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Amazon startet Same-Day-Delivery in Deutschland

Amazon startet Same-Day-Delivery in Deutschland

Nach dem Sprung von Saturn und Media Markt in das Segment der Same-Day-Delivery-Anbieter ist seit heute auch Amazon mit einem solchen Angebot am Start. Der E-Händler bietet ab heute mit „Same Day“ in insgesamt 14 Metropolregionen die Lieferung am selben Tag der Bestellung an. Für Prime-Kunden ist der Dienst ab einem Einkaufswert von 20 Euro sogar kostenlos.

Amazon startet Same-Day-Delivery in Deutschland

(Bild: Amazon)

Amazon Same-Day: „Morgens bestellt, abends geliefert – auch samstags“

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Amazon Same Day: Der neue Service „Heute bestellt, heute da.“ wird zum Launch aggressiv auf der Startseite des Portals beworben. (Bild Amazon)

Wer morgens ein Produkt bestellt, das mit der Versandoption „Gratis Same-Day“ markiert ist, kann das Produkt schon am gleichen Tag zwischen 18 und 21 Uhr in Empfang nehmen. Amazon bietet den Service selbst samstags an. Für Prime-Kunden ist der Service kostenlos, sofern die Bestellung einen Wert von 20 Euro übersteigt, wer kein Prime-Mitglied ist, muss für eine Same-Day-Delivery 9,99 Euro Liefergebühr berappen.

Wie Amazon in seiner Ankündigung zu Same-Day schreibt, können in den genannten Regionen, bevölkert von mehr als 21 Millionen Menschen, über eine Million Produkte am Tag der Bestellung zugestellt werden. Der Service umfasst auch Artikel von Marketplace-Verkäufern, die den Versand via Amazon nutzen.

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Neben jedem Produkt, das für eine Same-Day Lieferung qualifiziert ist, wird ein entsprechender Hinweis angezeigt. (Bild: Amazon)

In folgenden Städten wird Amazon Same-Day angeboten:

  • Berlin
  • Bochum
  • Bonn
  • Bottrop
  • Bremen
  • Dortmund
  • Castrop Rauxel
  • Lünen
  • Dresden
  • Duisburg
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Frankfurt am Main
  • Gelsenkirchen
  • Halle
  • Hamburg
  • Hannover
  • Köln
  • Leipzig
  • Mühlheim an der Ruhr
  • München
  • Niederrhein
  • Nürnberg
  • Oberhausen
  • Stuttgart und Umgebung
  • Witten
Amazon Same Day: Die großen Städte sind schon dabei. (Bild: Amazon)
Amazon Same Day: Die großen Städte sind schon dabei. (Bild: Amazon)

Nach Angaben von Amazon steht der Same-Day-Service zwar in all diesen Städten zur Verfügung, jedoch jeweils nur in bestimmten Postleitzahlenbereichen. Wer nicht zuhause sein sollte: Kein Problem, es ist auch möglich, eine Packstation als Lieferadresse anzugeben. Kunden, die nicht in den genannten Städten leben, müssen sich noch gedulden, allerdings will Amazon den Service auf weitere Städte ausdehnen.

Amazon Same Day: Herausforderung für die Logistiker

Für Kunden stellt das neue Angebot ein Zugewinn an Bequemlichkeit dar, für die Logistiker wie DHL und Hermes dürfte Same-Day eine große Herausforderung sein. Gefühlt haben DHL und Co. ohnehin schon Probleme damit, die regulär anfallenden Paket-Lieferungen in den Griff zu bekommen.

Ob die genannten Lieferdienste aber überhaupt die exklusiv die Auslieferung übernehmen, geht aus den Informationen von Amazon nicht hervor. Womöglich setzt der E-Händler auch auf weitere Unternehmen wie Tiramizoo und Co.. Tiramizoo ist beispielsweise auch Partner für den Same-Day-Delivery-Service von Saturn und Media Markt.  Für den Münchener Raum ist davon auszugehen dass Amazon auf seinen eigenen Lieferdienst setzt.

via amazon-presse.de

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3 Antworten
  1. von l2uapi am 12.11.2015 (15:55 Uhr)

    Tolle Sache - funktioniert aber nur bei einer Bestellung bis 12 Uhr. Neue Anbieter wie die Digitale City liefern bei einer Bestellung bis 17 Uhr noch am gleichen Tag und stärken dabei den lokalen Einzelhandel - für Nicht-Prime-Mitglieder sogar günstiger :)

    http://digitalecity.de

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  2. von Gute Idee am 12.11.2015 (16:25 Uhr)

    Heute meinte eine CNBC-Moderatorin das Prime sehr gut wäre und Kollegen und Gäste pflichteten Ihr bei. Dort ist Prime in ZWEI Tagen und wohl auch teurer als hier. So gesehen ist man hier schon recht verwöhnt mit 1 Day. Vom TV-Turm in Berlin könnte man Drohnen Berlinweit liefern lassen und sogar Energie, CO2 und Straßen-Belegung sparen.

    Schön wären auch in jeder PLZ endlich Abholpunkte.
    Lange Pendler-Zeiten sind ja ganz normal. Dann fährt man abends noch beim Supermarkt vorbei oder holt im Hermes-Punkt in der Tankstelle noch etwas ab. Aber zu Hause wartet keiner auf dem Postboten. In USA bedeutete früher "Haus" ja auch "Familie inclusive Oma und Opa die auf Pakete warten können". Inzwischen aber auch nicht mehr.

    Wie man an der Karte erkennt ist "Ruhrgebiet" eigentlich eine Meta-Stadt die aus vielen Städten besteht. Siehe in der Karte auch "Leipzig-Halle". Mannheim-Ludwigshafen wäre wohl auch so ein Beispiel.
    Niederrhein ist allerdings nicht so schön wenn es nur Krefeld, Duisburg und vielleicht Düsseldorf sein sollten und der Rest der recht großen Fläche nicht gemeint ist. Es gab ja auch mal (und gibt es vielleicht immer noch) Werbung mit "Duisburg-Weeze" oder "Frankfurt-Hahn".

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  3. von Logistikberater am 08.01.2016 (17:23 Uhr)

    Wie immer ist Amazon Schrittmacher in Sachen Logistik-Innovation. Da wird so schnell kein Wettbewerber nachziehen können, wenn man das Gesamtpaket von Amazon berücksichtigt (Sortiment, Reichweite, Geschwindigkeit, Prozesse).

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