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Verbraucherschützer verklagen Samsung wegen fehlender Android-Updates

Verbraucherschützer verklagen Samsung wegen fehlender Android-Updates

Software-Updates für sind ein äußerst schwieriges Thema – man weiß nie, ob ein bestimmtes eine Aktualisierung auf die neueste Android-Version erhält – oder nicht. Die niederländische Verbraucherorganisation Consumentenbond hat sich dieser Angelegenheit jetzt angenommen und den Branchenprimus wegen ihrer schlechten Politik in Sachen Android-Udates verklagt.

Verbraucherschützer verklagen Samsung wegen fehlender Android-Updates

Android-Updates. (Bild: Google)

Android-Updates: Verbraucherschützer fordern von Samsung zeitnahe Aktualisierungen und mehr Transparenz

Wer wünscht sich kein Android-Smartphone oder -Tablet bei dem klar ist, dass man System-Updates erhält und für welchen Zeitraum? Sicherlich gibt es so etwas bei den Nexus-Geräten wie beispielsweise dem Nexus 5X (Test) und Nexus 6P (Test): Für diese hat vor einiger Zeit klargestellt, dass die Produkte aus eigenem Hause große Software-Updates für einen Zeitraum von zwei Jahren erhalten, ein weiteres drittes Jahr bekommen sie dann noch die allmonatlichen Sicherheitspatches, um gegen Exploits und Co. geschützt zu sein. Eine solche Updatesicherheit bietet – zumindest offiziell – kaum ein weiteres Unternehmen.

Die Sache mit den Android-Updates: Welcher Besitzer eines Android-Smartphones wünscht sich kein Update auf Android 6.0 Marshmallow? (Bild: Google)
Die Sache mit den Android-Updates: Welcher Besitzer eines Android-Smartphones wünscht sich kein Update auf Android 6.0 Marshmallow? (Bild: Google)

Aus diesem Grund hat der niederländische Consumentenbond, eine Verbraucherorganisation mit 500.000 Mitgliedern, Samsung verklagt (PDF). Die Gruppe fordert, dass der Branchenprimus eine Update-Sicherheit von zwei Jahren gewährt und außerdem eindeutige und unmissverständliche Informationen über anstehende Updates liefert. Darüber hinaus verlangt die Organisation von Samsung, Klarheit über kritische Sicherheitslücken zu geben – hier lässt das Unternehmen seine Kunden im Dunkeln. Außerdem zeigte eine Umfrage, dass 82 Prozent aller Samsung-Geräte auf einer veralteten Android-Version liefen.

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Android 6.0 Marshmallow ist seit Oktober 2015 verfügbar – nicht einmal Samsungs High-End-Modell Galaxy S6 edge läuft auf der neuesten Android-Version. (Bild: Samsung)

Android-Update-Politik: Nicht nur Samsung, auch andere Hersteller müssen nachlegen

Die Klage trifft Samsung nicht vollkommen aus dem Blauen heraus, denn der Consumentenbond hatte Anfang Dezember letzten Jahres ein Forderungsschreiben an Samsung übergeben, dem Verhandlungen zwischen den beiden Parteien folgten. Die Gespräche liefen laut Consumentenbond nicht auf das gewünschte Ergebnis hinaus, sodass die Verbraucherschützer sich gezwungen sahen, eine Klage einzureichen. Nach Angaben der Organisation steht Samsung aber bei unzureichenden Software-Updates nicht allein auf weiter Flur, auch andere Smartphonehersteller bekleckern sich hinsichtlich ihrer Update-Politik nicht mit Ruhm. Samsung steht allerdings im Fokus, da die Südkoreaner der Marktführer ist.

Auf den ersten Blick mag die Klage der niederländischen Verbraucherorganisation nicht für Deutschland relevant sein, falls der Consumentenbond aber einen Sieg gegen Samsung erzielt, dürfte dies auch positive Auswirkungen auf die Update-Politik in Deutschland und anderen Ländern sein.

Passend zum Thema: Android 6.0: Welche Geräte bekommen das Marshmallow-Update?

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8 Antworten
  1. von Guido am 20.01.2016 (12:22 Uhr)

    2 Jahre? Ab wann ist dann die relevante Frage? Ab Kaufdatum oder ab Marktstart.

    Beispiel: Das Samsung S3 mini ist immer noch bei vielen Händlern als Neugerät erhältlich. Nicht nur beim Ramschläden sondern auch bei Marktgrößen wie Saturn. Es kam 2012 auf den Markt. Wenn 2 Jahre ab Kaufdatum gelten sollen, dann bedeutet dies, das Samsung 5-6 Jahre Updates liefern müsste. Das dürfte betriebswirtschaftlich nur schwer darstellbar sein und technisch auch an Grenzen stoßen.

