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Marketing

So geht Content-Marketing! 5 Beispiele, die auch für kleinere Unternehmen funktionieren

    So geht Content-Marketing! 5 Beispiele, die auch für kleinere Unternehmen funktionieren

(Foto: Shutterstock)

Content-Marketing ist besonders für viele kleinere Unternehmen, Startups und Mittelständler sehr schlecht greifbar. Dabei gibt es auch zahlreiche Beispiele, die auch ohne riesiges Budget umsetzbar sind.

5 Content-Marketing-Beispiele zum nachmachen

Große Unternehmen wie Coca-Cola, Redbull, IBM oder LEGO haben keine Probleme, aufwendige Content-Marketing-Kampagnen zu produzieren. Sie können ihrer Fantasie freien Lauf lassen, ansprechende Websites bauen, Influencer bezahlen et cetera. Kleine und Mittelständische Unternehmen müssen da kreativer sein – vor allem wenn ihre eigene Reichweite gering ist. Es gibt aber eine Menge Beispiele, die zeigen, wie auch kleinere Unternehmen Erfolg durch Content Marketing haben können. Wir zeigen euch fünf davon:

1. John Neeman Tools

Der Gründer des lettischen Handwerksbetriebs John Neeman Tools, Jacob, stellte 2012 einen Clip auf Youtube online, in dem er den Fertigungsprozess einer Axt in seinem Betrieb zeigt. Der hochwertige Film enthält keine direkte Werbebotschaft, bringt dafür aber Emotionen rüber.

Mehr als 400.000 mal wurde der Clip abgespielt und fast 40.000 Menschen haben den Youtube-Channel von John Neeman Tools abonniert.

Der Zimmermann Jacob schrieb in einem Interview: „Wir haben keinen Cent in unser Marketing investiert. Ich habe die Videos und Fotos mit meiner eigenen Kamera gemacht, die hatte ich ja schon zu Hause. Unser einziges Marketing war unsere Leidenschaft und der Wille, der Welt diese mit diesen Filmen zu zeigen. Die Website habe ich auch alleine erstellt.“

Wer die Kamera nicht zuhause hat und keine eigene Website bauen kann, für den wäre eine solche Kampagne zwar nicht kostenlos, aber dennoch einigermaßen kostengünstig umsetzbar.

2. La Vialla

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Content-Marketing bei La Vialla: Rezepte, Nährwertinformationen und ein Blick auf den Hof. (Screenshot: LaVialla)

La Vialla ist ein familiengeführter Bio-Betrieb in der Toscana, der italienische Spezialitäten wie Wein, Olivenöl, Käse, Pasta, Saucen, oder Honig herstellt und vertreibt. Das Unternehmen versteht allerdings nicht nur etwas von leckerem Essen, sondern auch etwas von Marketing. Online, wie offline schafft La Vialla durch anspruchsvolle Verpackungen, aber auch durch ihr ambitioniertes Content-Marketing ein besonderes Kauferlebnis.

Auf der Webseite von La Vialla findet man nicht nur deren Produkte, sondern auch reichlich Informationen zur Herstellung und Inhaltsstoffen der angebotenen Waren. Aber auch darüber hinaus hat die Homepage von La Vialla einiges zu bieten. Dort findet man Rezepte, über eine Live-Cam-Funktion kann man das Treiben auf dem Hof in der Toskana beobachten und unter dem Punkt „Tagebuch vom Bauernhof“ findet man kleine Erlebnisberichte aus der Region in Video-Form.

Die Manufaktur spielt also zum einen mit verschiedenen Medien, versteht es aber auch online- und offline-Welt miteinander zu verbinden. In ihrem Print-Katalog sind nämlich ebenso kleine Geschichten und Rezepte eingebunden.

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3. Kauf dich glücklich

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Der Blog von „Kauf dich glücklich“ ist genau auf die Bedürfnisse der potentiellen Kunden ausgerichtet. (Screenshot: kaufdichgluecklich-shop.de)

Die Bekleidungs-Einzelhandelskette „Kauf dich glücklich“ betreibt auf ihrer Webseite, über die sie in erster Linie ihre Produkte verkauft, einen Blog im Magazin-Format. Hier finden Kunden in Spe Beauty-Tipps, einen Eventguide, Ernährungs- und Styletipps.

