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Der Spotify-Effekt: Wieso ich meine 100 GB große MP3-Sammlung vermissen werde

Der Spotify-Effekt: Wieso ich meine 100 GB große MP3-Sammlung vermissen werde

Lokale Musiksammlungen haben ausgedient. , Rdio, und Co. verdrängen hunderte Gigabyte große Musikarchive auf privaten Rechnern. Eine unaufhaltsame , die nostalgisch stimmt und unseren Autor zehn Jahre zurückblicken lässt.

Der Spotify-Effekt: Wieso ich meine 100 GB große MP3-Sammlung vermissen werde

Schallplatten kann man riechen und fühlen. (Foto: © stevecoleimages – iStock.com)

„Are you sure you want to delete the selected Files?“ – Nein, sicher bin ich mir wahrlich nicht. Zu viele Erinnerungen hängen an diesen Dateien. Gleichzeitig sind sie eigentlich nicht wertvoll. Die gleichen Daten lagern auf tausenden anderen Rechnern. Im Gegensatz zu Fotos sind sie ersetzbar und nicht einzigartig. Es ist sinnlos, sie lokal auf meiner Festplatte zu behalten. Innerhalb der letzten vier Jahre habe ich nur eine Handvoll von Ihnen überhaupt geöffnet.

95,6 Gigabyte. Diese Zahl bescherte mir im Jahr 2004 anerkennende Blicke und Komplimente auf LAN-Parties oder dem Schulhof. Eine MP3-Sammlung dieser Größe war damals ein Statussymbol. So wie die Leistung des ersten Autos oder die Zahlen auf Magic-Sammelkarten, war damals auch die Größe der digitalen Musik-Kollektion ein soziales Kriterium.

Bye Bye Musiksammlung: Ich hab eine Neue – Sie heißt Spotify. (Screenshot: Moritz Stückler)
Bye Bye Musiksammlung: Ich hab eine Neue – Sie heißt Spotify. (Screenshot: Moritz Stückler)

100 Gigabyte waren vor 10 Jahren eine riesige Datenmenge

Natürlich hatten 95,6 Gigabyte vor zehn Jahren eine ganz andere Bedeutung. Festplatten gab es damals in Größen von 80, 120 oder 160 Gigabyte und es war ein Kraftakt, so große Datenmengen überhaupt auf den eigenen Rechner zu kriegen. Die ersten Songs für meine Sammlung habe ich noch selber von Audio-CDs gerippt, anschließend mal ein paar auserlesene Titel mit ISDN und Kanalbündelung in kriechender Geschwindigkeit runtergeladen, später dann mit revolutionärem Speed dank des ersten DSL-Anschlusses. Zuerst bei Napster, dann bei Audiogalaxy und KaZaA. Aufgrund der geringen Bandbreite musste man sich sehr gut überlegen, welchen Titel man herunterladen will – ganze Alben waren nicht drin. Nur auf LAN-Parties konnte man sich größere Datenmengen in der Spielpause saugen.

Audiogalaxy: Einer der ersten Filesharing-Dienste. (Quelle: homepage.ntlworld.com)
Audiogalaxy: Einer der ersten Filesharing-Dienste. (Screenshot: homepage.ntlworld.com)

Die Bandbreite der Anschlüsse wurde größer und so wuchs auch die Sammlung immer schneller. In Zeiten von eDonkey und BitTorrent gab es keine Limits mehr: Ganze Diskografien oder Chart-Compilations landeten über mehrere Nächte verteilt auf der Festplatte. Die Legalität dieses Verhaltens war mir damals als Teenager herzlich egal. Als Schüler mit 30 Euro Taschengeld und einem gleichzeitig unstillbaren Durst nach neuer Musik, hatte ich wenig Verständnis für das Urheberrecht und die Interessen von Künstlern. Dazu gesellte sich später auch Trotz und Frustration über mangelnde digitale Vertriebsmodelle der Musikindustrie. Inzwischen hat sich meine Meinung in diesem Bereich radikal geändert. Zwei Abmahnungen wegen Urheberrechtsverstößen haben ihren Teil dazu beigetragen. Und dank attraktiver, legaler Alternativen, die es inzwischen gibt, ist Filesharing für mich heute gar keine Option mehr.

Spotify: Ein zentrales Musikarchiv für 10 Euro pro Monat

2010 erzählte mir ein Freund von Spotify: Ein zentralisiertes Musikarchiv, auf das jeder Nutzer zugreifen kann. Ich habe schon früh verstanden, dass die lokale, dezentrale Speicherung von so massenhaft nachgefragten Dateien ökonomisch keinen Sinn macht. Umso mehr war ich von Spotify begeistert und seit 2010 zahle ich jeden Monat rund zehn Euro an die schwedische Firma.

Diese zehn Euro sind auf meinem monatlichen Kontoauszug der Posten, der mich am wenigsten ärgert. Ich zahle sie gerne und mit einem Lächeln auf dem Gesicht – ganz im Gegenteil: Zehn Euro kommen mir immer noch wie ein unglaubliches Schnäppchen vor. Dafür bekommt man im Laden nicht mal ein einziges Album – und damit kann ich jetzt so viel hören, wie ich will.

Spotify: Ein zentrales Musikarchiv für 10 Euro pro Monat. (Quelle: Bla)
Spotify: Ein zentrales Musikarchiv für 10 Euro pro Monat. (Screenshot: wearesuperfamous.com)

Das finde ich als Kunde zwar nett, weiß aber inzwischen auch, wie sehr die Künstler darunter leiden. Ich fände es gut, wenn Spotify seine Preise anheben würde, sodass am Ende auch mehr bei den Künstlern hängen bleibt. 15 oder 20 Euro würde ich immer noch für den Dienst bezahlen, ohne mit der Wimper zu zucken.

Seitdem sind meine MP3-Dateien sinnbildlich etwas eingestaubt. Klar, einige Songs finde ich bei Spotify nicht, aber die Auswahl wird immer besser. Nur ein paar wenige und legal erworbene Alben werde ich zukünftig behalten – vielleicht 2,5 Gigabyte. Der Rest ist überflüssig geworden.

Schallplatten kann man fühlen und riechen – Dateien nicht

Mein Vater könnte vermutlich nicht verstehen, wieso ich dermaßen an diesen Daten hänge. Er sammelt Schallplatten. Einige tausend Exemplare hat er davon in seinem Wohnzimmer. Er kann ihre Booklets und Hüllen bestaunen, sie anfassen und riechen. Manchmal stöbert er durch seine Platten und fährt dabei langsam mit den Fingern an ihrem Rücken entlang. Zu vielen seiner Platten kann er eine Geschichte erzählen: Wo er sie oder wieso er sie gekauft hat – und wann und mit wem er sie gehört hat.

vinyl
Schallplatten kann man riechen und fühlen – aber auch an MP3s können Erinnerungen hängen. (Foto: © stevecoleimages – iStock.com)

So wie er über die Rückseiten seiner Platten streift, so bewege ich mein Scrollrad auf und ab und blättere durch Alben, Songs, Bootlegs oder Live-Mitschnitte und schwelge in Erinnerungen. „The Middle“ von Jimmy Eat World lief auf Klassenfahrt rauf und runter, bei Limp Bizkits „Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water“ hatte ich den ersten Vollrausch und die Songtexte von Linkin Parks „Hybrid Theory“ habe ich fast alle auswendig gelernt und mit einem Wörterbuch übersetzt.

Also wieso löschen, wenn doch so viele Erinnerungen dran hängen? Die Antwort ist philosophischer Natur: Ich habe gerne wenig Ballast im Leben. Auch Daten können Ballast sein. Sie müssen gepflegt, sortiert und gesichert werden, wenn sie benutzt werden sollen. Genau wie ich es mag, mit relativ wenig materiellem Besitz zu leben, finde ich auch Gefallen daran möglichst wenig Daten zu besitzen und Redundanzen zu reduzieren, und genau das sind meine MP3s heute leider – redundant.

