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Facebook-Hashtags – Warum sie gut für Unternehmen sind

    Facebook-Hashtags – Warum sie gut für Unternehmen sind

Seit gestern Abend ist bekannt, dass Stück für Stück auch auf Facebook Hashtags ausgerollt werden. Nutzen können das neue Feature bisher nur einige wenige Anwender. Zudem werden die kleinen Schlagwörter nur über den Web-Browser abrufbar sein. Auch, wenn das Hashtag-Feature auf den ersten Blick wie eine kleine Spielerei aussieht, hat es doch viele große Vorteile für den Nutzer, nicht zuletzt aber auch für Unternehmen und somit für Facebook selbst.

Facebook-Hashtags als Community-Werkzeug

In erster Linie kann man mit Hashtags nämlich bestimmte Themen und Trends setzen und sie komprimiert abrufbar machen. Das haben sich viele Seitenbetreiber schon auf Twitter und Google+ zu Nutze gemacht und Interessierten einer Marken-Kampagne so den Weg zu bestimmten Inhalten gezeigt. Wer beispielsweise zu Artikeln, Spots oder Meinungen zur Real-Beauty-Kampagne von der Kosmetikmarke Dove weitergeleitet werden wollte, der konnte unter #realbeauty suchen und wurde fündig. Nike hat für sein FuelBand den Hashtag #makeitcount angelegt und darüber nicht zuletzt das herrlich schöne Webvideo zum Produkt von Max Joseph durch Twitter und Google+ geschickt. Um solche Kampagnen-Hashtags scharen sich nicht selten ganze Communitys – ähnlich wie um Unternehmensseiten auf Sozialen Netzwerken.

facebook-hashtags
Mit Facebook-Hashtags kann man Interessierte um ein Event, ein Produkt oder eine Aktion hervorragend bündeln.

Insofern hat Jens Wiese nicht übertrieben, wenn er auf allfacebook.de schreibt: „Die Einführung von Hashtags ist für Facebook so bedeutend wie zuletzt die Einführung der Facebook-Pages.“ Während man sich als dauernd loyaler Kunde mit einer Marke verbinden möchte, waren Facebook-Pages bislang eine super Idee. Wer allerdings nur eine jeweilige Kampagne interessant fand, musste sich auf Facebook entweder für das komplette Programm der Fanpage oder eben für gar nichts entscheiden. Einige Unternehmen haben zwar gelegentlich auch für Kampagnen eigene Seiten eingerichtet, allerdings läuft man hier oft Gefahr, dass die jeweiligen Pages irgendwann einfach verwaisen, sobald die Marketing-Aktion beendet ist. Beispielhaft sei hier auf die „Giro sucht Hero“-Fanpage der Sparkasse verwiesen: 164.000 Fans wurden in wenigen Monaten akquiriert und zum Ende der Kampagne dann fallen gelassen, indem man nun nichts mehr darüber kommuniziert. Leider etwas unvorteilhaft für die Marke und nicht zuletzt für den Interessierten.

Mit Hashtags kann man auch nach Ende einer Kampagne noch für Resonanz sorgen. Zum Beispiel, wenn die Community, die sich um das Produkt gesammelt hat, selbst für Inhalte sorgt. So lassen sich noch täglich Tweets auf Twitter zum FuelBand- oder zur Real-Beauty-Kampagne von Fans lesen. Witziger Weise wird man auch hier noch mit Updates zur Sparkassen-Kampagne konfrontiert. Dieses Potential können Marken nun schlussendlich auch auf Facebook nutzen – dort wo sich potentiell über eine Milliarden Nutzer tummeln.

Facebook-Hashtags für zielgerichtete Werbung

Besonders spannend sind Hashtags aber auch in Sachen Werbung für Unternehmen. Hier ist das Prinzip im Rahmen von Anzeigen auch gar nicht so neu. Das Themen-Targeting ist in Anzeigen-Tools nämlich schon seit August 2011 relevant. Hier ist es möglich, mit Hilfe eines Hashtags die Werbung einem übergeordneten Thema zuzuweisen. Mit dem Hashtag-Feature für Nutzer kann man nun noch konkretere Ausgaben gewährleisten und demnächst vielleicht sogar Echtzeit-Kampagnen wie auf Twitter fahren. Heißt: Wenn jemand ein bestimmtes Hashtag nutzt, kann ihm individuell im selben Moment ein entsprechendes Produkt am Seitenrand ausgegeben werden – rein theoretisch sogar im Newsfeed selbst, wenn man das Prinzip auch auf Sponsored Posts ausweitet. Auch könnten Werbe-Anzeigen auf Trending Topics geschaltet werden. Zudem arbeitet Facebook an einem Hashtag-Insights-Tool, dass es Werbern künftig möglich machen soll, demografische Daten über die Nutzer der Hashtags zu ermitteln.

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2 Reaktionen
Marcel
Marcel
13.06.2013, 16:18 Uhr

Das große Problem: 95 % der unter 29-jährigen in Deutschland haben ihr Profil auf "nicht öffentlich" konfiguriert. Facebook funktioniert nicht wie Twitter.

Antworten

marKo.petersohn
marKo.petersohn
16.06.2013, 19:06 Uhr

Ich glaube ja, dass dies viel zu kurz gedacht ist, denn mit der Integration von Hashtags auf Facebook wird es zu viel gravierenderen Änderungen kommen, als zielgerichtetere Werbung und ein paar tolle Kampagnen. Durch die Integration wird der Hashtag zum einen in der Mitte der Gesellschaft ankommen und zum anderen wird er die Grenzen zwischen den einzelnen Netzwerken verwischen.

http://www.as-im-aermel.de/ein-blick-in-die-glaskugel-zu-hashtags-auf-facebook/

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