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Social-Media-Postings: Wie viel Eigenwerbung ist gut für euch?

    Social-Media-Postings: Wie viel Eigenwerbung ist gut für euch?

Eigenwerbung in Social Media. (Foto: © kyoshino - iStock.com)

Wer auf Facebook und Co. immer nur über sich redet, wirkt schnell langweilig und egozentrisch. Zu viel Eigenwerbung verprellt Follower und Fans. Eine Ratio-Regel könnte helfen.

Wer den Social-Media-Auftritten von t3n aufmerksam folgt, wird mitbekommen haben, dass wir überwiegend unsere eigenen Inhalte verteilen. Wir promoten unsere Artikel und kuratieren nur gelegentlich externe Links zu Videos, Bildern oder spannenden Artikeln von fremden Autoren. Der Grund ist schnell erklärt: Wir produzieren genug eigene Nachrichten für unsere Leser und wollen ihnen auf Facebook und Co. nicht unnötig viele Aktualisierungen zumuten. Das Rauschen in den Newsfeeds der meisten Nutzer ist sowieso schon kaum zu bewältigen. Dennoch findet ihr gelegentlich einen Viral oder ein Foto von einem unserer Grillabende im Nachrichtenstrom – das ist uns wichtig. Und das wird auch so bleiben.

Doch wo ziehen wir eigentlich die Grenze? Auch wir fragen uns oft, in welchem Abstand wir Artikel veröffentlichen und ob wir gelegentlich nicht auch fremde Artikel oder Videos im Newsfeed teilen sollen. Es gab schon verschiedene Modelle: Beispielsweise haben wir eine Zeit lang mindestens einen thematisch zu t3n passenden Viral pro Woche gepostet. Es gibt zudem die Übereinkunft, dass wir Artikel immer mit mindestens einer Stunde Abstand auf Facebook und Google+ verteilen. Persönliche Einblicke planen wir gar nicht, denn gute Situationen passieren einfach und daran lassen wir euch spontan und außer der Reihe teilhaben – alles andere wäre aufgesetzt und steht uns nicht, wir sagen „Nein!“ zu #Latergram.

Drei verschiedene Modelle zur Eigenwerbung in Sozialen Medien kurz erklärt

Eigenwerbung in Social Media. (Foto: © kyoshino - iStock.com)
Eigenwerbung in Social Media. (Foto: © kyoshino - iStock.com)

Tatsächlich gibt es einige gängige Modelle, die sich damit beschäftigen in welchem Verhältnis eigene und fremde Inhalte verteilt werden können und wie viele persönliche Einblicke gut sind.

  • Die „5-3-2“-Regel beispielsweise besagt, dass von zehn Inhalten mindestens fünf Beiträge von anderen Seiten stammen, drei Beiträge selbst produziert und zwei Beiträge persönlich sein sollten. Die Ratio bezieht sich dabei allerdings weniger auf eine täglich zu erreichende Marke, sondern auf ein generelles Verteil-Konzept. Sie wurde von T.A. McCann begründet und richtet sich nach dem Credo: Fokussiere dich auf die Bedürfnisse deiner Leser und weniger auf die eigenen.
  • Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch die „4-1-1“-Regel. Darin werden persönliche Inhalte allerdings außen vorgelassen. Von insgesamt sechs Inhalten sollten vier relevante Postings von anderen Seiten stammen, ein Beitrag von einem selbst und einer sollte ein ganz normaler Share sein. Die Regel wurde ursprünglich als Tweet-Strategie von Andrew Davis für Twitter entwickelt, kann aber auch auf andere Netzwerke bezogen werden und hilft vor allem dabei, die Aufmerksamkeit von Influencern auf sich zu ziehen.
  • Die sogenannte „555+1“-Regel besagt hingegen, dass fünf Inhalte von einem selbst und fünf von anderen Seiten stammen sollen. Ebenfalls sollen fünf Updates aus einfachen Retweets oder Shares bestehen. Ein weiterer Post darf dann Aktionen thematisieren – wie zum Beispiel eine Nutzerumfrage oder ein Event-Posting zum #FollowFriday oder #MayTheForce. Die „555+1“-Regel stammt von Shai Coggins und soll vor allem User-Generated-Content einen Platz bieten.

Spannend ist die Frage der Eigenwerbung vor allem bei Freelancern oder Agenturen und weniger bei Medienunternehmen, die Nachrichten an ihre Leser bringen wollen. Erstgenannte sind vor allem aus Reputationsgründen auf den sozialen Medien vertreten. Ständig nur ins eigene Horn zu blasen und sich selbst darzustellen, kommt hier oft nicht gut an. Gerade die Protagonisten sind also mit einer Ratio-Regel gut beraten.

Alle oben genannten Regeln besagen, dass es wichtig ist, die Inhalte von anderen Seiten auf den eigenen Social-Media-Profilen zu kuratieren. Wer es schlau anstellt, muss dabei nicht mal fürchten, von sich auf Mitbewerber abzulenken. Denn das Verteilen von Inhalten anderer kann schlussendlich sogar das eigene Image beflügeln. In diesem Zusammenhang empfehlen wir euch auch unseren Artikel „Content Curation is King – Wie kuratierte Inhalte das Markenimage schärfen“.

Nutzt ihr eine der Ratio-Regeln? Oder habt ihr ein eigenes Verhältnis entwickelt? Erzählt uns davon in den Kommentaren.

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1 Reaktionen
Rene Dins
Rene Dins

Es ist einen eigentlich immer bewusst das man nicht ständig über sich reden soll. Doch die Realität sieht vollkommen anders aus. Auch mir passiert das immer und immer wieder. Ich favorisiere die im Artikel genannte "5-3-2"-Regel.

Was ich in Zukunft auch beachten werde, die Zeitversetzung von Veröffentlichungen. Da habe ich wieder etwas gelernt. Danke.

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