Software & Infrastruktur

Java-basiert in Richtung Enterprise-Funktionalität: Content Management mit Magnolia

Simple is beautyful – das ist das Motto von Magnolia[1]. Java-basiert wagt das Content Management System die schwierige Gradwanderung zwischen einfacher Benutzbarkeit und Enterprise-Funktionalität. Dabei geht es nicht nur um die Benutzerfreundlichkeit für Autoren, sondern auch für System-Administratoren und Software-Entwickler. Deshalb setzt Magnolia auf die breite Unterstützung von Standards, Skalierbarkeit und Integrationsfähigkeit.

Magnolia legt viel Wert auf einfache Bedienung. Deshalb beginnt die Arbeit auch mit einem Installer, der alle Komponenten enthält. Es sind keine Datenbanken zu installieren und keine Parameter zu konfigurieren. Die Gestaltung von Websites startet mit dem Login, wonach sich Magnolia aufgeräumt und strukturiert zeigt. Die Browser-basierte Benutzeroberfläche orientiert sich an der Benutzung von Client-Software; Kontextmenüs (rechte Maustaste) zeigen jederzeit, welche Funktionen zur Verfügung stehen. Mittels Drag & Drop wird die Struktur einer Website bearbeitet, Inhaltsblöcke (Paragraphen) können durch Verschieben mit der Maus auf der Seite platziert werden. Aufgrund der breiten Unterstützung von Standards reduziert sich für den Entwickler die Einarbeitszeit auf das Lernen wirklich neuer Konzepte. Wer schon mit JavaServer Pages (JSP) gearbeitet hat, dem wird auch das Erstellen von Templates schnell gelingen. Aber auch wer aus dem PHP-Umfeld kommt, findet eine niedrig gehaltene Lernschwelle vor, da JSP und PHP als Templatingsprache den gleichen Zweck erfüllen.

Java Enterprise Platform

Magnolia nutzt die Java Enterprise Plattform und unterstützt eine Reihe gängiger Standards, unter anderem JSR-168, JSR-170, JAAS, JNDI. Sie machen es möglich, Magnolia in die Infrastruktur eines Unternehmens einzubetten. JAAS beispielsweise erlaubt, auf standardisierte Weise Benutzer durch einen bereits im Unternehmen vorhandenen Directory-Server zu authentifizieren und Zugriffsrollen zu verwalten. Auch ein Single Sign-On ist damit realisierbar. Besonders interessant ist die Unterstützung des Standards JSR-170, dem „Content Repository for Java Technology API“ (kurz JCR). Dieses API definiert einen herstellerunabhängigen Zugriff auf Inhalte, zum Beispiel Webseiten oder Dokumente. JSR-170 definiert eine ganze Reihe von Diensten, um die Arbeit mit Inhalten zu erleichtern. Dazu gehören die Verwaltung von strukturiertem, semi-strukturiertem und unstrukturiertem Inhalt, Volltextsuche, Versionierung, Transaktionen und Observation.

Magnolia legt Inhalte in einem Repository ab, nicht Daten in einer Datenbank. Dieser Unterschied ist grundlegender als es zunächst erscheinen mag, denn Inhalte unterscheiden sich von Daten dadurch, dass sie versioniert sind und Metadaten – zum Beispiel das Datum der letzten Modifikation – zur Verfügung stehen. Zudem sind Inhalte häufig unstrukturiert oder semi-strukturiert und werden durch das JSR-170 API hierarchisch und nicht relational abgelegt. Diese Eigenschaften machen das Arbeiten mit der JSR-170 im Webumfeld sehr natürlich, da Webseiten typischerweise in einer Hierarchie abgelegt werden und jede Seite anders strukturiert ist. Weil Magnolia ein JSR-170-konformes Repository als grundlegenden Teil der Systemarchitektur verwendet, wird eine klare Trennung zwischen der Applikation und der Inhaltsablage erreicht. Sie erlaubt es Magnolia, unterschiedliche Implementierungen
des Repositories zu benutzen und einheitlich auf Inhalte
JSR-170-kompatibler Systeme zuzugreifen. Die Vorteile

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