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Wie ihr Snapchat für euer Unternehmen nutzen könnt [#rpTEN]

    Wie ihr Snapchat für euer Unternehmen nutzen könnt [#rpTEN]

(Bild: 360b / Shutterstock.com)

Snapchat ist überall – auch auf der re:publica. Das Panel „Wie Organisationen Snapchat nutzen können“ steigt auf diesen Trend auf und erklärt den Umgang mit dem sozialen Netzwerk. t3n.de war vor Ort und fasst die wichtigsten Tipps für euch zusammen.

Snapchat für Profis

Dass Snapchat längst kein Randphänomen mehr darstellt, zeigt sich schon an der Besucherzahl. Dicht gedrängt sitzen, stehen, hocken Hunderte Leute im Saal 6 in der Station in Berlin, um den Worten von Franziska Broich zu lauschen. Mit ihrem Vortrag „Let’s snap it! How organisations can use Snapchat“ will die Journalistin den digitalen Vordenkern auf der re:publica erklären, wie sie das junge soziale Netzwerk am besten für sich nutzen.

Franziska Broich referiert über Snapchat. (Foto: t3n.de)
Franziska Broich referiert über Snapchat. (Foto: t3n.de)

Die heutige Katholische-Nachrichten-Redakteurin hat Erfahrung damit, trockene Themen in den Snapchat-Geist zu übertragen: Drei Jahre lang arbeitete sie im Social-Media-Team des Europäischen Parlaments. Warum Snapchat für Unternehmen so wichtig geworden ist, macht Broich gleich am Anfang deutlich: Weil sich auf dem Portal eine sehr junge  Zielgruppe ansprechen lässt. 71 Prozent der Nutzer sind jünger als 25 Jahre. Nur zum Vergleich: Bei Twitter stammten 2014 gerade einmal 19 Prozent aus dieser Zielgruppe, auf Facebook waren es in Deutschland gerade 47 Prozent.

Doch wie kommt man am besten an die junge Zielgruppe heran? Wir stellen euch fünf Tipps aus der Session vor.

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Tipp 1: Do it like they do it

Um auf Snapchat mitspielen zu können, müssen Unternehmen das Netzwerk verstehen. Das bedeutet vor allem eins: die Tonalität übernehmen. Es geht nicht so sehr darum, plötzlich auf cool zu machen und Themen zu posten, die nicht zum eigenen Unternehmen passen. Vielmehr müssen es Firmen schaffen, ihren Inhalt in den Snapchat-Stil zu verpacken.

„Wir versuchen, nicht zu viel Text in unsere Posts zu packen“, erzählt Broich. Wie es stattdessen geht, zeigt sie am Beispiel eines Rundgangs durch das EU-Parlament: Statt einfach nur einen Saal mit leeren Stühlen zu zeigen, sind auf dem Bild Smileys und Beschreibungen im Paint-Stil eingebaut.

Tipp 2: Sei persönlich

Wie bekommt ihr Nutzer dazu, sich für euch und euer Thema zu interessieren? Ganz einfach: Gebt eurer Organisation ein Gesicht. Franziska Broich erzählt das am Beispiel des Weißen Hauses: Die US-Regierung startete mit Snapchat erst im Januar 2016. Statt Themen rund um die Gesundheitsreform oder um den US-Wahlkampf snappt das Team Fotos von Barack Obama – wie er Staatschefs besucht, wie er Bürger empfängt. Das lässt den Präsidenten volksnah erscheinen.

Die persönliche Bindung macht das Teilen von eigenen Inhalten am Ende einfacher. Broich berichtet beispielsweise davon, wie sie mit dem Social-Media-Team des EU-Parlaments versuchte, Einblicke von der Klimakonferenz 2015 zu gewähren. Auf den ersten Blick nicht gerade ein Snapchat-Thema, mit der richtigen Umsetzung kann es aber funktionieren. Das Social-Media-Team sprach dafür beispielsweise mit Politikern vor Ort, machte Fotos von der Konferenz und betitelte sie mit kurzen Sätzen. Auch wenn das Thema nicht in seiner ganzen Tiefe dargestellt werden kann: Es bekommt zumindest Aufmerksamkeit.

Tipp 3: Snappe in der großen Pause

„Morgens ist die meiste Aktivität auf Snapchat“ 

Ihr erreicht logischerweise dann am meisten Follower, wenn die meisten Menschen online sind. In der Zielgruppe unter 25 Jahren gehen viele noch zur Schule oder studieren. Deswegen lohnt es sich, etwas früher aufzustehen und den ersten Snap schon in der großen Pause abzusetzen. „Wir haben es immer morgens gemacht, weil dort die meiste Aktivität auf Snapchat ist“, berichtet Broich.

Tipp 4: Baut euch eure eigene Statistik

Auch wenn Snapchat viele Vorteile bietet: Anders als bei Facebook und Twitter ist es schwierig, die Resonanz und die Follower zu verfolgen. Der Schwachpunkt der App sei, dass nicht einsehbar sei, wie viele Freunde man habe, sagt Broich. Alles, was gemessen wird, sind Screenshots und Views.

Um dieses Problem zu lösen, hat sich das Social-Media-Team des EU-Parlaments eigene, einfache Statistik-Tools gebaut. So gab es jede Woche einen Mitarbeiter, der sich um Snapchat kümmerte. Dieser hat Leute hinzugefügt und diese wiederum in einer Excel-Datei gesammelt. Dadurch ließ sich ermessen, wie viele Follower das Parlament bei Snapchat hat. Ist zwar aufwändig, misst aber die eigene Relevanz.

Tipp 5: Setze Snapchat offline fort

Was schwierig ist: Die Menschen, die in der App Fans sind, auch offline für sich zu interessieren. Deswegen solltet ihr auch persönlich ansprechbar sein – auch offline.

Beim EU-Parlament äußerte Anton aus Schweden beispielsweise den Wunsch, einmal das Social-Media-Team zu besuchen. Franziska Broich und ihre Kollegen luden ihn daraufhin ein und verbrachten einen Tag mit ihm. Das Team hat die Gelegenheit auch dafür genutzt, ihn in den Snapchat-Feed einzubinden. „Ich glaube, die Leute haben dadurch gemerkt, dass wir unsere Fans wirklich zu schätzen wissen“, sagt Broich. Eine Erfahrung, die jedes Unternehmen vermitteln sollte.

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