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Das denken deine Mitarbeiter wirklich! 3 Möglichkeiten, Feedback zu erhalten

    Das denken deine Mitarbeiter wirklich! 3 Möglichkeiten, Feedback zu erhalten

(Foto: Shutterstock)

Wer viel delegieren muss, gibt nicht nur viel Arbeit, sondern auch eine Menge Wissen an die Mitarbeiter ab. Aber holt ihr es euch auch zurück? Regelmäßiges Feedback von den Mitarbeitern ist eine wichtige Grundlage für ein funktionierendes Unternehmen. Wir zeigen euch drei Wege, Feedback von euren Mitarbeitern einzuholen.

Was kann Gegenstand für Feedback im Unternehmen sein?

In den Mitarbeitern eines Unternehmens schlummert eine wichtige Ressource: Internes Wissen über Abläufe, Workflows, Kundenkontakt et cetera, Daneben viele Ideen für Verbesserungen. Diesen Schatz nicht zu heben, wäre grob fahrlässig. Zudem ist es ein Motivationsanreiz für die Angestellten, gehört zu werden. Es gibt viele Bereiche, in denen man regelmäßig das Feedback seiner Mitarbeiter einholen sollte, „regelmäßig“ kann in diesem Zusammenhang einmal jährlich bedeuten oder auch einmal wöchentlich. Infrage kommen zum Beispiel folgende Bereiche:

  • Arbeitssituation
  • Zusammenarbeit
  • Führungsstil
  • Firmenkultur
  • Gesundheit
  • Produkte
  • Workflows
  • Allgemeine Zufriedenheit

Die Voraussetzungen für ehrliches und ausführliches Feedback

Es ist nicht immer ganz einfach, ehrliches und ausführliches Feedback zu bekommen. Bei ersterem können die Mitarbeiter Sanktionen für negatives Feedback befürchten und bei zweiterem bedarf es einer intensiven Vorbereitung, für die den Mitarbeitern Zeit eingeräumt werden muss. Um ein optimales Feedbackergebnis zu erhalten, sollte man demnach die passenden Bedingungen schaffen. Dazu gehört vor allem ein Vertrauensverhältnis zwischen den Mitarbeitern und den Vorgesetzten. Den Mitarbeitern muss klar kommuniziert werden, dass ehrliches – auch negatives – Feedback gewünscht ist und ihre klaren Worte keine negativen Auswirkungen für sie haben werden.

vertrauen mitarbeiterfeedback
Vertrauen ist eine Grundvoraussetzung für ehrliches Feedback. (Foto: Shutterstock)

Um ein ausführliches Feedback zu Workflows, Produkten des Unternehmens oder auch zur Firmenkultur zu bekommen, sollte dem Mitarbeiter etwas Zeit eingeräumt werden, damit dieser sich damit auseinander setzen und seine Ideen und Gedanken aufschreiben kann. Zudem sollte regelmäßig im Unternehmen kommuniziert werden, was aus den gesammelten Meinungen geworden ist. Ob etwas verbessert oder angeglichen wird, oder ob eine Idee nicht umgesetzt wird, weil es zuwenig Unterstützer gab.

Für sehr prekäre Umfragen, etwa zur Gesundheit der Mitarbeiter oder dem Führungsstil, gibt es auch die Möglichkeit einer anonymen Umfrage im Unternehmen.

Feedback-Tools für Unternehmen

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Fünf kleine Fragen zwischendurch, das schafft jeder regelmäßig nebenher. (Screenshot: Officevibe)

Für Umfragen im Unternehmen eignet sich im Prinzip jedes Umfragetool, das man auch anonymisieren kann. Eine Liste von Online-Umfragetools findet ihr hier. Einige davon sind in einer einfachen Version kostenlos, für eine umfangreiche Mitarbeiterbefragung bietet sich jedoch meistens eher die Pro-Version an. Hier sollte man darauf achten, ein Tool zu wählen, das die Ergebnisse zueinander in Beziehung setzen kann, wie zum Beispiel bei Survey Monkey und Polldaddy. Ein Tool, das sich speziell auf die Bedürfnisse von Mitarbeiterumfragen und Optimierung im Büro spezialisiert hat, ist Officevibe, welches wir seit kurzen auch bei t3n benutzen. Über unsere Erfahrungen werden wir zu einem späteren Zeitpunkt berichten.