Ein Inhaltsverzeichnis werde ich behalten – wegen der Nostalgie

Aber das Gefühl, durch meine Sammlung zu scrollen, will ich auch in Zukunft nicht missen – auch wenn ich die Dateien nie mehr anklicke. Die Zusammenstellung meiner Sammlung ist für mich eine Inspirationsquelle. Es ist einfacher, aus meiner privaten Sammlung etwas auszuwählen, dass ich gerade hören will, als aus dem Nichts heraus etwas bei Spotify zu finden.

Deswegen generiere ich mir eine HTML-Datei mit der Ordner- und Dateistruktur meiner Sammlung – also ein Inhaltsverzeichnis für die Nostalgie. Und dann klicke ich auf „Yes“.

Vielleicht auch interessant: Hier findet ihr 16 gute Alternativen zu Spotify

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74 Antworten
  1. von Oink am 16.07.2014 (09:51 Uhr)

    Ich selbst nutze solche Dienste wie Spotify nicht, aber hat Spotify nicht das Problem der Vollständigkeit? Es gibt immer mal wieder Songs die man zufällig im Internet entdeckt (Youtube, Soundcloud und co.) und sofort in der eigenen Playlist haben möchte. Derzeitig nutze ich Google Play Music, damit die Songs die ich mag überall verfügbar sind. Handy, PC etc.

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    • von Denny am 16.07.2014 (10:23 Uhr)

      Das stimmt, Spotify hat nicht alle Künstler und auch nicht alle Alben von dort vorhandenen Künstlern im Angebot. Trotzdem ist das Angebot riesig.
      Es gibt auch die Möglichkeit, lokal vorhandene Musik in die Spotify-Bibliothek zu ziehen. Dadurch lassen sich lokale sowie nur bei Spotify vorhandene Inhalte wunderbar mischen, z.B. in der gleichen Playlist.

      Was ich persönlich bei Spotify vermisse, sind eher technische Features. Ich lieb(t)e bei iTunes die Möglichkeit, dynamische Playlisten zu erstellen. Man gibt gewisse Kriterien vor - z.B. "in den letzten 6 Monaten nur 1 mal gehört", und die Software erstellt einem die Playlist dazu und aktualisiert sie fortlaufend. Um das in Spotify möglich zu machen, fehlen auch noch Metadaten wie z.B. "play count", "zuletzt gehört" etc. Auch ein 5-Sterne-Ranking wäre toll.

      Davon abgesehen: seit ich vor ca. 2 Jahren Spotify abonniert habe, hat sich mein Musikkonsum grundlegend verändert. Ich liebe es. Ich habe so viele neue Künstler kennengelernt - ohne die riesige Auswahl wäre das nie möglich gewesen. Ich bin zu Konzerten von Künstlern gegangen, deren Existenz mir zuvor nicht bewusst war.
      Ich kann Musik-Podcasts hören (z.B. den von FluxFM) und kann sofort in die dort vorgestelle Musik reinhören. Ein Traum.

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      • von Imke am 18.07.2014 (15:27 Uhr)

        So ähnlich geht es mir auch. Ich nutze Spotify seit über zwei Jahren in der Premium Version. Seitdem kaufe ich PLatten von Künstlern, die mich begeistern und war auf zahlreichen Konzerten von Künstler, die ich vorher nicht einmal kannte.

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  2. von Mirco am 16.07.2014 (10:12 Uhr)

    Schön und gut, aber wenn die Internetleitung eine Störung hat und ich GERADE JETZT meinen Lieblingssong hören will, Spotify den Laden Dicht macht oder man einfach nur ein Mixtape (jaaa...old-fashioned) für's Auto, iPod oder nen Freund brennen/kopieren möchte, wäre man vielleicht froh, man hätte sich die 100GB-Sammlung irgendwo auf einer Backup-Platte abgelegt. Speicherplatz kostet ja so gut wie nichts mehr ;-)

    Ob die lokale, dezentrale Speicherung von solchen massenhaft nachgefragten Dateien Sinn macht, kann man so oder so sehen. Ich stelle die Frage mal anders herum: Macht es Sinn, sich einen Titel, den man tagtäglich anhört, jedes Mal auf's Neue aus dem Internet herunterzuladen?

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    • von Denny am 16.07.2014 (10:25 Uhr)

      1) man kann sich jeden Song offline speichern, auf jedem Gerät.
      2) man kann lokal vorhandene Musik in Spotify nutzen und mit den dort verfügbaren Titeln in seiner Playlist "mischen"
      3) Hand aufs Herz: wann hast du zuletzt das Bedürfnis gehabt, jemandem etwas zu "brennen"?

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      • von zeromg am 16.07.2014 (11:09 Uhr)

        Das stimmt, aber im Auto eine gebrannte CD zu hören ist noch sehr aktuell, wenn man nicht gerade den neusten Radio (mit USB, Bluetooth) oder sogar eine Spotify-Anbindung besitzt. Klar, dies ist auch nur eine Frage der Zeit....

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    • von Moritz Stückler am 16.07.2014 (22:30 Uhr)

      Die Internetleitung steht sowieso schon. Welche Art von Daten da durch fließen ist für die Ökonomie-Bilanz relativ egal.

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      • von peter am 17.07.2014 (11:02 Uhr)

        Tja, leider falsch. Das gilt nur für die "letzte Meile", aber nicht für "das Internet". Und wenn die Leitungen der Provider voll sind mit gestreamter Musik, dann kommen solche Ideen mit Datenpriorisierung und Bezahlmodelle für Diensteanbieter. Und wenn Spotify dann der Telekom und Vodafone Geld geben muss, dann holt sich das Spotify von dir wieder. Und so schliesst sich der Kreis.

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  3. von Andy am 16.07.2014 (11:00 Uhr)

    Willkommen in meiner Welt ;) Ich hatte bei deinem Beitrag brutal ein déja-vu Erlebenis, genau so wie du es erzählt hast habe ich es auch erlebt. Mit dem Unterschied dass ich meine Soundsammlung (in welche ich hunderte von Stunden nur schon für das Tagging gesteckt habe) sicher behalte. Die paar hundert GB stören mich nicht bei den heutigen Festplattengrössen. Ich selber nutze jedoch kein Spotify oder Goolge Play (meiner Meinung nach einiges besser), sondern iTunes Match. So habe ich meine "ganze" Sammlung (max. 25'000 Tracks werden zugelassen) überall dabei. Mit Google Play habe ich experimentiert, dort würden ja nur die Tracks hochgeladen, welche Google Play selber nicht hat. Eine wirklich gute Sache mit einem Haken: Das Rating. Keine Ahnung wie Ihr vorgeht, aber ich höre jeweils Sound und bewerte diesen, danach filtere ich nach den Ratings und füge die Tracks zu meinen Playlists hinzu. Dies funktioniert meiner Meinung nach aktuell am besten mit iTunes Match. Google Play bietet dieses Feature als Beta-Feature zwar auch, aber nur einseitig (also keinen Sync auf iTunes zurück).

    Grundsätzlich mag ich Streaming-Dienste eigentlich nicht so. Wer weiss wie die ihre AGB's anpassen und ich habe gerne für den Fall der Fälle meine eigenen Dateien.

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    • von Moritz Stückler am 16.07.2014 (22:31 Uhr)

      Klar, jeder hat da seinen eigenen Geschmack. Ich bin selber mit iTunes und iTunes Match nie warm geworden.

      Das Argument mit „nicht so mögen“ finde ich nicht sehr sachlich, ist halt eine Frage der Einstellung.

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      • von AlexWien am 17.07.2014 (18:23 Uhr)

        "nicht so mögen" war nicht das Argument, das findest du im zweiten Teil seines Satzes. "Die AGB können geändert werden."
        und schließt Spotify seinen Dienst, sieht es auch übel aus wenn Du keine mp3s mehr hast.

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  4. von Gustave am 16.07.2014 (11:08 Uhr)

    Ich persönlich nutze meine MP3s, Spotify Premium, LastFM und viel (herzerwärmendes) Vinyl.
    Im täglichen Gebrauch, ob Auto, Spaziergang oder Arbeit, ist Spotify einfach unschlagbar. Wobei mich die unvollständigen Diskografien sowie der Facebook-Zwang wenn man sich mit Freunden verknüpfen möchte schon manchmal hart nerven.
    Allerdings muss ich auch sagen, dass die Musik Empfehlungen bei LastFM wesentlich besser sind. Aber es gibt ja zum Glück eine entsprechende App.

