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Kommentar

Günther Oettinger und das Leistungsschutzrecht: „Das ist ein Witz, oder?“

    Günther Oettinger und das Leistungsschutzrecht: „Das ist ein Witz, oder?“

(Slavko Sereda / Shutterstock.com)

Wäre nicht das blaue Häkchen am Twitter-Account, könnte man denken, jemand hätte sich im Namen von Günther Oettinger einen Scherz erlaubt. Der EU-Digitalkommissar twittert sich um Kopf und Kragen.

Oettinger kämpft für ein Leistungsschutzrecht

Leistungsschutzrecht: Oettinger äußert sich bei Twitter zur Internetnutzung. (Screenshot: Twitter/t3n)
Leistungsschutzrecht: Oettinger äußert sich bei Twitter zur Internetnutzung. (Screenshot: Twitter/t3n)

Günther Oettinger kämpft wie ein Löwe für ein Leistungsschutzrecht. Zuletzt hatte sich der EU-Digitalkommissar für die Einführung eines verschärften europaweiten Leistungsschutzrechts für Verleger stark gemacht. Anders als bisher in Deutschland würde das nicht nur für Suchmaschinenbetreiber wie Google, sondern für alle Unternehmen gelten, die Presseartikel im Internet nutzen – also auch für Facebook oder Twitter. Auf Twitter sorgt Oettinger jetzt mit seinen Aussagen für Verwirrung: Hat der Digitalkommissar das Internet verstanden?

Der deutsche Netzjournalist Mario Sixtus hatte per Twitter die vermeintliche Verlegerlogik aufs Korn genommen und getwittert: „,Google bringt mir drei Viertel meiner Leser. Unverschämt, dass Google dafür nicht zahlt.‘“ Daraufhin hatte sich Günther Oettinger eingeschaltet und gefragt, ob Sixtus tatsächlich vom Anreißer auf die Website der Zeitung gehen würde – etwas, das Sixtus, wie die meisten anderen Internetnutzer, wahrscheinlich täglich tut. Auf die Antwort eines weiteren Nutzers, dass das genauso laufe und was Oettinger denke, meinte der: „Das ist ein Witz oder??“

EU-Kommissar Günther Oettinger im Gespräch mit BDZV-Präsident Mathias Döpfner. (Bild: Daniel Bouhs (CC-BY-SA))
EU-Kommissar Günther Oettinger im Gespräch mit BDZV-Präsident Mathias Döpfner. (Bild: Daniel Bouhs (CC-BY-SA))

Ob Oettinger auf der Maus ausgerutscht ist, sich am Abend Popcorn kauend genüsslich die Reaktionen auf seine Tweets durchliest, oder ob er einfach wirklich davon ausgeht, dass der normale Internetnutzer nur Überschrift und Teaser bei Google liest und dann lieber auf eine Werbung als auf den Link zum Artikel klickt, weiß nur Oettinger selbst. Er selbst verweist auf eine mindestens missverständliche Studie, nach der 47 Prozent der Befragten nicht auf die Links zu den Artikeln klicken würden. Dass 45 Prozent der befragten Internetnutzer trotz der nicht sehr vorteilhaften Fragestellung angegeben haben, dass sie die Artikel auf der Original-Website lesen, hört man von Oettinger nicht.

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Oettinger: Print soll Online auf Linie bringen

Kaum Freunde gemacht haben dürfte sich Oettinger auch mit der Ansage, dass Zeitungsverlage im Kampf für ein Leistungsschutzrecht ihre Online-Redaktionen auf Linie bringen sollten. Wörtlich sagte Oettinger am Montag auf dem Zeitungskongress des Bundes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV): „Schwärmen Sie aus und reden Sie über die Ausgewogenheit, das Level Playing Field, das für Ihre Verlage und Ihre Arbeit von morgen unentbehrlich ist, wenn Sie nicht überrollt werden [wollen?] von dem, was von den Online-Plattformen und deren Kapitalkraft und Datenübermacht besteht!“ Der DJV meint dazu: „Einige fragen sich deshalb zu recht, ob Oettinger sich eigentlich als Print-Lobbyist oder als Digitalkommissar versteht“. Die Frage sollte Günther Oettinger schnell einmal beantworten. Es kann einem jedenfalls angst und bange werden.