Bei Officevibe bekommt jeder Mitarbeiter, der sich anmeldet, eine Umfrage zum Ausfüllen. Dadurch bekommen die Administratoren umfangreiche Reportings zu den gestellten Fragen. Es können auch beliebige neue Umfragen gestartet werden, jeder Mitarbeiter wird beim Einloggen einmal in der Woche gebeten, die Umfrage auszufüllen. Officevibe verfolgt den Gamification-Ansatz und hat ein sehr ansprechendes Interface, was sich positiv auf die Teilnahmequote auswirken dürfte.

Das Mitarbeitergespräch

mitarbeitergespraech feedback
Das Mitarbeitergespräch ist für beide Seiten sehr wertvoll – sofern ein Vertrauensverhältnis besteht. (Foto: Shutterstock)

Das Mitarbeitergespräch ist ein besonders wertvolles Feedback-Instrument. In einem persönlichen Gespräch kann man dem Mitarbeiter auch offene Fragen stellen, auf die er spontan reagieren kann. Wenn neue Fragen auftauchen, kann man diese sofort stellen. In diesem Gespräch geht es vor allem um die Zufriedenheit mit der Arbeitssituation und mit den gestellten Anforderungen.

Hier sollte man darauf achten, die vom Mitarbeiter geäußerte Kritik anzunehmen und Rechtfertigungen oder Gegenbeschuldigungen zu vermeiden, denn sonst zerstört man die Vertrauensbasis und der Mitarbeiter wird sich bei künftigen Gesprächen vermutlich nicht trauen, Kritik zu äußern. Das Mitarbeitergespräch sollte protokolliert werden, damit später ausgewertet werden kann, ob mehrere Kollegen dieselben Kritikpunkte hatten.

Interne Barcamps

mitarbeiter feedback bekommen
Zu den Punkten, für die man Feedback benötigt, kann man eine Session im internen Barcamp starten. (Foto: Shutterstock)

Firmeninterne Barcamps sind eine gute Gelegenheit, um zu Mitarbeiter-Feedback zu kommen – besonders zu neuen Produkten, Workflows oder zur Unternehmensphilosophie. Hier kann ungezwungen in der Gruppe alles besprochen werden, was vorher als Session auf die Agenda gesetzt wurde.

Auch hier sprechen wir bei t3n aus persönlicher Erfahrung. In regelmäßigen Abständen veranstalten wir ein internes Yeecamp (nach unserem Verlag benannt). Jeder kann eine Session vorschlagen und in der Gruppe wird entschieden, welche der vorgeschlagenen Sessions stattfinden. Hier kann die Technik zum Beispiel ein neues Feature vorstellen und so direktes Feedback von der Redaktion oder vom Backoffice erhalten. Anschließend kann im Dialog sogar direkt eine Lösung erarbeitet werden. Dieser direkt lösungsorientierte Ansatz ist der große Vorteil des Barcamps gegenüber den anderen Methoden.

Abschließend lässt sich sagen, dass eine vernünftige Feedbackkultur dazu taugt, das Fehlerpotenzial im Unternehmen zu minimieren, und damit bestehende Prozesse verbessert. Nicht umsonst sind offene Informations- und Feedback-Prozesse ein elementarer Bestandteil des Lean-Management, auf das viele Startups heutzutage bauen. Und wie sagte Mutti schon: Wer nicht fragt, bekommt keine Antwort!

Lest in diesem Zusammenhang auch: Moderne Mitarbeiterführung: Von oben herab geht gar nicht mehr [Interview]

 

 

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