    Gelten 2 jahtre ab Marktstart, dann bedeutet dies, das heutige Käufer eines S3 mini Neugerätes schon mit keinem einzigen Update mehr rechnen dürfen.

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    • von Marc Gutt am 20.01.2016 (19:20 Uhr)

      Wenn man den Support nicht leisten kann, dann muss die Palette kleiner werden und die Preise höher. Hab nichts dagegen. Diese alte Software ist eine Zumutung. Viele wissen z.B. gar nicht, dass ihr Android nicht wegen zu vieler Apps langsam wurde, sondern weil "vergessen" wurde von Haus aus Trim einzubauen. Erst mit 4.3 ist es vorhanden und wer nachts sein Gerät abschaltet, der kann sogar erst mit der neuesten Version Trim genießen. Mein Motorola Razr war nicht mal 2 Jahre alt und dadurch quasi Müll.

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  2. von Oink am 20.01.2016 (12:57 Uhr)

    @Guido: Natürlich Marktstart, alles andere wäre für den Hersteller doch garnicht nachvollziehbar. Das natürlich weiterhin "Alt"-Geräte wie "Neu" verkauft werden, liegt natürlich an der Masse an Geräten, die es unter anderem auch von Samsung gibt. Für mich war das schon immer ein zumüllen des Marktes. Bin zufriedener Nexus Besitzer, auch wenn diese 2 Jahre, die es auch bei Google gibt, knapp bemessen sind.

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  3. von Arne am 20.01.2016 (13:16 Uhr)

    Es könnte aber auch 2 Jahre nach Produktionsende sein, das macht meiner Meinung nach den meisten Sinn. Samsung kann dann den Support abkündigen: 'Heute ist das letzte S3 Mini vom Band gelaufen. Updates und Sicherheitspatches gibt's noch für 2 Jahre'

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  4. von Updates für alle am 21.01.2016 (19:21 Uhr)

    2 Jahre sind doch EU-weite Gewährleistung. Und die Beweislastumkehr nach 6 Monaten spricht bei (oft wohl von Anfang an) enthaltenen Sicherheitslücken in der mitgelieferten Firmware wohl nicht für Samsung. Und das man nur die bei Lieferung der letzten 6 Monate unsicheren Geräte upgradet und dieselben Geräte (baugleiches Modell, 1 Tag früher verkauft) ist auch nicht sinnvoll und auch ältere Modelle werden noch eine Weile lang verkauft.
    Bei Autos hat man bessere Lebenszeit und oft mehr Rechte für Ersatzteile oder Veränderungen, Nutzungsdauer/Lebenszeit-Verlängerung usw. als bei viel verschleiss-ärmerer hardware. Und indem man die Sourcen outet (gern auch erst nach 2 Jahren am Tag des Support-Drops für dieses Modell) kann dann jeder selbst verbessern... Vor Jahren interessierte das keinen. Auch die Google-Mitarbeiter kriegen vermutlich jedes neue Modell und leisten vermutlich keinen Support die SmarTVs und Handies ihrer Verwandten, Eltern und Groß-Eltern...

    Windows95-Rechner waren besser aktualisierbar.
    Ich mag ja auch die L-GPL (bzw. die Version gegen Tivoisierung) welche Update-Möglichkeiten erzwingt. Ist für normale Kernel-GPL wohl nicht so wichtig...

    Schade das es nicht in fortschrittsfreundlichen (Urlaubs)Ländern Stellen gibt wo man sein Handy (ziemlich automatisiert) für 5-10 Euro aktualisieren bzw. auf CyanoGenMod konvertieren kann. Obwohl es jeder in der Tasche hat gibts kaum Dienstleistungen drumherum. Nagelstudios hingegen gibts in ziemlich jeder Einkaufs-Straße und Auto-Werkstätten auch in vielen Kleinstädten.

