Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Ratgeber

Corporate Podcasts: Vom neuen Erfolg des Nischenmediums

Seite 4 / 5

Woher kommen die Inhalte des Corporate Podcast?

Ähnlich wie bei den Diskussionen um Corporate Blogs, geht es nicht ohne ein redaktionelles Konzept und vor allem einen definierten Anwendungsfokus: Welche Informationen und Themen sollen transportiert werden? Ist die Richtung definiert, dann kommen die Ideen für Interviewpartner, Projektberichte und Hintergrundinformationen meist ganz von alleine.

Begleitung von Corporate Events

Vorankündigungen, Informationen zum Programm oder zu Speakern, Interviews mit Keynotespeakern und Panelteilnehmern, O-Töne von Teilnehmern, O-Töne aus dem Event-Team oder von Geschäftsführung/Vorstand.

Mitarbeiter-Interviews

Hintergrundinformationen mit Verantwortlichen rund um aktuelle Unternehmensentwicklungen, Berichte aus aktuellen Projekten, Interviews von Experten zu Marktentwicklungen.

Markt-Interviews

Spiegelung der externen Sicht auf das eigene Unternehmen und aktuelle Marktentwicklungen mit Experten, Vordenkern oder Kunden des Unternehmens.

Persönlichkeitsprofile

Vorstellungen von neuen Mitarbeitern inklusive Interview oder standardisiertem Fragebogen „5 Fragen an …“, Hintergrundgespräche mit exponierten Führungskräften des Unternehmens, Vorstellung von Partnern oder Kunden.

O-Töne und Kurzumfragen

Meinungen in O-Ton-Form von Mitarbeitern zu aktuellen Themen und Entwicklungen im Unternehmen.

Best Practise

Bericht über Lösungsansätze und Pilotprojekte mit Beispielcharakter für andere Mitarbeiter („So lösen wir diese Aufgabenstellung bei uns …“).

Features

Differenzierte Aufarbeitung eines Hintergrundthemas mit Expertenbeiträgen aus unterschiedlichen Perspektiven.

Betrachtet man die als „Work out loud (#WOT)“ bezeichnete Facette der New-Work-Bewegung, bei der das öffentliche Teilen und diskutieren von Erfahrungen im eigenen Unternehmen im Fokus steht, so lassen sich viele der dort geteilten Inhalte sehr gut in Corporate Podcasts abbilden. Der öffentliche „Corporate Learning 2025 MOCCAthon“ über Erfahrungen im agilen Arbeiten mit teilnehmenden Unternehmen wie Audi, Bosch, Continental oder Otto Bock mag hier als Beispiel dienen. Die dort primär als Videokonferenzen publizierten Inhalte wurden in Auszügen auch als Podcasts veröffentlicht.

Anzeige

Corporate-Learning-Podcast zum #cl2025

Mit dem Betrieb eines eigenen Podcasts wird das Unternehmen anders wahrgenommen, und zwar als Sender. Damit kann das Unternehmen mit Anfragen und Einladungen in die eigene Sendung bewusst am Markt agieren und Beziehungen zu Experten und Gästen initiieren, auf die sie als Anbieter deutlich schlechter zugehen können. Plötzlich kann der Kontakt mit einer Einladung starten.

Das Unternehmen hat etwas zu geben, von dem beide Seiten in der Beziehung profitieren. Für den Corporate Podcast stellen renommierte Experten einen Image- und Glaubwürdigkeitstransfer dar. Für die Experten wiederum besteht die Chance in der Adressierung neuer Zielgruppen innerhalb der Unternehmens. Wird diese Form der Beziehungspflege mit der entsprechenden Wertschätzung betrachtet, lassen sich deutlich nachhaltige Nutzeneffekte über die eigentliche Sendung hinaus generieren.

Die besten Corporate Podcaster kommen aus den eigenen Reihen

Stehen die Infrastruktur und die inhaltliche Ausrichtung für den Corporate Podcast, dann stellt sich nur noch die Frage nach den Akteuren hinter dem Mikrofon. Es mag die Versuchung geben, sich für die Produktion eines eigenen Podcast mit erfahrenen Podcastern von extern zu verstärken.

