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Das erste Blog erstellen: Der t3n-Guide mit Tipps für Wordpress, Ghost und Co.

    Das erste Blog erstellen: Der t3n-Guide mit Tipps für Wordpress, Ghost und Co.

Das eigene Blog. (Foto: © Feng Yu – Fotolia.com)

Wer ein Blog erstellen will, sollte einige Dinge beachten. Das beginnt bei dem System, auf dem das Blog laufen soll und endet beim Verteilen der Inhalte. Die t3n-Checkliste mit Blog-Tipps für Einsteiger.

Bloggen: Die Qual der Wahl

Möglichkeiten, ein Blog zu führen, gibt es viele – und ständig kommen neue dazu. Es gibt Plattformen, auf denen ihr nur einen Account erstellen müsst und sofort bloggen könnt. Und es gibt unzählige Anbieter für Blog-Software, die ihr auf dem eigenen Webspace installieren könnt. Wir stellen euch die bekanntesten und geeignetsten Lösungen vor.

Mit diesen Lösungen steht dem eigenen Blog nichts mehr im Weg – womit ihr in guter Gesellschaft seid. 173 Millionen Blogs gab es Ende 2011, heute dürften es vermutlich also weit über 200 Millionen sein. Solltet ihr übrigens anfangs nicht wissen, worüber ihr schreiben sollt: 10 Quellen für erstklassigen Content hat der Kollege Andreas Weck für euch zusammengestellt.

Das meistgenutzte Blog-System der Welt: WordPress

WordPress ist das meist eingesetzte CMS und Blogsystem. (Grafik: WordPress)
WordPress ist das meist eingesetzte CMS und Blogsystem. (Grafik: WordPress)

WordPress ist das bekannteste und meistgenutzte Content-Management-System (CMS) weltweit. Ursprünglich als reine Blog-Software gestartet, kann es auch problemlos dazu genutzt werden, „richtige” Websites zu betreiben. Bei WordPress gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ihr nutzt die Plattform WordPress.com oder eine selbst gehostete Version. Wenn ihr einfach nur loslegen oder erstmal ausprobieren wollt, könnte WordPress.com das richtige sein. Bei der Registrierung könnt ihr aus drei Paketen wählen: „WordPress.com Anfänger” (kostenlos), „WordPress.com Premium” (aktuell 80 Euro pro Jahr) und „WordPress.com Business” (240 Euro pro Jahr) stehen hier zur Auswahl.

In dem Anfänger-Paket mit drei Gigabyte Speicherplatz kann keine benutzerdefinierte Domain gewählt werden. Außerdem wird in diesem Paket Werbung eingebunden und das Design eines gewählten Themes (Schriftarten et cetera) kann nicht individuell angepasst werden. Premium-Themes sind nicht möglich, ebenso wenig das Hochladen und Abspielen von HD-Videos direkt auf der eigenen Seite. Support kommt hier von der Community.

In der Premium-Version mit 13 Gigabyte sind dann die meisten Einschränkungen der Anfänger-Version aufgehoben. Nur Premium-Themes sind weiterhin nicht möglich. Support gibt es neben der Community per E-Mail. Das Business-Paket lässt dann kaum Wünsche offen: Neben unbegrenztem Speicherplatz und ebenso uneingeschränkter Anzahl von Premium-Themes bekommt man Support komfortabel per Live-Chat.

WordPress.com bietet verschiedene Blog-Pakete an. (Screenshot: WordPress.com)
WordPress.com bietet verschiedene Blog-Pakete an. (Screenshot: WordPress.com)

Nach erfolgreicher Registrierung mit Bestätigung der eigenen E-Mail-Adresse kann es losgehen. Nach der ersten Anmeldung bekommt ihr Empfehlungen für Blogs, denen ihr folgen könntet. Wechselt ihr dann zum gerade eingerichteten Blog könnt ihr direkt starten. Für euer WordPress.com Blog könnt ihr Themes von der offiziellen Seite beziehen. Aktuell gibt es 142 kostenlose und 93 Premium Themes. Selbst erstellte Themes können nicht hochgeladen werden.

Von der Registrierung bis zum ersten Artikel sind es mit WordPress.com kaum fünf Minuten. Umfangreiche Anpassungen im Design sind aber beispielsweise erst ab der Premium-Version möglich. Hinzu kommt, dass es nur relativ wenige Themes zur Auswahl gibt und keine Plugins hochgeladen werden können. Trotz dieser Einschränkungen laufen viele populäre Seiten mit WordPress.com – zum Beispiel TechCrunch.

