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„8 Uhr: Der iPhone-Wecker klingelt“: Ein Tag im Leben des Startup-Investors Frank Thelen

„8 Uhr: Der iPhone-Wecker klingelt“: Ein Tag im Leben des Startup-Investors Frank Thelen

In unserer neuen Serie „Ein Tag im Leben von…“ protokollieren außergewöhnliche Köpfe der deutschen Startup-Szene ihren Berufsalltag. Den Anfang macht: Startup-Investor und DHDL-Star Frank Thelen.

„8 Uhr: Der iPhone-Wecker klingelt“: Ein Tag im Leben des Startup-Investors Frank Thelen

(Foto: Frank Thelen/frank.io)

Das Stehaufmännchen der deutschen Startup-Szene

Mit markigen Sprüchen wie „Habt ihr 'nen Knall?“, „Das skaliert nicht!“ oder „Ich habe einen Ventilator im Klo, der saugt den Duft magisch auf“ hat sich Frank Thelen mehr oder weniger zum Publikumsliebling in der Startup-Show „Die Höhle der Löwen“ aufgeschwungen. Der 40-jährige TV-Juror gehört zu den erfolgreichsten Internetunternehmern in Deutschland und hat mit frühen Beteiligungen an MyTaxi oder Wunderlist auch als Investor ein glückliches Händchen bewiesen.

Seriengründer, Investor und TV-Juror Frank Thelen ist ein Beispiel für eine starke Personenmarke im Startup-Business. (Foto: frank.io)
Seriengründer, Investor und TV-Juror Frank Thelen ist ein Beispiel für eine starke Personenmarke im Startup-Business. (Foto: frank.io)

Das war aber nicht immer so: Nachdem Thelen im Jahr 1999 mit einem Startup in die Pleite schlitterte, entging er zwei Jahre später im Alter von 26 Jahren nur knapp einer Privatinsolvenz. Erst die Gründung der Fotosoftware-Firma ip.labs 2005 und der anschließende – auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzte – Verkauf an Fujifilm bescherte Thelen die finanzielle Unabhängigkeit.

Während seine Neugründung Doo – eine App für die intelligente Dokumentenverwaltung – 2014 ebenfalls scheiterte, befindet sich Thelen mit der daraus hervorgegangenen Scanner-App Scanbot aktuell hingegen wieder auf Erfolgskurs. Neben mehr als drei Millionen Nutzern stand zuletzt auch ein erster Gewinn zu Buche. Wie aber sieht der Alltag von Gründer und Investor Frank Thelen hinter den Kulissen aus? Wir haben ihn gefragt, er hat uns geantwortet:

So läuft ein Arbeitstag bei Frank Thelen ab

8 Uhr: Der iPhone-Wecker klingelt. Bisher überlebt mein Vorsatz für das Jahr 2016 und ich laufe als erstes eine “Runde” auf meinem TechnoGym-Laufband.

9 Uhr: Ankunft im Büro, dann erst einmal ein schneller Espresso und brennende Mails beantworten.

10 Uhr: Auch wenn ich den CEO-Posten in diesem Jahr abgegeben habe, gehören Besprechungen mit dem Scanbot-Team zu meinem „Daily business“. Heute stehen die Themen Produktstrategie, Reflektion 2015 sowie die Planung von Scanbot 6 und Überlegungen zu einem neuen Produkt auf der Agenda.

11 Uhr: Eine TV-Talkshow steht bald an. Der Chefredakteur ruft für eine Vorab-Besprechung an und wir sprechen kurz über das Thema und die anderen Gäste.

12 Uhr: Bei vielen Verhandlungen zu Finanzierungsrunden bin ich dabei, so auch heute. Ein Pitch mit “Meine Spielzeugkiste”, die ich seit der ersten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ begleite, findet heute bei einem TV-Sender statt.

14:30 Uhr: Heute reicht die Zeit nur für ein „littlelunch“-Mittagessen am Schreibtisch. Dafür aber gesund & lecker! :-)

Neben seiner Rolle als Unternehmer und Investor engagiert sich Frank Thelen auch für die Skateboard-Szene. (Foto: Frank Thelen/frank.io)
Neben seiner Rolle als Unternehmer und Investor engagiert sich Frank Thelen auch für die Skateboard-Szene. (Foto: Frank Thelen/frank.io)

16 Uhr: Skateboarden ist nach wie vor ein großer Teil in meinem Leben. Daher liegt mir das Non-Profit Projekt “Beton für Bonn” sehr am Herzen, bei dem ich auch Schirmherr bin. Um das Projekt weiter zu pushen, haben wir das Fernsehen da und es wird ein kleiner Beitrag über die Jungs und das Projekt gedreht.