    Für Digitalkameras ist es auch sehr unschön keine Feature-Updates gegen Geld zu kriegen. Auch SmartTVs usw. sind nicht berühmt dafür :-( Die Appstores lassen das Problem harmloser erscheinen. Wenn es fliegende Trabbis oder VW Käfer (na gut, Kinofilme) gibt, sollte man aus Elektronik auch die maximalen Features herausholen können. Evtl ist Rasberry Pi daher überlegen weil man alles auf der SD-Karte stehen hat die mein reinstecken muss damit er was tut und somit alles unter eigener Kontrolle steht und man nicht auf Treiber oder Firmwares angewiesen ist.
    Wer älter ist merkt schnell das er noch gut funktionierende Hardware wegwerfen muss weil Treiber, Firmwares, Updates,... nicht geliefert werden.

    Die Linux-Foundation sollte offene Listen von Geräten mit 99%er Freiheit und offenen APIs veröffentlichen und das BSI Firmen vom Kauf nicht-offener Geräte abraten. Viele Commodore-64 haben bessere Zukunfts-Aussichten als viele Handies die trotz Nutzbarkeit z.B. als Beacons für Home-Control usw. weggeworfen werden sollen.
    Autos welche eine Gefahr für die Umgebung darstellen werden schneller aus dem Verkehr als Botnetz-fizierbare oder schon verseuchte Geräte (Router, Handies, Google Nest, Amazon Echo, SmarTVs inclusive WebCam und Mikrofon...)... welche munter die Firmengeheimnisse, Firmennetz usw. an die Konkurrenz verraten und ggf. zu verseuchen suchen...

    http://www.golem.de/news/sicherheit-us-drohnen-funken-immer-noch-unverschluesselt-1210-95384.html Vorletzter Absatz.

    Kaputte Firmen zahlen keine Steuern und haben keine Arbeitsplätze...

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    • von Marc Gutt am 22.01.2016 (08:30 Uhr)

      Dass es für CM keinen Service gibt liegt denke ich vorrangig daran, dass es nicht fehlerfrei ist. Ich hatte jedenfalls noch keine CM Installation (immerhin schon auf drei Modellen getestet), die wirklich alle Funktionen problemlos in allen Updates unterstützte. Mal ging Bluetooth nicht, dann machte die Kamera Probleme, dann der Lautsprecher, dann schlug das Update fehl usw. Außerdem gibt es da noch das Problem mit dem Root. Manche meiner Smartphones musste ich mit Tools rooten, wo ich wirklich Bauchschmerzen bei bekam. Und dann gibt es je nach Hersteller auch noch zusätzliche Hürden z.B. musste man ein HTC One S unlocken, rooten und S-Off'en damit Auto-Updates von CM möglich waren:
      https://wiki.cyanogenmod.org/w/Install_CM_for_ville
      "This needs to be done EVERY time CyanogenMod is updated, thus it is recommended to not use the internal CM updater. The alternative to this burden is to S-OFF your device (recommended), then the boot partition will automatically be updated when CyanogenMod is installed or updated."

      Um da auf 5 € zu kommen, müsste man schon eine PC Software entwickeln, die das alles in einem Schritt umsetzt. Hier ist CM selbst gefragt, aber deren "Easy Installer" unterstützt nur alte Smartphones:
      http://wiki.cyanogenmod.org/w/CyanogenMod_Installer#Supported_Devices

      Aber in meinen Augen fängt das Problem schon bei den Hersteller an. Die bieten teilweise nicht nur keine Updates, sondern auch keine Firmware-Downloads. Ständig muss man auf irgendwelche dubiose Quellen zurückgreifen. Und dass man ein Tool zur Hand bekommt mit dem man die Firmware überschreiben kann ist auch seltenst der Fall. Im PC-Sektor ist das undenkbar.

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  5. von Updates für alle am 22.01.2016 (14:27 Uhr)

    @Mark Gutt:
    Schade das CM nicht gut bei dir läuft. Für ältere Geräte habe ich einen guten Zeitpunkt verpasst und muss mal sehen ob man die entsprechenden Dateien noch zusammengekratzt bekommt oder ein funktionierendes Handy in die Schublade legen muss :-(( Viele kaufen Bodytracker aber das braucht 4.4 glaube ich und manche haben nur 4.1 :-/ Wo 4.1 läuft läuft auch 4.4 denke ich mal.
    In guten Ländern kann man eine Site dafür aufbauen. Aber in manchen Ländern wäre Streetmap oder Wikipedia oder freie kostenlose Verlinkung auf News verboten worden... und Fair Use und Free Speech gibts dort auch nicht immer sondern nur für von Leistung protektionierten Minderheiten.

