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Laut Umfrage: Unternehmen planen langfristig mit Homeoffice

Nach dem bundesweiten Lockdown zu Beginn des Jahres setzen nach wie vor viele Unternehmen auf die Arbeit von zu Hause aus. Viele haben sogar vor, die Option des Homeoffice auch nach der Pandemie beizubehalten.

Lesezeit: 2 Min.

(Foto: sutadimages / Shutterstock)

Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war Homeoffice zwar vielen Arbeitnehmern ein Begriff, die wenigsten arbeiteten aber tatsächlich von zu Hause aus. Teilweise auch, weil die Arbeitgeber diese Möglichkeit schlichtweg nicht anboten. Aus einer Studie von Eurostat geht hervor, dass im Jahr 2019 nur knapp fünf Prozent der Beschäftigten regelmäßig, weitere sieben Prozent gelegentlich und dominierende 87 Prozent nie von zu Hause aus arbeiteten. Das sieht im Jahr 2020 schon ganz anders aus.

Der von der Coronakrise ausgelöste Trend zum Homeoffice wird die Wirtschaft in Deutschland langfristig verändern. Die Unternehmungsberatung Deloitte befragte im September 2020 100 CFOs großer deutscher Unternehmen, wie sie aktuell das Thema Remote Working handhaben. 66 Prozent der befragten Finanzvorstände sagten auf die Frage nach den langfristigen Auswirkungen von Corona für ihr Unternehmen: „Wir planen, vermehrt auf Remote Working zu setzen.“

Mehr Homeoffice, kleinere Büros

Das kostet zwar erst einmal Geld; 43 Prozent sagten: „Wir werden unsere Cyber-Absicherung aufgrund von erhöhtem Remote Working stark ausbauen.“ Auf der anderen Seite sparen die Unternehmen jedoch auch: „Wir planen, unsere Büroflächen aufgrund des erhöhten Homeoffice-Angebots in Zukunft zu reduzieren“, sagten 37 Prozent der befragten Finanzvorstände.

„Kostensenkungen“ stehen in den nächsten zwölf Monaten für 71 Prozent der Manager ganz oben auf der Liste der strategischen Maßnahmen. Wenn investiert wird, dann wollen 61 Prozent für die „Optimierung von Organisation und Geschäftsprozessen“ mehr Geld ausgeben. Bei „Software, Daten, IT-Netzwerke und Website-Aktivitäten“ wollen 47 Prozent einen stärkeren Schwerpunkt legen. So wird zwar nicht unbedingt Geld gespart, jedoch findet eine Umverteilung der finanziellen Mittel zugunsten der Homeoffice-Arbeit statt.

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Durchwachsen war das Urteil der Finanzvorstände über die Wirksamkeit der staatlichen Milliardenhilfen. Das Kurzarbeitergeld habe ihrem Unternehmen geholfen, sagten 54 Prozent der Befragten. Die Senkung der Mehrwertsteuer dagegen sahen lediglich fünf Prozent als hilfreich an.

Abschließend kann festgestellt werden, dass die Bereitschaft, ihren Mitarbeiten Homeoffice zu ermöglichen, bei vielen Unternehmen deutlich gestiegen ist, auch wenn es verschiedene Meinungen darüber gibt, ob Homeoffice oder die Arbeit aus dem Büro zu mehr Produktivität führt. Unternehmen sollten hier nicht den Fehler machen, die durch Corona entstehenden Schwierigkeiten dem dezentralen Arbeiten anzulasten. dpa/brr

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