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To-Do-Software: 10 Tools, um Aufgaben zu verwalten

Spätestens, seit David Allen seine Getting-Things-Done-Methode vorgestellt hat, sind To-Do-Listen in aller Munde. Und so gibt es im Bereich der To-Do-Software inzwischen etliche , die dabei helfen sollen, solche Listen schnell und effizient abzuarbeiten. Wir haben zehn davon getestet und zeigen euch, welche Vor- und Nachteile sie haben.

To-Do-Software: 10 Tools, um Aufgaben zu verwalten

To-Do-Software: Dutzende Plattformen und Tools

Auf den ersten Blick gibt es kaum etwas Simpleres als To-Do-Listen. Aufgabe eintragen, erledigen, abhaken. Was beim Einkaufszettel noch schnell und unkompliziert funktioniert, kann bei komplexeren Projekten schon mal unübersichtlich werden. Und an ein vernünftiges Task-Management im Team ist ohne technische Hilfe kaum noch zu denken. Um im Alltag den Überblick zu behalten, bieten sich dutzende Plattformen und Tools an, viele davon orientieren sich an David Allens Getting-things-done-Methode. Wir haben zehn für Euch getestet.

Things

Screenshot von Things
Things wirkt aufgeräumt und unaufgeregt.

Things wird von der kleinen Software-Schmiede Cultured Codeaus Stuttgart entwickelt und steht seit August 2012 in Version 2.0 zum Download bereit. Mit dieser Version führten die Macher auch Things Cloud ein, ein Feature, das seit Mai 2011 in einer privaten und seit Februar 2012 in einer öffentlichen Beta-Phase getestet worden war. Als Update für bestehende Things-Kunden war Things 2 kostenlos. Gelauncht wurde Things für das iPhone im Jahr 2008, ein Jahr später folgte die Variante für Mac OS und 2010 die iPad-App. Die App wurde 2009 mit dem Apple Design Award auf der Apple Worldwide Developers Conference ausgezeichnet.

Plattformen/Preis
Mac OS X iPhone iPad
44,99 Euro 8,99 Euro 17,99 Euro
Pro Contra
Things ist nicht nur optisch, sondern auch technisch einer der besten Task-Manager auf dem Markt. Das konsistente, wenn auch schlichte Design macht Spaß, die Funktionen selbst sind intuitiv und funktionieren zuverlässig. Durch die Cloud-Lösung bleiben alle Geräte auf dem selben Stand, die Synchronisation erfolgt automatisch. Eine Koppelung mit iCal ist möglich. Things gehört nicht gerade zu den preiswerten Task-Managern. Insbesondere, wer das Tool auf allen drei verfügbaren Geräten nutzen möchte, wird mit 72 Euro ordentlich zur Kasse gebeten. Weiterer Nachteil: Things wird ausschließlich für Apple-Plattformen entwickelt. Zudem gibt es zwar die Möglichkeit, Aufgaben für andere Personen anzulegen, eine wirkliche Teamwork-Funktion fehlt Things jedoch, weshalb es eher für Privatpersonen geeignet ist.

OmniFocus

Screenshot von OmniFocus
Alter Hase im Bereich To-Do-Software: OmniFocus.

OmniFocus ist der Klassiker unter den Getting-Things-Done Apps. Entwickelt von der Firma The Omni Groupaus Seattle, zählt es zu den beliebtesten Apps dieser Kategorie. Entstanden ist OmniFocus durch die Weiterentwicklung der Kinkless-kGTD-Skripte für Omnigroups OmniOutliner, einem Gliederungseditor für OS X und für das iPad.

Plattformen/Preis
Mac OS X iPhone iPad
69,99 Euro 17,99 Euro 35,99 Euro
Pro Contra
OmniFocus ist zweifellos einer der Task-Manager mit den ausgereiftesten Funktionen. Neben vielen Möglichkeiten zur Filterung und Sortierung bietet der Dienst auch die Möglichkeit, Aufgaben bestimmten Orten zuzuweisen und diese mit Adressen zu versehen. Zudem bietet OmniFocus eine Siri-Unterstützung, was meist zuverlässig funktioniert, und neben Abgleichmöglichkeiten via WLAN, externe Datenträger oder WebDAV-Server auch über einen Sync-Server. Fans von OmniFocus dürfen sich schon jetzt auf OmniFocus 2 freuen, die Version wurde in diesem Jahr vorgestellt. OmniFocus ist mit weit über 100 Euro für alle drei Versionen die teuerste Anwendung in unserem Vergleich. Zudem besticht sie nicht gerade durch zeitgemäßes Design. Zudem berichten Nutzer immer wieder über technische Schwierigkeiten der Synch-Services. Weiterer Nachteil: Auch OmniFocus hat bis jetzt keine Team-Funktion integriert.