Blog-Tipps: Die eigene WordPress-Installation

Die zweite Möglichkeit bei WordPress ist eine eigene Installation. Hier habt ihr dann alle Freiheiten, die WordPress zu bieten hat. Ergänzend zu dieser kurzen Anleitung könnt ihr euch nebenher die von Ilja Zaglov beschriebenen 10 Blog-Tipps zu vermeidbaren Anfängerfehler anschauen.

Eine aktuelle WordPress-Installation 3.8.1 benötigt eine MySQL-Datenbank mit mindestens MySQL 5.0 und PHP 5.2.4 oder höher. Bestenfalls habt ihr bei eurem Hoster neben einem FTP-Zugang einen SSH-Zugang, womit unter anderem eine verschlüsselte Übertragung möglich ist. Außerdem geht die Installation mit SSH schneller von der Hand. Ein eigener Server oder ein virtueller Server sind keine Voraussetzung, ein Webhosting-Paket tut es vollkommen. Drei Hosting-Anbieter werden auch auf der offiziellen Seite wordpress.org vorgestellt.

Bevor ihr WordPress installieren könnt, müsst ihr die Dateien erst mal auf dem Webspace bereitstellen. Die aktuelle Version in deutscher Sprache könnt ihr euch auf der Seite von WordPress Deutschland runterladen, die englische Version über WordPress.org. Wenn ihr einen SSH-Zugang zu eurem Webspace habt, könnt ihr euch den Download der zip-Datei sparen. Verbindet euch mit eurem Webspace (wie das geht, erfahrt ihr bei eurem Hostingprovider) und wechselt in der Kommandozeile in den Ordner, in dem ihr eure Installation haben wollt. Das geht mit dem Befehl:

cd hierDerPfad

Holt euch die Dateien auf euren Webspace und entpackt das Archiv. Je nachdem, ob ihr die deutsche oder englische Version nutzen woll, passt den Link und den Archivnamen an:

wget http://wordpress.org/latest.zip
unzip latest.zip

Nun liegt in dem Ordner eurer Wahl ein Ordner mit dem Namen wordpress. Die Dateien aus dem Ordner sollten eine Ebene höher in den Ordner kopiert werden, auf das eure Domain für das Blog verweist. Außerdem sollten anschließend der wordpress-Ordner und das Archiv gelöscht werden. Auch hier muss wieder der Code angepasst werden, je nachdem, wie das Archiv heißt.

mv wordpress/* ./
rmdir ./wordpress/
rm -f latest.zip

Weiter geht es mit der Installation: Wenn euch nur FTP zur Verfügung steht, dann müsst ihr das zip-Archiv zuerst runterladen. Anschließend entpackt ihr das Archiv und ladet den Inhalt des Ordners wordpress auf euren Webspace. Nachdem ihr jetzt alle Dateien auf dem Webspace habt, muss eine Datenbank angelegt werden (falls noch nicht vorhanden). Das geht im Administrationsbereich eures Hosters. Sucht euch in dem Bereich der Datenbanken anschließend die Informationen Benutzername, Datenbankname, Datenbankpasswort und Datenbankhost (eventuell einfach localhost, fragt im Zweifel euren Hoster).

Wenn ihr alle Daten beisammen habt, öffnet die Datei wp-config-sample.php in einem Editor (beispielsweise Notepad++). Die findet ihr in dem Ordner auf eurem Webspace, in dem ihr die WordPress-Dateien entpackt oder hochgeladen habt. Im oberen Bereich der Datei solltet ihr folgenden Abschnitt finden:

define('DB_NAME', 'database_name_here');
/** MySQL database username */
define('DB_USER', 'username_here');
/** MySQL database password */
define('DB_PASSWORD', 'password_here');
/** MySQL hostname */
define('DB_HOST', 'localhost');

Ersetzt hier die Platzhalter durch die Daten, die ihr euch im Konfigurationsbereich eures Anbieters herausgesucht habt. Weiter unten findet ihr folgenden Bereich, in dem ihr Authentifizierungscodes eintragen müsst:

define('AUTH_KEY', 'put your unique phrase here');
define('SECURE_AUTH_KEY', 'put your unique phrase here');
define('LOGGED_IN_KEY', 'put your unique phrase here');
define('NONCE_KEY', 'put your unique phrase here');
define('AUTH_SALT', 'put your unique phrase here');
define('SECURE_AUTH_SALT', 'put your unique phrase here');
define('LOGGED_IN_SALT', 'put your unique phrase here');
define('NONCE_SALT', 'put your unique phrase here');

