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Simple Idee, tolle Resultate – die Exit-Intent-Welle rollt an

Simple Idee, tolle Resultate – die Exit-Intent-Welle rollt an

Exit-Intent-Popups sind aktuell ziemlich beliebt – zumindest bei Website-Betreibern. Die relativ einfach zu implementierenden Lösungen helfen, die Interaktionsrate deutlich zu steigern. Die Redaktion der OnlineMarketingRockstars hat sich das Phänomen genauer angeschaut.

Simple Idee, tolle Resultate – die Exit-Intent-Welle rollt an
Exit-Intent-Popups. (Foto: Abdullah Bin Sahl / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Da in diesem Artikel des Öfteren von „Wir“ die Rede ist, eine kleine Anmerkung vorab: „Wir“ sind in diesem Fall – der Artikel ist eine Übernahme – die OnlineMarketingRockstars. Euer t3n-Team.

Diese Popups begegnen uns immer häufiger im Netz

Die allermeisten Besucher einer Website verlassen eine Seite, ohne etwas gekauft zu haben, ohne sich in den Newsletter eingetragen zu haben und ohne einem Website-Betreiber außer Traffic sonst irgendeinen Nutzen zu bringen. Mit Exit-Intent-Plugins wird der Moment, in dem ein Besucher unsicher ist, ob er ein Produkt erwerben oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen soll, genutzt. Kurz bevor der potentielle Käufer die Seite verlässt, erscheint ein Overlay, das die Unsicherheit beseitigen soll.

Was ist Exit-Intent?

Bei der „Exit-Intent“-Technologie wird die Mausbewegung des Besuchers in Echtzeit gemessen. Sobald der User versucht, die Seite zu verlassen, also sich mit dem Cursor Richtung des Kreuzes zum Schließen der Seite bewegt, erscheint ein Popup. Exit-Intent-Popups können zur Lead-Generierung eingesetzt werden, als Call-to-Action beispielsweise zum Bestellen des Newsletters aufrufen und auch, um kurze Werbevideos zu zeigen.

Exit-Intent-Popup auf t3n.de. (Screenshot: t3n)
Exit-Intent-Popup auf t3n.de. (Screenshot: t3n)

Neben etablierten Tools wie Bounce Exchange und Yieldify, die ihre Exit-Intent-Technologien auf TKP-Basis verkaufen, gibt es auch kostenlose Plugins und Skripte. Bounce Exchange zeigt mit dem eigenen Produkt, wie so ein Popup gestaltet werden kann. Beim Versuch, die Seite zu verlassen, wird ein Popup eingeblendet, das fast die gesamte Fläche der Seite einnimmt und dem Besucher die Entscheidung abverlangt, ob er Traffic in Verkäufe verwandeln will oder nicht.

Unter Marketing-Experten in den USA hat sich diese Technik bereits zu einem Hype entwickelt. Auf der Seite des Online-Marketing-Profis Neil Patel, der unter anderem Techcrunch dabei geholfen hat, Reichweite und Traffic zu steigern, lassen sich verschiedene Exit-Intent-Popups finden.

Verkaufssteigerung durch Exit-Intent

Ein amerikanischer Hersteller von Barfuß-Schuhen erklärt, dass er durch den Einsatz eines Exit-Intent-Plugins deutliche Erfolge verzeichne. Das Popup fordert den Besucher auf, seine Mail-Adresse einzugeben, um einen Report über das Produkt zu erhalten. Etwa 2,5 Prozent aller Website-Besucher folgen der Aufforderung, wovon wiederum 28 Prozent anschließend eine Bestellung im Online-Shop tätigen.

