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Neue Facebook-AGB: Was sich ändert, was ihr tun könnt – und ab wann es t3n-Hausverbot gibt

Neue Facebook-AGB: Was sich ändert, was ihr tun könnt – und ab wann es t3n-Hausverbot gibt

Ab heute, dem 30. Januar 2015, gelten die neuen Facebook-AGB. Wir erklären euch, was es damit auf sich hat und was ihr tun und nicht tun könnt, um der Datenverarbeitung zu widersprechen.

Neue Facebook-AGB: Was sich ändert, was ihr tun könnt – und ab wann es t3n-Hausverbot gibt

Neue Facebook-AGB: Was ändert sich? (Foto: Adam Radosavljevic – Fotolia.com)

Neue Facebook-AGB: Ab dem 30. Januar 2015 wird einiges anders

Alle Jahre wieder beginnt das große Tauziehen um die Daten der Facebook-Nutzer von Neuem. will sie haben und zu Geld machen. Und deutsche Politiker wollen sie schützen, um ein Mindestmaß an Privatsphäre zu sichern. Seit einigen Wochen wird wieder hitzig diskutiert, denn mit der heute startenden AGB-Änderung wollen die Verantwortlichen des sozialen Netzwerkes nicht mehr nur die Daten innerhalb von Facebook auswerten, sondern auch den Datenspuren der Nutzer außerhalb der Plattform folgen – und nicht zuletzt vergolden.

Da ein kürzlich durchgeführtes Experiment bewiesen hat, dass Nutzer ungerne das Kleingedruckte im Netz lesen – für die Nutzung eines Hotspots haben Anwender ihren Erstgeborenen versprochen (sic!) – haben wir für euch das Dokument durchwühlt und die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Was ändert sich genau mit den neuen Facebook-AGB?

Neue Facebook-AGB: Noch mehr Informationen für die hungrigen Datenspeicher. (Foto: Adam Radosavljevic – Fotolia.com)
Neue Facebook-AGB: Noch mehr Informationen für die hungrigen Datenspeicher. (Foto: Adam Radosavljevic – Fotolia.com)
  • Standortdaten: Facebook will Informationen über die besuchten Orte in die Datenanalyse integrieren und eure Standortdaten mit denen von Freunden und aktiven Werbeanzeigen verbinden. Wer seinen Standort teilt, könnte insofern auch Informationen über Restaurants, Boutiquen oder Veranstaltungen in der unmittelbaren Nähe angezeigt bekommen.
  • Werbung: Bislang werden Werbeanzeigen vor allem auf Grundlage der „Gefällt-mir“-Angaben ausgegeben. Doch den Verantwortlichen reicht das nicht mehr, sie wollen auch die besuchten Internetseiten und genutzten Apps auswerten. Wer also nach Potenzmitteln recherchiert oder aktiver Tinder-Nutzer ist, könnte in der Anzeigenleiste künftig entsprechende Tipps finden.
  • Neue Funktionen: Facebook will seine Kunden durch neue Optionen wie einen „Kaufen“-Button enger an sich binden. Das langfristige Ziel: Die Einkäufe von Waren sollen direkt über das Facebook-Konto erfolgen. Somit wird in den neuen Facebook-AGB nicht zuletzt der Weg bereitet, neben den Nutzungsverhalten auch das Konsumverhalten und die Zahlungsdaten auszuwerten.
  • Transparenz: Facebook will offener mit den Funktionen in den Privatsphäre-Einstellungen umgehen. Insofern wurden einige Anleitungen versprochen, die den Nutzern helfen sollen, die Analyse von besuchten Seiten und Apps besser zu kontrollieren. Zwar streiten sich Facebook und die Datenschützer nach wie vor darüber, ob Nutzer sich standardmäßig per Opt-out gegen oder per Opt-in (Ja, verdammt nochmal! JA!) für eine Verarbeitung entscheiden sollten. Mehr Transparenz ist aber schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

Was wird Facebook mit den Daten machen?

Umso zielgerichteter die Anzeigen an die Nutzer ausgegeben werden, desto mehr Geld kann das soziale Netzwerk von Werbetreibenden verlangen. Insofern will Facebook die Werbebotschaften noch detaillierter auf den Nutzer zuschneiden. Nach wie vor gilt aber: Es werden keine Daten an Dritte weitergegeben. Alles bleibt auf den hauseigenen Servern.