Wunderlist

Screenshot von Wunderlist
Ganz weit vorne im App-Store: Wunderlist.

Wunderlist ist noch recht neu auf dem Markt der GTD-Apps, gelauncht wurde der Dienst, der von der in Berlin ansässigen Firma 6 Wunderkinder entwickelt wird, im November 2010. Der Name verspricht viel, und zumindest der Erfolg gibt den Machern recht: Im Juni 2011 war Wunderlist iPhone App der Woche in sage und schreibe 104 Ländern. An 6 Wunderkinder beteiligt: Die Telekom-Tochter T-Venture.

Plattformen/Preis
Mac OS X Windows Linux Apple iOS Android Blackberry Web
kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos
Pro Contra
Ohne Frage der größte Vorteil, der die Konkurrenz schlicht und einfach aussticht: Wunderlist ist komplett umsonst – seit April 2013 ist allerdings auch eine kostenpflichte Pro-Version auf dem Markt. Dazu haben sich die 6 Wunderkinder alle Mühe mit dem Design gegeben. Als zusätzliches Feature verfügt Wunderlist über Browser-Erweiterungen für Firefox, Safari und Chrome. Benachrichtigt wird der Nutzer wahlweise per E-Mail, Push oder durch das Activity Center der App, und auch die Sync-Funktion, die nach Startschwierigkeiten nach dem Launch von Version 2 inzwischen zuverlässig funktioniert, ist ein klarer Pluspunkt. So kostenlos Wunderlist ist, so eingeschränkt ist auch der Funktionsumfang. Aufgaben lassen sich anlegen und, wenn gewünscht, als wichtig einstufen, und eigentlich war es das auch schon. Dateien können nicht angehängt werden und wirklich teamfähig ist das Tool auch nicht – hierzu müssen Nutzer auf die kostenpflichte Pro-Version ausweichen. Insofern ist Wunderlist ein schlichter Task-Manager, der gut funktioniert. Mehr allerdings auch nicht. Und: Den Support für Windows Phone und Blackberry haben 6 Wunderkinder Ende 2012 eingestellt.

KOI

Screenshot von Koi
Japan-Karpfen aus Österreich: Koi.

Anders als der Name vermuten lässt, kommt KOI nicht aus Japan, sondern aus Österreich, programmiert wurde das Tool von Comm-Unity EDV aus Lannach, an den Start ging der GTD-Karpfen 2010. Dabei steht das Kürzel für die Begriffe „Kommunikation“, „Organisation“ und „Information“. Als einzige Lösung in unserem Vergleich basiert das Geschäftsmodell von KOI auf einer jährlichen Gebühr, neben einer Basis- und einer Pro-Variante steht dabei auch noch ein individuell schnürbares „Gold“-Paket für Unternehmen zur Auswahl.

Plattformen/Preis
Mac OS X Windows iPhone Android
kostenlos* kostenlos* kostenlos* kostenlos*

*Die KOI-Apps selbst sind kostenlos, Nutzer benötigen jedoch einen KOI-Account, der 29 Euro im Jahr für das Task-Management und 89 im Jahr für Task- plus Dokumenten-Management kostet.

Pro Contra
KOI bietet ausgereifte Funktionen und ist Cloud-basiert. Wer sich nicht sicher ist, ob das Tool das Richtige ist, kann den Service auch erst mal 14 Tage kostenlos testen. Neben dem reinen Task-Management bietet KOI auch eine Dokumenten-Verwaltung und eine Outlook-Integration. Optisch gibt es sicherlich ansprechendere Lösungen, was die Funktionen angeht, reicht KOI jedoch kaum ein Tool das Wasser. Warum das bei Contra steht? Weil sich die Macher das ordentlich bezahlen lassen. Für die Dokumentenverwaltung werden 89 Euro pro Jahr fällig, so tolle Features wie das Delegieren von Aufgaben oder individuelle Aktivitäten sind erst ab der Gold-Version fällig, die individuell angepasst wird. Somit ist KOI eher etwas für den professionellen Bereich, für die meisten Privatanwender dürfte der Service zu teuer sein.

doit.im

Screenshot von doit.im
Erinnert ein wenig an Things: doit.im.

