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Crowdinvesting

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Crowdinvesting ist eine noch recht junge Form der Startup-Finanzierung, die hauptsächlich in Deutschland praktiziert wird. Dabei handelt es sich streng genommen um eine rein deutsche Wortschöpfung, die es so im Ausland nicht gibt. Im Unterschied zum Crowdfunding wird beim Crowdinvesting ganz gezielt in Startups und Unternehmen investiert – und zwar von Menschen, die einen langfristigen finanziellen Rückfluss in Form einer Rückzahlung oder Verzinsung erwarten. In der Regel stellen Investoren partiarische Darlehen in Form von kleinen bis mittleren Summen zur Verfügung und werden dafür am Unternehmen beteiligt.

Deutsche Crowdinvesting-Plattformen

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Crowdinvesting-Plattformen. Eine der bekanntesten ist Seedmatch, das bereits 2011 gelauncht wurde. Seedmatch ist die erste Plattform für Startup-Crowdfunding mit den meisten Finanzierungsrunden in Deutschland. Die sogenannte Crowd kann über die Plattform bereits ab 250 Euro online in junge Unternehmen investieren. Seit dem Start der Plattform wurden 113 Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 38 Millionen Euro (Stand Juli 2018) finanziert. Wie in dem Finanzierungsmodell üblich, werden nicht alle Startups am Ende auch erfolgreich. Die größte Startup-Pleite von Seedmatch war Protonet, das einst rund drei Millionen Euro von der Crowd einsammeln konnte, jedoch später Insolvenz anmelden musste.

Ebenfalls bekannt ist Companisto, der nach eigenen Angaben größte Anbieter für Crowdinvesting in Deutschland. Aktuell sind über 84.000 Investoren bei Companisto registriert, die sich gemeinsam mit einem Finanzierungsvolumen von über 50 Millionen Euro an mehr als 100 Finanzierungsrunden für Startups und Wachstumsunternehmen beteiligt haben. Wie Seedmatch hat allerdings auch Companisto bereits einige Crowdinvesting-Pleiten hinnehmen müssen. Das E-Bike-Startup Freygeist sammelte bei Companisto 1,5 Millionen Euro per Crowdinvesting ein. Später musste es Insolvenz anmelden. Zuletzt gab es auch Berichte, wonach Companisto mit hohen Verlusten zu kämpfen hatte.

Trotz einiger Pleiten, die in den Medien vielfach diskutiert wurden, gab es natürlich auch positive Entwicklungen. So wurden beispielsweise die per Crowdinvesting finanzierten Startups Doxter und Lottohelden für Millionenbeträge verkauft – und die Crowd an den Gewinnen beteiligt.

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