    Schlussendlich fühlt sich für mich persönlich Musik hören aber nur über ein physisches Medium richtig richtig gut an. Ich kann verstehen, dass der Autor in seinen Erinnerungen schwelgt, wenn er sich "The Middle" von Jimmy Eat World anhört. Wenn ich diesen Song aber 1000 mal direkt per Klick abspielen lassen kann, geht mir so manches Gefühl dabei verloren nachdem es sich still und leise abnutzte.
    Da kommt für mich dann die Schallplatte ins Spiel. Ein Zelebrieren und Huldigen der Musik, des Künstlers und des Artworks. Sich hinsetzen, das Stroboskop beim flackern beobachten, was trinken, Musik bewusst hören.

    Und hey: Für sowas muss man kein "Vater" oder alt sein ;)

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    • von Moritz Stückler am 16.07.2014 (22:33 Uhr)

      Nicht falsch verstehen. Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass man Vinyl hört. Mache ich auch ab und zu sehr gerne. Aber es ist eben für mich keine Alternative für den alltäglichen Musik-Konsum. Vinyl ist wie eine Zigarre, ein Whiskey oder ein Wein – es gibt einen passenden Ort und eine passende Zeit dafür.

      Aber, was ich damit eigentlich sagen wollte: Auch an digitaler Musik und Dateien können Erinnerungen hängen, nicht nur an physikalischen Medien.

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    • von Alexander am 17.07.2014 (15:26 Uhr)

      Nur so nebenbei: bei Spotify gibt es seit einiger Zeit keinen Facebook Zwang mehr. Das war nur eine recht kurze, nervige Episode gewesen.

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  5. von Bloodred am 16.07.2014 (11:17 Uhr)

    Ich bin da noch ganz old-school unterwegs. Nicht nur, dass ich nach wie vor physikalische Tonträger kaufe, sondern ich importiere diese dann auch noch in iTunes und speichere die Dateien. Ehrlich gesagt fühle ich mich irgendwie wohler, wenn ich jederzeit noch Zugriff auf die Musik habe. In den letzten Jahren bin aber auch ich dazu übergegangen, immer mehr Musik nur noch digital über iTunes zu kaufen. Ist halt bequemer ...

    Mit Spotify habe ich ein Problem, da dies eine Plattform ist, die meiner Meinung nach der Ausbeutung der Künstler dient. Ich bin selbst Musiker und meine Musik ist auch auf Spotify verfügbar, was da aber in den Abrechnungen rüberkommt ist mehr als verschwindend gering. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass die Plays meiner Songs doch überschaubar sind, ist aber auch im Geschäftsmodell begründet. Auf BackstagePro gab es dazu mal einen ganz aufschlussreichen Artikel: http://www.backstagepro.de/thema/soviel-kann-man-nicht-mit-spotify-weltweit-verdienen-2014-04-18-7mf8rwS5W0

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    • von Denny am 16.07.2014 (12:38 Uhr)

      Dass Künstler über Spotify nur sehr unzureichend vergütet werden, ist in der Tat ein Problem. Ich habe aber trotzdem ein gutes Gewissen dabei.

      Weil:
      1) CDs kosten echt viel Geld. 18 Euro bei Amazon sind keine Seltenheit. Für das gleiche Geld bekomme ich 2 Monate Spotify.
      2) man sollte auch die indirekten Einkommen der Künstler betrachten (Merchandising, Konzerte). Diese dürften steigen, wenn viele Leute für wenig Geld Zugriff auf sehr viel Musik haben.

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    • von Moritz Stückler am 16.07.2014 (22:35 Uhr)

      Mit der geringen Vergütung der Künstler hast du Recht, das steht ja auch oben im Artikel.

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  6. von Ray am 16.07.2014 (12:59 Uhr)

    Für mich war es etwas anders, die MP3 Sammlung hab ich einfach nicht gehört. Ich hab eigentlich kaum Musik gehört, egal ob ich 10, 50 oder 100 GB auf der Platte hatte. Torrent machte es ja einfach. Und dabei hör ich sehr gerne Musik.

    Was ich aber nicht gern mache ist Sammeln, Kuratieren, Labeln, Playlisten erstellen oder sogar den Namen der Band wissen. Seit Spotify gebe ich erstmals seit 2000 wieder Geld für Musik und höre 6+ Stunden am Tag.

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  7. von Sir Devox von Pfauenstein-Ritzel am 16.07.2014 (15:04 Uhr)

    Ich weiß, es ist ein Stilmittel des Autors, aber dieses absolute Denkmuster ist einfach grauenhaft zu lesen. "Ich nutze nun Spotify, ich muss nun allen anderen Musik-Quellen entsagen, und alles löschen!" Wer denkt denn so? Und warum ist der Autor offenbar so in Fesplatten-Platznot, dass er für 100 GB seine über ein Jahrzehnt gesammelte Musik löscht? Und das wo der Preis von Speicher niedriger ist als jemals zuvor? Hm. Vermutlich wäre es einfach nicht interessant genug gewesen, einen Artikel darüber zu schreiben, dass man inzwischen Musik lieber streamt als besitzt. Da muss dann zwingend so eine nostalgieverklärte Abschieds-Story drum gestrickt werden, damit die Leser interessiert bleiben... Schrecklich. Ich fühle mich dann immer wie in eine Daily-Soap versetzt, in der jeder noch so unbedeutenden Entscheidung das Gewicht eines tiefschneidenden Lebensereignisses beigemessen wird, um den stets furchtbar gelangweilten Leser irgendwie zu binden... Hat aber den gegenteiligen Effekt, zumindest bei mir.

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    • von Moritz Stückler am 16.07.2014 (22:39 Uhr)

      Hallo Sir Devox! Nein, ich muss nun nicht allen anderen Musik-Quellen entsagen. Keinesfalls! Und ich habe auch keine Platznot auf meiner Festplatte.

      Der Grund ist eher ein philosophischer: Ich bin ein Fan von geringem Ballast im Leben – sowohl im physikalischen Bereich in Bezug auf Eigentum, Möbel und solche Späße, aber auch im digitalen Bereich in Bezug auf Daten. Ich bin froh über jedes Gigabyte auf meiner Festplatte, das ich nicht sichern, ordnen, kategorisieren und pflegen muss. Ich trenne mich gerne von Sachen, die ich nicht mehr benötige.

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  8. von vanRAW am 16.07.2014 (16:37 Uhr)

    Aber das wichtigste was ihr immer vergesst:
    Das alles auch nur so lange bis zum neuen Gesetz oder dem neuen Entscheid eines Unternehmens. Ich bin viel zu oft in netzlosen Gegenden unterwegs, mal von abgesehen, dass das ja auch insgesamt viel mehr Akku gesaugt wird usw...

    Dazu bin auch noch DJ, früher mit Vinyl jetzt mit hochwertigen MP3s per DVS.

    Ich kann diesen Spotifiy und Co. einfach rein gar nix abgewinnen, weil das einzige Argument, wieder mal die Faulheit des Menschen ist (von den Verdiensten der Künstler will ich jetzt gar nicht anfangen) Und jetzt kommt mal, wenigestens den einen Klick zwischen Download und Stream kann man ja wohl noch machen, sonst weiß ich auch nicht mehr...
    Es ist durchschweg einfach eine schlechte Sache, und alles was postiv wirkt, wird nur schön geredet, aber wenn ihr Hand aufs Herz legt, macht es sehr viel kaputt, in allen Belangen.

    Spotify fördert das, was gerade alles in unserer Gesellschaft fördert: Quantiäten, Reizüberflutung, und das mein ich hier durchaus Negativ. Aufgrund meiner Arbeit als DJ beschäftige ich mir schon mehr mit Musik, als der Normal-User – aber ganz oft wünsch ich mir einfach nur weniger Input, dafür nicht immer die gleiche Sch*****.

