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iCloud: Warum die Apple-Cloud anders ist als die Google-Cloud

    iCloud: Warum die Apple-Cloud anders ist als die Google-Cloud

Die iCloud zeigt: Apples Idee von Cloud Computing unterscheidet sich sehr von Google und Microsoft. Die iCloud basiert zwar auch auf einer riesigen Serverfarm und macht es einfach, von verschiedenen Computern auf die eigenen Dateien zuzugreifen. Wo bei Google aber der Browser und internetbasierte Applikationen die zentralen Methoden zum Zugriff auf diese Daten sind, setzt Apple komplett auf native Apps und die Synchronisation zwischen Daten auf dem Desktop und Daten auf iPhone und iPad. In der Tat ist iCloud im Kern nicht viel mehr als ein Synchonisationsdienst.

Zwar wird das Unternehmen noch bis Mitte nächsten Jahres seinen altbekannten „MobileMe“-Dienst mit webbasierten E-Mails, Kalender und Adressbuchfunktion anbieten, aber im Rahmen von iCloud hat man bis jetzt hat man dafür keinen Ersatz vorgestellt. Es sieht eher so aus, als würde Apple diese Dienste ersatzlos streichen.

iCloud hat kein Interesse an Web Apps oder Streaming

Die iCloud ist für Apple nicht mehr als ein Hub, also ein Verteiler. Sie sorgt dafür, Daten von A nach B und C zu schaffen. Grafik: Apple

Auch bei dem wohl am sehnsüchtigsten erwarteten Teil der iCloud, „iTunes in the Cloud“, fehlt die Web-Komponente. Es gibt weder ein iTunes für den Browser, noch die Möglichkeit, Musik übers Netz zu streamen. Stattdessen müssen Apples Kunden ihre Songs aus dem Netz auf ihre Geräte herunterladen. Für 25 Dollar pro Jahr kann man bei „iTunes in the Cloud“ auch seine eigenen, nicht bei Apple gekauften MP3s synchronisieren, aber auch die kann man dann nur über Apples Geräte abspielen („iTunes Match“ gennant). Google setzt dagegen komplett auf Streaming und Web Apps.

Bei Apple kann man mit der iCloud zwar auch seine Dokumente synchronisieren, aber auch da gibt es keinen Zugang über den Browser wie bei Google Documents oder Microsofts Office Web Apps. Nach dem gleichen Prinzip wird Apple auch Fotogalerien zwischen Macs, PCs und iOS-Geräten synchronisieren. Der Apfelkonzern bietet dazu auch eine API an, die diese Funktionen für Drittanbieter zugänglich macht.

Apples Interesse an iCloud: Lock-In und Halo-Effekt

Apples Vision von der Cloud ist also gänzlich anders als die von Google und Co. In einem kleinen Nebensatz sagte Steve Jobs in seiner Keynote, dass die iCloud nicht nur gratis sein wird, sondern auch frei von Werbung. Damit stellte Jobs den fundamentalen Unterschied zwischen Apple und Google heraus: Apple verdient sein Geld mit Hardware, Applikationen und der Musik, die über iTunes und den App Store verkauft wird. Mit Applikationen im Netz kann Apple nicht viel verdienen. Google hingegen macht 90 Prozent seines Umsatzes durch Werbung im Netz.

Für Apple dürfte es bei seinem neuen Dienst also eher um den „lock-in“ und den sogenannten Halo-Effekt gehen: Wer einmal alle Daten in der iCloud hat, wird nicht schnell zu einem anderen System wechseln und diejenigen, die heute ein iPhone benutzten, haben einen neuen Grund, auch andere Apple-Geräte zu kaufen.

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5 Reaktionen
Bachsau
Bachsau

Ich speicher meine Daten selbst auch lieber lokal. Deshalb finde ich iCloud-Synchronisation um Längen besser, als alles online zu machen, wie M$ es mir aufzwingen will.

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Bachsau
Bachsau

Allerdings bezahle ich lieber für die Geräte, als Google mit meinen Daten handeln zu lassen.

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lnXr
lnXr

Und was ist nun so großartig anders an der iCloud, ist doch nur n beschnittener Clound-Dienst. :-)

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Daniel

Die bisherigen MobileMe-Dienste werden komplett in das iCloud-Angebot integriert. Alle bei iCloud angemeldeten Geräte synchronisieren automatisch Contacts, Calender und Mail.

(siehe Steve Jobs Keynote at WWDC 2011 - im Video bei ca. 1:23h)

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Filer
Filer

Laut Support-Seite werden E-Mails übernommen: „Wenn Sie sich bei iCloud anmelden, können Sie Ihre E-Mail-Adresse von me.com oder mac.com behalten und Ihre E-Mails, Kontakte, Kalender und Lesezeichen von MobileMe in den neuen Dienst übernehmen.“

http://support.apple.com/kb/HT4597?viewlocale=de_DE.

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