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So hältst du deine Homeoffice-Mitarbeiter bei der Stange

So hältst du deine Homeoffice-Mitarbeiter bei der Stange

Mitarbeiter im können sich auf Dauer isoliert fühlen. Mit ein paar Kniffen, können Chefs das verhindern und sicherstellen, dass sich Telemitarbeiter als Teil des Team sehen.

So hältst du deine Homeoffice-Mitarbeiter bei der Stange

(Foto: Shutterstock)

Die meisten Tech-Unternehmen und Startups beschäftigen auch Mitarbeiter, die nicht vor Ort arbeiten, sondern zum Beispiel im Homeoffice. Gerade bei festen Angestellten gilt es, diese über die Entfernung hinweg motiviert und engagiert zu halten. Mit diesen fünf Tipps können Chefs das schaffen.

1. Zeiterfassung automatisieren

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Zeiterfassung kann man mit vielen Tools vereinfachen oder automatisieren. (Foto: Shutterstock)

Freie Zeiteinteilung und Telearbeit haben oft zum Problem, dass die Arbeitszeiterfassung schwieriger wird. Während die Präsenzarbeiter im Büro im Prinzip mit acht Stunden Anwesenheit ihre Arbeitszeit abgegolten haben, gestaltet sich dies daheim problematischer. Telearbeiter laufen Gefahr ihre eigene Arbeitsleistung zu unterschätzen und Überstunden zu machen, um sicher zu gehen, das in sie gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen.

Der Mitarbeiter im Homeoffice sollte deshalb seine Arbeitszeit am besten automatisch tracken. Dann muss er sich am Ende eines Tages nicht immer fragen, ob er wirklich schon seine Zeit abgearbeitet hat. Für die Zeiterfassung im Homeoffice gibt es eine Menge nützliche Tools. Sie bieten nicht nur die Möglichkeit, die Arbeitszeit exakt festzuhalten, sondern liefern auch eine gute Grundlage für die Analyse der eigenen Produktivität. Der Arbeitgeber sollte solche Tools zur Verfügung stellen.

2. Freie Zeiteinteilung nach Produktivitätsphasen

freie zeiteinteilung homeoffice
Mitarbeiter, die in den Abendstunden produktiver sind, sollten nicht in einen „nine-to-five“-Tag gepresst werden. (Foto: Shutterstock)

Gerade im Homeoffice sind Mitarbeiter nicht an die „Öffnungszeiten“ des Büros gebunden. Da jeder Mitarbeiter unterschiedliche Produktivitätsphasen hat, sollten diese nicht durch starre Zeitkorsetts gedrosselt werden. Als Kompromiss kann man zusammen mit den Telearbeitern Kernarbeitszeiten festlegen, in denen diese definitiv verfügbar sein sollten und die restliche Zeit frei einteilbar lassen.

Auch Vertrauen spielt eine wichtige Rolle. Das Erfüllen der Aufgaben sollte klar im Vordergrund stehen und nicht die bloße Präsenszeit am Schreibtisch. Schafft ein Mitarbeiter seine Arbeit zu Hause schneller als im Büro, sollte sich die Führungskraft darüber freuen und sich nicht um die halbe Stunde betrogen fühlen, die der Mitarbeiter durch effizienteres Arbeiten eingespart hat.

3. Meetings, Chat, Social Intranet

homeoffice video konferenz
Video-Meetings sind eine gute Möglichkeit, sich zwischendurch mal in die Augen zu gucken und den Telearbeitern mehr Präsenz zu verschaffen. (Foto: Shutterstock)

Eine gute Möglichkeit die Remote-Arbeiter in den Arbeitsalltag zu integrieren und das Team zu stärken, ist ein regelmäßiges kurzes Meeting, ein Gruppenchat oder ein reger Austausch über ein Social Intranet. Für die Meetings sollten feste Zeiten ausgemacht werden, damit die Mitarbeiter im Homeoffice sich darauf einstellen können, dann verfügbar zu sein. Durch regelmäßige Postings in einem Social Intranet bleiben die Telearbeiter auf dem Laufenden, was im Unternehmen vor sich geht und schnappen den Flurfunk digital auf. Die Mitarbeiter, die im Büro arbeiten, bekommen so gleichermaßen Einblicke in die Arbeit der unsichtbaren Kollegen. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

Man sollte auch bei spontanen Meetings nicht vergessen, die Telearbeiter dazuzuschalten. Durch ihre physische Abwesenheit haben sie zu vielen Dingen eine größere Distanz und können deswegen mit einem anderen Blickwinkel auf die Dinge sehen. Zudem stärkt es ihr Engagement und die Identifikation mit dem Unternehmen.