Der Blog kombiniert die eigenen Produkte mit allgemeinen Tipps und Anregungen, die den Mehrwert liefern. Ebenfalls ein gutes Beispiel in diesem Bereich ist livingathome.de. Die Seite ist zwar unter den Fitichen des Verlages Gruner und Jahr, zeigt aber dennoch schön, wie man mit guten Content scheinbar beiläufig Produkte interessant machen und verkaufen kann.

4. Dr. Beckmann

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Expertentipps vom Profi (Screenshot: Dr. Beckmann)

Googelt man nach einem Nudelmahl verzweifelt „Tomatenflecken entfernen“ findet sich unter den ersten Treffern die Webseite des Spezialreiniger-Herstellers Dr. Beckmann. Auf der Webseite wird die Vorstellung der eigenen Produkte um konkrete Anwendungsfälle erweitert. Zum Beispiel um eine Anleitung wie man Tomatenflecken fachgerecht entfernt.

In Form eines kleinen Ratgebers, findet man für jeden Fleck die passende Behandlungsmöglichkeit – natürlich mit den eigenen Produkten – und dazu interessante Zusatzinformationen. Zum Beispiel dazu, warum bestimmte Flecken so hartnäckig sind. Diese Strategie dürfte für fast jedes Unternehmen funktionieren. Denn für irgendetwas ist jedes Unternehmen ein Profi.

5. Dr. Oetker

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Gleich noch ein Doktor hat es in die Liste geschafft. Der Hersteller von Backmischungen, Koch- und Backzubehör verfolgt einen ganz ähnlichen Ansatz wie Dr. Beckmann. Er bietet Tipps und Tricks rund um das Thema Backen und Kochen – sein Spezialgebiet. Aber er geht noch einen Schritt weiter.

Neben dem Umfangreichen Bereich „Themenwelten“, wo man vom Kindergeburtstag übers Marmelade einkochen bis hin zum Pizzabacken alles findet, was den Menschen in der Küche interessieren könnte, finden sich auf der Seite auch Videos von der Rezeptentwicklung, Nährwertangaben und eine Allergensuche. Außerdem bietet Dr. Oetker Seminare und Vorführungen, sowie die Ausrichtung ganzer Kindergeburtstage. Sogar kostenlose Downloads von Schul- und Kindergartenmaterial findet man auf der Seite. Hier wird wirklich auf jeden Bedarf potentieller Kunden eingegangen.

Natürlich ist Dr. Oetker ein Großkonzern und auch „Kauf dich glücklich“ kann sicher eine ganz anders dimensionierte Redaktion aufstellen, als ein mittelständisches oder kleineres Unternehmen. Dennoch lassen sich aus den oben genannten Beispielen Varianten entwickeln, die auch für kleinere Unternehmen und dementsprechend mit geringerem Budget gut umsetzbar sind.

Welche Content-Marketing-Beispiele kennt ihr noch, die sich für kleinere Unternehmen eignen?

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Mika
Mika

Häufig fehlt das Verständnis, Best Practice Beispiele auf das eigene Unternehmen zu transformieren. Auch mir gelingt das nicht immer. Klar ist, dass wirtschaftliche Größen wie Dr. Oetker personell und finanziell in einer ganz anderen Liga spielen. Häufig reicht bei den Big Corporates auch schon die Markenpräsenz aus, um Aufmerksamkeit zu erzielen und jede Content Marketing Strategie findet schon im Schlaf seine Rezipienten.

Aufgabe kleinerer Unternehmen ist es daher nicht, mit kopierten Content Marketing Maßnahmen ein Dr. Oetker II zu werden. Das ist rein vom logischen Verständnis her schon (fast) unmöglich. Stattdessen ist es erforderlich, die Passion für die eigenen Produkte und Dienstleistungen erfolgreich an die Zielgruppe zu vermitteln. Und das funktioniert nur, wenn man von dem Wert, dem Nutzen und der Relevanz für potenzielle Kunden überzeugt ist. Alles andere hemmt die Ideenentwicklung und wirkt stattdessen wie gewollt, aber nicht gekonnt.

