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Moto X Force im Test: Unkapputtbares High-End-Smartphone in schick

    Moto X Force im Test: Unkapputtbares High-End-Smartphone in schick

Moto X Force. (Foto: t3n)

Das Moto X Force ist das erste Smartphone von Motorola, das mit der hauseigenen ShatterShield-Display-Technologie ausgestattet ist und als nahezu unzerstörbar gilt. Doch was hat das Oberklasse-Smartphone noch so auf dem Kasten? Unser Test gibt Auskunft.

Moto X Force: Design, Haptik, Verarbeitung

Moto X Force. (Foto: t3n)
Moto X Force. (Foto: t3n)

Das Moto X Force, das in den USA als Droid Turbo 2 schon im November letzten Jahres vorgestellt wurde, erinnert von der Rückseite mit seiner Kamera- und Blitz-Schiene mit dem darunter liegenden Moto-Logo an das Moto X Style und das Moto X Play. Interessant und Besonders ist das Material der Rückseite, denn anstelle von Kunststoff, Holz oder Leder, wie es im Moto Maker bei einigen der Moto-Modelle angeboten wird, setzt der Hersteller auf robustes Ballistic Nylon, das perfekt zum Display passt, denn es ist nahezu „unkaputtbar“. Einseitiges Handling wird durch das Material und die Breite des Moto X Force hingegen zur Herausforderung, denn es mach das Gerät relativ rutschig. Daher ist zu empfehlen, es zweihändig zu benutzen – zumindest, wenn man kleinere Hände besitzt.

Moto X Force. (Foto: t3n)
Schlicht, robust und elegant: das Moto X Force von hinten. (Foto: t3n)

Wie angedeutet, besitzt das ein besonderes Display, das dem 5,4-Zoll-Smartphone besondere Robustheit verpassen soll. Motorola nennt die eingesetzte Technologie ShatterShield – das Display besteht aus insgesamt fünf Schichten, wobei die Basis ein robustes Aluminium-Chassis darstellt. Unter anderem wegen des Screens ist das Gerät mit seinen7,6 bis 9,2 Millimetern verhältnismäßig dick geworden, aber auch der mächtige 3.760 Milliamperestunden starke Akku trägt seinen Teil dazu bei.

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Auf der Vorderseite befindet sich abgesehen von Display ein Frontlautsprecher, der nur Monosound wiedergibt, auch wenn die zwei Öffnungen unterhalb des Screens auf Stereospeaker hindeuten. Oberhalb des Displays ist eine Frontkamera zu finden, die bei Bedarf von einem LED-Blitz unterstützt werden kann.

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Das Moto X Force besitzt einen Frontblitz. (Foto: t3n)

Auf der rechten Seite des metallenen Geräterahmens sind ein leicht geriffelter Powerbutton und die Lautsprecherwippe zu finden. Auf der Oberseite des Geräts ist ein SIM-Karten-Slot eingelassen, der optional eine microSD-Karte aufnehmen kann, um den internen Speicher, der mit 32 Gigabyte bemessen ist, zu erweitern. Auch die Kopfhörerbuchse ist auf der Oberseite verortet; der obligatorische microUSB-Port ist auf der Unterseite zu finden.

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An der Verarbeitungsqualität des Force ist nichts auszusetzen, alles sitzt bündig und es knarzt nichts. Das Smartphone ist äußerst verwindungssteif und fühlt sich absolut hochwertig an, wie es sich für ein Gerät der Preisklasse jenseits der 600 Euro gehört.

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Moto X Force: Display, Ausstattung, Performance

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Das Moto X Force besitzt ein scharfes WQHD-Display, manchen vielleicht ein wenig zu dunkel. (Foto. t3n)

Mit dem Moto X Force zeigt der Hersteller dem Platzhirsch Corning, der das weit verbreitete Gorilla Glass herstellt, wie robust wirklich funktioniert. Das Display ist nach Aussagen Motorolas absolut bruchsicher und der Hersteller ist nicht müde, dies immer wieder unter Beweis zu stellen. Nicht nur CEO Rick Osterloh hat das Smartphone im Zuge der Vorstellung aus zwei Metern höhe auf den Steinboden fallen lassen, auch diverse Medien konnten es sich nicht nehmen lassen, das Gerät regelrecht zu malträtieren. Das Ergebnis der Härtetests: das Display ist äußerst robust. Dass das Smartphone Stürze nicht vollkommen unbeschadet übersteht, ist klar  – gewisse Dellen und Abschürfungen sind bei Stürzen nicht zu vermeiden, aber trotz dessen ist es weiterhin funktionsfähig.