    Schon in Zeiten der riesen MP3-Sammlungen war das Too Much, wie wird es erst bei Spotify. Da kennt man dann gar kein Song mehr und jeden nur 1/10.

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    • von Moritz Stückler am 16.07.2014 (22:43 Uhr)

      Hallo vanRAW, ich verstehe dein Argument. Spotify und Co. senken die Hürde für die Distribution von Musik und sorgen gleichzeitig für geringere Einnahmen bei den Künstlern, was dafür sorgt, dass mehr Künstler halbgare Sachen veröffentlichen. Ich stimme dir da durchaus zu, glaube aber dass das eine Entwicklung ist, die wir nicht aufhalten können. So ähnlich ging es auch im Buch- und Medienmarkt in den letzten Dekaden zu. Und dort stellt man fest, dass es gleichzeitig auch immer eine Rückbesinnung gibt: Ich glaube auch im Zeitalter von Spotify kann man mit hochwertiger Musik überzeugen, aber natürlich schwerer als noch vor vielleicht 20 oder 30 Jahren.

      Spotify und Co. deswegen als „durchweg schlechte Sache“ abzutun halte ich für die falsche Reaktion.

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  9. von vanRAW am 16.07.2014 (16:43 Uhr)

    @Denny
    Wenn ich das lese:
    „1) CDs kosten echt viel Geld. 18 Euro bei Amazon sind keine Seltenheit. Für das gleiche Geld bekomme ich 2 Monate Spotify.“

    Das ist nicht viel Geld soviel kostet eine CD, und normalerweise ist das auch niedriger. Wo ist das Problem für eine CD, ein Buch, einen Film entsprechende Geld auszugeben. Da muss man sich halt mal entscheiden, und nicht 50 Alben am Tag durchskippen. Und genau vor der Entscheidung hast du Angst – Generation: Maybe.

    Sorry, aber ich kann diese Ich-hab-kein-Geld-ich-bin-so-arm-aber-hab-ein-Iphone-mit-100€-im-Monat-Leute nicht mehr hören. Dann muss man einfach nur mal ein bisschen nachdenken. Und mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück kommen. Und dann kann man auch eine CD für 15 € kaufen, die in Relation dazu viel besser angelegtes Geld ist. Einfach nicht die Tatsachen verdrehen, dann klappt das schon...

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    • von Denny am 17.07.2014 (10:31 Uhr)

      Ich werde nicht arm, wenn ich mir 1 (eine!) CD für 18 Euro kaufe.
      Das Ding ist: ich sehe es nicht ein. Ich unterstütze Künstler gern, ich gehe im Monat 2-3 Mal auf Konzerte. Ich kaufe Merchandise, wenn ich auf Konzerten bin und auch im Netz. Ich kaufe ab und an Musik von Indie-Künstlern auf Bandcamp, auch wenn sie bei Spotify sind, nur um sie zu unterstützen. Ich unterstütze Künstler per Crowdfunding.
      Ich möchte aber nicht 18 Euro für ein einziges Album ausgeben, an dem der Künstler am Ende vielleicht 2-3 Euro verdient.

      Ich konsumiere im Monat weit mehr als 1 neues Album, es sind eher 5 oder 6. Da käme schnell ein ordentlicher Betrag zusammen. Vor Spotify habe ich mir pro Monat 1-2 CDs gekauft, und "nur" aus meiner Sammlung gehört.
      Trotzdem höre ich heute mit Spotify die Musik sehr bewusst, ich skippe nicht wild durch. Ich bin ü30, kein Kiddie, der den Superstars hinterherhechelt.

      Davon abgesehen: ich muss die Musik nicht "besitzen". Es reicht mir vollkommen, sie zu "leihen", mit all den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Ich muss mir kein riesiges Archiv aufbauen - wozu? Ich finde es viel interessanter, mir neue Alben anzuhören, neue Künstler zu entdecken. Ich will nicht immer nur im eigenen akustischen Saft köcheln, das ist mir zu langweilig.

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  10. von dot_SB am 16.07.2014 (17:01 Uhr)

    Spotify fehlt die Schönheit der Vergänglichkeit.

    Die Argumentation ist für mich ein Bischen wie "Warum muss man sich tätowieren lassen?" Muss man nicht, man kann aber - um bestimmten Dingen einen anderen Stellenwert zu geben - indem man ein Stück von sich (Haut für das Tattoo oder eben Geld für Musik) dauerhaft hergibt.

    Dem gegenüber steht die "Flatrate" von Spotify - ich lege mich nicht fest, wähle nicht, bekenne mich nicht.

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    • von Moritz Stückler am 16.07.2014 (22:44 Uhr)

      Spannendes Argument! Siehe dazu auch die anderen Kommentare: Ich glaube trotzdem dass es einen Platz für physikalische Datenträger gibt, für die man sich bewusst entscheiden muss. Aber das hat nicht viel mit meinem alltäglichen Musik-Konsum bei der Arbeit zu tun.

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      • von David am 16.07.2014 (23:00 Uhr)

        Zahlen sind ehrlicher als Worte. Jeder nennt sich einen Musikliebhaber und niemand gibt gerne zu, dass sein Konsumverhalten kontraproduktiv ist, aber de facto ist die Branche über weite Teile trocken gelegt. Der Alltag eines Musikers ist geprägt von perverser Mehrbelastung (fester Job, Musik machen, Selbstvermarktung und nebenbei ein Leben haben), Schnittstellen wie DJs, Kritiker, Labels etc. werden allem Know-How zum Trotz zurück ins Hobby gedrängt (das sie angesichts der Perspektiven nicht selten aufgeben) oder wechseln in eine Dienstleister-Position (modulare Promotion-Angebote für Musiker und ähnlichen Quatsch, der in einer Branche ohne Cashflow niemandem gut tut) und selbst Musikhörer räumen häufiger ein, dass dieser Überfluss wenig reiz- und stilvoll ist. Aufzuhalten ist Streaming nicht, ebenso wenig die digitale Enteignung (auch Cloud genannt). Wenn mich Alternativlosigkeit zwingt, muss ich mitgehen. Lobeshymnen, Abgesänge und dergleichen gehören jedoch nicht zu meinem musikalischen Repertoire.

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  11. von chbbyman am 16.07.2014 (17:20 Uhr)

    Ein netter Internetradio-Sender, ja. Das lass ich mir gefallen.
    Aber meine Bibliothek durch einen minderwertigen Stream ersetzten? Keinesfalls, niemals!
    Und kein Mensch, der Musik liebt, audiophil ist, mobil ist, und bei klarem Verstand, würde seine Sammlung gegen ein virtuelles ... Nichts tauschen!
    Lass morgen bei Spotify im Keller die Bombe hochgehen - und gestern noch die Bib gelöscht!?
    Im Partykeller ohne Netz und Wlan? Ja Volltreffer!
    Im Ausland unterwegs, aber Mucke hören wollen? Viel Spass.
    Mal davon ab, dass 10€ im Monat nunmal 10€ sind, und ich mir von diesem Geld auch bequem die songs, die ich haben möchte, kaufen kann. Denn es müssen nicht immer ganze Alben sein. Was wenn mir, als kleiner Rock und Punk-Hörer, auf der aktuellen Scheibe von Eminem immerhin 1 Song gefällt - allerdings auch wirklich nur der eine...? Wieso sollte ich das ganze Album kaufen?

    In Kombination mit rabattierten iTunes-Karten, PayPal-Gutscheine und ähnlichem kommt man mit den 10€ gut und gerne 15-18 € weit. Und dass ist dann meins. On, aber vor allem auch offline. Und unterwegs. Im Tunnel, im Flieger, unter Wasser, auf dem Mountainbike und dem Snowboard. Im Partykeller, unterm Dachboden. Morgens, mittags, abends.

    All dass min. 256 oder 320 kBit. Für jemanden mit feinem Gehör, einer guten Anlage und ordentlichen Lautsprechern ohnehin das Minimum.