Das dürft ihr nicht verpassen: FDP-Chef Christian Lindner: „Springer hat sich Google unterworfen“

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2 Reaktionen
Hoffentlich gibts bald nur noch Zentralredaktionen
Hoffentlich gibts bald nur noch Zentralredaktionen

Diese Leute regieren Eure Zukunft. Das versteht hier die Generation Hippsta halt nicht.
Wenn Eure Kinder anlog erzogen werden wie schon die Neandertaler oder Dinosaurier-Babies, erkennt Ihr die Wahrheit und das Ihr besser mal wählen gegangen wäret. rot-grün verdankt Ihr den Zustand von heute. Banken entlassen zigtausende. Bald alle Autofirmen weil dank Robo-Autos nur noch ein Drittel der Autos herumfahren wird und man sich per Handy eines holt oder (wie in USA längst üblich) zum WalMart weit weit draussen vor der Stadt mitfährt und je nachdem wie man kauft blablacar oder eigenes Einkaufs-Transport-Auto am Handy ruft wo auch nur 1-2 Sitzplätze drin sind. Millionen Jobs sind dauerhaft weg. Die Erdölstaaten haben keine Einnahmen mehr und können die Staats-Schulden (also die Lebens- und Rentenversicherungen Eurer Eltern) nicht abbezahlen...

Also nennt endlich ein Land wo man Demokratie programmieren darf. Dann kriegt Ihr schnell eine bessere Welt.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikipedia-Gruender-Zehn-Dinge-die-frei-sein-muessen-120873.html
Ist für mich trivialprogrammierung und manches davon (oder Direct-Feedback-Internet-Townhalls) würden Politiker zwingen, für das Volk zu arbeiten oder Tim Cook, nur noch RAM-Aufrüstbare dicke Apples herauszubringen usw. Die Rechtskosten machen es hier (also dank CETA-TTIP-IPRED2-US-SoftwareTrivialpatenten) uninteressant.

" Der EU-Digitalkommissar twittert sich um Kopf und Kragen. " . Bei Wem ? der "Internet-Gemeinde" ? Har har har. Die gehen ja nicht mal wählen wie man am BREXIT klar erkannt hat.
Er und seine Partei kriegt jetzt Jubel-Berichte für die nächsten Wahlkämpfe von den befreundeten LSR-Verlegern...
In 3 Jahren hat er die Rezession (bei Game of Thrones weiss jeder das der Winter kommt und jedes Eichhörnchen hamstert für den Winter Reserven aber alle DAX-Konzerne wohl nicht und die Abwrackprämie wurde immer noch nicht zurückgezahlt und die Benziner-Jobs sind die nächsten Schallplatten/Röhren-Monitor/NokiaTastenHandy-Jobs) nicht vorhergesehen und die Wirtschaftspresse auch nicht (es gab IMMER eine Rezession) und dann werden die Fusionsgesetze geändert und es gibt nur noch 1-2 Bundesweite Zentral-Mantel-Redaktionen für alle News. LSR sind Durchhalte-Parolen der großen Verlage für die kleinen Lokal-Verlage, denen die Abonnenten weg-sterben oder ans Lokal-Radio abwandert.

- Den langen Bericht lese ich auch nicht, wenn ich die Meldung im Radio gehört habe.
- Es gibt jedoch (hier anscheinend ignorierte) Studien, das viele geteilte Links niemals gelesen wurden ! sondern die Headline reicht. bei Google-News-Ergebnissen halt der Context also die jeweiligen Snippets welche ja anhand nach der Suchanfrage zusammengestellt werden.
- Wenn man übers Telefonbuch blättert ruft man auch nicht jeden Handwerker daraus an.
Die Snippets sind ein Angebot, den kompletten Text zu lesen. Aus Zeitmangel machen das die meisten aber nicht mehr. Allerdings bezahlt man eine komplette t3n und überblättert dann den Artikel "Responsive mit Ruby" weil man kein Ruby macht oder "neue Mac-Monitore ab 99" " weil man einen 9999"-Monitor mit Sony-4k-Android-Handy simularisieren kann oder die "Entwickeln mit Windows und CoLinux" weil man MacOs hat.

- Fach-Informationen, Gewerkschaften, Vereins-Zeitschriften (ADAC-Magazin), wollen Content rüberbringen. Werbung braucht man halt damit es nicht ganz zu teuer wird.
- Werbung sucht sich einen Träger worauf sie mitschwimmen kann. So wie Muscheln sich an Treibgut oder Plastik-Teilen im Meer festklammern.
http://www.golem.de/news/adblock-plus-axel-springer-sieht-journalismus-nur-als-vehikel-fuer-werbung-1509-116587.html

Jede Information ist irgendwo zwischen 100% Werbung und 100% purer Content ohne Werbung.