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Fünf Schichten, ein Display – so sieht die ShatterShield-Technologie von Motorola aus. (Bild: Motorola)

Moto X Force/ Droid Turbo 2 im Droptest von Motorola:

Moto X Force/ Droid Turbo 2 im 275-Meter-Droptest:

Motorola gelingt das Kunststück eines bruchfesten Displays durch den schichtweisen Aufbau des Screens. Das ShatterShield-Display besteht aus insgesamt fünf Ebenen. Das flexible AMOLED-Display liegt in einem robusten Aluminium-Chassis, darüber befindet sich das Touch-Panel, das nicht über eine, sondern gleich zwei touchsensitive Schichten verfügt. Die zweite Schicht dient quasi als Fallback, sodass auch nach dem Bruch einer Schicht weiterhin Eingaben vorgenommen werden können. Bei den beiden letzten Schichten handelt es sich um innere und eine äußere Schutzschicht aus transparentem und bruchsicherem Kunststoff.

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Ein Kritikpunkt am Moto X Force dürfte der Rand ums Display sein – hier hätte der Hersteller vielleicht ein wenig sparen können – ein paar Millimeter an der Unterseite des Screens hätten gereicht. (Foto: t3n)

Abgesehen von der Bruchsicherheit kann das 5,4-Zoll-AMOLED-Display auch Inhalte ordentlich anzeigen. Die Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln liefert eine hohe Pixeldichte von 541 Pixel-pro-Zoll, sodass die Schärfe über jeden Zweifel erhaben ist. Im Vergleich zu einem Full-HD-Display erkennt man jedoch kaum Unterschiede – zumindest mit dem bloßen Auge. Was aber auffällt, ist die Tatsache, dass das Panel durch den Aufbau des ShatterShield-Displays minimal weiter von der obersten Glasschicht entfernt ist. Das nimmt man aber nur im direkten Vergleich mit anderen Geräten wahr. An Farbdarstellung, Brillanz und Helligkeit gibt es nichts zu beanstanden. Die Farben sind knackig und das Schwarz schwarz, wie es sich für ein AMOLED-Display gehört.

Performance des Moto X Force

Standesgemäß für ein Smartphone der Oberklasse hat Motorola seinem X Force einen Snapdragon 810-Octa-Core-Prozessor verbaut, der eine sehr gute Performance liefert. Die drei Gigabyte DDR4-RAM und die Adreno-430-GPU helfen dem SoC dabei, das Moto X Force mächtig schnell zu machen. Hier sei außerdem angemerkt, dass Motorola die Nuzeroberfläche der installierten Android-Version kaum verändert hat – sie ist mit ein paar Verbesserungen beinahe genauso wie sie von Google kommt. Im Unterschied zu den Oberfläche anderer Hersteller wird das System nicht durch Bloatware oder überbordende Features vollgestopft.

Das Moto X Force läuft absolut flüssig und ohne Ruckler, weder beim Scrollen durch den Homescreen, den App-Drawer der durch den Browser. Selbst beim Spielen grafisch aufwändiger Games zeigt das Smartphone keine Schwächen. Was sich allerdings bemerkbar macht, ist die Wärmeentwicklung bei grafikintensiven Games. Dabei wird aber nicht die Rückseite warm, sondern der Metallrahmen erwärmt sich spürbar, wird aber nicht heiß.

