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Facebook launcht Meta-Stellenbörse: 1,7 Millionen Jobs zum Start

Schon im Sommer wurde darüber spekuliert, ob eine eigene Stellenbörse plant. Jetzt hat das mit der Social Partnership eine Meta-Stellenbörse gelauncht. Zum Start finden sich gut 1,7 Millionen Jobs in dem Aggregator, die von auf Facebook befindlichen Anbietern wie Work4Labs oder Monster bereitgestellt werden. In Zukunft könnte Facebook – trotz bisher gegenteiliger Beteuerungen – in den Online-Recruiting-Markt einsteigen.

Facebook launcht Meta-Stellenbörse: 1,7 Millionen Jobs zum Start

Facebook Stellenbörse: App als „Störung“

Das sind zumindest die Befürchtungen der Stellenanzeigen-Anbieter. Für Stephane Le Viet, CEO von Work4Labs ist der Start der Facebook Stellenbörse „sehr große Störung in einem sehr großen Bereich“, wie Forbes.com berichtet. Das Potenzial ist jedenfalls da. In einem Blogeintrag zum Launch der Stellenbörsen-App lässt Facebook wissen, dass die Hälfte der Arbeitgeber Facebook in die Mitarbeitersuche einbeziehen. 90 Prozent der Unternehmen sind der Meinung, dass dank Facebook weniger Stellenanzeigen in Zeitungen geschaltet werden müssten.

Facebook Stellenbörse: Jobs finden und liken

Das Social Network wird mittlerweile als kostengünstige Alternative zu Printanzeigen gesehen und auch die Online-Jobbörsen fühlen sich bedroht. Angesichts des milliardenschweren Marktes ist es keine Kaffeesatzleserei, davon auszugehen, dass die Facebook Stellenbörse mindestens ein Test ist, ob sich das Online-Recruiting-Modell für das Social Network lohnen könnte. Zudem dürfte die App Facebook auch als PR dienen, um noch deutlicher zu machen, welches Potenzial in der sozialen Suche nach einem neuen Arbeitsplatz oder neuen Mitarbeitern steckt.

Vorerst in den USA – vielleicht auch bald in Europa – werden sich künftig die Postings häufen, in denen die neue Facebook Stellenbörse erwähnt wird. Denn der User kann dort nicht nur die Jobs nach Keywords, Art der Stelle und Ort des neuen Arbeitsplatzes durchforsten, sondern die angebotenen Jobs auch liken oder einem potenziell interessierten Facebook-Freund weiterleiten. Bis dato wird der Facebook-User auf Stellensuche noch an eine der Partner-Apps weitergeleitet und kann sich dort gleich online bewerben. Schon bald könnte Facebook die Stellensuche aber selbst in die Hand nehmen.

Wer im deutschsprachigen Raum gezielt hochqualifizierte Fachkräfte ansprechen will, kann übrigens auch die t3n Jobbörse nutzen.

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Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
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5 Antworten
  1. von msoika84 am 15.11.2012 (17:35 Uhr)

    Oh man .... wenn ich eins nicht machen würde dann ist es über FB Jobs suchen...
    So kriegt dein potentiell zukünftiger Arbeitsgeber schonmal einen schönen Einblick auf dein Profil... er muss dich nicht mehr suchen... nein man stellt sich schon von vornherein zur Verfügung...

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  2. von Dominik am 15.11.2012 (18:42 Uhr)

    Super, winwin-Situation für Facebook, da kann man die adaten für teuer Geld direkt mitsenden...

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  3. von Stephan am 15.11.2012 (21:44 Uhr)

    Hallo,

    ganz wichtig ist die Kooperation mit BranchOut. Das sind die einzigen, die auch die Suche nach passiven Kandidaten ermöglichen, so wie es LinkedIn auch tut (allerdings nur bei 30 Millionen und nicht der Gesamtanzahl der Facebooknutzer). Ansonsten setzt Facebook vollständig auf virale Effekte, und dazu ist die Marktdurchdringung in den relevanten Altersklassen immer noch zu gering (23 Millionen in DE klingen ja erst mal ganz toll, aber wie viele nehmen die Jobsuche darüber an?).

