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7 Gründe, warum du besser kein Startup gründen solltest

7 Gründe, warum du besser kein Startup gründen solltest

Du willst unter die CEOs dieser Welt gehen? Schön, aber unüberlegte Schnellschüsse solltest du zum Selbstschutz trotzdem vermeiden. Wir haben sieben gute Gründe zusammengetragen, kein Startup zu gründen.

7 Gründe, warum du besser kein Startup gründen solltest

Damit angesichts der deprimierenden Überschrift keine Missverständnisse aufkommen: Es gibt viele – wirklich gute – Argumente, ein Startup zu gründen. Da wäre diese eine Idee, die dir den Schlaf raubt und bislang von niemandem in ein Geschäftsmodell gegossen wurde. Da wäre die berufliche Sackgasse, in der du seit Jahren steckst. Da wäre deine unerschütterliche Arbeitsmoral und da wäre nicht zuletzt der Drang, dich endlich mal gegenüber dir, deinen Arbeitgebern und Freunden zu beweisen. Trotzdem solltest du dir länger als fünf Minuten überlegen, ob ein Startup am Ende auch wirklich der richtige Weg für deine weitere Karriere ist. Warum, verraten dir diese sieben Gründe.

1. Work-Life-Balance ist dir heilig

Nix mit 9-to-5-Jpb. Bei einer Startup-Gründung stehen Familie und Beziehungen meistens hinten an. (Foto: Shutterstock)
Nix mit 9-to-5-Job. Bei einer Startup-Gründung stehen Familie und Beziehungen meistens hinten an. (Foto: Shutterstock)

Du bestehst auf deine acht Stunden Schlaf pro Tag und die Zeit an Wochenenden nutzt du selbstredend für deine Hobbies? Nun, das sind gelinde gesagt ganz schlechte Voraussetzungen für die Gründung eines . Das Prinzip der Work-Life-Balance hat darin nämlich genauso wenig Platz wie der sklavische Glaube an eine 38-Stunden-Woche, oder – noch schlimmer – an eine Liebesbeziehung.

Von Tag eins der Gründung steht dein Unternehmen über deinem Privatleben. Gewöhn dich schon mal daran, beim Abendbrot von einem Kunden angerufen zu werden und Nachtschichten zu schieben, wenn mal wieder der Server ausfällt. Frei nach dem Kabarettisten Harry G: „Für ein erfolgreiches Startup gibt’s nur eine Regel: Work hard. Weil für Play hard ist da keine Zeit.

2. Du willst auf deinen Lebensstandard nicht verzichten

Frisch von der Uni, rein in den Anzug und erst mal ein paar Jahre mit dem üppigen Salär eines Unternehmensberaters durch die Welt tingeln: Ja, für manch einen ist das eine Erfüllung, die mit einem gehobenen Lebensstandard bestehend aus einem sportlichen Auto, schicken Klamotten und einer sündhaft teuren Wohnung in Bestlage einhergeht. Wenn du nicht bereit bist, darauf (zumindest zeitweise) zu verzichten, ist ein Startup aber absolut nicht das richtige für dich.

Mit der Gründung eines Unternehmens wird sich auch dein Leben radikal verändern. Ob beim Kaufen oder der Wohnsituation. Es ist nicht unüblich, dass sich CEOs aufgrund begrenzter Budgets sehr geringe oder sogar mal keine Gehälter auszahlen. Glaubt man der jüngsten Erhebung des Bundesverband Deutsche Startups, verdienen viele Gründer – fast alle haben studiert – im Mittel oft nicht mehr als im Monat 2.519 Euro.

3. Du bist ein Wannabepreneur

Gründen ist kein Lifestyle, sondern bedingungslose Hingabe. (Foto: Glitty)
Gründen ist kein Lifestyle, sondern bedingungslose Hingabe. (Foto: Glitty)

Geld spielt für dich keine Rolle, ein Job bei einer Versicherung ist dir eh viel zu uncool und du wolltest schon immer mal einen Anlass haben, mit deinem Macbook bei Starbucks zu arbeiten? Sorry, aber um es mit den Worten des amerikanischen Milliardärs Mark Cuban zu sagen: „You’re just a wannabepreneur!“.

Wer eine Unternehmensgründung als Lifestyle versteht, hat denkbar schlechte Erfolgsaussichten. Ein erfolgreiches Startup lebt vor allem von der Passion seiner Gründer, der absoluten Hingabe für die Idee und das Unternehmen. Nur wer gegenüber Mitarbeitern und Investoren zu jederzeit authentisch für seine Vision einstehen kann, bekommt das nötige Vertrauen und damit auch die finanziellen Mittel zum Aufbau eines Geschäftsmodells. Starinvestor Dave McClure benennt eine in diesem Zusammenhang wichtige Voraussetzung übrigens so: „Something has been pissing you off forever!

