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E-Commerce

Pralinen gegen Fernweh: SugarTrends – ein Marktplatz für Individualisten

    Pralinen gegen Fernweh: SugarTrends – ein Marktplatz für Individualisten

(Foto: Guilberts Chocolates)

Ein Markplatz voller Nischen und gleichzeitig ein Streifzug durch New York, Amsterdam, Lissabon und Zürich. Ein Porträt von SugarTrends, einem Marktplatz für Kunden, die etwas ganz Besonderes suchen.

Ilana Netiv aus Amsterdam, Alan White aus Bristol, Marko Wildner aus Dresden, Laura Lobdell aus New York und Christina Dalbert aus Zürich haben eins gemeinsam: Sie betreiben ein kleines, feines Ladengeschäft und verkaufen ausgefallene Artikel – und zwar direkt nebeneinander.

Von exklusiven handgefertigten Schokoladen über Geschenkartikel aus sozialen Werkstätten hin zu Nikkis aus nachhaltig und fair produzierten Bio-Textilien. Wie das geht? Mit SugarTrends, einem spezialisierten Marktplatz für lokale Boutiquen aus aller Welt.

(Screenshot: SugarTrends)
(Screenshot: SugarTrends)

SugarTrends setzt auf lokale Geschäfte mit besonderen Produkten

Die Zukunft des stationären Einzelhandels ist ungewiss, viele Experten beschwören den Untergang herauf, manche sprechen moderater von einem großen Schwund. Einig sind sich die meisten darin, dass für spezialisierte Einzelhändler mit einem einzigartigen Sortiment in speziellen Nischen eine Überlebenschancen besteht.

Händler mit Gesicht und Persönlichkeit und besonderen, vielleicht auch handgefertigten Waren, die dem Trend zu immer mehr Individualität gerecht werden, der sich in den Lifestyle-orientierten Zielgruppen stark gefestigt hat.

(Screenshot: SugarTrends)
Der Onlinemarktplatz SugarTrends. (Screenshot: SugarTrends)

Der 2014 von Tim Lagerpusch und Christian Schwarzkopf gegründete Marktplatz SugarTrends hat sich genau darauf spezialisiert, diese Händler auf der ganzen Welt einzusammeln und unter einem Dach zusammenzuführen. Dazu setzt das Startup auf sogenannte Trendhunter –Community-Mitglieder, die ihre Stadt oder ihr Wohnviertel nach besonderen Läden durchkämmen und für jeden geworbenen Händler eine fixe Vergütung bekommen. Und auf begeisterte Kunden, die ihre Lieblingsläden empfehlen.

Für den Anfang konzentriert sich SugarTrends bei den Händlern noch auf Mode und Modeschmuck, Gourmet- und Einrichtungsprodukte in den nächsten Schritten soll das Sortiment dann um exklusive Schmuckstücke, Möbel und Kunst erweitert werden.

Christian Schwarzkopf und Tim Lagerpusch. (Foto: SugarTrends)
Christian Schwarzkopf und Tim Lagerpusch. (Foto: SugarTrends)

Mitgründer Tim Lagerpusch erinnert sich im Gespräch mit t3n an die Gründungsgeschichte: „Wir reisen gerne und haben dabei immer kleine, besondere Läden abseits vom Mainstream in den Großstädten entdeckt. Es ist fast wie eine Schnitzeljagd von Oase zu Oase, du findest einen Laden, dann kommst du ins Gespräch mit den Ladeninhabern. Oft sind das kreative Individualisten, unabhängige Existenzen mit einem wahnsinnigen Qualitätsanspruch, die dann auch gerne ähnliche Läden mit einem Boutique-Qualitätsanspruch weiterempfehlen. Geh mal hierhin, dorthin und dahin, heißt es dann. Und du findest Dinge, die du nie gesucht hast. So ist auch der Netzwerk-Gedanke von SugarTrends entstanden“.

