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Ratgeber

Freiberufler werden: Diese 4 Tipps solltest du am Anfang beherzigen

    Freiberufler werden: Diese 4 Tipps solltest du am Anfang beherzigen

Freiberufler werden und selbstbestimmt arbeiten. Ein Traum, der in Erfüllung gehen kann. (Foto: Shutterstock-Dmitry A)

Der Weg in die Selbständigkeit bietet große Chancen. Was Angestellte oft quält und worauf angehende Freiberufler zu achten haben, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

So gut wie jeder Arbeitnehmer wird sich an einem Punkt in seinem Berufsleben fragen, ob er den Schritt in die Selbstständigkeit wagen soll. Sein eigener Chef sein, ist ein erstrebenswertes Ziel. Selbstbestimmt arbeiten, langweilige Projekte ablehnen und interessante Projekte umsetzen – davon können Angestellte in der Regel nur träumen. Für viele Menschen ist der Schritt in die Selbstständigkeit deshalb auch ein Schritt zur Selbstverwirklichung. Jedoch trauen sich viele Arbeitnehmer nicht, den eigenen Job zu kündigen und der lohnenswerten Veränderung eine Chance zu geben.

Ängste gehören dazu, sollten aber die Motivation nicht unterdrücken

Schuld sind oft konkrete Ängste, die die Menschen umtreiben. So glauben viele Angestellte, dass zur Selbstständigkeit auch die notwendige Attitüde eines Verkäufers gehört. Wer von einem Produkt oder einer Dienstleistung leben möchte, muss Kunden werben, sich anbieten und nicht selten um Preise feilschen. Das braucht – so die Skeptiker – ein gewisses Maß an Ellenbogen-Mentalität. Wer die nicht mitbringt, wird nicht konkurrieren können und nicht engagiert. Und wer schlussendlich nicht genug Aufträge einholt, wird früher oder später scheitern. Unmittelbar damit zusammen hängt auch die Angst, als Selbständiger einen großen Teil der Freizeit aufgeben zu müssen. Im Urlaub oder am Wochenende erreichbar sein, gilt häufig als Alptraum unter Angestellten. Die Bereitschaft dazu ist jedoch notwendig, um Kunden zufriedenzustellen und die schwer eingeholten Aufträge nicht zu riskieren. Inwieweit das Spiel gespielt wird, entscheidet jedoch jeder selbst.

„Es ist gut, dass das Projekt ‚Selbstständigkeit’ nicht völlig naiv angegangen wird.“

„Es ist gut, dass das Projekt ‚Selbstständigkeit’ nicht völlig naiv angegangen wird. Und selbstverständlich sind einige Ängste nicht ganz unbegründet, allerdings sollte die Skepsis nicht die eigene Motivation unterdrücken“, meint Unternehmer Felix Kopp. Der Hamburger hat vor 15 Jahren den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Zuerst als freier TYPO3-Programmierer und später als Inhaber einer eigenen Agentur, die inzwischen 12 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz sichert. Für seine Kunden realisiert Kopp umfangreiche Web-Projekte, für deren Umsetzung das Wissen oder die personellen Kapazitäten fehlen – darunter zählen Auftraggeber wie die Frankfurter Rundschau, Vodafone oder Globetrotter.

„Wichtig ist vor allem, dass man etwas anbietet, das potentielle Kunden nicht können und wofür die Menschen bereit sind zu zahlen“, meint Kopp. Den Ideen sind da tatsächlich keine Grenzen gesetzt. Berufe wie Hundetrainer oder Tagesmutter haben ebenso eine Chance erfolgreich zu sein, wie die des Programmierers oder Grafikers. Wer zudem an sein Angebot glaubt, wird auch keine Probleme haben es zu bewerben und einen fairen Preis festzulegen.