4. Auf deinem Bankkonto herrscht Ebbe

Der Unterschied zwischen einer klassischen Existenzgründung und einem Startup besteht in der Regel darin, wie viel Geld der jeweilige Gründer auf dem Konto hat. Während eine Existenzgründung primär aus der finanziellen Not heraus entsteht, gehen Startups von neuer Technologie, fachlicher Expertise und einem üppig gefüllten Sparbuch aus.

Einer Studie des Bundesverband Deutsche Startups zufolge finanzieren sich nämlich 82 Prozent aller Startups zunächst aus eigenen Ersparnissen und betreiben zunächst Bootstrapping. Ausreichend Rücklagen von bis zu mehreren Zehntausend Euro sind also wichtig, denn man weiß nie, wann der erste Investor anklopft. Heißt für dich: Bevor du nicht über eine ausreichend hohe Kapitaldecke verfügst, brauchst du ans Gründen gar nicht erst zu denken.

5. Du kennst nicht die richtigen Leute

Erfolgreich ist nur, wer das richtige Team um sich versammeln kann. Andernfalls kann die Unternehmensgründung schnell in einem Fiasko enden. (Foto: Shutterstock / William Perugini)
Erfolgreich ist nur, wer das richtige Team um sich versammeln kann. Andernfalls kann die Unternehmensgründung schnell in einem Fiasko enden. (Foto: Shutterstock / William Perugini)

Startup-Gründungen sind keine One-Man-Show. Vergleichbar ist die Gründung eines Unternehmens gerade im Team eher mit einer romantischen Liebesbeziehung. Man muss sich über Jahre zueinander committen, aufeinander aufpassen und auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusammenhalten. Dass dies keineswegs selbstverständlich ist, zeigt ein Blick auf die häufigsten Ursachen für gescheiterte Gründungen: In immerhin 23 Prozent der Fälle scheitert ein Unternehmen aufgrund gravierender Verwerfungen innerhalb des Gründerteams.

Damit Mitgründer ein respekt- und vertrauensvolles Geschäftsverhältnis zueinander aufbauen können, ist es unerlässlich, sich vorher ausgiebig kennenzulernen, Verantwortlichkeiten festzulegen und sich vertraglich abzusichern. Ein breit aufgestelltes Netzwerk ist also ebenso wichtig wie hohe Networking-Fähigkeiten und gute Menschenkenntnis. Ist dir dies alles fremd, gründe lieber nicht.

6. Du willst einen sicheren Arbeitsplatz

Ist ja schon längst eine Binsenweisheit, aber die Zahl trifft den Nagel halt auf den Kopf: Neun von zehn gegründeten Startups scheitern. Glaubt man einer Studie des Wall Street Journals, gehen sogar 75 Prozent aller mit Investoren-Millionen gefütterten Neugründungen innerhalb der ersten Jahre Konkurs. Der Illusion vom sicheren Job und der Selbstverwirklichung in der Selbstständigkeit solltest du dich also gar nicht erst hingeben. Kurzfristige Entlassungen von Mitarbeitern sind gerade bei wachstumsorientierten Unternehmen keine Seltenheit.

7. Bürokratie ist dein Todfeind

Wer Formulare und Berichtspflichten scheut, sieht bei einer Startup-Gründung schnell alt aus. (Shutterstock)
Wer Formulare und Berichtspflichten scheut, sieht bei einer Startup-Gründung schnell alt aus. (Shutterstock)

Mal eben ein Online-Formular ausfüllen, eine GmbH gründen und ab die Post? Willkommen in Deutschland, so leicht macht man es dir hier leider nicht. Im Vergleich zu Ländern wie etwa Schweden ist die Unternehmensgründung in Deutschland ein wahres Labyrinth aus undurchsichtigen Gesetzen und Informationspflichten. Dazu zählen etwa die Vorfälligkeit von Sozialversicherungsbeiträgen oder die besonders lästige monatliche Umsatzsteuervoranmeldung.

In einer vom Verband Die Jungen Unternehmer veröffentlichten Studie haben mit 67 Prozent mehr als die Hälfte der befragten Gründer angegeben, sich pro Woche bis zu 15 Stunden mit bürokratischen Pflichtaufgaben herumschlagen zu müssen. Wenn also schon ein Besuch in einer Amtsstube deine persönliche Hölle ist, lass lieber die Finger vom Gründungspapier.

