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Interview

Mytaxi-Chef: In 10 bis 20 Jahren fahren die meisten Taxis autonom

Foto: Mytaxi.

Seit über einem Jahr steht der Brite Andrew Pinnington an der Spitze des Hamburger Taxi-App-Anbieters Mytaxi. Auf dem Web Summit hat der CEO t3n.de Rede und Antwort zu autonomem Fahren, Konkurrenten und der Beziehung zur Mutter Daimler gestanden.

t3n.de: Pooling – das Organisieren eines Taxis mit mehreren Personen – hilft der Umwelt und boomt in anderen Ländern. In Deutschland ist das immer noch verboten. Wird das so bleiben?

Andrew Pinnington: Das hängt immer davon ab, mit welcher Behörde du sprichst. Wir werden sehr eng mit lokalen und nationalen Behörden zusammenarbeiten, damit – wenn wir die Technologie nach Deutschland bringen – das mit der Gesetzgebung übereinstimmt.

t3n.de: Also nicht der Uber-Weg?

Mytaxi-CEO: Andrew Pinnington. (Foto: Mytaxi)

Zu Uber will ich nichts sagen. Überall wo wir aktiv sind, nutzen wir ausschließlich lizenzierte und regulierte Taxis. Wir wollen uns an die Gesetze halten, und auch unsere Shareholder sind sehr erpicht darauf, dass wir das tun. Aber die Technologie fürs Pooling ist da – wir haben das gerade im September in Warschau gestartet. Und jetzt würden wir das natürlich gerne in unserem Heimatmarkt starten – deshalb führen wir die Gespräche mit Behörden.

t3n.de: Wann ist es soweit?

Ich will keine Versprechen abgeben. Aber auf jeden Fall lange nach unserem Start in Warschau.

t3n.de: Aber es gibt ja neben den Behörden auch ein Bundesgesetz, das Pooling verhindert, oder?

Ja, wir werden auf lokaler und Bundes-Ebene arbeiten müssen. Aber unser erstes Ziel ist es, Unterstützung auf Ebene der Städte zu bekommen. Dann können wir diese Unterstützung auf der Bundesebene nutzen.

So arbeitet Mytaxi: Gläserne Büros am Hamburger Fischmarkt

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t3n.de: Werdet ihr immer nur auf lizenzierte Taxis setzen oder ist so etwas wie eine direkte Uber-Konkurrenz denkbar?

Wer weiß schon, was die Zukunft bringt – aber aktuell ist für die Mytaxi-Marke absolut klar, dass sie nur innerhalb des europäischen Marktes mit lizenzierten Taxis arbeitet. Und es gibt keine Pläne, das zu ändern.

t3n.de: In welchem Markt gibt es das größte Wachstum?

Ich glaube Italien und Polen. Aber das ist natürlich ein unfairer Vergleich, weil wir in Deutschland bereits ein sehr großes Geschäft haben, das seit sechs bis sieben Jahren wächst.

t3n.de: Ihr gewährt immer noch sehr viele Rabatte – auch in Deutschland gibt es oft noch Rabatt-Codes, noch stärker aber in solchen Wachstumsmärkten wie hier in Portugal. Wie stark tragen Rabatte zum Wachstum bei?

Es kommt auf die Reife des Geschäfts an, wie aggressiv wir bei Rabatten sind. In reiferen Märkten wie Deutschland und Großbritannien sind Rabatte sehr teuer. In jüngeren Märkten wie Polen ist die Nutzerbasis schmaler und wir nutzen die Rabatte, um neue Kunden zu gewinnen.

t3n.de: Macht ihr denn in den reiferen Märkten wie Deutschland Gewinn?

Wenn ein Markt reifer wird, achten wir darauf, dass der lokale Markt auf operativer Ebene profitabel ist. Aber wir sind immer noch in einem Geschäft unterwegs, in dem um Marktanteile gekämpft wird und das Wachstum groß ist. Daher ordnen wir Profitabilität dem Wachstum unter.

t3n.de: Insgesamt ist Mytaxi also weder profitabel noch ist das für die kommenden Jahre der Plan?

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