Nach eigener Aussage hat doit.im inzwischen drei Millionen Nutzer, womit der Dienst zu den Großen seines Segments gehört. Ein weiteres bemerkenswertes Detail: doit.im kommt aus China und wird von einer Software-Firma namens Snoworange Inc. angeboten. Grundsätzlich ist doit.im kostenlos und die ersten 30 Tage der Pro-Version gibt es als Trial. Danach bittet doit.im Nutzer, die mehr als die Basis-Funktionen wollen, zur Kasse.

Plattformen/Preis
Mac OS X Windows iPhone iPad Android Web
kostenlos* kostenlos* kostenlos* kostenlos* kostenlos* kostenlos*

*Die doit.im-Apps selbst sind kostenlos, wer öfter als einmal am Tag synchronisieren möchte, braucht jedoch einen Pro-Account, der zwei Euro pro Monat oder 20 Euro pro Jahr kostet.

Pro Contra
Mit sechs Plattformen gehört doit.im zu den flexibleren Anbietern, zudem orientiert sich der Service recht eng an der Getting-Things-Done-Methode. Mit seinem aufgeräumten Design erinnert doit.im ein wenig an Things, die Bedienung ist intuitiv, technisch ist der Service ausgereift und funktioniert ohne größere Probleme. Die Funktionen bei doit.im sind plattformübergreifend nicht immer konsistent aufgebaut, woran man sich gewöhnen muss. Darüber hinaus lässt doit.im in der Basis-Version nur einen Datenabgleich pro Tag zu, was den meisten Nutzern zu wenig sein dürfte. Ergo: Für einen Großteil dürfte die Pro-Version interessant sein, die mit 2 Euro pro Monat oder 20 Euro pro Jahr zu Buche schlägt. Das ist nicht viel, im Vergleich etwa zu Wunderlist aber gerät doit.im damit ins Hintertreffen. Zudem dürfte es nicht jedem gefallen, seine Daten einem Dienst zu überlassen, der in China ansässig ist.

Chandler

Screenshot von Chandler
Chandler kann auch auf dem eigenen Server gehostet werden.

Chandler ist das einzige Tool in unserem Vergleich, das neben Versionen für Windows, Mac OS, Linux und einem Web-Service auch auf dem eigenen Server gehostet werden kann. Das Projekt ist Open Source, entwickelt wird es von der Non-Profit-Organisation OSAF. 2008 haben wir das Tool für euch schon einmal unter die Lupe genommen.

Plattformen/Preis
Mac OS X Windows Linux Web Eigenes Hosting
kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos
Pro Contra
Chandler vereint Kalender, Task-Management und Notizbuch in einem Service. Mit seinen umfangreichen Funktionen und Anbindungen etwa an Apples iCal, den Mozilla Cal oder Googles Calendar zeigt es sich ähnlich flexibel wie in den Möglichkeiten, Collections (so heißen die Listen bei Chandler) im Team zu bearbeiten und zu teilen. Gerade Nutzern, die sensibel im Bezug auf ihre Daten sind, dürfte die Möglichkeit entgegenkommen, Chandler auf dem eigenen Server aufzusetzen und damit die völlige Kontrolle über alle Inhalte zu behalten. Eigene Apps für Smartphones oder Tablets? Bei Chandler gibt es die bislang nicht. Somit fehlt dem Projekt ein entscheidendes Feature, das heute eigentlich selbstverständlich ist. Auch optisch ist Chandler nicht gerade eine Offenbarung, wer viel Wert auf Design legt, wird mit diesem Tool daher wohl kaum glücklich.

Trello

Seit ein paar Monaten in aller Munde: Trello. (Screenshot: Trello)
Seit ein paar Monaten in aller Munde: Trello. (Screenshot: Trello)

Auf den ersten Blick ist Trello eigentlich gar keine To-Do-Software. Auf den ersten Blick gibt es bei dem Tool nur Listen und Karten. Auf den zweiten Blick aber geht Trello mit diesen beiden Features schon deutlich über das hinaus, was andere Tools können. Entwickelt wird Trello von Fog Creek aus New York, online gegangen ist das Projekt im September 2011.