Davon ausgenommen sind natürlich staatliche Stellen, die die Herausgabe erzwingen können – oder einfach nur lieb danach fragen müssen. Wichtig zu wissen ist, dass es keinerlei Speicherfristen gibt. Facebook speichert alle relevanten Informationen – und zwar solange, wie es die Datenzentren zulassen (... also für immer).

Wie kann ich als Nutzer darauf reagieren?

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Neue Facebook-AGB: Was sich ändert und was ihr tun könnt. (Foto: Adam Radosavljevic – Fotolia.com)

Beliebt sind kleine Grafiken, die im Netz geteilt werden und auf denen steht, dass ihr der Verarbeitung eurer persönlichen Daten durch Facebook widersprecht. Doch wer glaubt, dass das etwas bringt, gehört ausgelacht – auch die Tatsache, dass der ein oder andere FDP-Politiker davon Gebrauch macht (... #facepalm!), sagt nichts über die Wirksamkeit des Widerspruch aus. Insofern: Lasst es – oder es gibt t3n.de-Hausverbot!

Tatsächlich könnt ihr nichts dagegen tun. Wer mit den neuen AGB nicht einverstanden ist, dem bleibt nur sich abzumelden. Alle Nutzer, die sich ab dem 30. Januar auf Facebook anmelden oder einloggen, stimmen den Nutzungsbedingungen zu. So schnell werden heutzutage Verträge im Internet gemacht.

Dennoch gibt es kleine Tricks, wie ihr Facebook ein Schnippchen schlagen könnt. Wer beispielsweise nicht will, dass das Unternehmen die Standortdaten verarbeitet, sollte der Facebook-App auf seinem Smartphone keinen Zugriff auf das GPS-Modul gewähren. Wer Facebook im Browser nutzt, kann mit Erweiterungen wie Ghostery neugierige Programme, die Nutzerdaten sammeln und an die Datenverarbeiter übermitteln, ausfindig machen und blockieren.

Facebook-Alternativen im Überblick

Ello macht Ernst in Sachen Datenschutz. (Screenshot: Ello)
Ello macht Ernst in Sachen Datenschutz. (Screenshot: Ello)

Wer jetzt die Faxen dicke hat und „Tschüss Facebook!“ schreit, findet hier diverse Facebook-Alternativen. Hoch im Kurs steht derzeit auch Ello, das verspricht, komplett ohne Werbung auskommen zu wollen. In dem Artikel „Alles Ello oder was?!“ stellen wir euch das soziale Netzwerk genauer vor.

Übrigens: Was Seitenbetreiber über die Facebook-AGB wissen müssen, haben wir hier für euch gesammelt.

Vielleicht auch interessant: Hier findet ihr Alternativen zu Facebook

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26 Antworten
  1. von Nico am 30.01.2015 (08:10 Uhr)

    Wie gut das ich FB sowie so meide und nur über Browser besuche. Ebenso wenig Teile ich meinen Standort oder gebe private Dinge über mich bekannt

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    • von IRM89 am 30.01.2015 (10:48 Uhr)

      Ich finde es interessant das sich einige über Facebooks Datenhunger sorgen machen. Allerdings wird vergessen das es noch ein weitaus größeren Player gibt. Google. Die Suche und Youtube benutzt hier jeder und damit lässt sich verdammt viel rausfinden.

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    • von Sven Finke am 30.01.2015 (13:10 Uhr)

      Die Änderungen betreffen halt nur leider gerade den Browser... In der App wird sowieso schon alles getrackt ;)

      Solange du im Browser bei Facebook angemeldet bist (egal ob du den Tab offen hast oder nicht) kannst du über FB-Buttons o.ä. getrackt werden.

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  2. von fabe am 30.01.2015 (09:34 Uhr)

    Wie sammelt Facebook denn Daten beim Surfen, wenn ich keine App nutze? Vermutlich über die Like-Buttons und Boxen, die immer noch überall kleben auf den Webseiten. Ich logg mich jetzt öfter mal aus (und schalte irgendwann ganz ab ...)

