iOS

iOS ist Apples Standard-Betriebssystem für iPhone, iPod touch, iPad und den Apple TV 2. Apples mobiles Betriebssystem wurde 2007 mit dem ersten iPhone vorgestellt und nannte sich bis Juni 2010 iPhone OS.

Apples iOS ist eine  auf Touchscreens modifizierte Version von Mac OS X und basiert auf UNIX. Das mobile Betriebssystem wird auf den ARM-Prozessor portiert, welcher in allen Apple Devices verwendet wird, und ist unter gemischter Lizenz nutzbar (u.a. GNU GPLAPSL, Apple-EULA).

Bedienung

Neben den Tasten des jeweiligen Geräts, welche mit festen Funktionen von Werk aus belegt sind, ist das Display der zentrale Ort der Bedienung. Eingaben erfolgen nahezu ausschließlich über den Touchscreen des Gerätes. Der Nutzer kann mittels einfachem oder doppeltem Tippen, langem Halten mit leichtem Druck oder Wischen verschiedene Funktionen ausführen. Es sind Multi-Touch-Gesten (z.B. Zoomen oder rotieren eines Bildes mit zwei Fingern) möglich, einige dieser Gesten sind mit Mac OS X v. 10.7 auch auf neueren Laptops von Apple verfügbar.

Zur Texteingabe wird eine Tastatur eingeblendet. Mittels Bluetooth-Funkverbindung kann eine mechanische Tastatur für die Texteingabe „angeschlossen“ werden.

Funktionen

Dem Funktionsumfang von iOS sind kaum Grenzen gesetzt. Denn durch sogenannte Apps lassen sich weitere Funktionen hinzufügen. Apps können über Apples App Store (> 500.000 Apps verfügbar – 01/12) zum Teil kostenlos heruntergeladen werden.

Für einige der Standard-Funktionen des jeweiligen Geräts sind Apple-eigene Programme vorinstalliert, wie Safari und Apple Mail oder die Musikbibliothek iTunes. 

Alle installierten Apps werden auf dem Startbildschirm angezeigt und können von hier aus direkt gestartet, individuell angeordnet und seit iOS 4 in Ordnern sortiert werden.

Laut Apple gibt es mit dem iOS 5 über 200 neue Features.

Weitere vorinstallierte Programme:

  • Find My iPhone - Fernsteuerungsdienst erlaubt es, den Standort des iPhones anzuzeigen
  • In-App-Purchase - installierte Programme direkt aus Apps heraus um weitere Funktionen erweitern und diese über Micropayment bezahlen
  • Siri Sprachsteuerung (aktuell – 01/12 - nur im iPhone 3GS)
  • P2P - ermöglicht Multiplayer-Spiele 
  • mHealth-Anwendungen – die Verbindung mit einem Blutdruckmesser über Bluetooth
  • Voice Over-Funktion  - Apple versucht ein möglichst barrierefreies Telefon zu schaffen, so ist eine direkte Nutzung von iOS-Geräten für Blinde schon jetzt möglich
  • Apple AirPrint - wireless-drucken
  • Apple AirPlay - Multimedia-Streaming 

Seit Oktober 2011 ist die Version 5.0.x verfügbar, Neu ist u.a.: 

  • Mitteilungszentrale
  • systemweite Integration von Twitter
  • Mail unterstützt S/MIME und grundlegende Formatierungen
  • Drahtlose Synchronisation mit iTunes
  • iMessage: kostenloser Nachrichten-Dienst für alle Nutzer von iOS 5
  • Bildbearbeitung

Ab der Version iOS 4 wird der Mehrprozessbetrieb durch sieben Hintergrund-Programmierschnittstellen ermöglicht.

  1. Hintergrund-Audio
  2. IP-Telefonie
  3. Hintergrund-Lokalisierung
  4. Push-Benachrichtigungen
  5. Lokale Benachrichtigungen
  6. Beendigung eines laufenden Prozesses im Hintergrund
  7. Schnelles Wechseln von Apps

In allen iOS-Geräten (außer dem Apple TV) sind Neigungssensoren verbaut, dadurch schaltet das Gerät je nach Haltung die Bildschirmansicht ins Quer- oder Hochformat, dies kann über einen mechanischen Schalter oder eine Einstellung verhindert werden.

Ein eingebautes Gyroskop ermittelt die präzise Lage des Geräts im Raum.

Kritik

  • Apple schottet sein System nach außen ab, sodass nur über den App Store Software installiert werden kann. Dies birgt den Nachteil, dass (eine Zeit lang) Drittanbieter-Apps nur nach einem Jailbreak auf Apple-Devices zu nutzen waren - vorinstallierte Apps sind nur durch einen Jailbreak zu löschen. Apple rückt den Vorteil der Sicherheit eines geschlossenen Systems in den Vordergrund.
  • Es ist schwer möglich aus anderen Quellen als dem App Store Programme zu beziehen. Als innovationshemmend wird kritisiert, dass Entwickler gezwungen sind, Einschränkungen hinzunehmen, wenn sie für iOS entwickeln wollen (Geheimhaltungsabkommen, Mitgliedsbeitrag).
  • Apple kann Programme vom iPhone eines Nutzers löschen, Steve Jobs erklärte: diese Möglichkeit ziele nur auf Schadsoftware ab
  • Für iOS gibt es kein Adobe Flash und wird es auch nie geben.

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