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Analyse

4 beeindruckende Konzepte für den Handel der Zukunft

Der Adidas Flagship-Store in New York City. (Foto: Adidas)

Wie entwickelt sich die Handel der Zukunft? Digital, da sind sich alle einig, aber wie sehen erfolgversprechende Konzepte aus? Wir haben in den USA innovative Handelskonzepte für euch aufgespürt.

Wie der Einzelhandel der Zukunft aussehen könnte, das ist eine Frage, die ganze Heerscharen von Experten beschäftigt. Ein Blick in die USA zu einer der größten Software-Messen der Retailwelt, der Salesforce-Hausmesse Dreamforce, zeigt einige interessante Konzepte. Auch der Blick nach China und ins Amazon-Hauptquartier offenbart neue Ansätze. Zwei zentrale Punkte der vorgestellten Konzepte: Neue Wege, um das Sortiment digital im stationären Handel zu erweitern, und der Trend, aus den Innenstadtlagen herauszugehen und Touchpoints  direkt beim Kunden zu schaffen.

Handel der Zukunft: Mehr Warenverfügbarkeit und Auswahl

Früher war das große Sortiment eines Kaufhauses gleichzeitig sein größtes Alleinstellungsmerkmal. Heute sind die Kunden aufgrund des Long-Tails im Internet verwöhnt von einer unglaublich großen Anzahl an Produkten. Nichts, was es nicht gibt. Im Vergleich dazu kann die Auswahl eines Kaufhauses eigentlich nie groß genug sein – egal wie groß das Sortiment ist, irgendeinen Artikel wird der Händler nicht auf Lager haben. Ein großer Nachteil für den stationären Handel, denn der Kunde ist heute nicht mehr so leicht bereit, auf Alternativen umzuschwenken. Es gilt also, neue Möglichkeiten zu schaffen, dem Kunden ein extrem großes oder gar das komplette Sortiment zu präsentieren.

Adidas und das endlose Regal: Auch verkaufen, was nicht auf Lager ist

Im Adidas Flagship-Store in San Francisco pflegt der Sportspezialist das, was der Amerikaner als „Endless Aisle“ bezeichnet: Die Erweiterung des lokalen Lagerbestandes durch das Fulfilment. Ein Kunde, der in San Francisco ein paar Schuhe kaufen möchte, das nicht auf Lager ist, bekommt das Paar am nächsten Tag direkt nach Hause geliefert. Der Mitarbeiter im Laden nimmt die Bestellung direkt an einem Service-Tablet auf und schließt die Bestellung ab. Der Kunde muss dazu nicht aktiv werden – nur noch im Laden bezahlen.

Bonobos und der Showroom: Nur ausprobieren, nichts kaufen

Die sogenannten Guide Shops der Online-Fashion-Marke Bonobos sind ein besonderes Konzept. Die Läden führen das komplette Sortiment auf relativ kleinem Raum. Das Geheimnis dahinter: Ein Guide Shop ist nur ein Showroom. Es ist zwar jeder Artikel des Sortiments auf Lager, aber immer nur ein Stück von jeder Konfektionsgröße. Der Kunde kann im Laden beraten werden, jedes Kleidungsstück anprobieren – aber keines gleich mit nach Hause nehmen. Ist der Kauf an der Kasse abgeschlossen, hat der Verkäufer eine Bestellung an das Bonobos-Fulfilment-System aufgegeben, und per Post wird an die Wunschadresse geliefert.

Kunden können mit einem Styleberater vorab einen Termin vereinbaren, einfach auf Verdacht vorbeischauen – und im schlimmsten Falle Produkte auch direkt vor Ort zurückgegeben.

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