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    • von Gerald am 30.01.2015 (11:08 Uhr)

      Völlig richtig, über die Like-Buttons.
      Ausloggen alleine reicht nicht. Es müssen auch die Cookies der entsprechenden Plattform gelöscht werden. Ebenso macht das Pinterest, Twitter und Co.

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  3. von Florian am 30.01.2015 (09:36 Uhr)

    Allerdings kann man die Speicherung der Nutzungsdaten minimieren: http://www.youronlinechoices.com/de/praferenzmanagement/

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  4. von Sebastian am 30.01.2015 (09:40 Uhr)

    Ich finde, man sollte weiter gehen und Leute komplett Facebook-Verbot erteilen, wenn sie solche "ich widerspreche"-Bildchen teilen.

    Aber Hausverbot bei t3n ist ein Schritt in die richtige Richtung :D

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  5. von AvL am 30.01.2015 (10:13 Uhr)

    Macht doch nicht nur Facebook so...Uns wurde unlängst die Datenkralle angelegt. Wer jetzt meint Facebook mache etwas neues der Irrt. Es hört sich nur anders an, weil die UseCases andere sind.

    Wenn ich in Deutschland nach etwa suche und mich in New York dann ins Internet und Gmail einlogge; hat Google mein Profil; ich bekomme dann in New York die gleiche Werbung angezeigt wie in Deutschland.

    Also heult nicht rum!

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    • von IRM89 am 30.01.2015 (11:01 Uhr)

      Der Witz ist ja das mit Google Analytics fast das ganze www infiziert ist. Es gibt kaum noch ein entkommen. Selbst diese Seite hier benutzt Google Analytics. Damit ist man eindeutig identifizierbar. Gmail scannt auch die privaten E-mails ab um passende Werbung angezeigt zu werden.

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      • von Yeah, Advertising! am 30.01.2015 (16:21 Uhr)

        Ivo, wenn ich mir hier so deine Kommentare mit Blick auch auf deinen Blog (inkl. Google Analytics integration) und Twitter Account durchlese, dann scheint es nur Böse bis auf Apple zu geben.
        Fakt ist - alle sammeln Daten, alle werten sie für Werbung aus. Wer das nicht will, sollte zu einem Anbieter wechseln, der das nicht macht. Es gibt kein universelles Recht auf FB, Google und kostenlose Online Medien/Zeitschriften - die Mitarbeiter, die das zur Verfügung stellen, wollen auch bezahlt werden. Es wird keiner gezwungen, davon gebrauch zu machen.

        Viele Grüße aus der wundervollen Welt des Programmatic Advertising!

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      • von IRM89 am 30.01.2015 (17:00 Uhr)

        Hallo lieber Yeah, Advertising!

        Es ist zwar schön das du vorher dein "Feind" analysierst. Wenn dann aber Bitteschön richtig!
        1. Auf mein Blog ist KEIN Google Analytics Code zu finden. Ich benutze das totschlage Argument Piwik. (Profi-Tipp: informiere dich einfach mal vorher was Piwik ist bevor du dein 2. Versuch startest)
        2. Wenn du alles noch genauer durchgelesen hättest. Gibt es auch nur Primark, Telekom... echt. für mich. Also laut deiner Aussage... :D Mein Blog ist relativ schon alt und zuletzt habe ich mich auf Medien-Lügen fokussiert. Apple ist nunmal gern im Fokus.
        3. Ich habe nie behauptet das ich niemanden sein täglich Brot gönne. Ganz im Gegenteil. Ich habe kein Adblocker und Co. in meinen Browser. Mit ein bisschen nachdenken erkennst du aber schnell das ich lieber der zahlende Kunde bin.

        Das schnelle primitive Feindbild erinnert mich an das was in Dresden zurzeit rumspukt. Und sorry das ich dein Meister Google kritisiert habe.

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  6. von Saenic am 30.01.2015 (10:29 Uhr)

    Wann werden die Werbefuzzis mal verstehen, dass Werbung noch so (angeblich) zielgerichtet sein kann, aber Mist bleibt Mist.

    Ich habe sowohl im Browser als auch auf Android Werbeblocker installiert, also erreicht mich die Werbung nicht. Daher könnte es mir ja theoretisch egal sein, was die mit mir verdienen und wie viel Geld unternehmen verpulvern um Werbung auf mich auszurichten, die ich eh niemals sehe.

