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E-Commerce leicht gemacht: 10 Tipps für ungeduldige Einsteiger

E-Commerce leicht gemacht: 10 Tipps für ungeduldige Einsteiger

Der erste Onlineshop steht kurz bevor und es gibt unheimlich viel zu tun? Keine Panik, die wichtigsten zum Einstieg in die Welt des haben wir hier für dich gesammelt.

E-Commerce leicht gemacht: 10 Tipps für ungeduldige Einsteiger

(Bild: © Leonardo Franko - Fotolia.com)

Im kleinen Stil einen Onlineshop hochziehen und nicht viel investieren? Geht das heute noch – und wenn ja, wie gehen kleine Onlinehändler das Vorhaben am besten an? Die wichtigsten Tipps für Einsteiger in den Onlinehandel in der Übersicht.

Mit unserem Artikel „E-Commerce leicht gemacht“, geben wir euch in Kooperation mit „Afterbuy“ eine erste, grundlegende Hilfestellung zum erfolgreichen Einstieg in den E-Commerce.
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E-Commerce-Tipps: Nicht nur zufrieden lächelnde Kunden sind wichtig, sondern vor allem Kunden, die immer wieder zum Händler zurückkehren. Deshalb ist Kundenbindung und Markenbildung ein Kernthema für Einsteiger. (Foto: © Rido - Fotolia.de)

1. Simple Marktfoschung vor dem Start des Onlineshops

Bevor du einen großen Aufriss veranstaltest, prüfe, ob dein Produkt Anklang findet. Dazu brauchst du kein großes Budget, nur wenig Infrastruktur und auch keine riesigen Lagerbestände.

Rosa Kekse aus glutenfreien Backzutaten für Schwangere sind deiner Meinung nach der Hit? Da muss sofort ein Startup und ein Onlineshop mit Omni-Multi-Channel-ERP-Middleware-Anbindung her? Nein, mach das nicht. Ein simpler SaaS-Shop von der Stange oder ein eBay-Account reicht für einen ersten Pilotversuch. Dann Adwords-Werbung schalten, ein kleines Werbebudget einsetzen und erstmal ausprobieren, ob irgendwer Gefallen an deinem Produkt findet. Diese Schmalspur-Marktforschung lässt auch noch Raum für Veränderungen. Vielleicht sollten es eher Muffins sein, oder Muffins und Kekse.

„Der beste Weg zum Onlineshop ist erstmal kein Onlineshop“, sagt Onlinemarketing-Experte Karl Kratz, mehr Tipps zum Onlinemarketing für ungeborene Onlineshops in unserem Artikel „Online-Marketing: Wie man mit Erfolg einen neuen Online-Shop launcht“.

2. Suche dir das passende Shopsystem zum Start

Aller Anfang ist schwer, deshalb sollten Onlinehändler sich den Start nicht noch schwerer machen. Um eine „dicke Enterprise-Lösung“ darf zu Beginn gerne noch ein Bogen gemacht werden. Eine simple Software-as-a-Service-Lösung oder eine Open-Source-Standardsoftware reicht zum Start. Für viele komplexe Lösungen wird eine Agentur oder eigene IT benötigt, die ein kleines Startbudget noch übersteigen wird.

Trotzdem darf die Professionalität des neuen Onlineshops nicht darunter leiden, sonst verliert der Shop an Glaubwürdigkeit und damit an Umsatz. Ein Mittelweg zwischen kleinem Budget und professionellem Auftreten ist die Gestaltung eines individuellen Shop-Templates durch einen Designer.

Mehr Informationen zur Auswahl des richtigen Shopsystems findest du im Artikel „Der Weg zum richtigen Shopsystem: der t3n-Experten-Talk [dmexco 2014]“ und alles zu den aktuellen Trends in der E-Commerce-Software-Welt findest du in der Serie „E-Commerce-Trend im Überblick: Frameworks, Standardsoftware und modulare Systeme“.

3. Ja, du brauchst ein Warenwirtschaftssystem

Rechnungen kann jedes Onlineshop-System erstellen, das ist korrekt. Ganz oft endet damit aber auch schon der Spaß. Eine Übergabe an eine Buchhaltungssoftware oder gar Hilfestellungen beim Packen der Sendungen und beim Einrichten eines Lagers erledigt ein Onlineshop selten – und wenn, dann oft mangelhaft oder umständlich und zeitraubend.

Damit genügend Luft für Umsatzsteigerungen bleibt, sollte eine Versandhandelslösung in den Shop integriert werden. Eine Warenwirtschaft für Onlinehändler, die dafür sorgt, dass der organisatorische Aufwand sich im Rahmen hält. Eine solche Software automatisiert viele Abläufe: Zum Beispiel können mit einer solchen Lösung alle Lieferscheine, Rechnungen und Lieferetiketten in einem Rutsch erstellt, gedruckt und bearbeitet werden. Selbst wenn du das für deine zwei bis drei Pakete am Anfang nicht brauchst: Du wirst ins Schwitzen kommen, sobald aus zwei, drei Sendungen plötzlich zwanzig, dreißig werden. Darauf ist ein Händler besser gut vorbereitet.

Infos zu Warenwirtschaftslösungen bekommst du in unseren Artikeln „ERP und Warenwirtschaftssysteme für den Online-Handel: Mit diesem Ratgeber hast du alles unter Kontrolle“, „Den Online-Shop im Griff: ERP-Systeme für Versandhandel im Überblick“.

