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Marketing

Mit diesen 5 Tools findest du Influencer für dein Marketing

    Mit diesen 5 Tools findest du Influencer für dein Marketing

(Quelle: Shutterstock)

Immer mehr Marken erkennen die Vorteile von erfolgreichem Influencer-Marketing. Wie auch du sie nutzen kannst und die Meinungsbilder deiner Branche findest, erklärt Florian Hieß.

Die Zusammenarbeit mit Meinungsbildern ist extrem effektiv in der Markenkommunikation und Bedarfsweckung. Influencer verstehen den Markt, verfügen über exzellentes Fachwissen und kommunizieren mit der Zielgruppe. Viele Unternehmen halten Influencer-Marketing für schwierig und befürchten unvorhersehbare Ergebnisse. Die Angst eines negativen Echos der Blogger und Youtuber ist vorhanden. Problematisch ist außerdem, wenn Marketer nicht wissen, wer Meinungsbildner ist.

So findest du die richtigen Influencer

Influencer sind in der Zielgruppe bekannte und aufgrund ihres Fachwissens anerkannte Personen. Es handelt sich dabei im Normalfall um Blogger, Microblogger, Youtuber, Instagramer, Experten oder Celebrities. Aufgrund ihres Auftretens haben diese Meinungsbilder eine große Fanbase und Reichweite. Es gibt aber auch etliche Underdogs, die gerade dabei sind, ihre Reichweite aufzubauen. Diese sind offene Kooperationspartner und schwimmen oft unter dem offensichtlichen PR-Radar.

Die folgenden Tools helfen, Influencer zu identifizieren und potentielle Markenbotschafter anzusprechen.

1. Buzzsumo

Buzzsumo gehört international zu den bekanntesten Tools für die Recherche von Influencern. Es wertet Daten von Facebook, LinkedIn, Twitter, Pinterest und Google+ aus und generiert zum eingegeben Schlagwort ein Ranking der einflussreichsten Personen.

Die Ergebnislisten lassen sich nach Kategorien (Blogger, Influencer, Unternehmen, Journalist oder „Regular People“) und Standorten filtern. Das erleichtert die Segmentierung der potenziellen Meinungsbildner. Neben der Möglichkeit mit dem @-Symbol einen spezifischen User zu finden, können Nutzer mehrere Suchbegriffe mit „AND“ oder „OR“ zu verknüpfen.

Eines der bekanntesten Tools: Buzzsumo. (Quelle: Florian Hieß)
Eines der bekanntesten Tools: Buzzsumo. (Quelle: Florian Hieß)

Im Gegensatz zu den dürftigen Suchoptionen überzeugt die Integration von Twitter. Damit können Influencer zu einer Liste hinzugefügt, ihnen gefolgt oder direkt kontaktiert werden. Weitere nützliche Funktionen liegen in der Content-Recherche und den Content-Alerts.

Im Free Account werden pro Abfrage 10 Influencer und die wichtigsten Metriken angezeigt, danach ist erst mal Schluss. Für 99 US-Dollar pro Monat wird diese Einschränkung aufgehoben. Wer Buzzsumo in großem Rahmen nutzen will, zahlt 299 US-Dollar.

2. Followerwonk

Followerwonk ist Teil der Moz Suite. Es bietet in der kostenlosen Variante die Möglichkeit, Biografien von Twitter-Nutzern nach Schlagworten zu durchsuchen. Nutzer können die Ergebnisse anschließend nach ihrem Standort sowie Kennzahlen wie Follower- und Follingzahl filtern.

In eine ähnliche Kerbe schlägt die Option „User Compare“. Damit können Marketer bis zu drei Accounts, dessen Kennzahlen und Netzwerk vergleichen. So lassen sich Gemeinsamkeiten in den Profilen ermitteln und beispielsweise fürs Targeting von Anzeigen verwenden.