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9 Antworten
  1. von Legenden widerlegt am 18.10.2015 (13:52 Uhr)

    Danke das ihr mal die Realität des Hypes aufzeigt.

    Weitere Gründe:
    - Abmahnungen
    - Trivialpatente
    - Rechtskosten
    - ...

    Siehe beispielsweise Uber. Oder Wikipedia.
    In vielen Ländern die sich für demokratisch halten, wären die verboten worden.


    ". Glaubt man der jüngsten Erhebung des Bundesverband Deutsche Startups, verdienen viele Gründer – fast alle haben studiert – im Mittel oft nicht mehr als im Monat 2.519 Euro."
    (Man suche " Akademikerarmut " bei google oder auch google-News)
    Dann verdienen wohl die Berater und Juristen der Geldgeber einen Großteil der Investments. Denn ihr berichtet doch auch ständig wie viele - früher mal - Zillionen und inzwischen Milliarden jedes Jahr in Startups fliessen. Ich fordere ja ständig das alle Wirtschafts-Meldungen vom Haus-Steuer-Berater ergänzend kommentiert werden sollten, aber die wahren Investmentgründe sind wohl oft andere als Kunden zufriedenzustellen und dafür seinen fairen Anteile zu bekommen wie es Apple oder Warren Buffets Firmen täglich vormachen.

    BWLer die keinen Job in der Beratung bekommen haben, machen dann halt auf Startup. Sie belegen Mietflächen (gewerbliche und private), belegen die Straßen, zahlen oft wohl weniger Steuern als die anderen und somit steigt die Gemeinde-Verschuldung, entziehen den guten Firmen die Fachkräfte, burnen Cash statt ihn zu versteuern...
    Erfolgreiche Startups sind die Minderheit wie ihr oben ja auch selber schreibt. Wo verbleiben die Investment-Millionen denn ? na also.

    Und es ist kein "Lifestyle" sondern - wie vor der Mindestlohn-Einführung zehn Jahre Praktika nach dem Diplom(inzwischen Bachelor) - ein Lebens-Abschnitt bestimmter Ausbildungen (Diplom-BWLer, Bachelor of applied BWL,... oder wie das jetzt heisst). Wie meinte ein Bekannter: Rechtsanwälte die keine eigene Kanzlei hatten, liefen nach dem Krieg durch Einzelhandel und guckten ob z.b. ein Preisschild runtergefallen war und lebten von solchen Abmahnungen. Das das inzwischen eine Industrie ist, hat er noch nicht mitbekommen.
    Leider wird Mismanagement nicht bestraft und man darf dann nur noch Regale einräumen bis die Schulden zurückgezahlt sind. Fußball macht es vor. Da werden Versager öffentlich gefiltert.

    ", gehen sogar 75 Prozent aller mit Investoren-Millionen gefütterten Neugründungen innerhalb der ersten Jahre Konkurs"
    Insolvenz ist was anderes als "Startup wird beendet weil man seine Management-Skills beim DAX-Konzern-Startup-Booster-Tower (Vorgänger der Startup-WG, also quasi moderne Assessment-Center) bewiesen und eine dick dotierte Festanstellung im DAX-Konzern mit Haustarif-Vertrag bekommen hat.".
    Insolvenz mit Gericht und Insolvenzverwalter(Juristen,...) usw. ist sehr kontrolliert/reguliert/bürokratisch weil alle Gläubiger ihr Geld haben wollen. Oft wird man auch wegen Insolvenz-Verschleppung und Insolvenz-Betrug angezeigt und die Polizei untersucht die Finanzen.
    Da muss man also die hiesigen und US-Verhältnisse differenzieren wenn auch dank TTIP nicht mehr lange.
    Hier: lauffähiger Prototyp und minimaler Cash-Burn
    USA: Ganz schnell ganz ganz ganz ganz ganz viele und noch ganz viel mehr und noch mehr und noch viel viel mehr User und vage Monetarisierungs-Ideen wie man vielleicht Geld verdienen könnte.
    Hier gehts oft also vielleicht nur darum einen patentierten billigen lauffähigen Prototyp zu kriegen und in der Schublade zu halten und das Fehlinvestment als Steuer-Abschreibungs-Projekt nutzen zu können und von den echten Realisierern dann Geld zu fordern während in den USA überwiegend wohl auf User-Listen-Längen geschaut wird auch wenn die potentiellen Aufkäufer selber schon zilliarden Kunden weltweit haben weshalb das uralte neue-Markt-Argument des Kunden-Einkaufens-per-Übernahme eigentlich nicht mehr zieht aber Mainstream-Presse gerne ein paar Jahre zu spät berichtet und wie news-Google täglich beweist überwiegend oft nur Agentur-Meldungen und PR-Meldungen rezitiert.