Behilflich ist euch dabei ein Generator von WordPress.org. Ersetzt mit den generierten Zeilen einfach die aus dem obigen Ausschnitt. Noch weiter unten wird das Tabellenpräfix für die Datenbanktabellen festgelegt:

$table_prefix = 'wp_';

Hier ersetzt ihr zur besseren Sicherheit das wp durch eine längere und zufällige Zeichenfolge. Dazu könnt ihr einfach noch mal den Generator für die Sicherheitsschlüssel laden und einen Teil eines Schlüssels als neues Präfix nutzen. Jetzt speichert ihr die Datei unter dem Namen wp-config.php in dem gleichen Ordner ab und ladet sie auf den Webspace. Anschließend ruft ihr die Installationsseite auf (beispiel.de durch eure Domain ersetzen): http://beispiel.de/wp-admin/install.php. Wenn ihr die Dateien in einem Unterordner habt, passt einfach den Pfad an.

Konfigurationsseite der WordPress-Installation. (Screenshot: eigene WordPress-Installation)
Konfigurationsseite der WordPress-Installation. (Screenshot: WordPress)

Wenn bis hierhin alles funktioniert hat, sollte sich die oben abgebildete Seite öffnen. Hier gebt ihr jetzt die Informationen über euer Blog ein. Wenn WordPress erfolgreich installiert wurde, erhaltet ihr eine Erfolgsmeldung mit einem Link zur Login-Seite und habt eine voll funktionsfähige WordPress-Installation auf eurem Webspace. Wenn ihr jetzt ins Backend wollt, hängt an die Domain eures Blogs einfach ein /wp-admin an.

Jetzt solltet ihr unter „Einstellungen > Permalink“ noch die Struktur der Links eures Blogs suchmaschinen- und benutzerfreundlich anpassen.

Die Auswahl an Themes für WordPress ist groß. Eine gute Anlaufstelle ist das WordPress Themes directory. Hier gibt es aktuell 2.296 kostenlose Themes und eine Übersicht von kommerziellen Anbietern. Auch hier auf t3n.de wurden schon häufig WordPress Themes vorgestellt. Bei der eigenen WordPress-Installation ist die Einrichtung etwas aufwendiger als bei WordPress.com. Vorteil gegenüber WordPress.com ist jedoch, dass ihr Zugriff auf viele Plugins und Themes habt und alles anpassen könnt, wie es euch gefällt. Ein Nachteil ist, dass bei einer eigenen Installation mehr Eigeninitiative gefragt ist, was die technische Pflege des Blogs angeht. Hier geht es hauptsächlich um regelmäßige Updates, die aber leicht per Klick erledigt werden können.

Wenig Aufwand und sofort loslegen mit Blogger.com

Über die Schaltfläche links kann bei Blogger einfach ein neues Blog angelegt werden. (Screenshot: Blogger)
Über die Schaltfläche links kann bei Blogger einfach ein neues Blog angelegt werden. (Screenshot: Blogger)

Um ein Blog bei Blogger.com zu erstellen, benötigt ihr lediglich ein Google-Konto. Anschließend wählt ihr auf der Blogger-Site den Punkt „Neuer Blog” links in der Navigation. Nachdem ein Titel und eine Adresse festgelegt wurden, ist das Blog auch schon fertig eingerichtet. Themes sind bei Blogger sogenannte „Vorlagen”, die sich dann noch individuell über den Menüpunkt „Layout” anpassen lassen.

Blogger.com bietet eine schnelle und einfache Möglichkeit, ein Blog zu erstellen. Die individuellen Einstellungsmöglichkeiten beim Design sind ziemlich groß, gewählt werden muss aber aus relativ wenigen Vorlagen.

Eine Blog-Software für Experimentierfreudige: Ghost

Ghost ist eine junge Blog-Software, die unter der Leitung eines ehemaligen WordPress-Mitarbeiters entwickelt wurde. Ghost will sich auf das Wesentliche beschränken und eine reine Blog-Software sein. Ilja Zaglov hat das Blog-System für t3n getestet. Wie ihr das System installiert, hat Mario Janschitz in seinem Artikel beschrieben.

Es gibt die Möglichkeit, ein Ghost-Blog direkt bei ghost.org zu hosten. Die Preise beginnen hier bei fünf Dollar pro Monat für ein Blog mit maximal 10.000 Views pro Monat. Die andere Möglichkeit ist, sich einen eigenen Hoster zu suchen. Dieser muss aber Node.js unterstützen.

