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Xing veröffentlicht neues Profil-Design: Portfolio statt Lebenslauf

Es ist schon ein paar Jahre her, dass seine Profile einem Relaunch unterzogen hat. Mit dem neuen Redesign und der Veröffentlichung neuer Funktionen möchte das Karriere-Netzwerk seinen Nutzern mehr Möglichkeiten bieten, sich im verändernden Arbeitsmarkt zu präsentieren.

Xing veröffentlicht neues Profil-Design: Portfolio statt Lebenslauf
Xing

Neues Xing-Profil für eine veränderte Arbeitswelt

Das Karriere-Netzwerk Xing hat heute sein Redesign vorgestellt und sich mit einem neuen „Portfolio“-Bereich ein Stück weit weg von der veralteten Lebenslauf-Optik bewegt. Der Grund ist ganz einfach: Glaubt man dem Xing-Chef Thomas Vollmoeller, dann verändert die sich stetig ändernde Arbeitswelt auch die Art und Weise, wie wir uns bewerben. Dazu sagt der Verantwortliche: „Der klassische Lebenslauf spielt in Deutschland zwar immer noch eine große Rolle. Aber je mehr sich die Arbeitswelt weiterentwickelt, desto mehr wollen und müssen die Menschen nicht nur zeigen, wo sie zum Beispiel ausgebildet wurden, sondern auch welche Projekte sie umgesetzt haben.“

Xing schließt seit heute Stück für Stück mit neuen Profilen auf. Darin enthalten ist auch ein „Portfolio“-Bereich. (Screenshot: Xing Luca Carraciolo)
Xing schließt seit heute Stück für Stück mit neuen Profilen auf. Darin enthalten ist auch ein „Portfolio“-Bereich. (Screenshot: Xing Luca Carraciolo)

Damit folgt Xing einem nicht zu unterschätzenden Trend. Gerade in und um das Web haben Medienschaffende und Kreativarbeiter mit Bewerbungen von sich Reden gemacht, die weit über den Standard konzipiert waren. In Form von interaktiven Lebensläufen oder Video-Bewerbungen hat man nicht nur gezeigt, wer man ist und wo man bisher sein Können eingesetzt hat, sondern ferner auch, mit welcher Kompetenz man seine Projekte anpackt und wie diese schlussendlich aussehen können. Ein leuchtendes Beispiel dafür findet sich in der Bewerbung von Christine Heller, die in einem t3n.de-Interview zusammen mit Jan Kirchner über den aktuellen Karriere-Trend der 2.0 gesprochen hat. Den eigenen Auftritt so individuell gestalten wie möglich, ist für viele Bewerber mit das Wichtigste.

Xing möchte sich neuen Zielgruppen öffnen

Insofern scheint es so, als ob Xing verstanden hat, was seine Nutzer brauchen, und nimmt mit dem Umbau verstärkt Selbstständige und projektorientierte Nutzer ins Visier. Der Schritt von der Profilansicht hin zu einer Mini-Webseite scheint der richtige Schritt – selbst Ärzte könnten sich und ihre Praxis im Portfolio-Bereich präsentieren, oder Handwerker ihre fertiggestellten Projekte vorführen. Genau in diese Richtung möchte man sich auch entwickeln. Ein weiterer Grund sei nämlich „sich für weitere Zielgruppen zu öffnen“, wie Xing-Chef Vollmoeller es formuliert.

Neben dem optischen Redesign und dem „Portfolio“-Bereich kann man zudem soziale Netzwerke stärker integrieren. So ist es möglich, Xing mit Twitter und dem eigenen Blog zu verknüpfen und die Inhalte auf dem eigenen Profil zu streamen. Das Karriere-Netwerk möchte somit Profilbesuchern mehr spannende Inhalte bieten.

Eine Komplettansicht in Form einer Tour durch die Neuerungen bieten die Xing-Verantwortlichen allen Interessierten unter profile.xing.com.

Weiterführende Links zum Thema „Karriere“

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2 Antworten
  1. von Einfacher berichten am 10.07.2013 (21:55Uhr)

    Ist das mit den Doppelpostings ein kewles Redesign ? Das einer doppelt postet kann schon mal passieren. Das das alle machen ist liegt aber dann wohl eher an der Kommentar-Funktion.

    Als kleiner weisungsgebundener höriger Angestellter und auch als IT-Freiberufler darf man aber nicht erzählen was man gemacht hat wenn es mehr als Mainstream wie "PCs aufbauen" oder "MCSE" ist. In der Medienbranche oder bei Filmen hingegen zeigt z.B. IMDB ja auf was man gemacht hat. Das mit den Handwerker-Referenzen ist ein gutes Beispiel. Eine anonyme Bewertungsfunktion durch die Kunden wäre aber nett.

    Was xing wirklich bräuchte wäre ein asymmetrisches Kennen. D.h. man kennt z.B. einen Professor oder ehemalige Kollegen und markiert das so. Der Professor oder Betriebsleiter aber kennt aber nicht alle seine Studenten bzw. Azubis und will und braucht die nicht in seiner Freundes/Bekannten/Kontakt-Liste. Bilaterale Freundschaft ist das normale bei xing oder Facebook. Softere und auch asymmetrische Verknüpfungen/Relationen wären also ganz nett. Warum ? Weil man sich dann bei Leuten die einen asymmetrisch kennen erkundigen kann ob zB. ein Alleinunterhalter für die Weihnachtsfeier taugt oder ein Trainer für Schulungen taugt oder ein Gutachter brauchbar ist usw. Auch Reporter könnten einfacher Ansprechpartner finden um über Leute zu berichten.

    Damit noch eine sinnvolle Idee: Auch ehemalige Startups und geschlossene Firmen sollten "Personen" sein welche man kennt oder für die man mal gearbeitet hat. "Tod" sollte nicht zur Löschung sondern nur zur Änderung des Status führen.

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  2. von Andreas am 11.07.2013 (11:37Uhr)

    Das neue XING warnt vor sich selbst: andreas-pfetzing.de/kurioses

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