    Evtl wurde es falsch interpretiert: Ich finde die Klage gut. Aber man kann ja nicht wie ct jahrzehntelang Pentiums lagern um zu sehen ob Intel sein Austausch-Versprechen erfüllt also einen speziellen Ebay-Handler betreiben der einmal alle zwei Jahre hochoffiziell ein uraltes Samsung-Handy verkauft um den Support zwei Jahre länger zu bewirken. Mit Patenten geht das wohl in USA. Da hat man noch Änderungen und somit kann man wohl Patente nach 20(?) Jahren leicht verändert oder so weiterlaufen lassen.

    Windows war besser Updatebar. Da Google 22(2*10 + 2 und nicht 2,2 wie hier manchmal Tippfehler) Mrd mit Android verdient (1) hat (GEWINN! nicht nur Umsatz von 31 Mrd) könnten sie auch Updates enforcen oder kleine (2) Preisgelder zickzack-basiert ausschreiben um beliebte Geräte aus der Knechtschaft zu befreien... Ohne Moses Massenbefreiung gäbe es den einen Google-Gründer und folglich Google womöglich gar nicht...

    (1) http://t3n.de/news/oracle-google-android-673301/
    (2) http://www.golem.de/1112/88228.html Sind die Stasi-Akten schon zusammengesetzt oder laufen die Kosten-Entwicklung und Zeit-Rahmen ähnlich wie beim Flughafen ?

    Bei 7,50 Mindestlohn sind 5 Euro eine halbe Stunde. Das man Zusatzgeschäfte mit Display-Folie aufkleben. Per Luftdruck teure Digitalkameras reinigen usw. erledigt, sollte klar sein. In den "Goodbye Deutschland"-Dokus und anderen Auswanderer-Dokus heisst es häufiger, das man in vielen Urlaubsorten nur 1000 Euro im Monat verdient und die Saison ist nicht das ganze Jahr. Da lebt man bei der Familie und jeder verdient hier und da Geld und guckt das man über die Runden kommt. Dort herrschen gigantische Arbeitslosen-Prozente. Hier dank 1-Euro-Jobs und Optimierung (Team Wallraff berichtete) halt nicht so sehr...
    Waren gibts bei Amazon und Ebay. Aber versuch mal ordentliche Dienstleistungen zu finden. Bei Real repariert einmal pro Woche einer Fahrräder. Auch die Schlüsseldienste/Schuh-Reparierer haben nicht ständig was zu tun. Lass mal einen Rentner eine digitale Armband-Uhr einstellen...

    Und klar muss das so einfach wie möglich sein. Man könnte auch Geld Sammeln um beliebte Handies freizuschalten usw. Ist für Kickstarter wohl nicht spannend und ich habe keine Lust auf hohe Rechtskosten.
    Irgendein Handy-Spiele-Anbieter hatte große Ikea-Schubladen voll mit Handy-Modellen um seine Symbian-Handies zu testen.
    D.h. ein Checker-Tool um automatisiert Bluetooth, WiFi usw. zu testen wäre normal. Danach halt funktions-kontrolle durch Menschen oder Roboter (Spielt er Ton ab und stimmt das frequenz-spektrum halbwegs ?). Aber es gibt vieles was leider nicht automatisch geht. Aber man entwickelt daher dann auch crowd-roboter dafür und verkauft die 3D-Baupläne kostenlos im Internet als Dank für den Support (von z.b. CM) durch die Industrie und ihre Rechts-Abteilungen für freie fair-use-Projekte... Facebook hat recht offene Projekte für Rechenzentren oder neulich seine BluRay++-SlowDataStores.

    Wenn CM nichts für Dein Handy ist, ist das schade. Aber dann frag Dich auch wieso Win95-PCs besser updatebar sind. Mit Update meine ich natürlich die Firmware. Flash ist flash. Bei PCs ist das Bios separat aber nicht jeder will Windows dazu installieren was AMI/AWARD/... auch mal regeln müsste oder das BSI oder Finanzamt einfach vorschreiben könnte. Bei Handies ist die Firmware auf der normalen Flash/eMMC/...-"Festplatte" mit drauf, müsste also noch einfacher updatebar sein. Bei WinPhone darf/durfte man das System auf SD-Karten packen die man austauschen kann. WinPhone ist also überlegen was ich gar nicht gut finde.... Diese SD-karten waren natürlich intern verbaut aber prinzipiell austauschbar z.b. für Firmen-Geräte/Unikernels/geschlossene-Anwendungen und die Millionen Militär-Geräte, Fabriken-Steuerungen, CNC-Maschinen usw. macht das Sinn.