AnTuTu 6 bei normaler Nutzung (links), AnTuTu 6 nach intensivem Gaming, Geekbench-Werte (links) (Screenshots: t3n)
AnTuTu 6 bei normaler Nutzung (links), AnTuTu 6 nach intensivem Gaming, Geekbench-Werte (links) (Screenshots: t3n)

Im AnTuTu-Benchmark Version 6 liefert das Gerät über 80.000 Punkte, nach längerem Spielen eines Ressourcen-intensiven Games à la Sky Force HD, The Room Three oder Riptide GP sank der Wert um 20.000 Punkte, machte sich aber nicht an einer schlechteren Performance durch Ruckler oder dergleichen bemerkbar. Trotz des umstrittenen Snapdragon-810-Prozessors ist also alles Bestens.

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Leider noch kein USB Typ C an Bord. (Foto: t3n)

Die weitere Ausstattung ist der eines Oberklasse-Smartphones angemessen, denn es besitzt WLAN nach ac-Standard, Bluetooth 4.1 LE sowie NFC, GPS und LTE nach Cat. 6, sodass ihr in manchen Netzen und entsprechenden Tarifen Downloadraten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde erzielen könnt. In Deutschland ist das aber eher eine Seltenheit. Dass Motorola in seinem X Force „nur“ einen microUSB-Anschluss anstelle eines USB-Typ-C-Ports einsetzt, ist etwas schade, aber im Lichte dessen, dass der neue Standard sich ohnehin nur langsam verbreitet, halbwegs verschmerzbar. Seitdem ich mit Huawei Mate S (Test), Nexus 5X (Test) und Nexus 6P hantiert habe und diese eine lange Zeit genutzt habe, muss ich gestehen, dass mir ein  Fingerabdruckscanner beim Moto X Force fehlt. Allerdings habe ich mich rasch wieder an die Entsperrung des Geräts per Lockscreenmuster gewöhnt  – bequemer geht's aber eher mit Scanner. Dessen ist Lenovo, der neue Besitzer Motorolas sich aber bewusst und kündigte jüngst an in den nächsten Generationen Fingerabdruckscanner einzubauen.

Spezifikationen des Moto X Force

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ModellMoto X Force
BetriebssystemAndroid 5.1.1 Lollipop
Display5,4 Zoll AMOLED, (2.560 x 1.440 Pixel, 540 ppi), ShatterShield-Technologie
ProzessorQualcomm Snapdragon 810, 2,0 GHz
Arbeitsspeicher3 GB LPDDR4
Interner Speicher32 GB, per microSD-Slot erweiterbar
Hauptkamera21 MP mit f/2.0-Blende
Frontkamera5 MP mit f/2.0-Blende, Frontblitz
Akkukapazität3.670 mAh (fest verbaut)
KonnektivitätWLAN 802.11 a/b/g/n/ac; 2.4 GHz + 5 GHz mit MIMO, Bluetooth 4.1 LE, GPS, LTE Cat.6
Abmessung149,8 x 78 x 7,6 - 9,2 mm
Gewicht169 g
FarbenSchwarz
SonstigesWasserabweisend dank Nano-Coating, Wireless-Charging, NFC
Preise699 Euro (UVP)

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2 Reaktionen
Jens
Jens

Na ja... Ist Euch mal aufgefallen, dass das weiß einen klaren Gelbstich hat und eine Benachrichtigungs-LED nicht vorhanden ist? Für den Preis überraschend...

Antworten
grep

Hallo ...,

aha; 'dieses' Smartphone soll also in besonderem Maße bruchsicher (unkaputtbar) sein ... das Gerät aber besser 'zweihändig' benutzt werden da es so 'rutschig' sein soll ! - In diesem Falle muss besagtes Gerät aber auch unkaputtbar sein wenn ich befürchten muss dass es mir immer wieder aus der Hand gleiten (und zu Boden fallen) 'könnte'.

Und 600,- Euro resp. (UVP) 699,- Euro ist für ein 'Motorola' aber auch grundsätzlich einfach zu viel ... dann doch lieber ca. 10-11 Smartphones zu rund 60,- Euro nacheinander kaufen ... !

Mein(e) Rechner haben jeweils (bei weitem) NICHT so viel gekostet wie dieses Motorola-Gerät kostet soll - ein Acer Notebook mit 2 (Intel) CPU, 8 GB RAM und ca. 6 Std. Akku-Laufzeit, hat (schon) vor etwa 2 Jahren ungefähr (nur) 300,- Euro gekostet !

Ciao, Sascha.

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