Plattformen/Preis
Android iOS Windows 8 (Tablet) Web
kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos
Pro Contra
Die Basis-Version von Trello ist kostenlos und soll das – nach Angaben der Entwickler – auch bleiben. Und eins gleich vorweg: Die Gold-Version für fünf US-Dollar im Monat beziehungsweise 45 US-Dollar pro Jahr bietet eigentlich nur Spielereien. Noch dazu, da die Basis-Version schon ein ziemlich ausgeklügeltes System bietet. Die Listen und Karten nämlich lassen sich für beinah die komplette Projektplanung nutzen – und das auch im Team. Jeder Liste könnt ihr so viele Karten hinzufügen, wie ihr wollt, wobei Karten eigentlich alles sein können: Tasks, Termine, Abteilungen oder was euch sonst so einfällt. Jede dieser Karten kann dann mit Anhängen, Deadlines, Texten oder Tags versehen oder mit einer Checkliste, Kommentaren oder Bewertungen ergänzt werden. Besonders gelungenes Feature: Karten können per Drag & Drop verschoben werden. Der größte Vorteil von Trello ist gleichzeitig auch der größte Nachteil: die Flexibiltät der Karten. Was es euch auf der einen Seite ermöglicht, beinahe alles mit dem Tool zu visualisieren, sorgt auch dafür, dass die Gefahr von Chaos ziemlich groß ist. Bei Teams von mehr als fünf Mitgliedern dürfte der Überblick schnell verloren gehen. Dazu kommt, dass die Anhänge, die ihr bei Trello hochladen könnt, nicht direkt im System bearbeitet werden können und dass ihr Karten oder Listen nicht für Externe freigeben könnt. Dazu kommt, dass ein Hosting auf dem eigenen Server nicht möglich ist, Unternehmen müssen dem Anbieter also erstens ihre Daten anvertrauen und zweitens darauf hoffen, dass der Dienst nicht irgendwann eingestellt wird.

Producteev

Producteev wird von Jive Software entwickelt. (Screenshot: iTunes)
Producteev wird von Jive Software entwickelt. (Screenshot: iTunes)

Bekannt ist das Unternehmen Jive ja eigentlich für seine gleichnamige Kollaborations-Suite. Seit 2011 aber bietet das Unternehmen aus Palo Alto mit Producteev auch eine To-Do-Software für verschiedene Plattformen und Systeme an.

Plattformen/Preis
Web Mac OS iOS Android
kostenlos kostenlos kostenlos kostenlos
Pro Contra
Auch bei Producteev ist der Preis Argument Nummer 1: Das Tool ist kostenlos und soll das – nach Angaben der Entwickler von Jive Software – auch bleiben. Gestartet war Producteev als Fremium-Modell mit Zusatz-Features für Unternehmen, die sich Jive mit 15 US-Dollar im Monat bezahlen ließ. Seit Mai allerdings ist das Projekt komplett kostenlos. Neben den vielen Features bietet Producteev gerade für Teams, die oft mit Google-Diensten arbeiten, etliche Anbindungsmöglichkeiten, etwa für Google Mail, Google Chrome oder einen Synch von Terminen oder terminierten Tasks mit Googles Kalender. Anhänge zu einzelnen Aufgaben hochladen funktioniert ebenso einfach und zuverlässig wie das Zuweisen an Kollegen oder das Einstellen einer Deadline. Ein spürbarer Nachteil ist die Tatsache, dass die Producteev-Server nicht zu den schnellsten zu gehören scheinen. Das Anlegen von Tasks oder Labels funktioniert zwar problemlos, aber mit einiger Verzögerung. Ein weiterer Nachteil: Für Aufgaben lassen sich zwar so genannte „Label“ anlegen, damit getaggte Aufgaben aber findet Producteev nicht über die Suche.

Nirvana

Mit Nirvana sollen keine Aufgaben mehr im Nirvana verschwinden. (Screenshot: Nirvana)
Mit Nirvana sollen keine Aufgaben mehr im Nirvana verschwinden. (Screenshot: Nirvana)

Schon 2009 hat das GTD-Tool Nirvana die geschlossene Beta-Phase verlassen, seitdem hat sich das Projekt stetig weiterentwickelt. Wirklich offen ist Nirvana allerdings erst seit Frühjahr 2012. Dahinter steckt das Team von PeopleLikeUs aus dem kanadischen Montréal.

Plattformen/Preis
Web iOS
kostenlos kostenlos
Pro Contra
Nirvana ist kostenlos wie viele andere Tools, allerdings gilt das nur für die Basis-Version. Eine Pro-Version bieten PeopleLikeUs für fünf US-Dollar im Monat oder 39 US-Dollar pro Jahr an. Die Basis-Version ist beschränkt auf fünf Projekte, mit der Pro-Version bekommen Nutzer darüber hinaus eine E-Mail-to-Inbox-Funktion, eine Mobilversion und eine SSL-Verschlüsselung. Erstaunlich an Nirvana ist die Geschwindigkeit, mit der das System arbeitet. Das GTD-Tool fühlt sich auch als Web-Version an wie eine lokal installierte Software. Dazu kommt, dass auch mit der Web-Version offline gearbeitet werden kann, HTML5 sei Dank. Da hat jemand mitgedacht. Nirvana ist nur als Browserversion und für iOS erhältlich, was ein klarer Nachteil gegenüber der Konkurrenz ist. Wirklich mehr zu meckern haben wir nach dem ersten Test allerdings nicht. Außer vielleicht, dass der Basis-Nutzer bei jedem (!) Login gefragt wird, ob er nicht auf die Pro-Version upgraden möchte. Das nervt!