    Aber willst Du nach 2 Jahren auf dem letzten offiziellen Stand hängen bleiben wenn die Gewährleistung evtl. offiziell vorbei ist ? Im TV hiess es: Pech gehabt als ein Auto im Tunnel auf Notfallmodus wechselte und nur noch 60(?) km/h fuhr. An den Hersteller hatte man wohl keine Ansprüche mehr... Wegwerfen und neu kaufen wie man es von 22 Mrd Gewinn mit jeder alten Nexus-Version machen kann ? Man kriegt nicht jedes neue Auto-Modell. Aber in korrupten Diktaturen oft aber das aktuelle Marken-Phone und Marken-Tablett um mit einer schönen Pension Sudoku im Ausschuss zu spielen und dann TV-Berichte aus dem Ausschuss nach Jahrzehnten zu verbieten... Von daher sind manche Politiker sehr sehr sehr viel weniger Technik-Lebenszeit-Verlängerung interessiert als bei Autos.

    Also was ist besser: Updates und Oldtimer wie bei Autos oder nach 2 Jahren aus die Maus ? Wegwerfen oder bot-net-fiziert werden und das Mobilfunk-Netz und belasten und alle connecten WiFis potenziell an den Comand-Control-Server verpetzen und verseuchen lassen ?
    Schön (aber natürlich nur von mir gefordert) wäre wie bei Hausfrauen-Besteck/Porzellan/Bettwäsche/Aussteuer eine Update-Garantie für x Jahre.
    DEC hat früher für Militär produziert. Als die Übernommen wurden oder fusionierden DEC+Compaq dann HP+Compaq hiess es, das sie 20jährige Verträge für Militär haben. Wenn man Industrie-Geräte kauft macht man Verträge über die Laufzeit und kauft z.b. Erdgas für 30 Jahre zu $4 pro m^3 oder so. Daher gibts ein Startup das alle Solarzellen erfasst und Versicherungen bei Schäden (wo sie den entgangenen Solar-Gewinn der Firma auszahlen müssen) schnell Ersatz beschaffen kann, weil meine Forderung, alle Baupläne und Firmware-Sourcen bei Notaren zu hinterlegen natürlich nicht so wichtig war.
    Schau an wie viel besser das alles bei 100 Jahre alten Autos funktioniert. Aber die Steuergeräte sind trotzdem ein Problem. Wieso wurden die Baupläne nicht offiziell hinterlegt und dann halt bei Support-Ende frei verfügbar gemacht ?

    Das sind millionen noch funktionierende Geräte die speziell für Home-Control sofort reaktiviert werden können wenn man kein Bonze ist und dafür das vorletzte Nexus-Modell auf der Fensterbank in der Sonne liegen hat weil man bald ja eh ein neues kriegt... und Praktikanten die ganzen Heiz/Klima/...-Einstellungen usw. übertragen und die Emails ausdrucken und den Spam löschen und den Sport-Kanal am komplizierten TV-Gerät einstellen...

    Also wären Konzepte (von wem auch immer) nett um diese Geräte am Leben halten zu können. Fürs vor-vor-letzte Auto-Modell-Baujahr gibts vielleicht auch keine Ersatzteile mehr vom Original-Hersteller. Aber die Ersatz-Lieferanten liefern. Oft dürfen die sogar "Original-Teil" dranschreiben und der TÜV hat auch nichts dagegen! Da heisst das auch komischerweise auch nicht "Plagiatoren" oder "Raubkopierer". Oft ist "original-teil" ja auch klar, wenn z.B. Bosch die Teile liefert und erst nach einer Weile unter eigenem Namen verkauft während Beamerlampen von Osram oder Philips vielleicht nicht so günstig zu kriegen sind obwohl man die Nummer an der Glühbirne sogar ablesen kann aber ein neuer Beamer als Schnäppchen günstiger ist!
    Autos betreffen jeden also herrschen dort faire Konditionen. Bei Jahres/2Jahres-Verträgen also ständig neuen Handies betreffen fehlende Updates nur die ständig wachsende Armut.
    Preis-Druck ist oft auch Qualitäts-Druck. Erkennt man in der Presse oft genug gut wo gerne PR- und Agenturmeldungen copy-pasted werden.

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