4. Arrangiere regelmäßige Präsenztreffen

homeoffice praesenzmeeting
Von Zeit zu Zeit sollten Telearbeiter auch mal im Büro vorbeikommen. So kann man sich besser kennenlernen und komplexe Sachverhalte besprechen. (Foto: Shutterstock)

Von Zeit zu Zeit sollte es auch mit allen Auswärtigen Präsenztreffen geben. Das hat zwei positive Aspekte: Zum einen lassen sich komplexe Dinge manchmal besser im direkten Gespräch erörtern, wenn man von Angesicht zu Angesicht sprechen kann und sich nicht um technische Spielereien, wie Video-Chat, Bildschirmübertragung et cetera kümmern muss.

Zum anderen lernt man die Mitarbeiter von außerhalb so auch als Menschen besser kennen. Das hilft wiederum ihre Arbeitsweise und -einstellung besser zu verstehen und nachzuvollziehen. Und natürlich: Es stärkt den Teamgeist.

5. Feierabend respektieren

homeoffice feierabend
Mitarbeiter im Homeoffice haben es oft schwer, das Privatleben von der Arbeit abzugrenzen. Hier müssen klare Regeln her. (Foto: Shutterstock)

Mit Mitarbeitern, die im Homeoffice arbeiten, sollte man trotz flexibler Arbeitszeiten vereinbaren, wann diese definitiv im Feierabend sind und für das Unternehmen nicht mehr erreichbar. Da die Arbeitszeit nicht klar durch die Anwesenheit im Büro definiert ist, und der Remote-Arbeiter ja prinzipiell auch beim Abendessen mit der Familie noch in Hörweite seines Geschäftstelefons ist, sollte hier eine Lösung gefunden werden, die den Telearbeiter nicht zur ständigen Verfügbarkeit zwingt.

Lies in diesem Zusammenhang auch: 8 nützliche Kollaborationswerkzeuge für Remote-Worker

via www.inc.com

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4 Antworten
  1. von Olaf Barheine am 06.08.2015 (16:13 Uhr)

    Wir sollten uns mal langsam von diesen Arbeitszeiten verabschieden und in Milestones denken. Als Freiberufler verabrede ich, wenn möglich, mit dem Kunden schließlich auch Termine, bis zu denen ein Arbeitsergebnis vorliegen muss. So könnte es auch zwischen Arbeitgeber und Heimarbeitern funktionieren. Die Zeit, die für einen Milestone benötigt wird, sollte dabei sekundär sein. Natürlich darf es dadurch nicht wegen unrealistischer Pläne zur Überlastung der Mitarbeiter kommen.

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  2. von Simon Köhler am 07.08.2015 (08:44 Uhr)

    Ich schließe mich Olaf an! Das Arbeitszeiten-Modell 9-18 Uhr ist irgendwie Oldschool und hat ausgedient, zumindest in den kreativen oder digitalen Branchen. Nie im Leben werde ich mich im Sommer wieder als Angestellter 8-12 Stunden gezwungenermaßen in ein schwitzig-klebriges Büro setzen, nur weil das eben so ist. Nee, dann lieber Freelancer und „Produktivitätsphasen“ nutzen! Im Sommer bei 35 Grad sollte man Mittags schlafen, nicht arbeiten ;)

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  3. von Jürgen Schulze am 11.08.2015 (15:49 Uhr)

    Es lebe die Selbstausbeutung.
    Arbeit Rund um die Uhr.
    Leben, um zu arbeiten.

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  4. von Thomas am 11.08.2015 (17:12 Uhr)

    Der Punkt 4 ist mir nicht ganz klar. ;-)

    Ansonsten sehr gute Tipps.

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