Firetask

Firetask – eine To-Do-Software aus Österreich. (Screenshot: Firetask)
Firetask – eine To-Do-Software aus Österreich. (Screenshot: Firetask)

Das Projekt Firetask wurde von den Österreichern Gerald Aquila und Wolfgang Bartelme entwickelt. Das Tool ist an der GTD-Methode von David Allen orientiert, Version 1.1 für MacOS wurde im Februar 2009 veröffentlicht, aktuell ist Version 3.1. Daneben gibt es zwei Apps für iOS.

Plattformen/Preis
Mac OS iPhone iPad
35,99 Euro 5,49 Euro 6,99 Euro
Pro Contra
Firetask orientiert sich sehr stark an der originalen GTD-Methode. Aufgaben können mit Taggs und einem Status versehen werden (Eingang, Irgendwann, Verfolgbar, In Arbeit et cetera), dazu können sie eine Priorität sowie ein Fälligkeitsdatum bekommen und bei Bedarf in verschiedenen Intervallen wiederholt werden. Verschiedene Kategorien ermöglichen eine weitere Unterteilung. Neben einem Cloud-Synch bietet Firetask auch einen Synch über Mac/Bonjour, und neben den To-Do-Listen gibt es zudem noch ein Scratchboard, das im Deutschen etwas holprig „Kritzelbrett“ heißt und auf dem ganz simpel Checklisten angelegt werden können. Alles in allem macht das Tool einen ausgeklügelten und vor allem durchdacht designten Eindruck. Im Vergleich zu vielen kostenlosen oder günstigen Apps sind knapp 50 Euro für das Paket aus MacOS-, iPhone- und iPad-App nicht gerade wenig. Für Unternehmen, die eine gute To-Do-Lösung suchen, sollte der Preis aber kein Hindernis darstellen. Hier ist das größere Problem, dass es weder eine Web-Version, noch Versionen für Windows gibt – von Linux ganz abgesehen. Und: Firetask ist komplex und bietet unglaublich viele Möglichkeiten, das GTD-Prinzip bis zum letzten Punkt umzusetzen. Manchem dürfte das schon wieder zu viel sein.

Fazit: Auch bei To-Do-Software gibt es keine Alleskönner

Die eierlegende Wollmilchsau findet man auch bei To-Do-Software nicht. Vom Open-Source-Projekt für datensensible Selbsthoster bis zur Business-Lösung ist alles dabei. Ebenso gibt es keinen Anbieter, der eine wirklich plattformübergreifende Lösung anbietet, spätestens bei den Smartphones ist immer Schluss, und auch Linux-User haben es nicht gerade leicht. Nicht verwunderlich ist vor diesem Hintergrund die große Beliebtheit von Wunderlist, das immerhin für sieben Plattformen erhältlich ist – und das auch noch kostenlos. Dafür gehört das Berliner Projekt technisch jedoch nicht gerade zu den ausgereiftesten, was Privatanwender jedoch kaum stören dürfte. Obwohl jeder Nutzer mit einer der zehn vorgestellten Lösungen mindestens eine finden dürfte, die ihn glücklich macht, ist in diesem Segment also noch Luft für neue Anbieter, die bestehende Probleme angehen. Marktlücken gibt es genug.

Letztes Update des Artikels: 28. Oktober 2013

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37 Antworten
  1. von Stefan Antoni am 21.03.2013 (15:42Uhr)

    Ich verwende seit ein paar Jahren https://www.toodledo.com/ . Allerdings vor allem als Sync-Backend für die 3rd party Applikationen von Appigo, die auf der Toodledo-API aufsetzen (auf Mac & iPhone). Unter Windows verwende ich dagegen TaskUnifier, das auch in der Lage ist mit Toodledo zu synchronisieren.

    Das Web-Frontend von Toodledo ist aber keinesfalls zu unterschätzen. Es bietet im Prinzip alle Möglichkeiten die man sich von einer GTD-App wünschen kann.
    Das schöne am Toodledo Web-Interface ist neben seiner Robustheit aus meiner Sicht vor der Feature-Reichtum, der sich - wenn gewünscht - durch diverse Settings so weit reduzieren lässt, dass das Tool auch beliebig schlank ist und nur die Felder anbietet, die man wirklich benötigt.

