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Interview

Autonome Roboter, Startups und digitales Labor: Tim Rudolph von Hermes im Interview

    Autonome Roboter, Startups und digitales Labor: Tim Rudolph von Hermes im Interview

(Foto: Hermes)

Bei Hermes dreht sich viel um den digitalen Wandel. Wir haben mit Tim Rudolph, dem Head of Digital Lab über die Digitale Transformation gesprochen.

Die Arbeitswelt verwandelt sich auch bei Hermes. Wir haben Tim Rudolph, Programmmanager Digitalisierung und Head of Digital Lab bei Hermes,  über die Stoßrichtung des Unternehmens, den nötigen kulturellen Wandel und andere Aspekte der Digitalisierung gesprochen.

t3n.de: Herr Rudolph, bitte stellen Sie sich kurz vor und verraten Sie uns, was zu Ihren Hauptaufgabengebieten bei Hermes gehört.

Ich bin seit sechs Jahren für und mit Hermes unterwegs. Zuvor war ich als Freelancer, in einem Startup, einem großen Software-Unternehmen sowie in der Beratung unterwegs. Mir geht es stets darum, wie sich mit Menschen und Software tolle neue Dinge realisieren lassen. Bei Hermes habe ich zunächst als Abteilungsleiter in der IT auf europäischer Ebene die Entwicklung neuer Geschäftsfelder mit vorangetrieben. Seit 2016 arbeite ich als Programmmanager Digitalisierung und als Head of Digital Lab bei Hermes Germany gemeinsam mit vielen begeisterten Kolleginnen und Kollegen daran, Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für Hermes zu identifizieren, qualifizieren und zu realisieren.

t3n.de: Der Begriff „Digitale Transformation“ kann vieles bedeuten und entwickelt sich immer mehr zu einem Buzzword, das eigentlich alles bedeuten kann. Was genau verstehen Sie persönlich darunter?

Unsere Einschätzung ist, dass die Digitale Transformation ein Megatrend ist, der von vielen Entwicklungen gespeist und getrieben wird. Das sind natürlich technologische Entwicklungen wie die zunehmende Allgegenwärtigkeit smarter Technologie samt der daraus entstehenden Daten. Das sind aber auch Entwicklungen wie die zunehmende Vernetzung und die dadurch hervorgerufene Dynamik und Komplexität. Oder Entwicklungen im Bereich neuer Zusammenarbeits- und Organisationsformen, die bei ansonsten gleichen Rahmenbedingungen nachweislich deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Sich für diese neuen Möglichkeiten zu öffnen, hat viel mit der Kultur und Anpassungsfähigkeit eines Unternehmens zu tun. Wenn man von Digitaler Transformation spricht, ist es wichtig, klarzumachen, auf welche zugrundeliegenden Entwicklungen man sich dabei konkret bezieht. Ansonsten verkommt der Begriff tatsächlich schnell zum diffusen und beliebigen Buzzword.

t3n.de: Dann lassen Sie uns einmal auf Entwicklungen in den Bereichen Unternehmenskultur und Anpassungsfähigkeit eingehen. Wie unterscheidet sich das heutige Hermes in Bezug auf diese Aspekte vom Hermes von vor zehn Jahren?

Hermes bewegt sich heute in einem sehr viel dynamischeren Markt als noch vor zehn Jahren: So steigen beispielsweise die Ansprüche der Kunden immer weiter und ständig versuchen neue Anbieter, im Paketmarkt Fuß zu fassen. Um mit diesen Herausforderungen gut umgehen zu können, hat Hermes eine Offenheit auch für sehr innovative Themen, wie zum Beispiel die Zustellung mit autonom fahrenden Robotern, oder auch kleine Marktteilnehmer, wie die vielen Startups, die wir strukturiert im Blick behalten, entwickelt. Zu der Offenheit kommt die Bereitschaft, bei der Besetzung wichtiger Entwicklungsfelder im Zweifel auch auf Kompetenz von außen zu setzen, wie zum Beispiel im Bereich Sameday mit Liefery.

Das Digital-Lab-Team von Hermes. (Foto: Hermes)

t3n.de: Wie genau treiben Sie die Digitale Transformation bei Hermes voran?

Wir haben vor allem drei Stoßrichtungen: Im Vordergrund stehen die Weiterentwicklung bestehender Geschäftsfelder sowie die Identifikation und Erschließung neuer Geschäftsfelder, die aus der Digitalisierung entstehen. Dazu kommt der Aufbau von relevanten Fähigkeiten bei jedem Einzelnen, aber auch in der Zusammenarbeit insgesamt. Schließlich dient insbesondere das Digital Lab als Prototyp für eine neue Form der Denk- und Arbeitsweise, die dem Unternehmen konkrete, anwendbare Beispiele liefert und so den Wandel hin zu einer neuen Kultur im Unternehmen unterstützt.

t3n.de: Fassen Sie doch bitte einmal kurz zusammen, was sich Hermes vom Digital Lab verspricht und um welche Art von Projekten es dabei geht.

Das Digital Lab ist dazu da, vielversprechende Themen sehr schnell und zielgerichtet zu konkretisieren. Es arbeitet dazu mit der Lean-Startup-Methode und verfügt über alle Freiheiten, die es braucht, um schnell voranzukommen. Dabei können wir aber auch auf das Know-how oder die Infrastruktur von Hermes zurückgreifen. Die Themen können grundsätzlich alle Bereiche des Unternehmens betreffen. Gemeinsam haben alle, dass dabei der Kunde oder Nutzer im Mittelpunkt steht, Technologie eine zentrale Rolle spielt und wir eine konkrete geschäftliche Erwartung an das Thema knüpfen.

t3n.de: Wie verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt in Ihrem Unternehmen?

Das lässt sich bislang noch nicht endgültig sagen. Offensichtlich sind natürlich die zunehmende Nutzung mobiler Devices und software-basierter Lösungen. Hinzu kommt vor allem in der IT die in vielen Teams bereits weit fortgeschrittene Anwendung agiler Organisations- und Arbeitsformen. Ein kleines, aber sehr verheißungsvolles Pflänzchen ist die cross-funktionale Zusammenarbeit einiger Projektteams mit starkem Zielgruppenfokus. Es entsteht mitunter fast ein wenig Tech-Company-Feeling.

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lola
lola

Hermes ?!?! Der Paketdienst oder wer ! Bei dem die "selbständigen" Fahrer pro Paket kaum 50 Cent bekommen und 15 Stunden arbeiten müssen. Deren Sendungsverfolgung mehr Ausfälle am Tag hat, als Sendungen.

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