Es gibt natürlich noch weitere Blogging-Plattformen wie etwa Medium, das Kim Rixecker bereits hier auf t3n.de vorgestellt hat. Wenn ihr ein Foto-Blog plant, wäre auch Tumblr eine Möglichkeit.

Das Auge liest mit: Die Theme-Auswahl

viewport

Unabhängig von der Wahl der Blog-Software solltet ihr ein paar Dinge bei der Wahl des Themes beachten. Idealerweise ist das Theme responsive. Das bedeutet vereinfacht, dass sich das Design an die Breite des Viewports (Breite des Browsers) oder auf mobilen Geräten an die Gerätebreite anpasst. Damit sollten die Inhalte auf allen Geräten und in allen Situationen bestmöglich lesbar und zugänglich sein.

Wichtig ist außerdem eine gute Lesbarkeit. Wer auf einer Seite von einer Bleiwüste empfangen wird, die vielleicht auch noch schwarz auf Dunkelgrau dargestellt ist, wird schnell wieder verschwunden. Wenn es nicht zufällig zum Thema des Blogs passt, sollten darüber hinaus nicht zu viele verschiedene Farben genutzt werden. Außerdem sollte die Wirkung von Farben berücksichtigt und zueinander passende Farben verwendet werden.

Am Ende steht aber über allem der persönliche Geschmack. Wenn das Design von allen gelobt wird, ihr damit aber nicht warm werdet, solltet ihr das Theme wechseln oder anpassen, bis auch ihr zufrieden seid.

Nicht leichtfertig eine Abmahnung riskieren: Blog-Tipps für rechtliche Grundlagen

Es gibt ein paar rechtliche Aspekte, die berücksichtigt werden sollten, wenn ihr ein Blog betreibt. Allerdings können wir euch hier nur einige kurze Hinweise geben, die natürlich keine Rechtsberatung ersetzen. Dennoch: Ein korrektes und vollständiges Impressum ist wichtig. Wenn ihr nicht sicher seid, ob ihr ein Impressum braucht oder nicht, legt lieber eins an. Behilflich ist da beispielsweise der Impressums-Generator von eRecht24.

Grundsätzlich gilt: Bevor ihr ein fremdes Bild für einen Beitrag oder ähnliches verwendet, informiert euch darüber, ob und wenn ja für welchen Zweck das Bild unter welchen Bedingungen genutzt werden darf. Doch auch ein selbst aufgenommenes Bild sollte nicht ohne Nachdenken eingesetzt werden. Personen beispielsweise haben ein Recht an ihrem eigenen Bild. Bei anderen Inhalten sollte ähnlich vorgegangen werden.

Tuning für WordPress: Plugins

Gute Anlaufstelle für WordPress-Plugins: Das Plugin Directory von WordPress.org. (Screenshot: WordPress)
Gute Anlaufstelle für WordPress-Plugins: Das Plugin Directory von WordPress.org. (Screenshot: WordPress)

In diesem Abschnitt gehe ich nur auf Plugins für eine eigene WordPress-Installation ein. Bei WordPress.com gibt es keine Möglichkeit, Plugins zu installieren – an Plugins kann nur genutzt werden, was schon vorinstalliert ist. Auch bei Blogger und Ghost scheint es diese Möglichkeit nicht zu geben. Im anschließenden Backup-Teil beschäftige ich mich auch wieder mit den anderen Plattformen.

Viele kostenlose Plugins findet ihr auf der offiziellen Plugin-Seite bei WordPress.org. Ihr solltet es bei der Fülle von Plugins aber nicht übertreiben, sonst wird euer Blog schnell ausgebremst. Beschränkt euch also auf die für euch Wichtigsten und prüft immer wieder, ob ihr alle installierten Plugins noch braucht. Ein Plugin, das bei der Suchmaschinenoptimierung behilflich ist, sollte selbstverständlich für ein Blog sein. Lars Budde hat in seinem Artikel SEO-Plugins für WordPress vorgestellt. Dieser Liste hinzufügen möchte ich noch das kostenpflichtige wpSEO.

Auch ein gutes Cache-Plugin ist wichtig und kann helfen, die Inhalte schneller auszuliefern. Das muss aber nicht in allen Fällen so sein, darum heißt es testen, testen, testen! Fünf Caching-Plugins für WordPress wurden hier auf t3n.de schon vorgestellt, ebenfalls beliebt ist Cachify.

