könnten eure Testseiten einen negativen Einfluss auf eure SEO-Bemühungen haben. Damit euch das nicht passiert, geben wir euch fünf Tipps um etwaige Probleme zu vermeiden.

A/B-Testing: 5 Tipps um SEO-Probleme zu vermeiden

SEO: Auf diese Dinge solltet ihr achten, wenn ihr A/B-Tests durchführt. (Foto: Marc Levin / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
SEO: Auf diese Dinge solltet ihr achten, wenn ihr A/B-Tests durchführt. (Foto: Marc Levin / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

1. Eine Seite für die Nutzer, einen für den Googlebot?

Bei heutigen A/B-Testlösungen sollte es eigentlich kein Problem mehr darstellen, dennoch möchten wir euch auf diese Gefahr hinweisen. Euer Server erkennt anhand des User-Agents, ob es sich bei einem Besucher um einen normalen Websurfer oder um den Bot einer Suchmaschine handelt. Um saubere Testresultate zu erhalten, könntet ihr jetzt geneigt sein, beispielsweise den Googlebot von eurem Test auszuschließen und ihm eine andere Seite vorzusetzen – diese Technik bezeichnet man als „cloaking“. Google möchte aber explizit das sehen, was eure Besucher auch zu Gesicht bekommen. Sollte eure A/B-Testlösung also doch eine Möglichkeit bieten, „cloaking“ einzusetzen, tut ihr gut daran, diese Funktion nicht zu nutzen. Damit schadet ihr letztlich nur euch selbst.

2. Indexiert Google dann aber nicht die falsche Seite?

Seiten, die ihr ausschließlich zum Testen anlegt, wollt ihr vermutlich nicht im Google-Index wiederfinden. Dazu habt ihr verschiedene Möglichkeiten. Zum einen könntet ihr die folgenden zwei Zeilen in eure robots.txt-Datei schreiben:

User-Agent: Googlebot

Disallow: /produkte/produkt-a-testseite.php

Alternativ dazu könnt ihr direkt in der betreffenden Seite anhand eines Meta-Tags festlegen, dass Google die Seite nicht indexieren soll. Dazu fügt ihr den folgenden Code in den Meta-Tag im Header-Bereich der betreffenden Website ein:

name=“robots“ content=“noindex“

Wenn ihr vermutet, dass eure Testseite bereits im Index gelandet ist, weil ihr an die vorherigen Schritte nicht gedacht habt, könnt ihr das Überprüfen, indem ihr auf die folgende Art und Weise nach ihr sucht und in Google site:eureDomain.com/TestPage.php eingebt. Sollte sie bei Google auftauchen, könnt ihr die Löschung der URL über Googles Webmaster-Tools beantragen.

SEO: Ungewollt indexierte Testseiten könnt ihr über Googles Webmaster-Tools entfernen. (Screenshot: Google)
SEO: Ungewollt indexierte Testseiten könnt ihr über Googles Webmaster-Tools entfernen. (Screenshot: Google)

3. Der Einsatz des Canonical-Tags auf euren Testseiten

Ein A/B-Test von unterschiedlichen URLs kann zu Problemen führen. Aus Googles Sicht stellt ihr immerhin zwei nahezu identische Webseiten ins Netz. Eine davon könnte Google aus dem Index entfernen, schließlich wollen die Nutzer der Suchmaschine nicht ständig über identische Inhalte stolpern. Allerdings solltet ihr Google auch mitteilen, welche der beiden Seiten ihr gerne im Index behalten möchtet. Dazu müsst ihr vorher festlegen, welche der Seiten es sein soll. In die andere fügt den Canonical-Tag ein und verweist auf die „richtige“ Seite. Damit ihr dabei keine Fehler macht, solltet ihr unseren Artikel „SEO: Die fünf häufigsten Fehler mit dem Canonical-Tag“ lesen.

4. Tretet die Verlierer nicht einfach in die Tonne

Wenn ihr euren Test abgeschlossen habt, und es einen klaren Gewinner gibt, stellt sich die Frage, was mit dem Verlierer geschehen soll. Wenn ihr die Seite inklusive der genutzten Bilder und Videos löscht, könnte euch das zum Nachteil gereichen. Immerhin könnten Besucher beispielsweise auch über die Bildersuche auf eure Seite stoßen. Wenn ihr das Bild löscht, wird Google es aus dem Suchindex entfernen und potenzielle Besucher gehen euch verloren. Sinnvoller wäre es daher, die Bilder auf dem Server zu belassen. Für die eigentliche Seite könnt ein 301-Redirect einsetzen, damit die Besucher trotzdem auf die Gewinner-Page geführt werden.

5. Kein A/B-Test sollte zu lange andauern

Euer Test sollte dann beendet werden, wenn ihr ein aussagekräftiges Ergebnis dadurch gewonnen habt. Selbst wenn ihr nicht unbedingt die Mathe-Geeks seid, sollte euch euer Testwerkzeug rechtzeitig bescheid geben. Lasst ihr euren Test zu lange laufen, könnte Google das als Manipulationsversuch ansehen.

If we discover a site running an experiment for an unnecessarily long time, we may interpret this as an attempt to deceive search engines and take action accordingly. This is especially true if you’re serving one content variant to a large percentage of your users. Aus dem Artikel Website testing & Google search im Google Webmaster Central Blog

Davon solltet ihr euch nicht beängstigen lassen. Einen vorzeitigen Abbruch eines A/B-Tests solltet ihr in keinem Fall unternehmen. Aber wenn ihr genug Daten habt, solltet ihr anhand dieser Informationen auch handeln und den Test entsprechend einstellen.

Fazit: A/B-Testing und SEO

Es besteht aus SEO-Sicht kein Grund dazu, Angst vor einem A/B-Test zu haben. Sofern ihr aufpasst, was ihr macht, wird er euch deutlich mehr nutzen, als er euch auch nur im entferntesten schaden könnte. Wenn ihr Ideen für eure Tests braucht, dann werft einen Blick auf unseren Artikel „A/B-Test: 71 Tipps für mehr Conversions“.

via blog.kissmetrics.com

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4 Reaktionen
TheMaskedSEO
TheMaskedSEO

Ihr setzt selber Optimizely ein und verliert kein Wort darüber?
Dieses Tool überschreibt per Javascript die Seite mit neuen Varianten.
Was sagt Google dazu?

Antworten
Timo

Die URL zu den 71 Tipps ist falsch bzw. funktioniert nicht.

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