    Doch dass schert "die Jugend von heute" ja eh nicht mehr. Lieber den schrebbeligen Sound aus dem 600€-Smartphone in der U-Bahn reinpfeifen, als für 15€ dusselige Sony-Kopfhörer.
    Mit selbstgebauten und abgestimmten Lautsprechern, sauberen Dateien und einem gewissen Pegel hört man plötzlich Dinge in Songs, die einem Jahrelang nicht aufgefallen sind. Das atmen des Drummers, das Kratzen des Pleks auf der Basssaite, die Luftströmung des Akkordeons. Alles Dinge, die einem selbst Studioaufnahmen plötzlich so nahe bringen können, dass man die Augen schliesst und dabei zu seien glaubt.

    Für mich braucht es nicht zwingend ein physisches Medium. Keine Platte, keine Disc. Denn alles, was auch bei diesen zählt, ist ihr Inhalt. die Musik. Diese Kunst. Dieses Statement. Der Stimmungsaufheller, oder auch der Stimmungsdrücker. Pur und unverfälscht, ohne Nebengeräusche, möglichst laut. Denn Musik ist da, um mich zu unterhalten. Und nicht, um mich "unter anderem" zu unterhalten. Ich will keine Ausetzter, kein Buffern, kein rasseln der U-Bahn, kein gebrabbelt von Fremden, keinen Strassenlärm oder das Abrollgeräusch meiner Reifen auf Schotter. Nicht das knatschende Geräusch von frischem Schnee unter den Schuhen und schon gar nicht die grottige Musik meines Gegenübers mithören müssen. Ich will einfach nur meine Musik.

    Und wenn ich doch den Schnee hören möchte, oder das Abrollgeräusch? Dann drücke ich einfach auf Stop.

    Und gerade das sammeln, archivieren, pflegen, labeln und vor allem hören macht doch auch den Kenner aus. Meine Sammlung ist zwar "nur" 22.000 Titel gross - doch dafür ist sie auch "sauber". Da lungert kein Mist drinne rum, keine Songs, die auf irgendwelchen Compilations mal mit dabei waren.
    Alles nur "Stuff", den ich auch haben möchte. Und ich kenne jeden Titel. Mit Interpret. Zumeist auch das Album und Erscheinungsjahr oder in welchem Film der Song lief.

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    • von Moritz Stückler am 16.07.2014 (22:51 Uhr)

      Hallo chbbyman,

      erstmal danke für den ausführlichen und konstruktiven Kommentar. Mit einem Teil deiner Aussagen stimme ich überein, mit einem anderen nicht:

      Den Einwand bezüglich der Qualität kann ich verstehen, aber für Premium-Nutzer spielt Spotify die Inhalte in 320 kbit/s aus. Ich glaube das sollte auch für anspruchsvolle Musikhörer ausreichen.

      Nicht zustimmen kann ich dir bei dem Partykeller: Du kannst alle Inhalte bei Spotify auch offline hören, und sie auf deinem Gerät lokal speichern.

      Das mit der Bombe ist kein Argument: Legst du auch kein Geld bei der Bank an, sondern hortest Gold? Ist für mich ungefähr die gleiche Argumentation.

      Sammeln und Archivieren kannst du auch bei Spotify mittels der Kategorie „Eigene Musik“ und Playlisten.

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    • von Denny am 17.07.2014 (10:38 Uhr)

      Ein paar kurze Anmerkungen ;)

      "... minderwertigen Stream ..."

      Reichen dir 320kbit/s nicht?

      "kein Mensch, der Musik liebt, audiophil ist, mobil ist, und bei klarem Verstand, würde seine Sammlung gegen ein virtuelles ... Nichts tauschen"

      Doch. Deine Unterstellung ist arrogant.
      Ich konsumiere Musik per Spotify zu 80% unterwegs. Ich speichere mir viele Titel und Alben - kein Ding. Den Rest streame ich. Okay ich wohne in einer großen Stadt, da ist mobiles Internet kein Thema.

      "Jugend von heute"

      Stell dir vor, es gibt Leute ü30, die Spotify nutzen. Ich meinem Freundeskreis sogar jede Menge.

      " das sammeln, archivieren, pflegen, labeln und vor allem hören macht doch auch den Kenner aus"

      Oha, der Sammler ist ein Kenner, alle anderen nicht. Auch wieder eine arrogante Unterstellung.

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  12. von Ray am 16.07.2014 (17:21 Uhr)

    Hier gehts doch gar nicht ums CD kaufen! 100GB konnte man doch niemals kaufen , das wären ja zigtausend Euro gewesen. Da verdient man mit Spotify mehr als über PirateBay.

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    • von nk am 17.07.2014 (18:27 Uhr)

      Sooo abwegig ist das nun auch nicht. Kommt drauf an, wie alt man ist und wann man angefangen hat. Selten thematisiert aber viele Alben wurden einem in den letzten Jahren der CD ja geradezu nachgeschmissen. Für zwanzig Mark/Euro hat man da selten zuletzt was gekauft. Außer natürlich man musste die neueste Scheibe sofort haben. Dann noch paar gebrannte, paar geschenkte, und schon ist man locker bei 400, 500 CDs. Und das ist eher noch wenig für Musikliebhaber.

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  13. von Luke am 16.07.2014 (18:35 Uhr)

    Jo genau, weil du für all deine 100GB irgendwas bezahlt hast beim saugen. Seit Spotify kriegen die kleinen wenigstens auch was.

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  14. von ben_ am 16.07.2014 (21:30 Uhr)

    Ha! Afrbo! An den hab ich ja bestimmt … 10 Jahre nicht mehr gedacht! Danke für die erfrischende Erinnerung.

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  15. von Hans am 16.07.2014 (22:19 Uhr)

    Ich hätte das nicht gelöscht. Storage kostet heutzutage nichts, jeder hat doch ein (oder mehrere) NAS mit ein paar Terabyte herumzustehen. Was machst du, wenn Spotify die Preise stark anhebt, wenn die von der GEMA verklagt werden und in Deutschland nicht mehr anbieten dürfen, oder wenn die ausgerechnet dein Lieblingslied aus irgendwelchen blöden Lizenzstreitigkeitsgründen nicht haben? Wenn das Internet ausfällt oder dein Anschluss irgendann gedrosselt wird. Wenn der Laden pleite geht.

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    • von Moritz Stückler am 16.07.2014 (22:54 Uhr)

      Hallo Hans. Die Sammlung lag jetzt schon seit vier Jahren auf meinem NAS. Zu dem Speicher-Argument habe ich auch weiter oben in den Kommentaren noch was geschrieben.
      Und diese Argumente a la „Was wäre wenn“ kann ich nicht nachvollziehen. Es entspricht nicht meiner Art für solche Eventualitäten vorzusorgen. Ich habe keine Gold-Reserve, keine eingemachten Lebensmittel im Sturmkeller und auch kein ABC-Schutzanzug für alle Eventualitäten im Leben. Das ist natürlich immer Geschmackssache – manche nennen es Naivität und ich sage dazu Pragmatismus und Lebensfreude.

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      • von Olli am 17.07.2014 (00:01 Uhr)

        Lieber Moritz,

        ich habe nie mp3 gesammelt, sondern immer schon cd´s selbstgerippt und lossless gespeichert. Damal gab es ein hervorragendes reportoire in öffentlichen bibliotheken. Ich hatte immer schon ein schlechtes gewissen, obwohl wohl nicht wirklich illegal, aber ich wusste ja, dass der Musiker bei meiner Vorgehensweise nichts davon hat. Alben, die ich dann wirklich gut fand, habe ich oft nachträglich noch gekauft. Komplett auf cds und rippen verzichte ich erst, seit dem es wimp gibt. die streamen für 20 € ( ich hoffe, die musiker bekommen etwas mehr, weiß es aber nicht) in cd qualität, also lossless. für 10 € übrigens in spotify qualität. ein weiteres plus sind immer mehr booklets, die wimp zum album liefert.

        desweiteren gibt es einen redaktionellen Teil, der mir ein bisschen Musikzeitschriften ersetzt.

        ein vollwertiger ersatz meiner Musiksammlung gelang mir also erst mit wimp.

        ich habe mich daran gewöhnt, nur Alben behalten, die in Wimp nicht verfügbar sind, und den rest gelöscht.

        Mir erging es aber ähnlich beim löschen.