17 Uhr: Zurück zu meinem „eigentlichen“ Job als Investor. Konferenz-Calls und „Syncs“ mit meinen e42-Partnern stehen so wie fast jeden Tag nun auf der Tagesordnung.

18 Uhr: Nur Geld investieren reicht mir nicht aus. Mir ist es wichtig bei unseren mitzureden. Aktuell arbeiten wir an der nächsten Generation von Outbank. Heute ist mein Feedback für die neuen Designs gefragt.

19 Uhr: Abendessen mit einem neuen Entwickler. Das ist ein sehr wichtiger Teil meines Jobs: Herausragende Persönlichkeiten finden und sie in unsere Startups bringen.

22 Uhr: In den USA ist der Arbeitstag noch lange nicht vorbei. Aus dem Grund steht eine Video-Konferenz mit einem größeren Cloud-Storage-Player an.

23 Uhr: Finally @home! Jetzt noch eine Folge Suits und ab ins Bett.

4 Fragen, 4 Antworten: „Ich würde mich nicht mehr über Ignoranten und Dummschwätzer ärgern“

t3n: Wie wichtig ist dir Work-Life-Balance und wie gewährleistet du sie?

Frank Thelen: Ich liebe meinen Job, unsere Gründer, Technologie und Design. Ich habe also immer Urlaub oder arbeite immer. Bei dem Thema hat jeder eine andere Auffassung. Bei mir ist das meine persönliche Work-Life-Balance.

t3n: Was machst du eigentlich in deiner Freizeit?

Thelen: Im Sommer zieht es mich ins Wasser und ich verbinde das mit Wakeboarden. Sonst stehe ich nach wie vor so oft es geht auf meinem Skateboard und zwischendurch bin ich noch Teil einer TV-Show.

t3n: Wenn du etwas an dir als Investor ändern könntest, was wäre das?

Thelen: Mich nicht mehr über Ignoranten und Dummschwätzer ärgern. Das verpulvert meine Energie, die ich besser in gute Gründer und neue Produkte einbringe.

t3n: Welche Gadgets/Geräte dürfen in deinem Alltag nicht fehlen und welche Apps sind für dich unverzichtbar?

Thelen: Da gibt es einige, ohne die ich aufgeschmissen wäre. Im Büro oder auch Zuhause arbeite ich an einem 5k iMac, unterwegs ist immer mein MacBook dabei und ich schliesse gerne meine Bose QuiteComfort an, wenn ich absolute Konzentration benötige. Auf meinem iPhone-Homescreen sind Outlook, Wunderlist, Outbank und Twitter unverzichtbar.

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6 Antworten
  1. von Ich am 19.01.2016 (10:55 Uhr)

    Respekt! Scanbot, Meine Spielzeugkiste, Littlelunch, Outbank. Konnte er jetzt alle seine Beteiligungen aufzählen oder fehlen noch welche?
    Im Ernst zusammengefasst: Er ist den Tag über beschäftigt. OK. Aber leider nicht sonderlich interessant wann er wo mit wem spricht. Mich würde mehr interessieren wenn ihr / er einen Punkt rauspickt und den mal im Details bespricht. Was kam bei der Scanbot-Reflektion heraus? Welche Infos bekommen die Juroren bei DHDL vorab? Welche Desigrichtungen gibts bei Outbank und wieso hat man sich für dieses oder jenes entschieden? Das wären mMn Informationen mit Mehrwert.

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  2. von Kritiker am 19.01.2016 (12:37 Uhr)

    Wie bereits erwähnt ist der Tagesablauf ohne Tiefe und Detail. Wirkt fasst so als ob nur noch die Klo-Zeiten in der Liste fehlen ...

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  3. von Heinz Inge am 19.01.2016 (13:56 Uhr)

    Product placement at its finest ;)

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  4. von Lena am 20.01.2016 (18:00 Uhr)

    Bin großer Fan von Frank und gucke jede Folge von "Höhle des Löwen". Ein interessanter Bericht und Einblick in sein Arbeitsalltag. Danke!

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  5. von Chris am 22.01.2016 (21:57 Uhr)

    Aber wer will denn freiwillig so leben ? Okay, mit 18 die erste megaerfolgreiche GmbH gegründet, mit 40 Multimillionär, Respekt dafür, aber das ist doch kein schönes Leben, selbst mit dem vielen Geld noch ein verhetzter 14h-Tag, und irgendwie klingt das alles sehr sehr einsam. Frank, chill mal!

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  6. von Konto Erstellen am 24.01.2016 (08:20 Uhr)

    OMG!!!!
    Frank benutzt OUTLOOK!????!!!!
    Hab ich was auf den Augen???
    Ich dachte, Apple ist das beste System, und MS nur Schrott, wie er doch mal sagte - und dann verwendet er noch den vermeintilchen Bloat-Tiger OUTLOOK????

    Ts ts...

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