    Ich verwende z. B. sehr stark Folder, aber sehr wenig Contexts. Tags verwende ich gar nicht und Startdatum auch selten, das Enddatum dafür häufig. Starren tue ich auch eher selten und Dateianhänge könnte ich verwenden, will ich aber nicht.

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  2. von Matthias am 21.03.2013 (15:56Uhr)

    Ich verwende seit Anfang des Jahres Firetask ( http://firetask.com/ ). Ich stand vor der Wahl ob Things oder Firetask und letzendlich ist es Firetask geworden, da die Software ein wenig günstiger ist.

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  3. von Sven am 21.03.2013 (16:24Uhr)

    Was haltet ihr denn von http://www.trello.de? Ich finde es super, wenn man nicht alles Stundengenau planen muss, gibt einem Trello jede Menge Flexibilität.

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  4. von Benny Lava am 21.03.2013 (17:31Uhr)

    Verwende Wunderlist, frage mich allerdings, wie die Geld verdienen.
    Endweder machen die irgendwann dicht, weil das Geld alle ist und der Hype vorüber. Oder sie verwenden die Daten irgenwie. Oder es wird kostenpflichtig, was mir am liebsten wäre.

    Ansonsten finde ich gerade die Einfachheit als wohltuend. Ich will schnell am iPhone Aufgaben eingeben können und mich nicht durch tausend Auswahlen klicken müssen.

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  5. von barbara.przeklasa am 21.03.2013 (17:32Uhr)

    Wir nutzen http://www.social-pm.com, das wir selbst entwickelt haben. Bietet in der kostenfreien Variante neben der Aufgabenverwaltung auch ein Social-Modul worüber wir intern kommunizieren.

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  6. von Thomas D. am 21.03.2013 (20:11Uhr)

    Ganz einfach Google Tasks. Simple zu bedienen, kann dafür Aufgaben auch hierarchisch ordnen (für mich ein absolutes MUST, dass die meisten anderen Tools disqualifiziert) und es gibt sowohl Apps für alle möglichen Plattformen und ganz gute Extensions für die wichtigen Browser.

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  7. von Florian Blaschke am 21.03.2013 (20:41Uhr)

    Was das Thema Wunderlist angeht, frage ich mich auch, wann das Bezahlmodell kommt, eine andere Chance sehe ich für die Wunderkinder kaum. Eigentlich nur eine Frage der Zeit. Ansonsten danke für die Tipps und eure Erfahrungen, ich werde mir eure Favoriten in Ruhe angucken. Vielleicht ist da ja mein neues GTD-Tool dabei ...

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  8. von Ich am 22.03.2013 (08:06Uhr)

    Stimme Sven zu, benutze auch seit einiger Zeit nur noch Trello. Hatte viele getestet, Toodledo jahrelang, Wunderlist nur kurz :-\ und einige andere. Trello ist einfach zu bedienen, kostenlos (und wird wohl auch so bleiben weil es nur ein Nebenprodukt ist), teamfähig, man kann attachments und Bilder anhängen, und vieles mehr. Und keine Installation weil es im Web ist.

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  9. von Nikolai am 22.03.2013 (08:52Uhr)

    Ich nutze Things für meine privaten To-Dos und finde es richtig gut! Für Business-Aufgaben nutze ich unser http://www.bitrix24.de. Dier Service bietet zwar "etwas" mehr, als Aufgaben, aber seit die iPhone-App draussen ist, kann man damit auch ganz simple To-Do-Listen erstellen.

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  10. von Martin am 22.03.2013 (12:48Uhr)

    ich habe schon viel ausprobiert und habe festgestellt dass Producteev vom Umfang und Kompatibilität her am Besten ist. http://www.producteev.com kostenfrei android, iphone, Browser

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  11. von barbara.przeklasa am 22.03.2013 (15:00Uhr)

    Wir nutzen unser eigenentwickeltes Tool http://social-pm.com für die Aufgabenverwaltung aber auch für die interne Kommunikation.

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  12. von Axxl am 24.03.2013 (11:51Uhr)

    So doof es klingt: für vieles nehmen wir einfach Papier. Ohne stylisches "GTD"-Kürzel, simples Plain-Paper-Design und gut is ;o) Wenn ich für die Verwaltung meiner Aufgaben mehr Zeit benötige als für die Aufgabe selbst dient es schlicht der Selbstbefriedigung der Entwickler und geekiger Nerds.