Content Marketing ist zudem keine Aufgabe für einen einzelnen Kompetenzbereich. Es gilt, die eigene Erlebniswelt zu erweitern und das Unternehmens-Portfolio mit den Wünschen und Bedürfnissen der Zielgruppe in Einklang zu bringen. In einem Blogbeitrag habe ich unter anderem aufgeführt, in welche Rollen Content Produzenten schlüpfen müssen, um mit modernen Content Strategien zu punkten:

http://blog.adenion.de/content-strategie-des-kaisers-neue-kleider/

Viele Grüße
Michael

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Bernd Weidmann

Wir haben für einen Industriebetrieb, der Wasserstrahlschneiden als Dienstleistung anbietet, analysiert und herausgefunden, daß viele scheinbar seiner Einkäufer nach "Kosten" und Preisinfos suchen. Daher haben wir dann ein einfaches Video gemacht (geht sicher besser !). Dennoch rankt das Video und die Seite immer sehr gut, da sich noch keine anderer Wasserstrahlschneider die Mühe gemacht hat. Aufwand relativ gering - Sichtbarkeit aber sehr gut. http://www.aquacontour.com/kosten/ - muss nicht immer viel kosten!

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Gernot

Hallo Melanie,
leider muss ich Deinem letzten Absatz widersprechen. Dr. Oetker & Co. kann man nicht einfach mal schnell für kleine Unternehmen herunter skalieren. Denn dann ist die Sichtbarkeit wiederum genauso groß wie bei vielen anderen Mitbewerbern. Die Idee Bedienungsanleitungen und Rezepte auf eine Seite zu packen um so Traffic zu generieren ist leider alles andere als neu.

Schöner Artikel, aber leider ohne echten Mehrwert. Abgesehen vom ersten Beispiel vielleicht sind die Online-Marketing-Maßnahmen immens. Das sieht vielleicht einfach aus, aber wird von vielen unterschätzt.

Weiterhin würde mich noch interessieren wie Du "ohne riesiges Budget" denn zahlenmäßig definierst.

Viele Grüße
Gernot

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Mael Roth

Also ich muss sagen, das finde ich schon absolut grenzwertig...

Das erste Beispiel von John Neeman Tools kommt direkt von meinem Blog (ich habe Jacob kontaktiert und "interviewt") und das ist ein direktes Zitat und da wird noch nicht mal auf die Quelle hingewiesen.
Mir geht es hier nicht um den Backlink aber wenn ich auf ein Interview hinweise, warum dann bewusst die Quelle außen vor lassen? Na ja T3n...

Wenn ich selber einen Artikel schreibe und Quellen für Informationen habe, betrachte ich es als normal, auf diese Hinzuweisen... Sehen anscheinend nicht alle so. Ich lese t3n regelmäßig und teile diese ab und an mit meinem Netzwerk aber das finde ich grenzwertig.

Antworten
Melanie Petersen

Hey Mael,

ich hatte nicht vor, deinen Beitrag zu unterschlagen, ist beim Verlinken durchgerutscht. Hab es korrigiert.

LG

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Mael Roth

Hallo Melanie,

OK dann will ich auch nicht weiter böse Absichten unterstellen :-)

Übrigens, freut mich, dass Neeman Tools aufgenommen wurde, die Jungs verdienen die Aufmerksamkeit :-)

Maël

Torsten Materna

Die Beispiele an sich sind nachvollziehbar, dennoch glaube ich nicht, das kleine Unternehmen so etwas als Vorlage für eigene Social Media Aktivtäten verwenden können. Das steckt, wie bei La Vialla, sehr viel persönliches drin, was nicht einfach übertragbar ist.

Für kleine Unternehmen oder Einzelhändler habe ich in einem Blogbeitrag Beispiele genannt, die ziemlich einfach umsetzbar sind. Vielleicht hilft das als weiteres Beispiel?

Hier der Beitrag:
http://www.socialmedia-talk.com/10-content-beispiele-fuer-den-einzelhandel/

Antworten
Michael Hierzer

also Doktor Oetker hat wohl in Österreich eines der größten Werbebudgets überhaupt. Kleine sind wohl etwas kleiner so wie zum Beispiel I Love Styria oder so ähnlich also bitte oder auch von mir genannte Homepage bzw. Webseite

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