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Tool-Tipp

Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017 ist online: Welche Partei passt zu dir?

    Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017 ist online: Welche Partei passt zu dir?
Bundestagswahl 2017: Der Wahl-O-Mat ist wieder online. (Foto bpb / dunnnk)

Der Wahl-O-Mat ist online. Er hilft bei der Frage: Welche Partei vertritt am ehesten meine Positionen? Wir stellen das Tool ausführlich vor.

Der Wahl-O-Mat gehört zur Bundestagswahl wie die Gabel zum Messer. Und die Deutschen lieben ihr kleines Wähler-Tool. Es klärt Fragen wie: „Welche Partei passt zu mir?“ oder „Wen soll ich wählen?“. Der Wahl-O-Mat 2017 ermittelt, mit welcher Partei der Wähler am ehesten übereinstimmt. Und das Ergebnis deckt sich auch in 90 Prozent der Fälle mit der politischen Meinung des jeweiligen Bürgers. Doch wie genau funktioniert er eigentlich? Wo kommt er her? Und wie häufig wird er tatsächlich genutzt? Wir haben uns für euch mit dem Tool beschäftigt und klären wichtige Fragen.

Hier geht es zum Tool!

Der Ursprung des Wahl-O-Mats liegt in den Niederlanden

Ursprünglich kommt der Wahl-O-Mat aus den Niederlanden. Der „StemWijzer“ von „ProDemos – Huis voor democratie en rechtsstaat“ erschien zuerst als Papierversion im Jahr 1989. Neun Jahre später war er dann zum erstem Mal auch online verfügbar und somit Teil jeder Wahl in den Niederlanden. Vom „StemWijzer“ hat die Bundeszentrale für politische Bildung die Lizenz zur Bundestagswahl 2002 erworben und konnte das Tool erstmals auch bei deutschen Wahlen einsetzen. 27 Thesen musste der Wähler damals beantworten. Im Wahl-O-Mat waren nur die Parteien vertreten, die bereits im Parlament saßen oder in aktuellen Wahlumfragen mehr als drei Prozent der Befragten von sich überzeugen konnten. Schon der erste Wahl-O-Mat wurde 3,6 Millionen Mal genutzt.

Dieser Erfolg führte dazu, dass der Wahl-O-Mat nur ein Jahr später auch zur Landtagswahl in Bayern zum Einsatz kam. Später folgten auch Versionen zu den Wahlen im Saarland, in Sachsen und Schleswig-Holstein sowie etlichen anderen Bundesländern. Auch während der Wahl zum Europäischen Parlament ging der Entscheidungshelfer an den Start.

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Politische Positionen abgleichen: So funktioniert der Wahl-O-Mat

Die grundlegende Funktion des Wahl-O-Mats für die diesjährige Bundestagswahl 2017 ist schnell erklärt: Der Wahl-O-Mat ist ein reines Frage-und-Antwort-Tool. Es ermittelt anhand der eigenen politischen Meinung, welche Partei am ehesten zum Wähler passt. Dazu wird der Anwender nacheinander mit 38 Thesen zu aktuellen Wahlkampfthemen der Bundestagswahl 2017 konfrontiert. Abstimmen können die Wähler dann jeweils mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“.

Eine wichtige Grundfunktion ist zudem, dass der Anwender individuelle Schwerpunktthemen auswählen kann. Die Themen, die während der Bundestagswahl 2017 besonders wichtig erscheinen, können mit einem Stern markiert und so doppelt gewertet werden. Außerdem kann der Nutzer bestimmen, mit welchen zur Bundestagswahl 2017 zugelassenen Parteien der Wahl-O-Mat das Ergebnis vergleichen soll. Das Ergebnis wird in allen Bereichen per Prozentzahl angezeigt.

10 Fakten zum Wahl-O-Mat im Überblick

Bundestagswahl 2017: „Du hast die Wahl", lautet der Wahl-O-Mat-Slogan.

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat einige Informationen zum Wahl-O-Mat veröffentlicht. Die liefern einen Einblick, wie der Bürger so tickt, der den Wahl-O-Mat bedient. Spannend ist beispielsweise, dass der überragende Großteil von 85 Prozent schon vor der Nutzung des Wahl-O-Mats eine klare politische Meinung hat und sie mit mit dem Tool eigentlich nur noch einmal überprüfen möchte.

  • 55 bis 75 Prozent der Wahl-O-Mat-Nutzer sind Männer, Frauen nutzen den Wahl-O-Mat nur in 25 bis 45 Prozent der Fälle.
  • Ein Drittel der Wahl-O-Mat-Nutzer ist unter 30 Jahren alt.
  • Ein Viertel der Wahl-O-Mat-Nutzer ist 50 Jahre oder älter.
  • Zehn bis 20 Prozent der Nutzer gibt an, nicht politisch interessiert zu sein.
  • Drei Viertel aller Wahl-O-Mat-Nutzer besitzen einen Universitäts- oder Hochschulabschluss, das Abitur oder die Fachhochschulreife.
  • Zwischen fünf und 15 Prozent der Wahl-O-Mat-Nutzer sind Mitglied einer politischen Partei.
  • 85 Prozent haben schon vor der Nutzung des Wahl-O-Mats eine klare politische Meinung. Viele wollen mit dem Wahl-O-Mat die eigene Meinung überprüfen.
  • 60 bis 75 Prozent können mithilfe des Wahl-O-Mats die Unterschiede zwischen den Parteien klarer erkennen.
  • Vier bis sechs Prozent der Wahl-O-Mat-Nutzer gehen anschließend zur Wahl, obwohl es vorher nicht geplant war.
  • Das Ergebnis des Wahl-O-Mats deckt sich in 90 Prozent der Fälle mit der politischen Meinung der Nutzer.

Hier geht es zum Tool!

Übrigens: Wer sich tiefer zu den netzpolitischen Positionen der Parteien informieren möchte, findet hier unsere Analysen zum Bundeswahlprogramm der CDU/CSU, der SPD, der FDP, der Grünen, der Linken und der AFD

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3 Reaktionen
Ein t3n-Leser
Ein t3n-Leser

Ich würde eher den WahlSwiper empfehlen. Ich habe beide Apps ausprobiert und beim Wahl-O-Mat kam etwas völlig absurdes heraus, beim WahlSwiper nicht. Außerdem ist die App des WahlSwipers optisch ansprechender und wenn man die Frage nicht ganz versteht, kann man sich dazu ein Video anschauen.

Antworten
Ghoffmann1969
Ghoffmann1969

Ist wirklich ein super Tool! Die eigenen Vorstellungen über Politik werden sehr gut den Parteien zugeordnet. Hilft bei der Entscheidung, wen man wählen soll.

Antworten
Ich
Ich

Es ist nicht wie Spam Werbung

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