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      • von Olli am 17.07.2014 (00:07 Uhr)

        Sorry für die werbung für wimp, aber ein muss ich noch hinzufügen: du kannst deine playlisten aus spotify in wimp importieren. Ich hatte zuerst auch spotify, aber wegen der 320 kbit/s konnte ich mich nicht von meinen lossless rips trennen. mit wimp konnte ich das. habe 3,7 TB gelöscht.

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  16. von Ralf am 17.07.2014 (08:42 Uhr)

    Ich als DJ der alten Schule werde meine Musiksammlung ganz sicher auf meiner Festplatte behalten. 1. sind das alles lossless Rips meiner CDs, die ich dann über USB auf meine Player lade, 2. gibt es die Musik die ich spiele sowieso kaum im Internet als Stream. Die gibts ja teilweise nichtmal mehr gebraucht auf CD, oder wenn dann unbzahlbarund das alleine macht gut 50% meiner Lib aus. Für Mainstream ist das siche ne gute Sache, aber für echte Musikliebhaber ganz sicher nicht ausreichend.
    Grüße
    R

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  17. von maltris am 17.07.2014 (08:52 Uhr)

    Verstehe ich gar nicht.

    Heute sind doch 100 GB nicht mehr so viel. Kann man doch aufheben und ergänzen, der Bequemlichkeit halber Spotify nutzen, aber wenn mal kein Internet da ist auf die eigene Bibliothek zurückgreifen.

    Besonders auf meine schöne WAV und FLAC-Sammlung möchte ich nicht verzichten. Frisst zwar Speicher wie sau, aber bei 35 Euro pro Terabyte ist das ja wohl ein Klacks.

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  18. von Mike am 17.07.2014 (08:54 Uhr)

    "Eine unaufhaltsame Entwicklung"? Es steht doch jedem frei seine eigenen Files oder sein eigenes Vinyl zu horten. Und wenn Du Deine Sammlung vermissen wirst, warum löschst Du sie denn? In Zeiten wo 1TB HD für 50 Euro zu bekommen ist, eine völlig unnötige Tat, die in ihrer Absolutität nur für Abhängigkeiten von o.g. Diensten führt.

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  19. von Johanna Walther am 17.07.2014 (09:23 Uhr)

    Schöne Retrospektive, mit unlogischem Fazit.

    Warum die emsig gehegten und gepflegten .mp3s löschen, wo doch heute so inflationär Speicherplatz bereit steht? Die jahrelang persönlich kuratierte Sammlung steht immer bereit: auch auf dem Grillfest in der Pampa oder im Keller ohne Internetempfang.

    Davon abgesehen von Wohl und Wehe eines Unternehmen abhängig zu sein, dass nebenbei ein musikalisches Profil des Hörers abgreift, ist nicht jedermanns Sache.

    Ich denke schon eher darüber nach, mein in über zehn Jahren aufgebautes Archiv als Kopie in ein Benkschließfach zu geben ...

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  20. von juergen am 17.07.2014 (09:24 Uhr)

    Hm, zumindest experimentell sollte ich mir Spotify vielleicht auch mal antun. Bin gespannt, ob die auch für Klassikfans was zu bieten haben, über schlecht getaggte Einzelsätze der populärsten Stücke hinaus.

    Aber um mich zu outen - ich habe einen guten Grund gefunden, um meine CD-Sammlung nicht aufgeben zu müssen (CD-Sammlung... so eighties, ich weiss). Bei Laut.fm kann man sein eigenes Radio einrichten, das dann als Internetradio frei verfügbar ist. Macht viel Spaß, ist kommunikativ (bis nach Texas...), und man lernt die eigene Sammlung noch mal ganz anders kennen. Man muss aber aufgrund der laut.fm-Regeln bzw. der GEMA-Verträge (laut.fm regelt das mit der GEMA) die Musikquellen selbst besitzen, als CD/LP oder als gekaufte Datei.

    "Leere" mp3-Dateien, damit meine ich heruntergeladene oder von Webradios mitgeschnittene, ohne eigene CD/LP dahinter, können mich dagegen fast nicht mehr zum Anhören motivieren.

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    • von Ray am 17.07.2014 (10:07 Uhr)

      Ich wechsel meistens zwischen Klassik, Dub und diversem hin und her. Von den meisten Sachen gibt es inzwischen mehrere Aufnahmen zur Auswahl.

      Auch das Radio funktioniert ganz gut. Sogar besser als bei LastFM, da war das White Stripes Radio immer alles ausser White Stripes.

      Aber wirklich gut sind die Playlisten. Irgendwer hat sich immer schon die Mühe gemacht was passendes zusammenzustellen.

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  21. von Ralf am 17.07.2014 (09:31 Uhr)

    Eine Frage habe ich noch: Was passiert, wenn ich meinen Online Account lösche bzw kündige? Darf ich meine offline Musik dann trotzdem behalten?

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  22. von Knut am 17.07.2014 (09:32 Uhr)

    Ein ganz anderer Aspekt zum Thema Vinyl/CD vs MP3/Spotify:
    Nach jeder Scheidung (zweimal in meinem Leben) musste ich mich von der Hälfte meiner großen Plattensammlung trennen. :-( Mit MP3s oder Spotify entfällt das. Allerdings bin ich jetzt auch sesshaft geworden ;-)

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  23. von willwach am 17.07.2014 (09:48 Uhr)

    Ich finde die Argumentation lustig und sehr kurz gedacht.
    10 Euro im Monat gegen 20 Euro für die CD?

    Du solltest bedenken, für die 20 Euro bekommst du etwas, was dir auch in 10 Jahren noch physisch gehören wird. Für die 10 Euro bekommst du nur ein personalisiertes Radio.

    Das eine ist physischer Besitz, das andere eine Dienstleistung.
    Solltest du dir mal irgendwann die 10 Euro im Monat nicht mehr leisten können, hast du nichts mehr. Wer sich die CD gekauft hat kann trotzdem weiterhören.
    Unter dem Gesichtspunkt ist Spotify sogar die lukrativere Variante, weil ich für jedes Hören eines Songs im Prinzip wieder zahle. Und ich werde abhängig von solchen Diensten, weil ich ja ohne den Dienst keine Musik mehr hören kann.

    Ich nutze Spotify in der kostenlosen Variante um "Radio" zu hören und neues kennen zu lernen. Und wenn mir eine Musik gut gefällt, dann leiste ich mir die auf CD.

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    • von Ray am 17.07.2014 (10:21 Uhr)

      Was ist Besitz denn Wert wenn alles immer online verfügbar ist? Das Internet schimmelt ja nicht morgen weg.

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      • von willwach am 17.07.2014 (11:12 Uhr)

        Es ist eben "nicht alles immer" online verfügbar.

        Kein Netz, schlechtes Netz, Stromausfall, neue Gesetze, neue Verträge, keine Kohle mehr fürs Abo, Dienst geht pleite, etc...

        Es geht nicht um Besitz als solchen, sondern um das physische Vorhandensein. Das wären auch die MP3 auf der Festplatte.

        Dienste zu betreiben ist marktwirtschaftlich viel günstiger als Güter zu vertreiben.
        - Monatliche Gebühren vers. eine Zahlung.
        - einfachere Distribution
        - höhere Kundenbindung

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  24. von andreas.mettler.1238 am 17.07.2014 (10:01 Uhr)

    Wenn Spotify den Dienst einstellt oder Dir den Vertrag kündigt, verschwindet auf einen Schlag auch Deine komplette "Musiksammlung".

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  25. von Arne Richter am 17.07.2014 (10:34 Uhr)

    Wer auf Dienste wie Spotify so sehr vertraut, dass er seine MP3 Sammlung vernichtet, ist tatsächlich etwas blauäugig. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sowas ganz schnell nach hinten los gehen kann. Ich bin z.B. seit vielen Jahren zahlender Nutzer von Napster. Aus heiterem Himmel wurde Napster dann von Rhapsody übernommen und von heute auf morgen verschwanden tausende und abertausende von Alben aus dem Katalog und sind bis heute nicht wieder aufgetaucht, weil Rhapsody wohl andere Lizenzen als Napster verhandelt hatte. Für mich damals ein Schock, da auch ich sehr viele liebgewonnene Alben nicht mehr hören konnte. Darauf zu vertrauen dass sich sowas bei Diensten wie Spotify nicht wiederholen kann, ist in der Tat naiv.

