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Exklusiv: Amazon zeigt, wie Roboter und Menschen zukünftig zusammenarbeiten werden

    Exklusiv: Amazon zeigt, wie Roboter und Menschen zukünftig zusammenarbeiten werden

Mensch und Maschine in harmonischer Koexistenz: Eine Amazon Mitarbeiterin und ein Roboter aus der hauseigenen Schmiede „Amazon Robotics“. (Foto: Amazon Logistikblog)

Wie bewältigt der E-Commerce zukünftig die große Paketflut? t3n.de hat auf der Suche nach Antworten in den USA ein Logistikzentrum besucht, in dem Amazon die Zukunft zeigt.

Das E-Commerce-Zeitalter bringt Vielfalt bis in den letzten Winkel. Nichts, was nicht auch im letzten, hintersten, badischen Winkel verfügbar wäre. Auch das kleinste Dorf, ohne jegliche Infrastruktur zum Einkaufen, kann im Netz bestellen, was das Herz begehrt. Was für die Einen immer noch überflüssiger Firlefanz ist, hat für andere längst lebensnotwendigen Status erreicht. Beispielsweise werden Einkaufsdienste für Senioren heute immer noch von sozialen Diensten erledigt. Lebensmittel aus Online-Supermärkten werden da in Zukunft Abhilfe schaffen. Die Warenversorgung ist heute gewährleistet, niemand muss auf etwas verzichten oder zu überteuerten Preisen kaufen.

Die betriebswirtschaftliche Schattenseite der Einkaufs-Demokratisierung? Für den Menschen, der im Logistik-Gewerbe arbeitet, ist der rasante Wachstum des E-Commerce immer schwerer zu stemmen. Kilometer um Kilometer legen Mitarbeiter in Logistikzentren zurück, um Waren aus Regalen zu schleppen. Mehr Mitarbeiter einzustellen ist dauerhaft keine Lösung, weil die menschliche Arbeitskraft nicht unendlich skalierbar ist. Einen zweiten Mitarbeiter einzustellen, verdoppelt nicht wirklich die Anzahl der Pakete, die aus einer solchen Lagerhalle ausgeliefert werden. Und angesichts der Tatsache, dass Kunden heute keine Versandkosten mehr akzeptieren, wird die Kalkulation der Gehälter auch nicht einfacher. Viele Onlinehändler werden deshalb in Zukunft immer mehr auf Automatisierungstechnologien zurückgreifen. Der US-Konzern Amazon setzt schon lange auf Roboter-Unterstützung für seine Mitarbeiter.

Roboter und Mensch arbeiten Hand in Hand: Ein Blick ins Amazon Logistikzentrum

(Foto: Jochen G. Fuchs/t3n)
Diese orangenen Roboter bevölkern, zusammen mit 750 Menschen, ein Logistikzentrum in DuPont, im US-Bundesstaat Washington. (Foto: Jochen G. Fuchs/t3n)

In weltweit über 20 Logistikzentren setzt Amazon bisher schon großflächig auf Roboter, um den Betrieb in diesen Verteilzentren effizienter zu gestalten. Zum Vergleich: Weltweit betreibt Amazon insgesamt über 350 Logistikzentren. Wir haben ein solches Logistikzentrum in den USA besucht und zeigen euch, wie der Alltag für Roboter und Menschen dort aussieht.

(Foto: Jochen G. Fuchs/t3n)
(Foto: Jochen G. Fuchs/t3n)

Mitten im Grünen steht das Logistikzentrum in dem kleinen Ort DuPont, etwas mehr als eine Stunde sind Lieferfahrzeuge aus der US-amerikanischen Großstadt Seattle bis hierher unterwegs. Aus dem hunderte Meter langen Gebäude gehen im 5-Minuten-Takt kleine Gruppen Amazon-Mitarbeiter ein und aus, um kurze Raucher- oder Frühstückspausen auf Bänken vor dem Gebäude zu machen. Hinein in die 100.000 Quadratmeter-Halle geht es durch eine große, vergitterte Sicherheitsschleuse. Das Gebäude ist komplett abgeschirmt, jede Menge Vorschriften und Warnhinweise sind in der Schleuse zu finden: Weder iPod, Smartphone noch Kamera dürfen mit in die Halle.

(Foto: Jochen G. Fuchs/t3n)
(Foto: Jochen G. Fuchs/t3n)

Kleine Helfer im Einsatz, Automatisierung in einem Amazon Logistikzentrum – t3n Videoreportage 3:33 Minuten

Hintergrund: So funktioniert das Logistikzentrum

Der Roboter-Arm für Schwerlasten: „OptimusStow2Prime“ – direkt in der Mitte. (Foto: Jochen G. Fuchs)
Roboter-Arm im Eignangsbereich. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Im Inneren des Logistikzentrums begrüßt den Besucher gleich der erste Roboter, „Robo-Stow“. Stow steht dabei für den Amazon-Fachterminus für die Einlagerung von Handelswaren in Regale. Der autonom arbeitende Lastarm Robo-Stow stemmt am Eingang komplette Paletten sieben Meter in die Höhe und stellt diese auf einem Roboter-Gefährt in der nächsten Etage ab, das die Palette eigenständig in den Lagerbereich weitertransportiert.

Fest eingezeichnete Wege führen im ganzen Lagerbereich des Logistikzentrums durch die Irr-Landschaft von Förderbändern, die wie verschlungene Autobahnkreuze über die Köpfe hinweg in alle Richtung führen. Aufgrund der bemannten und unbemannten autonomen Fahrzeuge im Lager darf nicht vom Weg abgewichen werden, sonst besteht Unfallgefahr.

Freizeitcafe

Interessant und gleichzeitig erschreckend diese Dimensionen :-)

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