Das Moz-Tool Followerwonk dient ebenfalls der Influencer-Recherche. (Screenshot: Florian Hieß)
Das Moz-Tool Followerwonk dient ebenfalls der Influencer-Recherche. (Screenshot: Florian Hieß)

Die Analyse der Follower bietet die Möglichkeit˛ richtig tief einzusteigen. Die Profile werden in demographische und psychographische Segmente unterteilt und liefern so wertvolle Insights für die eigene Strategie.

Alle weiteren Funktionen, etwa das Tracking des eigenen „Social Graph“, zusätzliche Engagement-Metriken, der Download der Ergebnisse und die Verwendung mehrerer Accounts, sind nur im Paket mit anderen Tools verfügbar. Die Preise von Moz Pro liegen dabei zwischen 99 und 599 US-Dollar pro Monat.

3. Traackr

Traackr bietet keinen Free-Account an und ist nur auf Anfrage mit einem Premium-Modell nutzbar. Es handelt sich dabei nicht nur um ein Tool zur Influencer-Recherche, sondern eine komplette Marketing-Plattform inklusive Relationship-Management.

Traackr lohnt nur für große Marken. (Screenshot: Florian Hieß)
Traackr lohnt nur für große Marken. (Screenshot: Florian Hieß)

Traackr findet bei der Recherche von relevanten Profilen im Internet auch alle mit der Person verknüpften Blogs, Accounts und Artikel – vorausgesetzt, der- oder diejenige hat sie mit seinem Netzwerk geteilt. Die interne Projekt- und Kampagnenplanung hilft außerdem, Aktionen mit Influencer zu planen und eine möglichst große Reichweite zu erzielen. Analyse und Reporting dürfen natürlich auch nicht fehlen, mit Traackr können deshalb eigene Reports erstellt werden.

Die Kosten für ein Tool dieses Umfangs sind teuer. Die Preise starten bei 499 US-Dollar pro Monat sowie 2.500 US-Dollar fürs Setup plus Trainings- und Supportkosten. Lohnend ist das deshalb nur für große Marken und Budgets.

4. Influma

Influma ist eine deutsche Entwicklung der Adenion GmbH, bekannt durch Portale wie „PR Gateway“ oder „Blog2Social“. Die Software ist eine Suchmaschine für Influencer und Blogartikel und hilft, oft geteilte Inhalte in sozialen Netzwerken zu finden. Zur Bewertung werden verschiedene Metriken ausgegeben, etwa die Social Shares und der sogenannte Influma-Index.

Das deutsche Recerche-Tool Influma ist dank Freemium-Modell kostenlos nutzbar. (Screenshot: Florian Hieß)
Das deutsche Recerche-Tool Influma ist dank Freemium-Modell kostenlos nutzbar. (Screenshot: Florian Hieß)

In den Ergebnislisten kann nach dem Zeitraum oder der Art der Website gefiltert werden. Anschließend können Nutzer den Influencer anzeigen sowie die Profile der Multiplikatoren, die seine Inhalte teilen. Influma ist aber nicht nur ein Recherche- und Analyse-Tool, sondern ermöglicht auch RSS-Reader und Sharing-Plugin. Nutzer können Inhalte beispielsweise direkt aus Suchergebnissen teilen.

Marketer können mit Influma kostenlos unbegrenzt Suchanfragen abschicken, zehn Influencern folgen und zehn Artikel speichern. Bei der Pro Version(59,00 Euro/Monat) erhöht sich dieser Wert auf 200. Wer mehr will, muss separat verhandeln.

5. Impactana

Impactana ist aktuell nur eine Alpha-Version, verspricht funktionell aber mehr als die Konkurrenz. Die Oberfläche ist sehr einfach gehalten und erinnert an das Suchfeld bei Google. So einfach funktioniert deshalb auch die Abfrage: Suchbegriff eingeben, Influencer erhalten. In den Optionen können die angezeigten Ergebnisse nach Zeit und Sprache gefiltert werden. Zusätzliche Optionen sind laut Aussagen der Entwickler in Planung.