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Der Weg zum Freiberufler: Auf Stärken fokussieren und Probleme erkennen

Freiberufler sollten ihrem Angebot eine klares Profil verschaffen. (Foto: Shutterstock-Dmitry A)

Der Schlüssel liegt auch und vor allem darin, sich und seinen Fähigkeiten ein eigenes Profil zu verschaffen. Die Konzentration auf die Stärken und Schwächen ist dahingehend unabdingbar. Haben angehende Freiberufler beispielsweise klar identifiziert, was sie besonders gut können, sollten sie sich vollends darauf fokussieren. Selbständige, die überall mitmischen wollen und sich zu breit aufstellen, laufen Gefahr bei den Suchenden auf wenig Gehör zu stoßen. Kunden möchten immerhin Experten auf ihrem Gebiet einkaufen. Zudem gilt, je höher der Grad an Professionalisierung, desto mehr ist das Angebot wert.

Auf dem Weg in die Selbstständigkeit gibt es einige weitere Punkt zu beachten, die mindestens hilfreich sind und die ersten Jahre deutlich erleichtern:

  • Finanzenplanung

Freelancer und Gründer sind gut beraten sich genau über ihr Geschäftsmodell klar zu werden und die Finanzen zu planen. Letzteren wird dahingehend in der Regel auch ein Businessplan ans Herz gelegt. Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten, hilft zudem die Stundensätze besser kalkulieren zu können.

  • Zahlungsziele überbrücken

Von der Annahme des Auftrages bis zum Geldeingang können einige Monate ins Land ziehen. Allein wenn der Auftrag erledigt und die Rechnung gestellt ist, gilt üblicherweise eine Zahlungsfrist von 30 Tagen. Vor allem zu Beginn der Selbstständigkeit müssen Zahlungsziele daher oft mit privaten Vermögen überbrückt werden.

  • Netzwerke aufbauen

Ein gutes Netzwerk ist das A und O für einen erfolgreichen Unternehmer – das wird sich auch nach mehreren Jahren nicht ändern. Insofern ist es unabdingbar sich dort zu tummeln, wo potentielle Kunden zu finden sind – das können Messen oder Konferenzen sein. Auch der Kontakt zu Mitbewerbern ist wichtig, um im Austausch über Stundensätze oder Fortbildungen zu bleiben.

  • Schadensersatzansprüche versichern

Freiberufler sind verpflichtet für etwaige Schäden, die einem Kunden oder Auftraggeber aufgrund eines Fehlers entstanden sind, aufzukommen. In der Regel übernimmt eine Berufshaftpflichtversicherung die Schadensersatzansprüche in Höhe einer festgelegten Deckungssumme. Die Versicherung sollte abgeschlossen werden, damit die Selbstständigkeit im Falle eines Falles kein jähes Ende erfährt.

Die Grundlagen der Kundengewinnung

Wer gewisse Formalien hinter sich hat und über sein Angebot im Klaren ist, darf nicht versäumen es klar zu definieren und auffindbar zu machen. Dafür bietet sich in erster Linie eine Webseite an, deren erste Kosten in der Regel überschaubar sind. Der eigene Webauftritt hilft einerseits von potentiellen Kunden gefunden zu werden und dient anderseits auch als digitale Visitenkarte, in der Kontaktinformationen, Arbeitsproben und die persönliche Biografie aufgeführt sind. Freiberufler können anschließend Anfragen an Unternehmen schicken oder sich auf ausgeschriebene Projekte bewerben und für tiefergehende Informationen auf das professionelle Aushängeschild verweisen.

Essentiell ist zudem, sich ständig umzuhören und über sein Geschäft mit anderen Menschen zu sprechen. Oft erhalten diejenigen Personen die interessantesten Jobs und Projekte, die sich mit Freunden oder Freunden von Freunden auf einen Kaffee oder einer Veranstaltung treffen und über ihr Angebot reden. „Auftraggeber sind meistens nur eine Nachbarschaft entfernt“, meint auch Felix Kopp. „Schüchtern sein, hilft insofern kaum einem Selbstständigen.“

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Eine Reaktion
Daniel Held

Sehr gut zusammengefasst, lieber Kollege! :)

Wer noch tiefer in das Thema "Erfolgreich als Freiberufler" eintauchen möchte, für den schreibe ich aktuell ein Buch. Es wird Anfang 2018 erscheinen und neben vielen solcher Tipps eine persönliche Story über die Selbstständigkeit enthalten.

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