4. Nein, deine Rechtstexte kannst du nicht selbst schreiben

Lieber gar keine allgemeinen Geschäftsbedingungen, als rechtlich bedenkliche Geschäftsbedingungen. Das führt nur zu Abmahnungen. Einen Impressumstext zu formulieren ist noch zumutbar, aber schon bei der Widerrufsbelehrung und vielen weiteren, rechtlich zwingend notwendigen Hinweisen, ist es empfehlenswert anwaltlichen Rat hinzuzuziehen. Alternativ gibt es auch kommerzielle Anbieter, die sich auf Rechtstexte und Rechtsberatung für Onlinehändler spezialisiert haben. Zum Beispiel: IT-Recht-Kanzlei München, Protected Shops, Trusted Shops oder Janolaw.

5. Sei um Himmels willen nicht austauschbar

Eigentlich ist dies das erste Gebot des Onlinehändlers: „Du darfst nicht austauschbar sein“. Egal welches Geschäftsmodell du betreibst, du hast gegenüber jedem Mitbewerber einen großen Vorteil, wenn du eine spannende Geschichte zu erzählen hast. Was macht dich aus, was macht deinen Shop einzigartig? Ganz besonders kleine Händler müssen zu einer Marke werden, die im Gedächtnis bleibt um neben den großen Platzhirschen bestehen zu können. Sonst bleiben die wiederkehrenden Bestandskunden ein für alle mal aus.

Erste Tipps dazu finden sich im Artikel „E-Commerce-Fuchs: Bestandskundenaktivierung – Ein Dilemma und seine Lösung [Kolumne]“.

6. Kenne dein Geschäftsmodell

Der Onlinehandel ist hart umkämpft, es gibt nur noch eine Handvoll Geschäftsmodelle, die tragfähig sein können. Es ist wichtig, das eigene Angebot und die eigenen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und das richtige Geschäftsmodell zu wählen.

Bei der Auswahl hilft unser Artikel „4 erfolgreiche Geschäftsmodelle für den E-Commerce: Welcher Typ bist du?

7. Suche Reichweite

Reichweite ist Umsatz, deshalb sollten am Anfang Marktplätze auf jeden Fall zur Vertriebsstrategie gehören. Amazon, eBay, Hitmeister oder Etsy und Dawanda generieren schnell Umsatz und legen damit den Grundstein für Wachstum und eigene Werbebudgets. Beispielsweise um neben SEO- und SEM-Strategien noch eine Produktdatenmarketing-Kampagne durchzuführen.

Marktplätze sollten aber nur ein Teil deiner Strategie sein, denn dort gewinnst du Umsätze, aber nur mühsam Bestandskunden. Prüfe deshalb sorgfältig, wie du dort handeln möchtest: „Amazon nutzen oder nicht? Die endgültige Klärung der Marktplatzfrage“.

8. Lass deine Kunden bezahlen wie sie wollen

Nachnahme, Vorauskasse und Ende. Wenn deine Zahlungsmethoden so aussehen, kannst du den Laden gleich wieder schließen. Kunden möchten ihre bevorzugte Zahlungsart wählen können, deshalb gilt: Lass deine Kunden bezahlen, wie sie wollen. Lastschrift, Kreditkarte und PayPal sind das Minimum. Wenn deine Marge es zulässt, sollte des Deutschen liebstes Kind nicht fehlen: die Rechnung.

Fehlt die bevorzugte Zahlungsart, dann gibt es einen Kaufabbruch, wie eine aktuelle Studie zum wiederholten Male belegt: Die Abbruchquote bei Vorkasse ist mehr als doppelt so hoch als bei einem Kauf auf Rechnung.

9. Verschaffe deinem Kunden mit seiner Lieferung ein Erlebnis

Die Lieferung nach Hause ist ein wichtiger Moment für Onlinehändler, denn hier wird ein physischer Kontakt zum Kunden hergestellt. Diesen Moment müssen Händler nutzen, um sich und ihre Marke in Erinnerung zu bringen, um dem Kunden ein Erlebnis beim auspacken zu verschaffen. Das schafft Kundenbindung.

Die Hintergründe und Tipps zur Umsetzung finden sich im Artikel „Es ist angerichtet: Wie Onlinehändler ihren Kunden mit der Lieferung ein Erlebnis verschaffen“.

10. Nach der Bestellung ist vor der Bestellung

Kundenbindung lässt sich auf vielerlei Art herstellen: Ein simples Werkzeug sind beigelegte Gutscheine für eine Folgebestellung oder Newsletteranmeldungen gekoppelt mit einem Rabattangebot. Die sogenannten Warenkorb-Abbruch-Mails sind eine schon etwas komplexere Methode, ebenso wie die Möglichkeit, bestimmte Warengruppen zum Abonnement anzubieten.

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3 Antworten
  1. von Stella am 02.10.2015 (12:36 Uhr)

    Sehr schöner Einsteiger-Artikel. Wir haben uns natürlich mit den aufgeführten Punkten beschäftigt. Hier findet ihr unsere Sicht zu dem Artikel von Jochen.
    http://www.versacommerce.de/blog/erfolgreich-online-verkaufen-erste-schritte

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  2. von Christian Paavo Spieker am 05.10.2015 (08:19 Uhr)

    Ich habe mir mal die "Afterbuy" Referenzshops angesehen, das ist ja der Alptraum

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  3. von Esther am 05.10.2015 (16:55 Uhr)

    Das Suchen nach dem richtigen Online-Shop für meine Website war wirklich das schwierigste. Es durfte nicht zu teuer sein, trotzdem darf es keine Kompromisse geben - sehr schwierig. Zudem benötigt es sehr viel Zeit, möchte man mehrere Shop-Systeme einfach mal ausprobieren und konfigurieren. Trotzdem kommt man natürlich nicht drumherum so Erfahrungen sammeln zu können.

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