    Praktisch stört es mich aber doch schon, dass sie diese Daten sammeln. Da helfen auch Plugins wie Ghostery im Browser oder XPosed Apps wie XPrivacy nur bedingt, wenn sie den Standort nehmen, den man sowieso teilt. Naja immerhin können Sie einen dann nicht weiterverfolgen.

    PS: Falls jemand was über XPrivacy erfahren will, hier gibts nen guten Artikel
    http://www.kuketz-blog.de/xprivacy-android-ohne-google-teil6/
    (braucht natürlich Root ;) )

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    • von IRM89 am 30.01.2015 (11:06 Uhr)

      Da liegst du falsch. Personalisierte Werbung ist das A und O.
      Wenn du neuer Skier gekauft hast bekommst du bestimmt eine Werbung in den Alpen angezeigt. Wenn der Nutzer dann noch "denkt" er hätt selbst das Angebot gefunden oder kam selber auf die Idee hat die Werbeindustrie schon gewonnen. Das ständige einhämmern von Werbebotschaften wie z.B. es Check24 zurzeit macht lässt die User früher oder später zu den Entschluss kommen einen Preisvergleich über die seite zu starten. Warum? Eine andere Domain fällt ihnen momentan nicht ein.

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      • von Saenic am 30.01.2015 (12:03 Uhr)

        Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Personalisierte Werbung sind Banner im Internet. Das im Fernsehn bei Check24 ist Allgemeinverblödung.

        Die Personalisierte Werbung kann man zumindest im Moment noch relativ gut als solche erkennen und auch noch blocken.
        Wenn die Mehrheit der Nutzer natürlich da drauf klickt, dann kann mir persönlich das Recht sein, da die Industrie dann nichts gegen meine Werbeblocker unternehmen wird (was technisch sehr einfach wäre).

        Und selbst wenn ich etwas sehe, was ich potentiell kaufen wollen würde, würde ich persönlich nie auf die Werbung klicken, sondern einen Preisvergleich über bekannte Portale starten (z.B. Geizhals).

        Da sind personalisierte Angebote wie Amazon sie hat schon eher interessant, aber die treffen auch oft daneben. Und dort kann man auch das auch deaktivieren.

        Und zu den ganzen Preisvergleichen: Ich hab z.B. letztens einen Test der ganzen Flugvergleichsseiten gelesen und da haben die medienpresänten Seiten schlecht abgeschnitten, weil der angezeigte Flugpreis nicht dem Endresultat entsprach. Daher werde ich diese Seiten meiden.

        Fazit: Personalisierte Werbung trifft nur die uninformierten Leute... leider ist das noch die Mehrheit.

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      • von IRM89 am 30.01.2015 (17:04 Uhr)

        Check 24 sollte auch nicht zum Thema personalisierte Werbung hinhalten. Ich dachte es wäre ersichtlich. Du hast mein Ansatz im Kommentar nicht erkannt. Die Personalisierte-Werbung bestimmt nicht was du kaufen sollst. Die bestimmt wie und was du denken sollst. Der Rest geht allein von dir aus.

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  7. von Werner am 30.01.2015 (10:49 Uhr)

    Einfach abmelden, FB ist eine der größten Zeitverschwendungen die ich kenne, und macht nicht mal Freude.
    Nur Mut, nur ne Entscheidungssache.

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    • von Christian am 30.01.2015 (12:50 Uhr)

      Dann weißt Du aber nicht mehr, welcher deiner Freunde gerade einen Kaffee getrunken hat oder zum hunderstenmal ein Selfie postet ;)

      PS: Zeitverschwendung trifft es genau auf den Punkt.

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    • von Th. Leh. am 01.02.2015 (16:34 Uhr)

      100 % Zustimmung!! Das Löschen des Accounts hat grad mal 2 Min gedauert. Eine Sache "Dinge die kein Mensch braucht" weniger.

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  8. von Dennis am 30.01.2015 (14:01 Uhr)

    Was passiert eigentlich mit einer Facebook-Seite, wenn man der einzige Admin ist und seinen Account löscht? Weiß das jemand?