Ich würde dieser Versuchung jedoch widerstehen und eher dazu raten, interessierten Mitarbeitern aus den eigenen Reihen die Chance zu geben. Analog zu einem Corporate Blog können Gastbeiträge von extern kommen, aber der Charme und die größere Chance zur Entwicklung eigener Kommunikationskompetenzen liegt in der Befähigung der eigenen Mitarbeiter.

Existiert bereits ein Corporate Blog, so können die hier beteiligten Mitarbeiter der erste Anlaufpunkt auf der Suche nach interessierten für die Audioschiene sein. Empfehlenswert wäre darüber hinaus aber ein unternehmensweiter Aufruf, denn die Erfahrung zeigt, dass die Gruppe der „Podcast und Audiointeressierten“ gerade nicht deckungsgleich mit den Interessierten am geschriebenen Wort ist.

Im Vergleich zu Corporate Videos offenbart sich beim Podcast ein weiterer Vorteil für die Selektion von Akteuren: Es läuft keine Kamera. Der Kameraeffekt ist nicht zu unterschätzen, wenn es um Beteiligung von Mitarbeitern geht. Viele Menschen äußern sich vor einem Mikrofon eher und entspannter, wenn keine Kamera läuft. Oder anders gesagt: Podcasting besitzt eine deutlich geringere Einstiegshürde.

Finde einen Job, den du liebst

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

3 Reaktionen
ottersbach
ottersbach

Eine sehr toller Artikel., umfassend und sehr schön zu lesen. Podcast erleben den 2. Frühling irrendwie. Insbesondere auch im Business. Ergänzend zu dem Artikel noch ein Podcast, der genau auf die Thematik mit dem Podcasting im Business eingeht. http://digitales-unternehmertum.de/podcasts-effizienz-im-business-einsetzen-055/

Die Marketingmöglichkeiten mit einem Podcast sind flexibel und die Technik mittlerweile kein Hinderungsgrund mehr, nicht mit Podcasten anzufangen.

Ingo Stoll
Ingo Stoll

Danke und ebenfalls danke für den Link - gute Ergänzung

Frank
Frank

Nein, es braucht nicht viel um Loszulegen - nicht bei Audio, noch bei Video!

Wieso wird bei den Voraussetzungen immer auf die Technik abgestellt? Für die Darstellung von was auch immer wo auch immer - vom Buch bis zum Podcast - kommt es vor allem mal zunächst auf eine gewisse Durchdringung des Themas an, eine sinnvolle Auswahl der miteinander zu verknüpfenden Aspekte, die Fähigkeit, der geplanten Darstellung eine sinnvolle Struktur zu geben, Dramaturgie etc. pp. - mal ganz abgesehen von technischen Fragen, für deren qualitative Ergebnisse es schon ein paar mehr Feinheiten draufzuhaben gilt als die Auswahl eines Affiliate-Link Mikros.

Mal zum Vergleich: Käme jemand auf die Idee, jedermann dazu anzuhalten Bücher zu schreiben - weil es dazu ja nicht mehr als eines PC bedarf, den jeder auf dem Schreibtisch hat???

Genau dieser Unsinn wird aber beharrlich über das Medium Podcast verbreitet! Und das Ergebnis? Eine Flut von Produktionen, die - wegen der Leidensfähigkeit, die sie vom Hörer fordern - genau in der Nische bleiben, in der sie sind. Was von der Community natürlich auch noch als "Qualitätsmerkmal" gekennzeichnet wird - tja, ist halt nur was für Experten...

Oje!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Hinweis

Du hast gerade auf einen Provisions-Link geklickt und wirst in Sekunden weitergeleitet.

Bei Bestellung auf der Zielseite erhalten wir eine kleine Provision – dir entstehen keine Mehrkosten.


Weiter zum Angebot