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Xapo-Card: So zahlst du mit Bitcoins per Kreditkarte

Xapo-Debit-Card: Mit Bitcoin in fast jedem Laden zahlen – diese Karte macht es möglich

Das Xapo hat eine Debit-Karte entwickelt, die den Nutzer mit Bitcoins zahlen lässt.  Dafür muss ein Händler nicht einmal akzeptieren. Ein weiteres Modell, dass Bitcoin alltagstauglicher macht.

Xapo-Debit-Card: Mit Bitcoin in fast jedem Laden zahlen – diese Karte macht es möglich

(Foto: Xapo)

Mit Bitcoin im Laden und online Zahlen – wie mit einer Debit-Karte

Derzeit kann man in der Offline-Welt noch nicht so recht mit Bitcoin bezahlen. Das ist wohl neben den starken Kursschwankungen für den Verbaucher eines der größten Probleme mit der digitalen Kryptowährung. Eine neue Debitkarte des Bitcoin-Startups Xapo soll das ändern. Mit der Debit-Karte soll man ganz bequem im Laden oder auch online wie mit einer Kreditkarte zahlen können, die sich dann dem Guthaben aus der zugehörigen Wallet bedient. Die Beantragung kann man online über die Webseite von Xapo abwickeln. Für die Registrierung ist die Bestätigung der Identität und des Aufenthaltsortes nötig.

Beim Bezahlen wird der Betrag automatisch von der Wallet abgebucht, sofern ein ausreichender Betrag vorhanden ist, ansonsten wird die Zahlung abgewiesen. Ein vorheriges Aufladen der Karte ist nicht notwendig und das ist auch der Punkt in dem sich die Xapo-Karte von den Konkurrenzprodukten unterscheidet. Über die Webseite ist es zudem möglich Bitcoins zu kaufen und so seine Xapo-Wallet aufzufüllen. Das funktioniert per Überweisung auf ein europäisches Konto.

bitcoin kreditkarte
Bitcoins kann man zum aktuellen Kurs per Überweisung direkt über Xapo kaufen. (Screenshot: Xapo)

Was kostet die Xapo-Card?

Die Gebühren für die Karte sind mit denen einen gewöhnlichen Debit-Card vergleichbar. Bei Beantragung der Karte wählt man aus, über welche Währung die Karte läuft. Für die gewählte Währung hat man dann bessere Gebührenkonditionen. Folgende Kosten fallen für die Karte an:

  • Einmalige Erstellungsgebühr: 18 Euro
  • Jährliche Gebühr: 10 Euro (im ersten Jahr frei)
  • Gebühr für Zahlungen in ausgewählter Währung: kostenlos
  • Gebühr für Zahlungen in anderer Währung: 3 Prozent
  • Abheben am Geldautomaten in ausgewählter Währung: 2,25 Euro
  • Abheben am Geldautomaten in anderer Währung: 2,75 Euro

Wo kann man mit der Karte zahlen?

Laut Xapo funktioniert die Karte in Läden, Online und am Geldautomaten. Laut einem Xapo-Card-Nutzer, der auf bitcointalk.org von seinen Erfahrungen mit der Karte berichtet hat, ist das kein Problem. Die Karte sei eine Visa-Karte, wobei die Visa-Gebühr dafür von Xapo übernommen werde, so der Nutzer. Demnach sollte es bei allen Visa-Akzeptanzstellen keine Probleme geben. Bei Nutzung wird der entsprechende Betrag direkt vom Xapo-Account abgezogen. Er wird durch den aktuellen Handelspreis bestimmt. Im einem Testlauf funktionierte die Karte bei Amazon wie eine Kreditkarte und bei REWE wie eine EC-Karte. Den Überblick über sein Bitcoin-Guthaben behält man über die Wallt-App, die es für Android und iOS gibt. Das Startup bietet zudem die sichere Verwahrung der Bitcoins seiner Kunden an, in dem das Unternehmen diese offline, auf verschlüsselten Servern speichert, die nicht mit dem Internet verbunden sind.

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Mit der Xapo-Card kann man mit Bitcoin im Laden zahlen, ohne dass der Händler die digitale Währung akzeptieren muss. Er erhält schließlich den Betrag in der entsprechenden Fiat-Währung. (Screenshot: Xapo)

Ein interessanter Aspekt bezüglich der massenhaften Benutzung solcher Bitcoin-Debit-Karten, ist die Frage, ob sich die Besitzer der XAPO-Card mit der Nutzung langfristig nicht selbst schaden. „Durch den Bezahlvorgang über die XAPO-Card werden BTC verkauft und somit der Wert im offenen Handel verringert. Solange die Nachfrage der BTC nicht steigt, ist es für den gesamten BitCoin-Markt eher kontraproduktiv.“, heißt es auf coincreator.de, einem Blog der sich mit Kryptowährungen auseinandersetzt. Seit seiner Gründung im Jahre 2012 hat das Unternehmen Xapo bereits 40 Millionen US-Dollar Fremdkapital gesammelt und könnte somit erheblichen Einfluss auf die Branche haben.

Ein anderes Startup, das Bitcoin-Zahlungen in Echtzeit per Kreditkarte möglich machen will ist Onebit, das derzeit noch in der Alphaphase steckt.

Lies in diesem Zusammenhang auch: Bitcoins für’s Volk: So will das Startup PEY die virtuelle Währung unter die Leute bringen

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Eine Antwort
  1. von Herbert am 02.09.2015 (23:40 Uhr)

    Bei Bitcoin geht für mich der Sinn und Zweck ein bisschen verloren, wenn man das mit einer normalen Zahlungsfunktion einer Bankkarte verbindet. Also, schlecht ist es nicht, aber es löst den Bitcoin von seiner besonderen Stellung gegenüber klassischen Währungen, denn damit verhält er sich als Zahlungsmittel genauso wie diese. Es fallen Nutzerdaten zu Lasten des Käufers bei der Transaktion an, wahrscheinlich ebenso Transaktionskosten für den Händler in ähnlicher Höhe und so weiter. Also ist es im Prinzip eine Debitkarte wie immer, nur dass statt eines Girokontos ein anderer Kontotyp aufgeschaltet ist.

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