    Ein zweites Problem ist, dass diese Dienste auch gerne mal "heimlich" Songs oder Alben durch andere Versionen austauschen. Aus einer "Explicit" wird dann eine "Radio" Version und man merkt es erst beim nächsten Abspielen und ärgert sich. Einige richtig gute Songs bekommt man, wohl auf Wunsch der Künstler oder Firmen gar nicht mehr in der Originalversion, sondern nur in neu aufgenommenen Fassungen. Hier mal nur 2 Beispiele: California Love von 2Pac. Auf Napster und Spotify ca. 20 mal verfügbar, aber immer nur die langweilige basslose Version mit dem Drumcomputer, nicht die damals bekannte mit dem geilen Bläser-Sample. Oder die Band "Berlin" aus den achtzigern. Sämtliche Songs mit denen ich damals groß geworden bin und die ich zum Glück noch als MP3 habe, gibt es bei Spotify nur in neu aufgenommen Versionen die schlimmer als eine Karaoke-Band klingen. Von heute auf morgen heimlich ausgetauscht. Meine MP3s würde ich daher niemals löschen!

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  26. von KlirrKlang am 17.07.2014 (11:19 Uhr)

    Genau das ist und ist mein Punkt warum ich Spotify & Co nicht benutze: Diese Abhängigkeit von Diensten, die kommen und gehen und mir letztendlichen proprietären Format-Mist verkaufen. Ich habe lieber eine Vinyl-/CD und letztendlich eine MP3/Ogg Sammlung auf meinem NAS als mich von irgendwelchen Cloud-Diensten abhängig zu machen.

    Ja, zugegeben, das ist Einstellungs-, und letztendlich wohl auch eine Generationsfrage.
    Gegen diese Argumente aus reinem Pragmatismus und Lebensfreude kann man recht wenig sagen, hat nur damit in meinen Augen recht wenig zu tun, denn hängt das vom Dienst oder Zugriffsmedium ab?!
    Aber meistens ist die Kritik bei diesen Leuten am Größten wenn genau diese Dienste AGB´s ändern oder aufgekauft werden und dann dicht machen.
    Mich stört hauptsächlich die provokative und absolutistische Aussage das lokale oder persönliche Daten/Files/Tonträger ausgedient haben.
    Letztendlich hat das jeder für sich zu entscheiden.

    Der Hinweis das bei den Künstlern unter Spotify&Co wenig hängenbleibt, macht, wenn man aber dennoch diesen Dienst nutzt, es auch nicht wirklich besser und erscheint eher als Feigenblatt.
    Das ist das gleiche Argument wie von Leuten die zu kik gehen oder Fleisch-Lasagne für 2,49 kaufen, sich aber wundern das diese Spuren von Pferdefleischabfällen enthalten.
    Aber es ist wohl eine Frage wie man Musik konsumiert: Wenn man Musik abseits von Mainstream hört sind für mich Festivals oder auch Konzerte so oder so viel mehr Wert als jede erdenkliche Suchfunktion bei diesen Diensten und richtige neue Gruppen/Interpreten bekommt man in meinen Augen auch nur vor Ort mit, die man dann vielleicht irgendwann auch bei Spotify&Co "erwerben" kann.

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  27. von Ralf am 17.07.2014 (11:31 Uhr)

    Damit ist das Thema für mich eigentlich auch schon vom Tisch. So wird aus einem "billigen" Musikbesitz ganz schnell mal ein sehr teurer, wenn daraus resultiert, dass ich weiter bezahlen muss auch wenn ich den Dienst nicht mehr nutzen möchte, aber die gesammelte Musik behalten will.

    Hier wird dem Verbraucher eine Miete als Ersatz für einen Kauf angeboten, was letztendlich immer zugunsten des Vermieters ist, wie wir auch hier sehen können.

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  28. von Ray am 17.07.2014 (11:35 Uhr)

    @willwach

    Kunde1 kauft nur ab und an mal ein Album. Bei Spotify bekommt er für relativ wenig Geld zugriff auf die zigfache Menge.

    Kunde2 ist Sammler und gibt hunderte im Jahr aus. Er käme weit billiger mit der Flatrate.

    Kunde3 ist Pirat und bekommt beim Streamingdienst Komfort und Legalität für wenig Geld.

    Spotify lässt 10K Songs offline speichern, also unterwegs ist man versorgt.
    Geht der dienst Pleite stört das auch nicht, die 5-10 Konkurrenzdienste haben ja das gleiche Angebot.

    Ist der Strom weg, die Währung futsch und das HartzIV versoffen, dann ist es vielleicht nicht so wichtig ob man Lossless in den Erinnerungen der teuren, aber nicht versilberbaren Anschaffungen schwelgt.

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    • von willwach am 17.07.2014 (12:13 Uhr)

      Es ist glaube ich eine Frage wie man mit Musik umgeht.

      Zu Kunde 1: Will er denn die zigfache Menge oder ist er mit den 3 CDs im Jahr zufrieden? Wenn er zufrieden ist, kommt er auf jeden Fall billiger. 3 Alben im Jahr? Macht 60 Euro. Spotify macht 120 Euro.

      Zu Kunde 2: Wenn er Sammler ist, dann kauft er um zu besitzen. Das kann ihm Spotify nicht bieten. Spotify wäre günstiger, aber er bekommt ja nicht das was er will.

      Zu Kunde 3: Warum ist er Pirat?
      1. Weil ihm die Musik zu teuer ist,
      2. weil es kein komfortables Angebot gab oder
      3. aus Prinzip
      4. ???
      Bei 3 wird nicht wechseln. Bei 3 eventuell. Bei 2. sicherlich.

      Ich glaube Spotify ist weder billiger noch besser als die "alten" Formen.
      Es ist einfach eine Frage davon was ich will.

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  29. von Sven am 17.07.2014 (13:35 Uhr)

    Ich besitze seit 2 Jahren Simfy Premium, habe somit nun schon über 120 Euro für Musik ausgegeben. Mein Problem mit den Streaming-Diensten ist, dass einfach einige Alben oder sogar Künstler aus dem Angebot verschwinden oder einfach schlicht nicht verfügbar sind.

    Nachdem zehn meiner Lieblingsalben bzw. Künstler aus dem Angebot entfernt wurden. Habe ich das Abo engültig gekündigt. Was bleibt nach der Kündigung?

    Genau nichts! - Wenn Ihr also zehn Jahre für diesen Dienst zahlt hat man c.a. 600 Euro ausgegeben. Oder sagen wir sogar 20 Jahre, 1200 Euro. Für das Geld hätte man alle Songs und Alben kaufen können, die einem je interessiert haben. Wenn man also nach 20 Jahren kündigt, hätte man 1200 Euro ausgegeben und kein einziges Album oder einen Song. Das tut doch weh!

    Ich kaufe meine Songs bzw. Alben nur noch bei Amazon-MP3. Damit habe ich den Vorteil ich kann die Dateien immer wieder herunterladen und auch behalten, wenn man mal nicht mehr zahlt.

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  30. von Ralf am 17.07.2014 (13:46 Uhr)

    Eben genau was ich geschrieben habe. So wird aus einem scheinbar "günstigen" Angebot, ein sogar sehr teures, von dem man am Ende nicht einmal mehr eine Leistung besitzt. Schlechte Entscheidung...!

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    • von Robert am 18.07.2014 (21:39 Uhr)

      Öhm... Halten wir mal fest:

      16 cent pro Tag für ein Fundus von ca 20-22 Millonen Titeln ist nicht zuviel auch wenn ich dafür kein "materielles" Medium habe. Ihr könnt mir glauben das ich kaum nach 20 Jahren Freude durch diese Nutzung auch nur ein Träne nachweine das ich "nichts" habe, wa ja auch nicht stimmt weil ich eben diese Freude hatte

      Ich nutze sehr gerne die entdecken Funktion von Spotify ... an dem Tag wo ich diesen Service in irgendeinem Geschäft in der Vielfalt bekomme kaufe ich wieder CD's

      Ich bin nicht bereit 10-20 Eur für eine CD auszugeben nur weil mir 2 oder 3 Titel gefallen und der Rest nur Trash ist.

