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Werbeagentur-Gehälter: Das verdient ein Art Director, Mediaplaner und Account Manager

Gehälter: Das verdient man in der Werbebranche. (Foto: Shutterstock-Igor Stevanovic)

Was verdient ein Art Director, Mediaplaner und Account Manager in einer Werbeagentur? Eine Studie von Gehalt.de wirft einen Blick auf die Gehälter der Werbebranche.

Wie viel verdienen Beschäftigte in deutschen Werbeagenturen? Die Vergleichsplattform Gehalt.de ist dieser Frage nachgegangen und hat insgesamt 4.605 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus Werbeagenturen zu ihren Gehältern befragt. Zum Vergleich wurden weitere 91.771 Gehaltsinformationen aus Industrieunternehmen hinzugezogen. Das Ergebnis: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Agenturen sind häufiger jung und flexibel, verdienen aber auch deutlich weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in großen Unternehmen. Darüber hinaus weisen die Gehälter in der Werbebranche höhere Entgeltlücken auf als in anderen Sektoren. Einige Vorurteile gegenüber Agenturen bestätigen sich somit in der Studie.

Werbeagentur-Gehälter: Viele Klischees treffen zu

Art Director, Mediaplaner und Account Manager: Was verdienen die Experten in einer Werbeagentur? (Foto: Shutterstock: SFIO CRACHO)

Viele Berufe weisen beispielsweise ein niedriges Gehaltsniveau auf. So verdienen Designer in Agenturen durchschnittlich 32.843 Euro, in Industrieunternehmen immerhin 40.983 Euro. Ein anderes Beispiel: Das Gehalt eines PR Managers liegt in der Industrie bei 53.781 Euro, in Agenturen dagegen nur bei 37.886 Euro. „Beim Vergleich zwischen Agenturen und Unternehmen muss berücksichtigt werden, dass an der Studie vorwiegend junge Leute teilgenommen haben, die zudem größtenteils aus kleineren Unternehmen stammen. Deswegen wirken die Gehälter zum Teil sehr gering. Dennoch ist das Gehaltsniveau in Industrieunternehmen im Schnitt höher als in Agenturen“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

„Das Gehaltsniveau in Industrieunternehmen ist höher als in Agenturen.“

Die Gehaltsdaten in der Agenturlandschaft sind zudem mit anderen Branchen verglichen worden. Dabei waren Gehaltsdaten von Berufen relevant, die in allen untersuchten Bereichen vorhanden sind – beispielsweise Personalleiter oder Geschäftsführer. Im Branchenvergleich liegt die Werbe- und PR-Industrie 0,07 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Auf dem ersten Platz befindet sich die Maschinenbaubranche mit einem Plus von 25 Prozent. Auch regional gibt es große Unterschiede. Wie auch in vielen anderen Branchen, befindet sich das Einkommen im Osten in einem niedrigeren Segment. In den neuen Bundesländern bewegt sich die Vergütung zwölf bis 15 Prozent unterhalb des Durchschnitts, in Westdeutschland liegen die Werte knapp darüber.

Der Blick auf die Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen in der Werbeindustrie zeigt, dass die Gehälter sehr weit auseinandergehen. In der Gehaltsgruppe mit einem Jahreseinkommen zwischen 30.000 Euro und 35.000 Euro, wie beispielsweise im Grafikdesign, beträgt der Unterschied satte 3,9 Prozent. In höher vergüteten Berufen der Gehaltsklassen 55.000 Euro bis 66.000 Euro wie etwa im Business Development oder Key Account Management ist die Lücke mit rund 13 Prozent im Branchenvergleich am größten. „Die Berechnung der Entgeltlücke ist nicht einfach und in diesem Fall unbereinigt. Faktoren wie die Berufserfahrung, Region oder Alter blieben unberücksichtigt“, so Bierbach.

In der Studie sind detaillierte Angaben unter anderem zu den Positionen des Account Managers (42.440 Euro jährlich), Art Directors (41.261 Euro jährlich), Mediaplaners (37.636 Euro jährlich), Kontakters (37.792 Euro jährlich) und Content Managers (35.482 Euro jährlich) zu finden. Die Studie ist in Zusammenarbeit mit der Personalberatung „Designerdock“ und dem Fachmagazin „Werben und Verkaufen“ entstanden. Die Erhebung steht Interessierten kostenlos im Netz zur Verfügung.

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