    Andere Ländern kennen das Konzept des Cashburns vermutlich gar nicht. Andere Länder haben freie WiFis. Andere Länder haben Gigabits (USA ist das DSL sprichwörtlich schlecht, deswegen ist Google-Fiber der hidden Champion und von der Startup-Presse ignoriert) hier gilt man mit UMTS als ausgebaut !
    Andere Länder wachsen und haben keine Staats-Schulden.

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  2. von rthrthrtrthbrth am 18.10.2015 (15:47 Uhr)

    Bitte dementsprechend auch weniger Startup-Jubelartikel verpassen.

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  3. von Alex Aramesh am 18.10.2015 (20:30 Uhr)

    Erst heute habe ich einen interessanten Artikel gelesen, nachdem Menschen die aus einigermaßen wohlhabenden Familien stammen, eher dazu neigen unternehmerisch tätig zu werden - auch deswegen, weil sie sich über die meist fehlende Anfangsfinanzierung - auch die des Lebensunterhalts - weniger Gedanken machen müssen.

    Der Artikel gefällt mir ziemlich gut und wird durch meinen Vorredner toll ergänzt,allerdings finde ich es schade, dass die Formulierung 'Warum Du kein Startup gründen SOLLTEST' leider etwas zu negativ.

    Menschen, denen es in den Fingern juckt, werden stets versuchen etwas Eigenes auf die Beine zu stellen und wenn man es versucht das Geschäftsmodell einfach und solide zu halten, kann es gut funktionieren. Grundsätzlich kann es allerdings auch daneben gehen, aber das kann bei jedem Angestelltendasein auch passieren.

    Mein persönlicher Tipp ist, es auszuprobieren solange man jung ist und wenn man merkt, dass das eigene Unternehmen insbesondere unter nervlichen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten defizitär ist, dann muss man eine Entscheidung treffen.

    Dagegen, ein Startup zu GRÜNDEN spricht meiner meiner nach nichts - weil man von Erfahrungen immer profitieren kann - auch wenn man möglicherweise danach in einem Angestelltenverhältnis landet. Wohl aber spricht etwas dagegen, eine defizitäre Firma weiterzuführen, die einen mehr Lebenszeit und Energie kostet, als dass sie das Leben bereichert. Das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe! :)

    Liebe Grüße aus Wilmersdorf und weiter so!

    Alex
    https://umzugshelfer-berlin.de

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  4. von Work-Life-Balance am 18.10.2015 (21:40 Uhr)

    Hallo Daniel,

    damit wir uns richtig verstehen:
    Auch ich halte den momentanen StartUp Hype für nervig. Allen voran Eure ständigen Artikel darüber. Weil Ihr nämlich ständig versucht StartUp als etwas Neuartiges zu verkaufen. Noch dazu bezeichnet Ihr bei t3n manchmal Firmen, schon sehr lange am Markt sind, immer noch als StartUp. Das deutsche Wort dafür nennt sich übrigens Existenzgründer und bezieht sich auf neugegründete Firmen, in ihren ersten drei Geschäftsjahren.

    Und nun zu Deinen (teilweise) schwachsinnigen Theorien.

    Die Work-Life-Balance ist sehr wohl möglich. Es ist sogar so, dass wenn Du die nicht hinbekommst, es auch mit Deinem Geschäft nicht schaffst.

    Das prall gefüllte Girokonto kann ein super Hebel sein. Weniger Kohle erfordert (und fördert somit) aber mehr Kreativität.

    Womit wir wieder bei der Work-Life-Balance sind! Ohne Ausgeglichenheit gibts auch keine Kreativität!

    Wenn Du strukturiert bist und neben einer guten Idee die Grundregeln der Unternehmensführung beherzigst, dann hast Du sehrwohl mit Deiner Firma einen sicheren Arbeitsplatz.

    Und Leute, versucht doch mal weniger wertend zu schreiben: Bürokratie ist inzwischen auch kein so großes Problem mehr. Sämtliche Stellen (Gemeinde, Finanzamt, Kammern...) bieten inzwischen hervorragende Beratungen an, man muss sie nur nutzen.

