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Ratgeber

Mit OKR zum Erfolg: So geht Führung im Digitalzeitalter

    Mit OKR zum Erfolg: So geht Führung im Digitalzeitalter
(Bild: Shutterstock / nd3000)

Es gibt kaum eine Branche, kaum ein Unternehmen, welches die digitale Transformation nicht zu spüren bekommt. Vor allem den Mitarbeitern kommt dabei eine exponierte Rolle zu.

Um die digitale Transformation zu meistern werden auch entsprechend darauf angepasste Management-Werkzeuge zu deren Führung, zur Zielerreichung und zur Performance-Messung benötigt – ein sehr mächtiges und dabei höchst populäres ist „Objectives & Key Results (OKR)“.

OKR auf dem Weg zum weltweiten Standard

OKR wurde Anfang der 80er Jahre bei Intel von Andy Grove erfunden. Intel stand damals vor der Herausforderung, zum Marktführer für Microchips aufzusteigen und Grove war der Meinung, dass dies alleine durch innovative Technologien nicht zu meistern war. Vielmehr konzentrierte er sich auf den Mitarbeiter – denn dort sah er das meiste Potenzial. Intel war früh in der Situation, in der viele Unternehmen in der heutigen Zeit sind: ein hoch kompetitives Umfeld, wachsende Globalisierung, steigende Komplexität und eine hohe Dynamik.

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Um dies alles zu adressieren, reichte laut es Grove nicht mehr aus, sich lediglich auf das Management zu konzentrieren, welches bis dahin vorwiegend mit „Management by Objectives“ (MbO) führte. Er veränderte zahlreiche Aspekte der Management-Methode: weg von Jahreszielen, hin zu deutlich kürzeren Zielvereinbarungen, erheblich mehr Fokus, vollständige Transparenz der Ziele und mehr Einbeziehung des Mitarbeiters bei der Zielfindung. Der Erfolg gab ihm Recht  – Objectives & Key Results (OKR) war geboren. Google übernahm das Framework seit seiner Gründung und es bewährt sich dort bis zum heutigen Tag.

So wundert es auch nicht, dass gerade Startups und Tech-Companies die ersten waren, die OKR adaptierten – denn diese waren dem Wandel deutlich früher ausgesetzt als klassische Unternehmen.

Heute ist Objectives & Key Results (OKR) auf dem Weg zum weltweiten Standard für modernes Ziel- und Performancemanagement sowie für „Agile Leaderships“. Denn es liefert die Antworten auf die heutigen Herausforderungen der Führung im Zeitalter der digitalen Transformation. So wundert es auch nicht, dass gerade Startups und Tech-Companies die ersten waren, die OKR adaptierten – denn diese waren dem Wandel deutlich früher ausgesetzt als klassische Unternehmen.

Mittlerweile ist OKR aber auch dort angekommen – nahezu alle Dax-30-Konzerne, viele Mittelständler und auch kleinere Firmen aller Branchen haben mit OKR eine Lösung dafür gefunden, die Agilisierung des Unternehmens zu unterstützen, das Management zum Leadership zu transformieren, die notwendige Geschwindigkeit in der Strategieumsetzung zu erlangen und vor allem die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter deutlich zu erhöhen.

OKR unter anderem mit Werten und Phasen im Überblick. (Bild: t3n)

Agiles Framework für agiles Arbeiten

Objectives & Key Results (OKR) ist dabei aber keine Methode, Tool oder Paradigma, sondern vielmehr ein Rahmen, der in jedes Unternehmen individuell eingepasst werden muss, um seine Wirksamkeit zu entfalten. Demnach ist OKR ein agiles Framework, welches dafür sorgt, dass Mitarbeiter einem strukturierteren Zielvereinbarungsprozess folgen können: Die Aufgaben der Mitarbeiter lassen sich spezifizieren. Zusätzlich können die unternehmensinterne Kommunikation durch Transparenz und Sichtbarkeit verbessert und Ziele und Ergebniskennzahlen durch die ganze Organisation verknüpft werden. Dabei sind diese stets am Leitbild orientiert.

Die erfolgswirksamen Komponenten von OKR sind dabei folgende:

  • Die Zielvereinbarung erfolgt gemeinsam im Team – mit hohem Commitment und starker Accountability.
  • Der Zyklus der Vereinbarung ist deutlich kürzer als vorher – meist ein bis drei Monate. Nur so wird die notwendige Geschwindigkeit erreicht, die Strategieumsetzungen heute erfordern.
  • Alle Ziele sind stets transparent – das erhöht das Alignment sowie die Nutzung von Synergien und unterstützt den Aufbau der Netzwerk- beziehungsweise Schwarmorganisation.
  • OKR konzentriert sich hauptsächlich auf die strategischen Anteile der Ziele, denn diese bringen das Unternehmen nach vorne und sichern den Erhalt in der Zukunft.
  • Die Selbstorganisation wird gefördert, indem beispielsweise der Top-down-Anteil der Zielsetzung stark verkleinert wird und damit der Bottom-up-Ansatz aus dem Team gefördert wird.
  • Der Fokus wird erheblich erhöht und sorgt so dafür, das Ziele wirklich umgesetzt werden.

Dass OKR nicht nur graue Theorie ist, sondern real erfolgswirksam ist, zeigen Studien und Untersuchungen: So steigt die Motivation und damit die Produktivität der Mitarbeiter erheblich, die Kommunikations- und Informationsqualität erhöht sich und Umsatzzuwächse der Unternehmen liegen oftmals sogar im zweistelligen Bereich.

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Eine Reaktion
Markus
Markus

Beim Bullshit-Bingo ist dieser Text aber ganz weit vorn! "Agilisierung", "Accountability", "systemisch adressiert". Sprecht doch Deutsch! Erst durch eine verständliche Ausdrucksweise zeigt man echte Kompetenz und ihr glaubt gar nicht, wie viele eurer Kunden einfach nicken ohne tatsächlich etwas verstanden zu haben.

Wir optimieren und alle noch kaputt. Nicht umsonst gibt es immer mehr Burnouts. Für einen lohnt sich das aber garantiert: Die Consultants.

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