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  13. von Thomas am 25.03.2013 (13:20Uhr)

    Nutze nun seit einem halben Jahr Nirvanahq.com. War vorher bei toodledo, dort aber unzufrieden, weil eine vernünftige GTD-Umsetzung nur über Umwege möglich war. Nirvanahq setzt das gtd-Prinzip konsequent um, hat eine aktive Community und wird stetig weiterentwickelt.

    Der Dienst kostet um die 30 Dollar pro Jahr, die meines Erachtens aber bestens investiert sind.

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  14. von manuelbs am 18.04.2013 (21:53Uhr)

    Für das verwalten und managen komplexer Projekte verwenden wir ERPAL als Agentursoftware. Für einfache todo verwalten sicher zu komplex, für das managen von Aufgaben in Teams aber genau passend. Ist ebenfalls open source Software unter http://Erpal.info

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  15. von SEMazing am 28.10.2013 (13:44Uhr)

    Warum habt ihr Asana - das Tool schlechthin - hier nicht aufgeführt? Das habt ihr ja selber schon getestet... Ich finde das massiv als alle genannten Tools.

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  16. von Basar Seven am 28.10.2013 (14:51Uhr)

    Es gibt nicht nur unzählige Apps für Aufgaben, sondern auch überflüssige Beiträge von solchen Apps bzw. Lösungen.

    Ich würde sogar sagen 10 mal mehr als die Lösungen selbst. Ihr vebrennt damit extrem teure Ressourcen. Schreibt doch mal was über Themen, die nicht aus lediglich Umschreibungen oder Ergänzung von alten Beiträgen existieren.

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  17. von David Hellmann am 28.10.2013 (15:02Uhr)

    OmniFocus ist einfach mal das beste... Bei solch einem Tool möchte ich Beständigkeit und Sicherheit das die Firma auch morgen noch da ist. Bei den Wunderkindern bin ich mir da nicht so sicher.

    Hier mal ein kleiner Vergleich: http://davidhellmann.com/blogging/gtd-loesungen-im-vergleich-things-vs-omnifocus-vs-the-hit-list-1370/

    OmniFocus nutze ich am Mac die v2 als Beta und die ist deutlich hübscher und leichter zu nutzen als die aktuelle Version. Die neue iPhone Version ist auch super.

    Wer natürlich seine Einkaufsliste nur digital will der braucht sicher kein OmniFocus...

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  18. von Micha am 28.10.2013 (15:32Uhr)

    Weiterer Nachteil für Things: "Things Cloud" läuft über Google-Server und wird auch noch völlig unverschlüsselt dort abgelegt. Datenschutz ist damit nicht vorhanden! Einen lokalen Sync gibt es ab Version 2 auch nicht mehr.

    @Florian Blaschke
    Warum stehen die Sync-Möglichkeiten (wie Wlan, WebDAV) von Omnifocus auf der Contra-Seite? Es sind doch eindeutig Vorteile gegenüber der Konkurrenz!
    Das es zu Problemen bei manchen Usern kommt, kann bei Contra stehen bleiben, aber die vielen Sync-Möglichkeiten gehören auf die Seite von Pro.

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  19. von Florian Blaschke am 28.10.2013 (16:18Uhr)

    Danke für den Hinweis, Micha, das stimmt. Ich hab das mal umformuliert und sowohl bei den Vor-, als auch bei den Nachteilen notiert.

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  20. von coleman am 28.10.2013 (16:33Uhr)

    Was ist mit Asana? Wundert mich doch sehr, dass es in dieser Liste fehlt...

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  21. von Florian Blaschke am 28.10.2013 (16:35Uhr)

    Steht schon auf meiner Liste, coleman, danke für den Hinweis. ;-)

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  22. von Philipp am 28.10.2013 (16:43Uhr)

    Zur Zeit nutzen wir auch noch Asana, ist ganz brauchbar aber kürzlich habe ich BamBam entdeckt (dobambam.com) und das macht einen noch besseren Eindruck, ich würde wirklich empfehlen, das mal anzuschaun.

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  23. von Simon am 28.10.2013 (17:37Uhr)

    Es fehlt ganz klar Asana in der Liste http://asana.com

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  24. von Florian Blaschke am 28.10.2013 (19:40Uhr)

    Wie gesagt, Asana steht auf meiner Liste. Und wer bis dahin schon mal was drüber lesen will, wird beim Kollegen Budde fündig: http://t3n.de/news/asana-kollaborative-468686/

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  25. von ibyprivat am 28.10.2013 (22:51Uhr)

    Wer es umfänglich, mehrsprachig und trotzdem sehr intuitiv haben möchte, sollte in jedem Fall Teambox testen! Klasse. teambox.com

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  26. von David Hellmann am 29.10.2013 (00:18Uhr)

    Es wird ein Artikel geschrieben und jeder schreit "Das fehlt"... "Dies fehlt"... Leute Leute... Software dieser Kategorie gibt es wohl mehr als die zehn und auch noch mehr als hier genannt wurden...