Exit-Intent-Popup bei den OnlineMarketingRockstars. (Screenshot: OnlineMarketingRockstars)
Exit-Intent-Popup bei den OnlineMarketingRockstars. (Screenshot: OnlineMarketingRockstars)
Andreas Graap stellte auf seinem Blog weitere Ergebnisse vor. MaxCDN, ein Anbieter eines Content-Delivery-Networks, verzeichnete laut eigenen Angaben eine Verkaufssteigerung von 22 Prozent, nachdem ein Exit-Intent-Popup mit Rabattcode eingesetzt wurde. Das Overlay wird ausschließlich Besuchern angezeigt, die sich bereits über die Preise der Monatspakete informiert haben, die Seite aber, ohne einen Kauf abzuschließen, verlassen wollen. Mit der Rabattaktion für kaufinteressierte Besucher kommt hier eine weitere Marketing-Technik zum Einsatz, die in Kombination mit dem Exit-Intent-Plugin scheinbar erfolgreich ist.

Wir testen auch

Übrigens gibt es seit Kurzem auch auf unserer Seite ein Exit-Intent-Popup, mit dem wir unsere Online-Marketing-interessierten Leser auf unser nächstes Event Rockstars Aftershow in Köln aufmerksam machen wollen. In der Woche, als das Popup live geschaltet wurde, konnten wir im Vergleich zur Vorwoche mehr als doppelt so viel Traffic auf der Event-Seite verzeichnen.

Ursprünglich publiziert bei Online Marketing Rockstars.

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10 Antworten
  1. von exit am 12.08.2014 (21:48 Uhr)

    Die Nachricht passt irgendwie ziemlich gut zum tot von Robin Williams. Zufall oder Absicht?

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  2. von Nico am 13.08.2014 (07:19 Uhr)

    Dann sollte man wohl keinem verraten, dass man ein Tab mit Strg+W schließen kann...Das Alt+F4 des Browser ;)

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  3. von neontrauma am 13.08.2014 (07:27 Uhr)

    Ich finde solche Exit-PopUps nicht weniger aufdringlich und nervtötend als ihre normalsterblichen Verwandten... und geschlossen werden sie fast schon reflexartig. :)

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  4. von Christian am 13.08.2014 (08:05 Uhr)

    @ neontrauma
    Sehe ich genauso. Den Newsletter werde ich dadurch auch nicht abonnieren.

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  5. von SD am 13.08.2014 (09:14 Uhr)

    Genauso nervig wie die Popups/Layer die einem direkt beim Aufruf einer Site vor die Nase gehauen werden!!!
    Jedes Mal wenn man nur einen Tab wechseln will, kommt dieser nervige Layer auf euer und anderen Sites. Am besten noch mit der Frage nach einer Bewertung oder die Steigerung, warum man die Site verlassen will. Bad Idea.

    SD

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  6. von Herbert Jochinsen am 13.08.2014 (13:03 Uhr)

    Simple Idee, dumme Idee…
    http://bradfrostweb.com/blog/post/bullshit-overlays/

    Genau so nervtötend wie »normale« Overlays…

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  7. von e2marketing.de am 01.11.2014 (16:14 Uhr)

    Hallo zusammen,

    welches Plugin wird denn auf der t3n.de verwendet? ;-)

    Viele Grüße
    Erkan

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  8. von HofmFlor am 02.04.2015 (19:32 Uhr)

    Super Artikel und echt cooles Tool. Wir verwenden auch eines (von Visitlead.com) und man kann den Besuchern praktisch zusehen wie sie von dem Exit Intent wieder zurück auf die Homepage gebracht werden.

    Dass nicht jeder darauf anspricht ist ja sowieso klar, aber wenn man damit seine Umsätze um über 20% steigern kann ist das doch ein unglaublich effektiv!
    Und auf der anderen Seite, die Kosten. Die bewegen sich im unteren 2-stelligen Eurobereich pro Monat! Wie viel muss man da umsetzen damit sich das rentiert?!

    Danke für den schönen Artikel, bin ich voll euerer Meinung!

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  9. von klwemu am 20.04.2015 (14:43 Uhr)

    Ja, ein schöner Artikel zu einem zunehmend auch in Europa trendigen Thema.

    Letztlich geht es um die Conversion Rate. Und Exit-Intent ist da auf jeden Fall eine innovative Chance udn einen Versuch Wert.

    Wie oben bereits erwähnt gibt es mit https://VISITLEAD.com auch eine coole “deutsche” Lösung (Server in Deutschland). Bietet auch CoBrowsing, RealTime Monitoring, LiveChat, …

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