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Analyse

Digital Leadership: Agilität und Scrum verstehen

(Bild: Shutterstock / Uber Images)

Wofür die beiden Begriffe stehen und wie Führungskräfte effektiv damit arbeiten können erklärt der neue Artikel in Konrads Management-Kolumne.

Stellvertretend für viele Herausforderungen von Managern hat sich das Akronym VUCA etabliert. Auf der Suche nach Lösungen befassen sich einzelne Firmen bereits intensiv mit Aspekten wie Fehlerkultur und Neugier-Management – beides Themen mit großer Relevanz für ihre Mitarbeiter und die Unternehmenskultur. Auch die Rolle von Führung verändert sich unter dem Einfluss der VUCA-Welt. Gesucht wird der Manager, der agil und beidhändig führt. Dieser Beitrag möchte Managern den Einstieg in „agile Methoden“ erleichtern und einen ersten Einblick ins Thema geben.

Im Jahre 2001 formulierten 17 Vordenker ihre gebündelten Werte und Ideen im „agilen Manifest“. Die vier Werte und zwölf Prinzipien aus dem Manifest konkretisieren die Vorstellung von Agilität näher. Ursprünglich stammt Agilität aus der Software-Entwicklung.

Agile Methoden sind in der Managementtheorie angekommen

In den 90er Jahren wurden agile Ansätze als Kritik an traditionellen Methoden des Projektmanagements verstanden. Heute sind agile Methoden in der Managementtheorie angekommen. Zu ihrer Umsetzung in Organisationen gibt es eine Vielzahl von Methoden. Zu den am weitesten verbreiteten gehört Scrum.

Scrum ist als Rahmen zu verstehen, in dem Menschen sich mit komplexen, adaptiven Problemen befassen können. Dazu zerlegt Scrum den Entwicklungsprozess eines Produkts in maximal vierwöchige Schritte, die sogenannten „Sprints“. Der Unterschied zum klassischen Projektmanagement: Das Produkt wird nicht bis in die Einzelheiten hinein spezifiziert. Festgelegt werden lediglich wesentliche Funktionalitäten, um sie danach weiterzuentwickeln. Die kurzen, produktiven Entwicklungszyklen beinhalten Reflexionsphasen für das Team. In dieser Zusammensetzung werden Entscheidungen gemeinsam getroffen und das Kundenfeedback integriert. So ist der Kunde in den Prozess jederzeit involviert. Zudem ist am Ende eines Zyklus jeweils ein Teil des Produkts fertig, das der Kunde bereits einsetzen kann.

Scrum ist gekennzeichnet durch mehrere Organisationsprinzipien, die die Autoren Boris Gloger und Jürgen Margetich in ihrem Standardwerk „Das Scrum Prinzip“ beschreiben.

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4 Reaktionen
Korbinian

Als agile Führungsmethode würde ich an dieser Stelle gerne noch das OKR-Modell in die Runde werfen. Es ist der SCRUM Methode in vielen Punkten sehr ähnlich, vor allem in puncto "herausfordernde Ziele" und dem festen zeitlichen Rahmen. (vgl. http://murakamy.com/okr/)
Ich habe mich daher schon des öfteren gefragt, wie man die beiden Modelle verbinden kann.
Hat hierzu schon jemand Erfahrungen gesammelt? Herr Konrad vielleicht?

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tieme

Wir nutzen bei uns in der Firma (>100 MA) OKR und agile Methoden. Das Quartal ist eine Timebox in der die Projekte ähnlich Sprints organisiert werden und innerhalb des Quartals zwingend abgeschlossen werden müssen. Jedes Quartal ist eine Iteration und geliefert werden nutzbare Inkremente durch die Projekte.

Bei den Mitarbeitern kommen die OKRs und Timebox gut an, weil Klarheit für die Prioritäten des Quartals erzeugt und Ergebnisse kontinuierlich auf die Strase gebracht werden.

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Felix

Agiles Management ist gerade ja wirklich ein großes Thema. Ich habe hierzu ein interessantes Experteninterview gelesen, welches einen guten Einblick in den Bereich bietet http://studitemps.de/magazin/agiles-management-teil-1-experten-sprechen-mit-studitemps-ueber-anfaenge-und-entwicklung/

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jaschmidtuss

Ich mag die Vorgehensweise von Scrum auch, jedoch halte ich einen "klare zeitliche Grenze" bei "herausfordernden Zielen" für fragwürdig. Was ist, wenn man das Zeil nicht in maximal vier Wochen realisiert bekommt und es keine Möglichkeit gibt dieses erneut aufzusplitten in Sprints? Wird es dann mit allerhand Druck trotzdem umgesetzt? Nicht wirklich angenehm für das ganze Scrum-Team. Meiner Meinung nach sollten immer realistische Zeiten genutzt werden und wenn diese sechs Wochen betragen für ein Sprint, ist es auch in Ordnung. Es sind damit auch verbindliche Rahmenbedingungen.

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