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  27. von Jakub am 29.10.2013 (00:20Uhr)

    Was mir bei der Liste fehlt ist todoist.com
    Ist auch eine super App, auch wenn das Interface sehr minimalistisch gehalten ist, verstecken sich einige Funktionen dahinter.

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  28. von Philipp am 29.10.2013 (01:58Uhr)

    @david:

    Das ist bei dem Thema aber jedes mal so und ich finds auch nicht schlecht. Jeder hat andere Erwartungen, Vorstellungen, Wünsche .. da passt mal dieses und mal jenes besser.

    Und wenn man schon ein paar Dutzend Produkte durchhat und dann was findet was man gut findet, dann will man das auch teilen.

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  29. von Atilla am 29.10.2013 (08:31Uhr)

    Google Keep. That's it.

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  30. von Olaf am 29.10.2013 (10:33Uhr)

    Ich muss mich hier outen: Bisher nutze ich nur einen Stift und ein weißes Blatt Papier :). Aber Trello und Chandler gefallen mir auf den ersten Blick ganz gut. Werde beide Tools auf jeden Fall mal testen. Danke für die Tipps!

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  31. von Benjamin F. am 30.10.2013 (12:30Uhr)

    Was auch in einer kleinen Form als To Do Liste genutzt werden kann ist Evernote. Ich nutze das im Büro sehr viel und inzwischen auch für To Do Listen. Hier gibt es auch die Möglichkeit eine Checkbox einzufügen und somit die Notizen in eine To Do Liste umzuwandeln. Evernote gibt es ja auch fürMac, iPhone, iPad etc.
    Somit hat man die Notizen auch immer überall dabei.

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  32. von Florian Blaschke am 30.10.2013 (12:38Uhr)

    Das stimmt. Hab ich vor einiger Zeit auch in einem eigenen Artikel beschrieben: http://t3n.de/news/evernote-funktioniert-to-do-app-467271/

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  33. von Monika Birkner am 31.10.2013 (20:28Uhr)

    Ich bin sehr zufrieden mit der Swift To-Do-List von Dextronet: http://www.dextronet.com/

    Die Gründe dafür hatte ich kürzlich in einem Blogpost geschildert: http://blog.monika-birkner.de/2013/zeitmanagement-tool-swift/

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  34. von JennyHanna am 12.12.2013 (09:50Uhr)

    Ein weiteres tolles Tool zur Steuerung habt ihr nicht aufgeführt, den Informer!

    http://qualitaetsmanagement.informer.de/

    Was sagt ihr hier zu?

    Beste Grüße!

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  35. von Florian Blaschke am 12.12.2013 (09:57Uhr)

    Dazu sag ich: Danke für den Tipp! ;-) Das guck ich mir auf jeden Fall mal an ...

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  36. von swissistent am 28.01.2014 (14:26Uhr)

    Wir verwenden unsere Inhouse-App Swissistent Tasks! Basierend auf den Erfahrungen der Getting-Things-Done Methode wurde diese entwickelt. Dazu gibt es eine iPhone/Android App und einen ICAL-Kalender Export für Outlook und Google Kalendar!
    Tasks können weiters automatisch an unsere Virtuellen Assistenten weitergeleitet werden!
    http://www.swissistent.ch

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Von Design bis Produktivität: MacHeist verkauft Apps im Wert von 610 Dollar für ‘nen Zwanni
Von Design bis Produktivität: MacHeist verkauft Apps im Wert von 610 Dollar für ‘nen Zwanni

Im neusten Bundle von MacHeist gibt es wieder neun Programme – für günstige 20 US-Dollar. Die Auswahl reicht vom Design-Tool WebCode über die Productivity-Software Vitamin-R bis hin zum … » weiterlesen

Kommt die jetzt wahre Plattformunabhängigkeit? Mozilla bringt Firefox-OS-Apps ins Google-Universum
Kommt die jetzt wahre Plattformunabhängigkeit? Mozilla bringt Firefox-OS-Apps ins Google-Universum

Firefox für Android 29 erlaubt die Ausführung von Web-Apps für Firefox OS wie native Android-Apps. Damit öffnet Mozilla das eigene Ökosystem auch für Nutzer des Google-Betriebssystems. » weiterlesen

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