    Im Moment aber sind die Gedanken noch sehr abstrakt, im Moment ist es ausschließlich für Amerikaner interessant (Wenn Du unter location "Germany" eingibst, verortet das Facebook tatsächlich in Pennsylvania) und das "Veteranen" Gedöns ist für unsere Gefilde doch auch abschreckend. Die Weiterleitung zu monsters (die noch am ehsten auch was in unseren Gefilden zu bieten hätte) endet mit einer Fehlermeldung.

    Meine ersten Gedanken

    http://linkedinsiders.wordpress.com/

    Andere Blogs sprechen schon von einem Debakel. So weit würde ich nicht gehen, aber ausgereift ist das noch lange nicht.

    lG
    Stephan

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  4. von Dieter am 15.11.2012 (22:01 Uhr)

    Alle Daten schön beisammen, wie praktisch. Im ernst: wenn sie es gescheit anstellen, könnte das durchaus eine disruptive Entwicklung werden.

    Hatte ich nicht auf dem Plan, welche Branchen FB wohl noch so alles im Visier hat. Es bleibt spannend.

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  5. von Facebook wird das neue AOL am 15.11.2012 (23:44 Uhr)

    @Stephan: Amerikanische Firmen tun sich oft schwer mit anderen Ländern und dortigen Arbeits-Gepflogenheiten. Bei den meisten Apps merkt man beispielsweise, das die dort überall WiFi haben.
    Vielleicht ist es ihnen auch so egal wie Google viele Projekte.

    @Dieter: Crowdbasierte Kredite würde ich dort sofort einführen. Wenn jemand seine Rückzahlung verpasst, wird er geoutet und seine Familie bzw. soziales Netz sorgt schon dafür das er seine Einnahmen nicht verprasst. Gleiches für Verleih von Gütern (Autos, Wohnungen, Rasen-Mäher, ...) oder Dienstleistungen ("Wer mäht meinen Rasen" "Wer nimmt mich mit zu Walmart" ... ). Alles Dinge welche im normalen Internet zwar auch angeboten werden, aber wer diese Dienste mal nutzt, merkt schnell warum Amazon (egal wie viel man dort eigentlich verbessern müsste) die Krone der Schöpfung ist und woanders oft der Ärger lauert.

    Es ist bedauerlich das Facebook sich nicht wirksam um solche alltäglichen Probleme kümmert. Und für andere Länder sieht es noch schlechter aus, weil dort Diktaturen, mafiöse Strukturen oder Schikanierung wahre Programmierung verhindern obwohl z.B. manche Länder überall WiFi haben oder fast jeder ein Handy mit Browser hat, aber oft kein Konto. Eine Job-App oder Taxi-App wären kleinst-Projekte.
    England und Türkei haben 30% Twitter-Anteil in der Bevölkerung. Deutschland lag bei ich glaube 7%. (Die Zahlen sind nur grob erinnert) Es sollte also normal sein, in England Tweets mit Fotos von vermissten Haustieren, geklauten Autos, geklauten Fahrrädern oder Sperrmüll (Umzug...) im Umkreis zu streuen und beim durchfahren (Auto, Bus, Eisenbahn,...) in der Twitter-App zu sehen was im Umkreis abgeht. Leider hat Twitter wohl andere Ziele :-(
    Nutzbringung für die Bevölkerung hat erst kaum begonnen. Kostenlose E-Schulbücher hätten schon 1999 unter rot-grün und AOL geplant werden können.
    Anscheinend macht man nur was man kann und alles andere müssen neue Startups machen die man dann für ein paar Milliarden aufkauft.
    Skype macht, was AOL+ICQ hätten machen müssen. Whatsapp und Twitter machen, was Skype bzw. ICQ hätte machen müssen.
    Gleiches für Ebay+Paypal die von Dwolla und Square(?) gezeigt kriegen wo es in Zukunft lang geht.

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