Wenn man jetzt nur die Snippets liest, verzichtet man oft auf das Anklicken von Artikeln.
Bei Print schaut man aber auch nur auf die Titelseite (Bild-Chef bei Maischberger als das noch bei ntv lief: Mit der Titelseite über dem Bruch(?)/Faltkante muss man die Leser zum Kauf überzeugen) oder bei Zeitschriften. Bei Online hingegen soll man auf die Haupt-Seite gehen und dort umschauen und Werbung wahrnehmen. Das wäre ein sinnigerer Kritikpunkt.
Aber wieso sollte das interessieren. Verbesserung ist nicht gefragt und als 20jähriger lebt man munter in den Tag hinein bis man erkennt, das man mich besser mal meine Ideen hätte umsetzen lassen, weil die totale Armut kommt und man nur noch Schulden für Kanzler bezahlt, welche man nicht kennt oder für Autobahnbrücken, welche längst abgerissen wurden. Dankt Euren Eltern und Großeltern.

Bald gehört hier alles den Chinesen und Hedgefonds-Heuschrecken...
Und 600 Euro Rente sind genug:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/reden-wir-ueber-geld-muentefering-wer-auf-nur-euro-rente-kommt-muss-nicht-arm-sein-1.3164473
Solche Leute (Eure Eltern und Großeltern kennen ihn noch) bestimmen Eure Zukunft und die (anscheinend ausreichend hohe) Rentenhöhe von Euch, Euren Eltern und Großeltern und die Gesundheits-Versorgung wo man erst einen Termin beim Hausarzt (also nächstes Quartal) und dann beim Facharzt (also übernächstes Quartal) machen muss. Ist wohl nicht so wichtig...
Von ihm stammt übrigens der Heuschreckenvergleich:
https://en.wikipedia.org/wiki/Franz_Müntefering#Political_positions (man Schaue nach oder Suche bei Wikipedia, was "locusts" sind...
Ich kann mich gar nicht erinnern das es eine offizielle Heuschrecken_Liste gab. War der deutschen Werbewirtschaft und Leistungs-System-Presse wohl nicht wichtig...

Alles geht kaputt. Die Armut wird immer größer und die Benziner-Jobs sind fast alle bald weg. Nennt also endlich mal ein Land wo man die Wahrheit und Wiki-News aufbauen darf...

Wenn die Linksteuer kommt, kann man erst nach 20 Jahren Artikel verlinken und zitieren oder halt paraphrasieren: 1998(?) wurde Helmut Kohl abgewählt. Also kam jemand anders an die CDU-Macht: Merkel oder Schäuble. Aber Schäuble hat die Parteispenden-Affäre nicht mitbekommen. Daher regiert seitdem Merkel die CDU. Tja. Solches Wissen ist bald also geschützt und die ganzen anderen Sachen welche Politiker so machen. Also seid Ihr für WikiNews oder dagegen und wollt weiter Mainstream-Jubel-System-Presse lesen ? Dann nennt endlich ein Land wo man sowas programmieren darf. Vielleicht Türkei oder Israel oder wer Deutschland sonst nicht leiden kann und die Wahrheit über deren Politiker verkündigen will. Investment braucht man natürlich keines und den Rest machen die Cloud und AMP.

Muss Twitter dann nicht hier schliessen wenn man nix mehr kostenlos verlinken kann ?

Das ein Großteil der News (Da gabs Studien drüber oder Zählungen ich glaube bei Spiegel Online) einfach nur Agentur- und PR-Meldungen sind, weiss er auch nicht.
Manche Leute lassen sich Emails halt vom Praktikanten ausdrucken und leben z.b. ohne Fernseher...
http://www.golem.de/news/streaming-serie-woody-allen-bereut-deal-mit-amazon-1505-114091.html

Generation 40 kommt an die Macht. Siehe Ghostbusters mit denen die damals groß geworden sind und jetzt wieder die 80er (erfolglos) aufgekocht werden... Die nutzen Ipad usw. aber rot-grün oder Initiative D64 usw. hat ja auch nicht geliefert oder siehe Piraten. Aber Politiker nutzen iPad wohl eher für Sudoku im Ausschuss oder Netflix+Spotify im ICE. Denn Politiker können wohl kostenlos ICE fahren ! Daher hat ICE bald Internet und Regionalbahn und natürlich freie Wifis wie in USA überall (erkennt man an den Apps die dauernd Daten laden wollen) ist nicht so wichtig. Aber die Leistungs-System-Qualitäts-Presse erkennt solche Zusammenhänge halt nicht.
Da wünscht man sich Zentralredaktionen. Weil man zu 90% eh nur Agenturmeldungen ohne Eigenanteil lesen muss...

Seit den 70ern gehts uns schlechter. Presse erfüllt die Kontroll-Funktion schon lange nicht mehr.
In USA weiss jeder, das die Entitlements steigen und der Mittelstand ausgestorben ist.
Hier halt noch nicht. Aber bald. Die Presse hat versagt... Die Armut wird immer mehr...

Antworten
Manuela Reichert
Manuela Reichert

Aber sonst ist alles im grünen Bereich, oder?!

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