Die Alpha von Impactana macht einen guten ersten Eindruck. (Screenshot: Florian Hieß)
Die Alpha von Impactana macht einen guten ersten Eindruck. (Screenshot: Florian Hieß)

Besonders hilfreich für die Einschränkung und Selektion der Influencer sind auch die erweiterten Suchfunktionen. Viele Marketer könnten hier Parallelen zur Google-Suche erkennen, etwa bei der „inurl:“- und „site:“-Abfrage. Umso einfacher macht es der Einstieg in die Recherche mit Impactana.

Ein nützlicher Begleiter ist außerdem die Toolbar für Google Chrome, die wichtige Daten für aufgerufene Inhalte anzeigt. Darunter befinden sich neben klassischen Kennzahlen wie Social Signals oder Backlinks auch sogenannte Buzz- und Impact-Werte.

Nützlich: die Impactana-Toolbar zur Identifizierung von Influencern. (Screenshot: Florian Rieß)
Nützlich: die Impactana-Toolbar zur Identifizierung von Influencern. (Screenshot: Florian Rieß)

Der Buzz ist eine kombinierte Metrik aller Social Signals und zeigt auf einen Blick wie erfolgreich der Content in Sozialen Netzwerken ankommt. Der Impact kombiniert alle Werte, die ein Engagement des Users mit dem Content voraussetzen – zum Beispiel der Download einer Präsentation oder eine Verlinkung auf den Inhalt.

Mit der richtigen Strategie zum Erfolg

Kampagnen mit Influencern bringe viele Vorteile mit sich und haben in der Vergangenheit schon einige Unternehmen groß gemacht. Neben der Auswahl der richtigen Influencer ist dafür aber auch die Umsetzung entscheidend, allen voran eine freundliche Ansprache und der nötige Respekt. Wer hier schwächelt, riskiert negative Reaktionen. Beim Influencer-Marketing ein absolutes Horror-Szenario.

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8 Reaktionen
Robert

Finde es natürlich auch schade, dass unser Tool http://www.influencerdb.net keine Erwähnung gefunden hat. In Sachen Instagram Influencer kann ich auch ganz unbescheiden feststellen, dass wir den erwähnten Lösungen gegenüber deutlich voraus sind ;)

Die erwähnten Tools haben dafür natürlich auch ihre Stärken und bieten Möglichkeiten, die sie auch einzigartig und wertvoll machen.

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Florian Hieß

Hallo Robert, vielen Dank für deinen Kommentar. Alleine mit Instagram Tool-Lösungen könnte man einen "5 Tools für..." Artikel verfassen. Ich würde mir euer Tool auch gerne einmal näher ansehen. Magst du mir vielleicht eine kurze Nachricht schreiben?

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Johannes | Nischenpresse

Vielen Dank für die Tipps. Influma kann man in bereits in der kostenlosen Variante richtig gut nutzen.

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ma_Q10
ma_Q10

Vielen Dank für diese tolle Liste und ausführlichen Beschreibungen der einzelnen Tools!

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Florian Hieß

Danke für deinen Kommentar! :)

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Florian Hieß

Hallo Clemens, vielen Dank für deinen Kommentar. Die Liste kann man definitv noch erweitern, da gebe ich dir absolut recht. Das hätte aber den Rahmen des Artikels gesprengt. Eventuell gibt es dazu noch einen Teil 2. ;) Schöne Grüße, Florian

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Alex_Puehringer
Alex_Puehringer

Hallo Florian! Ich freue mich schon auf den zweiten Teil :) Unbedingt dazu gehört dabei auch die grösste deutschsprachige Social Influencer Crowd von LINKILIKE, bei der man nicht nur Influencer finden kann sondern diese - abgestimmt auf Interessen und Persönlichkeitsprofile - auch direkt buchen kann. LG Alex (Gründer LINKILIKE)

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Clemens Lotze
Clemens Lotze

Schöne Liste! Recht herzlichen Dank dafür!. Mir persönlich fehlt die Erwähnung der großen Flaggschiffe Klout und Klear (ehemals Twtrland). Bei Kred muss man wohl den Relaunch abwarten, bevor man es wieder empfehlen kann!

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