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  9. von Hector am 30.01.2015 (14:48 Uhr)

    Also meine Meinung ist ja das ich es einfach krass finde was zur Zeit abgeht in den Social Networks. Alle wollen die Daten der User, nur die Frage ist wie sicher sind denn die Daten bei Facebook? FB wurde ja eigentlich entwickelt um mit Bekannten und Freunden in Kontakt bleiben zu können und nun ist es auch schon ein NSA verschnitt....Schade...Kommpliment an t3n...ich finde den Artikel super...LG Hector

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  10. von E. am 30.01.2015 (16:31 Uhr)

    Ich mag personalisierte Werbung nicht. Wenn ich mir ein Kleid oder Buch angesehen habe und mich dann entschieden habe es nicht zu nehmen: werde ich wochenlang davon verfolgt. Ich hätte dann auch gerne mal was vollkommen anderes gesehen, was ich nicht kenne. Egal was. Ich hätte es vielleicht lustig gefunden und ein Geschenk gehabt.

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  11. von E. am 30.01.2015 (16:31 Uhr)

    Man wird dadurch regelrecht "werbeblind".

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  12. von Zeddi am 31.01.2015 (10:46 Uhr)

    Ihr nutzt alle seit Jahren einen "Internetdienst" der von Unternehmen mit kommerziellen interressen kostenlos bereit gestellt wird. Ihr habt bereits seit der Gründung keine Ahnung was mit den vielfältigen Daten die ihr dort hochladet oder die ggf. über andere Wege (Like-Buttons e.t.c.) über euch und andere gesammelt werden.
    Das Unternehmen finanziert sich, und das in eurem vollem Wissen, über die geschaltete Werbung und über die Weitergabe der erfassten Daten an dritte. Das ist auch seit Jahren alles bekannt. Und das ist auch OK so. Das ist deren Geschäftsmodell, damit verdienen die ihr Geld.
    Ich persönlich möchte das nicht. Das jemand Daten dadrüber hat mit wem ich befreundet bin z.B. oder auch welchen Interessengruppen ich angehöre. Deshalb nutze ich das nicht. Manchmal ist das unpraktisch, da ich ein kommunikativer Mensch bin ich dadurch vill. mal etwas nicht mitbekomme.
    Dennoch: Es ist problemlos möglich auf Facebook zu verzichten. Oder aber halt nicht drumrumjammern das jemand sein Kostenloses Angebot durch Werbung und Datenverkauf finanziert. "Wasch mich aber mach micht nicht nass - die Doppelmoral der Facebook nutzer"

    Das ist mit den ganzen Alternativen natürlich nicht anders. Oder glaub ihr ersthaft das jemand euch die ganzen Server-Kosten inkl. Anbindung und Administration, des Prgorammieraufwand und letztendlich auch den Gewinn des Unternehmens schenkt?

    Wenn man Zwangsweise ein "halbwegs sicheres" Soziales Netzwerk haben möchte, entwickelt eines das dezentral auf eingen Servern des Benutzers arbeitet, ähnliche im IM-Bereich mit Jabber geschehen - das aber keiner nutzt weil es ja "so kompliziert" ist.

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  13. von thowe am 31.01.2015 (11:23 Uhr)

    Der kleine Usario hat ein Problem. Usario fragt Amigo ob er ihm helfen kann. Amigo sagt, ich habe zufällig ein Buch darüber. Soll ich es dir borgen? Ja, bitte! Usario liest im Buch und liest das es Empfehlungen zu weiteren Büchern gibt. Er geht ins das nächste Liberia und kauft sich weitere Bücher....

    Ich habe bis heute keinen FB-Account, da für meine persönlichen Lebensumstände kein Nutzen erkennbar. Ich lebe regional, lokal verwurzelt und das gerne.

    Natürlich nutze ich Google, Twitter und auch Xing. Letzteres immer weniger. Meine Frage. Warum nicht die Kosten kontrollieren?

    Google, FB und andere Soziale Medien haben teilweise nicht transparente "Kosten" im weiteren Sinne. Diese Anbieter wollen für ihre - wertvollen - Dienste - (sonst würden sie nicht nachgefragt werden) "Erlöse" generieren. Ganz klassisch, wie wirtschaften in einem kapitalistischem Umfeld funktioniert. Das ist in Ordnung!