Antispam-Plugins ersparen darüber hinaus viel Ärger und Aufwand. Selbst wenn ein Blog nur wenige Besucher hat, kommen doch erstaunlich viele Spam-Kommentare zusammen. Zu empfehlen ist hier Antispam Bee. Akismet ist bei jeder WordPress-Installation vorinstalliert, datenschutzrechtlich aber nicht unumstritten, wie ihr bei WordPress Deutschland News nachlesen könnt.

Wenig geliebt und doch so wichtig: Das Backup

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man sich als frisch gebackener Blogger nicht unbedingt Gedanken über Backups macht. Viel ist ja noch nicht geschrieben, was soll da groß passieren? Außerdem ist ein Server-Ausfall mit Datenverlust doch so unwahrscheinlich, es wird einen schon nicht treffen. Wenn dann aber plötzlich alle Daten weg sind, ist es in jedem Fall ärgerlich. Egal, ob erst fünf Artikel geschrieben wurden oder 100. Vielleicht war nur der Webspace betroffen und die Datenbank ist noch da. Dann sind aber trotzdem alle Bilder weg, das angepasste Theme existiert nicht mehr et cetera. Gedanken über ein regelmäßiges Backup solltet ihr euch also unabhängig von der Plattform machen.

Bei der eigenen WordPress-Installation gibt es zwei Möglichkeiten des Backups: einmal das manuelle Backup, bei dem alle Dateien händisch per FTP vom Webspace geladen werden und die Datenbank exportiert wird. Die andere Möglichkeit – per Plugin – ist weitaus komfortabler. Das Plugin BackWPup ermöglicht es, verschiedene Backup-Pläne zu erstellen. Beispielsweise könnt ihr einmal wöchentlich die Dateien plus die Datenbank sichern. Für einen Plan kann man auch mehrere Sicherungs-Methoden einstellen: Das Backup kann zum Beispiel in eine zip-Datei gesichert werden, die dann nur noch runtergeladen werden muss. Zusätzlich könnte das Backup auf einen S3-Service übertragen werden – wie Amazons S3 oder den Cloud-Storage von HostEurope.

Das Backup eines WordPress.com-Blogs wird laut Support-Site vom Anbieter übernommen – manuelle Backups sind zudem über die Export-Funktion möglichg. Ein Blog bei Blogger wird nicht automatisch gesichert. Ein Backup kann über die „Export-Blog”-Funktion allerdings erstellt werden. Bei Ghost müsst ihr euch ebenfalls selbst um Backups kümmern. Laut Ghost-Guide müsst ihr dazu, eingeloggt in die Ghost-Installation, den Pfad /ghost/debug/ aufrufen, wo ihr einen Export-Button findet.

Social Media für Blogger: Inhalte verbreiten

Wenn ein Beitrag veröffentlicht wurde, sollte dieser am Besten auch über andere Kanäle verbreitet werden, damit die Reichweite erhöht wird. Der offensichtlichste Weg ist natürlich die Verbreitung über die gängigen Sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Google+. Es bietet sich an, die Inhalte gezielt zu verteilen, bei Google+ beispielsweise in einer Community, die sich mit dem Thema befasst. Andere soziale Kanäle wie Tumblr können sinnvoll sein, wenn Bilder oder Videos Bestandteil des Beitrags sind. Ein paar Tools, die beim Crossposting behilflich sind, hat Timo Stoppacher in seinem Artikel vorgestellt.

Die Leser, die ihr schon gewonnen habt, könnt ihr per RSS-Feed und/oder Newsletter auf dem Laufenden halten. Ein Newsletter sollte nicht zu häufig verschickt werden, damit die Abonnenten nicht genervt sind.

Bloggen oder nicht? Ein Fazit

Es gibt viele Blog-Plattformen und -Software. Wenn ihr möglichst schnell bloggen wollt und geringen Aufwand schätzt, sind Plattformen wie Blogger und WordPress.com eine gute Anlaufstelle. Wer lieber mehr Kontrolle und Möglichkeiten zum Probieren und Basteln hat, dem sei WordPress ans Herz gelegt. Für die Experimentierfreudigen können neue und noch etwas instabile Systeme wie Ghost das richtige sein.

