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Ratgeber

Corporate Podcasts: Vom neuen Erfolg des Nischenmediums

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Noch etwas in den Kinderschuhen steckt die automatisierte Transkribierung von Podcasts. Es ist jedoch zu erwarten, dass mit der exponentiellen technologischen Entwicklung der Spracherkennungslösungen in Kürze ganze Sendungen auch in Textform – quasi als Abfallprodukt – vorliegen werden. Damit sinkt der Nacharbeitungsaufwand für Podcaster noch einmal deutlich.

Im Einsatzfall in der Unternehmenskommunikation lassen sich somit aus den Podcasts auch Artikel für den Corporate Blog ableiten. Durch das Einbinden von Webplayern können die Podcastinhalte auch für diejenigen Nutzer einfach zugänglich gemacht werden, die keine eigenen Podcastplayer verwenden oder Audiocontent-Nutzer sind.

Hier liegt durchaus Potenzial für ein „Anfüttern“ und Ranführen an Podcasts, in dem die Blogs einfache Anleitungen für die Podcastnutzung sowie erste Empfehlungen für lohnenswerte Sendungen zum Abonnieren enthalten können.

Was Unternehmen zum Podcasten brauchen

Für viele ist das Produzieren von Podcasts mit einer merkwürdigen Aura der Komplexität belegt. Zu unrecht. Im Grunde ist es wie beim Produzieren von Videos auch: Alles beginnt mit der Aufnahme. Was wir beim Video mit der Inbetriebnahme des Smartphones auf natürlichen Wege gelernt haben (App aufmachen und auf „Record“ drücken), funktioniert auch mit Audioaufnahmen.

Die typischen Apps zur Audioaufzeichnung verstecken sich auf unseren Smartphones mangels Alltagsnutzung oft weiter hinten, aber Apps wie Whatsapp sorgen langsam für eine gewohntere Nutzung der Audioaufzeichnungsfunktion. Alexa, Siri und andere werden ebenfalls dafür sorgen, dass es für uns alle ganz normal werden wird, mit Geräten zu sprechen.

Im Grunde kann jeder mit seinem Smartphone einen Podcast aufnehmen. Natürlich spielt die Audioqualität eine wesentliche Rolle für ein hochwertiges Nutzungserlebnis. Deswegen kommen bei der Podcastaufzeichnung häufig professionellere Mikrofone zum Einsatz. Um an dieser Stelle nicht in die Materialschlacht einzusteigen, seien nur mal zwei dieser Mikrofone genannt (Blue Yeti für knapp 130 Euro (Provisions-Link), Rode NT mit 160 Euro (Provisions-Link)), die über USB an ein digitales Aufzeichnungsgerät angeschlossen werden können. Zur Aufzeichnung und späteren Nachbearbeitung der MP3-Spuren nutze ich beispielsweise Garageband auf dem MacBook. Dieses Programm ist bereits im Standardumfang bei Apple enthalten. Mehr braucht es nicht – zumindest um loszulegen.

Wer viel mit Interviewsituationen arbeitet, kann dann auf den Einsatz von Headsets hochrüsten (beispielsweise Beyerdynamic DT297PVMKII ca. 300 Euro) und eine externe Hardware für den Einsatz von bis zu vier Mikrofonen bei Gruppendiskussionen verwenden (zum Beispiel Steinberg UR44 ca. 300 Euro (Provisions-Link)). Im letzteren Fall werden schnell ungefähr 1.000 Euro an Investition für die Basisausstattung fällig. Am Ende des Aufzeichnungsprozesses steht eine MP3-Datei.

Damit diese für alle Nutzer zur Verfügung steht – vor allem Podcast-typisch im eigenen Player – braucht es noch die Veröffentlichung. Im einfachen Fall können die Podcasts des Unternehmens für alle zugänglich gemacht werden. Dann helfen Softwarelösungen wie Libsyn nach dem Upload der MP3-Datei bei der Einrichtung eines RSS-Feeds, der dann wiederum zur Anmeldung bei iTunes oder zum Abonnieren in Podcastplayern genutzt werden kann. Manche sagen, dass erst ein RSS-Feed aus einer Audiodatei einen echten Podcast macht.

Podcast-Hosting-Lösung Libsyn

Wenn die Corporate Podcasts nicht öffentlich gemacht werden sollen, dann kann auf den RSS-Feed verzichtet werden. Die Verwendung von Plattformen wie Libsyn ist trotzdem sinnvoll, denn nach dem Upload der MP3-Datei kann ein Webplayer für die einfache Einbindung der Sendung im Corporate Blog genutzt werden. Darüber hinaus können die MP3-Dateien auch zum Download angeboten werden. Nutzer können diese dann auf ihrem Smartphone hören.

In Sachen Infrastruktur ist dann noch zu klären, an welcher Stelle die Shownotes angeboten werden. Sofern bereits ein Corporate Blog existiert, kann eine neue Rubrik im bestehenden Setting angefügt werden. Besitzt das Unternehmen noch keinen Blog, dann kann eine Rubrik im Intranet genutzt werden. Sollte es weder Blog noch Intranet geben, dann liefert ein Corporate Podcast einen guten Anlass, um damit zu starten.

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3 Reaktionen
ottersbach
ottersbach

Eine sehr toller Artikel., umfassend und sehr schön zu lesen. Podcast erleben den 2. Frühling irrendwie. Insbesondere auch im Business. Ergänzend zu dem Artikel noch ein Podcast, der genau auf die Thematik mit dem Podcasting im Business eingeht. http://digitales-unternehmertum.de/podcasts-effizienz-im-business-einsetzen-055/

Die Marketingmöglichkeiten mit einem Podcast sind flexibel und die Technik mittlerweile kein Hinderungsgrund mehr, nicht mit Podcasten anzufangen.

Ingo Stoll
Ingo Stoll

Danke und ebenfalls danke für den Link - gute Ergänzung

Frank
Frank

Nein, es braucht nicht viel um Loszulegen - nicht bei Audio, noch bei Video!

Wieso wird bei den Voraussetzungen immer auf die Technik abgestellt? Für die Darstellung von was auch immer wo auch immer - vom Buch bis zum Podcast - kommt es vor allem mal zunächst auf eine gewisse Durchdringung des Themas an, eine sinnvolle Auswahl der miteinander zu verknüpfenden Aspekte, die Fähigkeit, der geplanten Darstellung eine sinnvolle Struktur zu geben, Dramaturgie etc. pp. - mal ganz abgesehen von technischen Fragen, für deren qualitative Ergebnisse es schon ein paar mehr Feinheiten draufzuhaben gilt als die Auswahl eines Affiliate-Link Mikros.

Mal zum Vergleich: Käme jemand auf die Idee, jedermann dazu anzuhalten Bücher zu schreiben - weil es dazu ja nicht mehr als eines PC bedarf, den jeder auf dem Schreibtisch hat???

Genau dieser Unsinn wird aber beharrlich über das Medium Podcast verbreitet! Und das Ergebnis? Eine Flut von Produktionen, die - wegen der Leidensfähigkeit, die sie vom Hörer fordern - genau in der Nische bleiben, in der sie sind. Was von der Community natürlich auch noch als "Qualitätsmerkmal" gekennzeichnet wird - tja, ist halt nur was für Experten...

Oje!

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