    Offensichtlich sind diese Erlöse (die "Kosten" für den Nutzer) nicht nachvollziehbar. Weder der Höhe nach, noch nach den "Auswirkungen". Das sind nicht die "klassischen Kosten" in monetärer Währung. Die Währungseinheiten im Sinne der "neuen digitalen Welt" lauten nun auf "Tracking", "Datenanalyse", "Infos auf eigene Server speichern" etc...

    Was die Realwirtschaft geschafft hat, nämlich Äquivalente (also Kurse, Werte) und damit ein bestimmtes "Gut" damit auszeichnen scheint für die digitale (nicht nur Werbe-) Wirtschaft nicht so einfach zu sein. Oder: man will es noch nicht.

    Umrechnungskurse dieser "Datenwährung"? Wie werden Sie bewertet? Wo werden Sie gehandelt? Das wird ein zukünftiger Marktplatz werden. Broker for "Data" inklusive Clearing und Settlement. Ganz sicher...! Damit kann man auch "Millionen scheffeln".


    Daher bin ich persönlich gerne bereite für die Nutzung der Dienste (egal ob Facebook, Groupon, Google, Instagram, Pinterest, Twitter etc...) zu zahlen. Nachvollziehbar zu zahlen. Also einen bestimmten Wert, monatlich, nach Nutzung - wie auch immer. In Euro.

    Man kann manche Dienste der oben - alphabetisch - genannten Dienste durch einfache "Telekomdienstleistungen" ersetzen. Telefongespräch (mobil, Festnetz, MMS, SMS, E-Mail...). Nur: Werden die AGB`s dieser Dienstleister ebenso kritisch diskutiert? Nutzen diese - nun fast schon primären - Dienstleister die "Bewegungen, Verbindungen etc....? Ich weiß es nicht, da ich noch nie diese AGB´s durchgelesen haben....


    LG

    LG & ciao

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  14. von Die Webverbesserin am 01.02.2015 (20:25 Uhr)

    Ich denke Ghostery ist sicher bei vielen umstritten, aber dennoch für den Laien die einfachste Lösung zu sehen, wie viele Tracker im Internet aktiv sind.

    Zu den neuen AGB habe ich ein Video erstellt, das dieses Thema noch einmal aufgreift: https://www.youtube.com/watch?v=LNdNYszjOu4

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  15. von neunzehn55 am 06.02.2015 (18:11 Uhr)

    Man kann sehr wohl etwas tun, um keine Daten preiszugeben. Ich verstehe nur nicht, das ich der einzige in Deutschland sein sollte, dem das aufgefallen ist.

    Ich habe mir eine Opensource-Software heruntergeladen: VirtualBox 4.3.20. Dieses Programm habe ich auf meinem normalen Rechner installiert, welcher dann im gesamten System als HOST-Rechner fungiert. Dieses Virtualbox-System ist eine sogenannte „virtuelle Maschine“ und ist gegenüber dem eigenen Rechner ein abgeschlossenes System. Das ist so, als wenn man zwei Betriebssysteme gleichzeitig benutzt, was ja auch so ist. Zwischen beiden Systemen besteht keine Verbindung. Die einzige Verbindung ist der gemeinsame Zugang zum Router, also die Internetverbindung.

    In dieser virtuellen Maschine, also innerhalb VirtualBox habe ich zunächst ein zweites Windows 8.1 mit entsprechender Lizenz (daher die o.g. Kosten von ca. 30 Euro) installiert und in diesem Windows 8.1 dann noch den Firefox-Browser und diesen (obwohl eigentlich unnötig) noch so eingerichtet, das er keinen Verlauf und auch sonst nichts speichert, also auch keine Cookies.

    Wenn ich jetzt am Rechner sitze und im Internet unterwegs bin und möchte nebenbei mal zu Facebook, dann starte ich das Programm „VirtualBox“, innerhalb dieser Software dann mein zweites Windows 8.1 und den Firefox-Browser und logge mich dann bei Facebook ein. In diesem System kann Facebook ruhig Cookies ablegen. Damit kann Facebook nichts anfangen.

    Das System ist auch für Laien installierbar. Es gibt genug Anleitungen im Internet. Man muss nur in ein zweites Betriebssystem investieren. Man kann aber auch auf ein kostenloses Linux zurückgreifen. Das würde ebenso funktionieren. Hier mag es evtl. etwas aufwändig sein, eine komfortable Fenstergröße einzustellen.

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