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11 Reaktionen
Marcellus
Marcellus

Puh! Das geht aber wesentlich einfacher:

One Klick WordPress Installation mit eigener Top-Level-Domain und eigenem Webhosting! :-)

Liebe Grüße,
Marcel

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Florian Brinkmann

Moin Marcel,

ich habe mir deinen Link mal angeschaut und irgendwie den Eindruck gewonnen, dass du in erster Linie für den Hoster werben möchtest, mit dessen Affiliate-Links du deinen Text ordentlich angereichert hast (ist es übrigens nicht guter Ton, solche zu kennzeichnen? :) ). Ich habe deshalb den Link mal entfernt.

Viele Grüße
Florian

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BlogErstellen
BlogErstellen

Wer einen einfachen Blog (Reiseblog, Ferienblog) erstellen will, für den ist sicher Blogger am besten geeignet. Bei Blogger erscheint keine Werbung und der Dienst von Google ist kostenlos. Nur eine eigene Domain ist kostenpflichtig. Für alle, die häufig Bloggen empfehle ich wordpress aus einem eigenen Server zu installieren. Dadurch haben Sie die Freiheit den Blog problemlos weiterzuentwickeln.

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Schulz.Martin
Schulz.Martin

Sehr ausführlicher Artikel, ich wollte mir Anfangs auch den Blog selbst erstellen, bin dann aber doch ziemlich schnell an meine Grenzen gestoßen und habe nach einer Agentur gesucht die das macht, hatte dann auch ein paar gefunden. Leider unter 800€ fast nichts gefunden. Durch Zufall bin ich dann auf diese Seite aufmerksam geworden http://eigenen-blog-erstellen.de/ (Soll keine Werbung sein, denke aber das es vielen so geht wie mir vor kurzem) dort bekommt man schon für 99€ den Blog mit allem drum und dran installiert.

Wer also auch nicht so technisch begabt ist muss keine Unmengen an Geld in die Hand nehmen um auch einen vernünftigen Blog zu bekommen.

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wodenz
wodenz

Hervorragender Beitrag! Danke jetzt ist man wieder ein bisschen schlauer!! Ich freue mich immer wieder wenn man sachhaltige Bertäge lesen darf,
Es ist schön zu sehen wenn sich jemand mit einem Thema wirklich "beschäftigt hat" DANKE!
Mit freundlichen Grüßen
OCE
Des Weiteren rate ich wirklich allen zu NextGEN Gallery, wobei es aber natürlich auch auf den Einsatz ankommt: http://www.agentur-t360.de

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kirchmeier
kirchmeier

Hallo! Prima Einsteigerartikel, darauf werde ich sicher mal verlinken. Einsteiger sollten meiner Meinung nach auch gleich etwas zum Thema Sicherheit wissen, weil schlecht gesicherte Blogs immer öfter angegriffen werden. Insofern ist zumindest ein Link zu diesem Thema sinnvoll, finde ich:
http://faq.wpde.org/wordpress-sicherer-machen/
http://t3n.de/news/wordpress-sicherheit-diese-457802/

Wer noch Tipps zum Hosting braucht, wird hier fündig:
http://www.top-wp-hosting.de/vergleich

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Jens
Jens

Schöner Artikel für Blog-Starter. Diese Angebote von Google sind nicht zu empfehlen. Mit einem Webhosting Paket + Wordpress geht man den richtigen Weg. So kann man jederzeit seine Webseite nach belieben erweitern und man ist nicht abhängig von Firmen wie Google.

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Florian Brinkmann

Das stimmt, die Möglichkeit gibt es. Aber wenn ich nicht irre, dann wird auf dieser Seite, wo die Datei automatisch erstellt werden kann der Hinweis gegeben, dass die Datei bestenfalls manuell erstellt wird.

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gadean
gadean

Die Installationsanleitung für WP ist aber mehr als umständlich, es ist vollkommen unnötig die wp-config von Hand zu bearbeiten, der Installer erledigt das für einen.

Antworten

wodenz
wodenz

Ich finde es gibt kein anderes System ausser "WP" wo die Installation einfach ist!! Da muß mann doch wirklich nichts mehr machen!! http://www.agentur-t360.de

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Harald Schirmer
Harald Schirmer

Vielen Dank für den Artikel und die Werbung seiner Meinung in Blogs Gehör zu verschaffen - ich fände es auch klasse hier mehr Meinungsvielfalt (und es gibt schon eine Menge) zu lesen - sich zu verbinden und gemeinsam Themen voranzutreiben - Jenseits von den großen Netzwerken - hier meine kleine Übersicht: http://www.harald-schirmer.de/internet/blogs/

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