Home-Office

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Die Verbreitung von Internet-Breitbandverbindungen und die Fortschritte in der Verschlüsselungstechnologie seit der Jahrtausendwende ermöglichen immer mehr Menschen in IT-Berufen, von zu Hause zu arbeiten. Der Begriff Digitalnomaden bezeichnet Freiberufler, die ihren Wohnort oft wechseln, da die physische Anwesenheit in ihrem Berufsalltag keine Rolle spielt. Aber auch Unternehmen erlauben ihren Angestellten immer öfter, einen Teil der Aufgaben im Homeoffice zu erledigen.

Homeoffice: Die Arbeitsweise der Zukunft

Die Pluspunkte von Homeoffice liegen an der größeren zeitlichen Flexibilität der Angestellten und Freelancer. Lange Fahrzeiten ins Büro, Stau und Pendelstress fallen weg. Der Arbeitnehmer kann seine Zeit freier während des Tages einteilen. Auch muss er nicht zwingend Urlaub beantragen, wenn er verreisen will, da er mit einem Laptop und einer Internetverbindung überall arbeiten kann. Das bringt manche Digitalnomaden dazu, das ganze Jahr in Ländern mit niedrigen Lebenshaltungskosten und warmem Klima wie Thailand, Indien oder Kolumbien zu verbringen und immer wieder umzuziehen. Arbeitgebern bringt Homeoffice auch Vorteile, da sie keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen müssen und Kosten für Büromiete, Geräte und Verpflegung sparen. Eine geringere Produktivität der Arbeitnehmer durch mangelnden Austausch und fehlende Selbstdisziplin stellen dagegen mögliche Nachteile dar. Einige internationale Studien zum Thema Homeoffice widerlegen jedoch diesen Verdacht.

Homeoffice als Teil einer neuen Arbeitskultur

Sowohl für Konzerne als auch für kleine Unternehmen und Startups ist Homeoffice eine Möglichkeit, Fachkräfte zu gewinnen. Gerade bei jungen Arbeitnehmern stehen Selbstbestimmung, Flexibilität und alternative Arbeitsmodelle hoch im Kurs. Ein Anspruch auf Homeoffice gibt es in Deutschland grundsätzlich nicht, anders als zum Beispiel in den Niederlanden. Trotzdem ermöglichen Firmen ihren Mitarbeitern immer öfter, zumindest teilweise von zu Hause zu arbeiten als Teil eines Konzepts, das eine bessere Work-Life-Balance fördern soll. Längst existieren insbesondere bei Konzernen Stellenangebote, die nur Homeoffice vorsehen und keinen physischen Arbeitsplatz mehr beinhalten. Die Webworker halten mit ihren Vorgesetzten und Kollegen regelmäßig Videokonferenzen, die ganze Kommunikation wird per E-Mail und mittels Instant-Messaging-Dienste wie Skype abgewickelt. 

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