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Analyse

VUCA-Modell: Ein Lernprozess für Führungskräfte

Industrie und mehr: Überall breitet sich die Digitale Transformation aus. Das wirkt sich nicht nur auf die Unternehmen aus. Das heutige Thema in Konrads Management-Kolumne.

Im Zeitalter der Digitalisierung steht auch ein Paradigmenwechsel in der Führung bevor. Schon heute sind Führungskräfte mit der VUCA-Welt konfrontiert. Das Akronym VUCA setzt sich aus den Begriffen Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity zusammen. Die ursprünglich aus dem US-Militär-Jargon stammenden Begriffe sind zu einem festen Bestandteil der Managementliteratur geworden. Bislang war es dabei wichtig, die VUCA-Kräfte einzeln zu betrachten und differenziert zu analysieren. Für viele Unternehmen der Digital Economy wirken allerdings schon heute oftmals alle vier Kräfte gleichzeitig:

Volatility: Kunden von heute sind nicht mehr automatisch auch Kunden von morgen. Neue Wettbewerber aus vorgelagerten Wirtschaftsstufen oder anderen Industrien tauchen auf, mit denen niemand gerechnet hat. Daraus ergibt sich die Frage: Wer sind unsere Kunden und Wettbewerber von morgen? Ohne eine klare Antwort nimmt der Innovationsdruck in den Unternehmen massiv zu und wird auch noch weiter ansteigen.

Uncertainty: Viele Unternehmen erleben, wie Kunden und Wettbewerber nicht mehr eindeutig lokalisierbar sind. Entsprechend schwierig werden Planungen für die Zukunft und langfristige Strategien. Die Ungewissheit über Marktentwicklungen nimmt zu. Im Zuge des exponentiell ansteigenden Wissens „entwertet“ sich Wissen schneller. Lebenslanges Lernen wird zur Pflicht.

Complexity: Unternehmer müssen jederzeit in verschiedenste Richtungen denken und entsprechende Szenarien durchspielen. Die globalen Wirtschaftskreisläufe werden immer komplexer, verzahnter und dadurch anfälliger. Politische Rahmenbedingungen sind nicht mehr langfristige Orientierung, sondern oftmals häufigen Richtungswechseln unterworfen. Der Fachkräftemangel beschleunigt das Problem. Unternehmen suchen oft vergebens nach Generalisten, die ihre Komfortzone rasch verlassen und sich schnell in neue, unbekannte Sachverhalte einarbeiten können. In diesem Umfeld wird mentale Agilität zur zentralen Kompetenz.

Ambiguity: Häufig fehlen klare Ursache-Wirkungszusammenhänge, die Zahl der Parameter in der Gleichung nimmt zu. In der Folge verfehlen etablierte und erfolgreiche Geschäftsmodelle plötzlich ihre Wirkung. Unternehmen müssen zunehmend nach individuellen Lösungen suchen – ohne zu wissen, ob sie Erfolg haben.

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