SugarTrends in Zahlen

Knapp 200 Händler in 70 Städten aus 20 Ländern sind derzeit mit rund 2.000 Produkten bei SugarTrends aktiv. Bis Ende des Jahres will der Marktplatz sein Sortiment auf 5.000 Produkte und 250 Läden aufstocken.

Dass die dabei gewonnene Kundschaft nicht gewöhnlich ist, zeigt schon die Tatsache, dass rund 24 Prozent der wiederkehrenden Kunden für etwa 40 Prozent des Warenumsatzes verantwortlich sein sollen. Damit generieren maximal rund 2.400 Kunden aktuell den Löwenanteil des Umsatzes, denn der Anbieter spricht von etwa 10.000 Besuchern im Monat. Die Retourenquote von SugarTrends liegt dabei etwa bei zehn Prozent. Laut der veröffentlichten Investoren-Informationen hat SugarTrends einen Warenumsatz von rund 100.000 Euro in diesem Jahr eingebracht – Stand November.

Die Händler auf SugarTrends: Von Manufaktur-Schokolade bis zu handgefertigen Designertaschen

Ilana Netiv von „Burra Burra“ aus Amsterdam verkauft Taschen, Alan White aus Bristol von „Guilberts Chocolates“ handgefertige Schokolade und Pralinen, Marko Wildner von der „Nikkifaktur“ aus Dresden Mode, die Künstlerin Laura Lobdell aus New York ihre eigenen Schmuckkreationen und Christina Dalbert von „Markt Lücke“ aus Zürich handgefertigte Geschenkartikel.

(Screenshot: Sugartrends)
(Screenshot: Sugartrends)

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(Screenshot: Sugartrends)
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Kaufen wie im lokalen Handel: Unser Testeinkauf bei Guilberts Chocolates in Bristol

SugarTrends verspricht nicht nur besondere Produkte, sondern auch einen Einkauf wie in der Stadt. Die optimale Begegnung mit dem lokalen Fachhandel verspricht persönlichen Kontakt, Service, Beratung und ernsthaften Mehrwert. Etwas, das sich schon im lokalen Handel rar gemacht hat. Wie wird das dann erst online sein? Wir haben einen kleinen Test gemacht.

Guilberts Chocolates

(Foto: Google 2015)
(Foto: Google 2015)

Guilberts Chocolates ist eine kleine Chocolaterie in Bristol, Großbritannien. Das Familienunternehmen stellt seit 1910 handgefertigte Pralinen und Schokolade her. Ursprünglich von einem schweizer Auswanderer namens Guilbert gegründet, der das Unternehmen nach ungefähr einem Jahrzehnt schon an die Familie Haycock veräußerte, wird das Geschäft heute von Alan und Wendy White geführt. Beide haben lange Jahre im Unternehmen gearbeitet, bevor sie Guilbert Chocolates 1999 von der in den Ruhestand tretenden Familie Haycock übernehmen konnten. Seitdem gibt es auch einen Onlineshop, der innerhalb von Großbritannien verschickt – und seit kurzem auch den Shop bei SugarTrends.

Darf ich mal probieren?

Sobald die Auslage mit Dutzenden Pralinen in allen köstlichen Variationen ins Blickfeld gerät, beginnt das Raten: Wie schmeckt wohl diese oder diese oder diese Sorte? Im guten Fachhandel bekommt der Kunde gerne eine Geschmacksprobe angeboten. Bei Amazon nach einer kostenfreien Pralinenprobe nachzufragen, dürfte sinnlos sein, aber bei einem kleinen Fachhandel sollte das doch klappen, oder? Gesagt, getan. Und nach dem zweiten Anlauf klappt es dann auch.

Und tatsächlich bekomme ich am 15. Dezember ein Päckchen per UPS geliefert, das sowohl das bestellte Schokoladensortiment als auch sechs Pfefferminzpralinen enthält. Qualität und Geschmack halten, was SugarTrends verspricht: Es sind besondere, handgefertigte und leckere Pralinen.

(Foto: Jochen G. Fuchs)
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(Foto: Jochen G. Fuchs)
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(Foto: Jochen G. Fuchs)
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(Foto: Jochen G. Fuchs)
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