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  5. von klausklaerwerk am 19.10.2015 (14:52 Uhr)

    "Man muss sich über Jahre zueinander committen"
    Echt jetzt? Ich lese euch ja echt gern, sowohl online, als auch offline, aber dieses zwanghafte Einbauen von englischen Verben in eure Artikel ist mehr als albern. Substantive wie die Work-Life-Balance sind mittlerweile ja leider eingedeutscht, aber ich finde da reicht es dann auch.

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  6. von Herbert Ast am 19.10.2015 (17:19 Uhr)

    Also ich stimme zu 100% zu, der entscheidende Faktor ist zu 100% für seine Vision zu leben (also genau das Gegenteil von dem was ein Wannabepreneur wohl machen würde - und das durch den andauernden Hype leider immer häufiger, daher finde ich z.b. Höhle der Löwen für die breite Masse sehr gut verdaulich, da dort gezeigt wird dass nicht jeder der eine Idee hat ein erfolgreiches Unternehmen gründne kann ) und vor allem nicht das Geld als Motivation sieht, sondern die Lust am Unternehmertum oder den Fakt ein Produkt/Service etc. besser machen zu wollen als alles bisher Existierende.

    Und zum Thema der Headline, eine solche leicht provozierende Headline ist doch perfekt ... und ob jemand ein Startup gründet oder nicht wird er nicht von einem Artikel abhängig machen!

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  7. von Thomas am 19.10.2015 (22:52 Uhr)

    Hi,
    in der Tat sehr provokativer Titel, der mich allerdings neugierig gemacht hat. Musste echt schmunzeln bei dem Artikel, allerdings noch mehr bei den Kommentaren. Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Beitrag.

    Ein Startup zu gründen heißt doch nicht immer gleich das Ende der Lebenszeit. Für alle mit einer guten Idee, man brauch ja nicht gleich kündigen und alles auf eine Karte setzen. Einfach Step by Step im Nebenerwerb anfangen und erfolgsabhängig die weiteren Entscheidungen treffen. Das ist meine Meinung hierzu.

    "easy peasy" :-)

    Gruß

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  8. von JakeTheDog am 20.10.2015 (10:16 Uhr)

    Schön mal eine realistische Evaluation des Themas Startup-Gründung zu lesen. Ich weiß nicht, ob es an mancher Stelle nicht vielleicht doch etwas übertrieben ist? Ich frage mich manchmal, was an einer vernünftigen Work-Life-Balance verkehrt ist als Gründer? Natürlich muss man mehr Zeit in seine Arbeit stecken, als wenn man regulär arbeiten gehen würde. Damit sollte man auch kein Problem haben, wenn man für seine Sache brennt. Aber Zeit um beispielsweise Sport zu machen, oder seinen Geist mal frei zu bekommen, sollte man sich schon nehmen. Letztendlich erhöht es die Produktivität ja nur noch mehr, wenn Körper und Geist in einer guten Verfassung sind und man sich nicht nur von Kaffee und Kippen ernährt.

    Und dann ist da die Verteufelung der Liebesbeziehung. Ich habe selber nicht viel Ahnung von Gründung, könnte mir aber vorstellen auf vieles zu verzichten. Aber auf meine Partnerin würde ich nicht verzichten wollen. Auch hier sehe ich für Gründe eher einen Vorteil, wenn man jemanden hat der einem in schwierigen Zeiten auch mal zur Seite stehen kann. Und ab und zu muss man durch den ganzen Stress ja auch mal ein bisschen Dampf ablassen - im positiven Sinne :D
    Das trifft natürlich nur auf den Fall zu, dass man in einer guten Beziehung lebt, in der man sich gegenseitig unterstützt ;)

    Desweiteren stimme ich Thomas zu. Für den Start kann man sich sicher mit mehreren zusammen tun und das erst mal als Nebenerwerb anfangen und beispielsweise seinen Hauptberuf nur noch in Teilzeit ausführen.

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  9. von GerberD am 21.03.2016 (11:43 Uhr)

    Und jetzt müsste man die Vorteile gegenüberstellen – nämlich das Gegenteil von den genannten Punkten. Angenommen man hat eine große Community aufgebaut und arbeitet mit Leuten zusammen, die in ihren jeweiligen Bereichen zu Experten gehören: der Output durch den Einsatz der verschiedenen Kompetenzen ist nahezu grenzenlos, wenn man es richtig macht. Ich bewundere auch Shops wie Distorted People, die z.B. hier unter http://www.distortedpeople.com/collections/caps schöne Caps produzieren und ein bestimmtes Klientel bedienen. Sie wissen, wie man die Kunden anspricht und solche Fähigkeiten sind heutzutage immens wichtig.

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