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Crowdfunding: Server-Anbieter Protonet sammelt 200.000 Euro in 48 Minuten ein

Crowdfunding: Server-Anbieter Protonet sammelt 200.000 Euro in 48 Minuten ein

Nur wenige Tage nachdem die deutsche Crowdfunding-Plattform Seedmatch erstmals das Fundinglimit von 100.000 Euro erhöht hat, konnte das Startup diese Marke reißen – und das deutlich und in Rekordzeit. In weniger als einer Stunde sammelte das auf Server-Lösungen spezialisierte Hamburger Unternehmen mit seiner Protonet-Box 200.000 Euro ein.

Crowdfunding: Server-Anbieter Protonet sammelt 200.000 Euro in 48 Minuten ein
Protonet-Box - Startup via Crowdfunding finanziert

Bisher galt für die Finanzierung von auf Crowdfunding-Plattformen wie Seedmatch ein Limit von 100.000 Euro – bedingt durch die Prospektpflicht. Diese Grenze wurde vor wenigen Tagen von Seedmatch eingerissen. Das Hamburger Startup Protonet wurde als erstes Crowdfunding-Startup mit einem Fundingziel von 200.000 Euro angekündigt. Diese Marke wurde am heutigen Donnerstag innerhalb von nur 48 Minuten gebrochen. Insgesamt beteiligten sich 216 Investoren an der Finanzierungsrunde. Protonet ist mit 2 Millionen Euro bewertet.

Crowdfunding: Rabatt für Startup-Investoren

Neben der PR-Unterstützung durch Seedmatch dürfte auch der „Rabatt für Investoren“ zum Erfolg der Crowdfunding-Finanzierung beigetragen haben. Für Investoren gab es einen Wertgutschein in Höhe von 250 Euro für den Kauf einer Protonet-Box. Allen, die mindestens 2.000 Euro investierten, spendiert Protonet eine Protonet-Box inklusive 2-Jahre-Premium-Service im Wert von 2.799 Euro.

Die von Protonet in Hamburg gefertigte Protonet-Box bringt eine Speicherkapazität von bis zu 16.000 GB und einen leistungsstarken WLAN-Router auf die Waage, mit dem sich ein geschlossenes, internes WLAN-Netzwerk und ein zusätzliches zweites Gäste-WLAN erzeugen lässt. Protonet bezeichnet die kleine organgefarbene Box selbstbewusst als „einfachsten Server der Welt“. Im t3n-Test konnte die Protonet-Box unter anderem mit einfacher Einrichtung und Bedienung sowie dem Design überzeugen. Auf der Minus-Seite stehen etwa die fehlende Integration gängiger Cloudservices sowie das starre Berechtigungskonzept.

Während das Knacken der 200.000-Euro-Marke in 48 Minuten auf Seedmatch bis dato konkurrenzlos ist, konnten in der Vergangenheit weitere Startups mit dem schnellen Erreichen einer Finanzierung in Höhe von 100.000 Euro auf sich aufmerksam machen. Das Karlsruher Startup Honestly schaffte das Erreichen der 100.000-Grenze in 172 Minuten, Refined Investment benötigte sogar nur 52 Minuten. Insgesamt wurden über Seedmatch seit dem Launch im August 2011 nach eigenen Angaben bereits 26 junge Unternehmen finanziert und über 2,5 Millionen Euro für Startups zusammengetragen.

Die Protonet-Präsentation für Seedmatch

Weiterführende Links:

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2 Antworten
  1. von klm am 29.11.2012 (14:49 Uhr)

    Ergänzend dazu ist vielleicht dieses Interview mit Protonet ganz interessant: http://crowdstreet.de/2012/11/27/protonet/

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  2. von mumaha am 30.11.2012 (10:05 Uhr)

    Hm...

    Erstmal möchte ich meinen Respekt für das schnelle akquirieren des Kapitals bekunden - Wahnsinn!

    Der Insentiv mit dem Investorrabatt ist gut, aber nix neues - zumindest nicht im Sinne des Direct Marketings.

    Ich werde leider mit dem orangenen Designe gar nicht warm. Aber ich finde es gut wie z.B. Tchibo es mir als Kunden überlässt, ob ich die orangene oder grüne Kaffeemaschine entscheide. A pro pos Kaffeemaschine - Daneben würde sich der Server auch bestimmt gut machen - als Möbel oder appkle'sches Designobjekt.

    Den funktionalen Zweck des Ganzens wird mir allerdings nicht ganz klar, weil immer nur von "löst Probleme" gesprochen wird - Ja, aber welche denn genau? Beispiele? Ich erahne jedoch ein Wettbewerb mit NAS-Festplatten und Router-Boxen sowie Kleinst-Servern, ggf. All-In-One. Doch welche Vision wird damit verfolgt?

    Mein Fazit: Sehr abstrakt und technofin - doch welche messbaren Probleme werden damit gelöst? Bei 250€ Rabatt würde ich aber wahrscheinlich auch investieren :-) Wofür auch immer es gut ist.

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