      Ich habe keine Flächenkapazitäten um jahrelang Musik Medien zu horten und den Raum entsprechend zu klimatisieren (CD halten ja auch nicht ewig wenn hier schon von Jahrzenten gesprochen wird) wenn ich diese nicht jeden Tag nutze. Bei Spotify scrolle ich durch meine Listen und kann nach der Methode "oh das hast du ja auch lange nicht mehr gehört" verfahren... Versucht das mal bei einer Physikalischen Sammlung.

      Musikenthusiasten kann ich im gewissem Maße noch verstehen wobei... versucht doch mal eure sündhaft teuren Röhrenverstärker und Selbstgebauten Schallwandler mitzunehmen...!! nicht möglich?!?... Eben! Ich habe mit solchen diensten ein Riesenfundus auf meinem Handy in der Tasche welche mit ausrteichender Qualität gestreamt wird. Ich habe, soweit ich mich erinnere, noch NIE eine situation gehabt wo mir der empfang abgegangen ist zumal es die Offline Funktion gibt.

      Zu MP3 Sammlungen.... ich würde im Leben nicht meine MP3 Sammlung löschen... minimalismus oder sonst irgendein Argument in diese Richtung kann und will ich auch nicht nachvollziehen... Ich bekomme keine schlechten Träume des Nachts wenn ich weiss das auf meinem NAS 2 oder 3 TB MP3's liegen... wo gibts denn sowas?! wenn ich ein Stück suche gehe ich an den Rechner und nutze die suchfunktion und .... Bäng... ich habe das Stück aus Tausenden MP3's gefunden... Ergebnis: erfüllt .... und es hat garnicht weh getan... wo ist da das Problem??

      Btw: Meine Physikalischen Tonträger habe ich veräussert und entsorgt.. die wenigen welche ich behalten wollte habe ich in den Keller ausgelagert, weil mir der Platz in meiner kleinen Wohnung einfach zu kostbar ist um ihn mit alle jubeljahre mal genutzten Tonträgern vollzumüllen... In diesem sinne bin ich für den Fortschritt dahingehend sehr dankbar ;-)

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  31. von Chris am 17.07.2014 (14:28 Uhr)

    "Wieso ich meine 100 GB große MP3-Sammlung vermissen werde"
    Ja, wieso? Wieso sollte ich 120 Euro pro Jahr zahlen um 100 GB auf meiner Festplatte einzusparen?
    Ganz einfach: Weil ich es toll finde auf so einen öden Marketinggag hereinzufallen.
    Deswegen sende ich auch jede Mail mit epost da ich so gerne auch Porto für meine Mails zahle.
    Und Programme kaufen? So was von rückständig! Ich zahle lieber das vilefache für ein Online-Gefühl bei der Verwendung von Office usw.
    Schade das es noch keinen Brain-Anbieter gibt, weil ich würde gerne noch mein Hirn auslagern!

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  32. von Ojano am 17.07.2014 (15:15 Uhr)

    Ich werde bei der Dateisammlung bleiben. Musikhören gehört für mich zur Privatsphäre dazu. Ebenso anderweitiger Medienkonsum. Daher bin ich generell kein Stremaingfan, egal welcher Anbieter. ich würde es ebenso wenig gerne tun wie ich meinen Smartphoneinhalt in der Cloud abspeichern würde. Ok, böse finde ich es auch nicht, aber werde mich nicht Datenmäßig ohne Not nackt machen und in meinem Leben vollständig von IT-Anbietern abhängig sein.

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  33. von scarlett am 17.07.2014 (17:17 Uhr)

    ein bißchen schwachsinnig. warum löschen? die daten fressen kein geld. und ob/wie lange spotify & co. jeweils existieren, weiss niemand.

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  34. von nk am 17.07.2014 (19:13 Uhr)

    "Wieso ich meine 100 GB große MP3-Sammlung vermissen werde"

    Und wieso nu? Steht im Text nicht drin. Click Bait? "nicht" vergessen? Man weiß es nich.

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    • von Moritz Stückler am 21.07.2014 (18:06 Uhr)

      Hallo nk und einige andere Kommentatoren,

      die Antwort auf die Eingangsfrage in der Überschrift bin ich tatsächlich schuldig geblieben. Da sieht man als Redakteur manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Habe deshalb meine Argumentation aus den Kommentaren noch mit 2-3 Sätzen in den Text eingefügt.

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  35. von Andreas am 18.07.2014 (07:03 Uhr)

    Leider sind die Musikdienste keine Alternative für uns. Wir leben mobil und solange die Mobilfunkprovider 1 GB als Flatrate feiern wird das auch so bleiben. Wir haben 20 GB Volumen zur Verfügung, das wird auch ohne Musik und Video schon manchmal knapp.

    Dazu kommt, das nicht immer schnelles Internet zur Verfügung steht. Wir sind zwar nicht nur auf einen Provider angewiesen, wir können die Sim-Karten wechseln, aber selbst das hilft nicht immer.

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  36. von Ralf Kothe am 18.07.2014 (12:24 Uhr)

    100 GB Musik? Internet-Radio? Also ich höre seit Jahren nur meine etwa 2.900 MP3s und bin glücklich. Warum was Neues entdecken? Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik.

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  37. von Robert am 19.07.2014 (14:44 Uhr)

    Ich weiss nicht ob es gestattet ist hier Schleichwerbung zu machen ;-) aber ich versuche es mal: T-Mobile ... wenn man Spotify über T-Mobile abonniert wird einem das reine streaming nicht auf das monatliche Volumen angerechnet. Bitte beachten: Soweit mir bekannt ist NICHT alles was bei Spotify geladen wird inclusive, Cover laden usw ist meines erachtens nicht dem streaming zuzurechnen!! Also ... ich nutze unterwegs den reinen Stream über Spotify und das wird nicht auf das Gesamtvolumen angerechnet

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  38. von P.Enis am 15.09.2014 (22:28 Uhr)

    Schön, dass du deine Sammlung doch nicht gelöscht hast und stattdessen lieber Yes hörst. Was ist denn dein Lieblingsalbum von denen?

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  39. von SBrucherseifer am 27.03.2015 (15:23 Uhr)

    Ich würde die MP3s auf jeden Fall behalten, 100GB auf einer externen 2TB-Platte kosten ja gerade Mal 5€. Und das aus drei Gründen:

    1.) Der Nostalgie halber, oder auch: weil ich mein Ordner-Chaos kenne, das ich in 10 Jahren nicht einmal geschafft habe aufzuräumen.

    2. ) Weil mindestens ein Drittel der Titel bei keinem Streaming-Dienst verfügbar ist und vielleicht nie sein wird.

    3.) Weil Internet auch mal ausfällt oder nicht verfügbar ist und ich schließlich nicht alle meine Playlists offline verfügbar machen will - dann kann ich den Platz auf der Festplatte auch für meine eigene Sammlung verwenden.

    Als 4. Grund könnte man noch anfügen, dass die Qualität der eigenen Sammlung besser ist, aber das trifft bei MP3s möglicherweise gar nicht zu. Bei FLAC usw. allerdings sehr wohl! Eigene CDs digitalisieren würde ich stets ins verlustfreie FLAC-Format, den Unterschied wird man spätestens dann bemerken, wenn man sich irgendwann ein gutes Hifi-System zulegt.

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  40. von oroettger am 29.03.2015 (11:41 Uhr)

    gerade zum Thema Flac: https://wimp.de/wweb/specials/hifi_lossless/

    Erst als es CD Qualität als stream gab, bin ich umgestiegen. Und es gibt Booklets in der App zu immer mehr Alben.

    Für mich ist dieser Dienst die einzige Alternative zum Lossless Rippen.

    Eine mp3 Sammlung hatte ich noch nie im großen Umfang, nur Flacs.

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